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DER BODYGUARD – SEIN LETZTER AUFTRAG (Koch Media)

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Kriegsveteran Vincent hatte mehrere heftige Kampfeinsätze in Afghanistan und ist nervlich am Ende. Angstzustände, Halluzinationen und Alpträume lassen ihn kaum zur Ruhe kommen. Trotzdem möchte er wieder in den Einsatz zurück. Da bekommt er ein recht lukratives Angebot, nämlich auf die Gattin und den Sohn eines reichen Libanesen aufzupassen, während er auf Geschäftsreise ist. Doch immer wieder hat er Halluzinationen und denkt, das die Familie und er verfolgt werden, bis es beinahe zu einem tödlichen Unfall kommt. Doch bildet er sich das wirklich nur alles ein oder besteht tatsächlich eine Bedrohung für seine Schützlinge?

Normalerweise orientiere ich mich bei der Zusammenfassung immer ein wenig am Pressetext. Dieser hatte aber mit dem Film gar nichts zu tun. Beispiel: „Trotzdem tritt er den knallharten Security-Job auf dessen ultraluxuriösem Anwesen an“? War das ein anderer Film? Wo war der Job bitte knallhart?

Zudem frage ich mich was der Titel soll! Vincent ist kein Bodyguard, sondern Soldat und sein letzter Auftrag ist das sicherlich auch nicht. Eine merkwürdige Auswahl des Titels.

Doch nun zu dem Film selbst: Den Streifen würde man am ehesten in die Arthouse-Thriller Ecke einordnen, denn die Regie ist äußerst gelungen, die Dialoge recht scharfsinnig und die Geschichte durchaus glaubwürdig.

Hier muss man den großartigen Darsteller Matthias Schoenaerts hervorheben, der dem niedergeschlagenen Soldaten ein glaubwürdiges Profil verleiht. Madame Krüger wird in diesem Leben keine gute Schauspielerin mehr – trotzdem sehe ich sie recht gerne, da sie (auch privat) eine sehr sympathische Person ist.

Leute die allerdings erwarten, das es hier von Anfang an kracht, werden enttäuscht sein, denn der Streifen benötigt schon eine recht lange Anlaufzeit, was eben auch der Charakterzeichnung des Soldaten geschuldet ist. Trotzdem lohnt es sich weiter zu schauen, denn im letzten Teil wird der Film zu einem spannenden Thriller.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch den grandiosen Soundtrack von GESTAFFELSTEIN (arbeitete kürzlich mit Jean Michel Jarre zusammen) der eine geniale Vertonung des geistigen Zustandes von Vincent schuf. Zudem ist der Song im Menü und Abspann klasse.

Fazit: Interessanter, gut gespielter Streifen, der allerdings etwas braucht um in die Gänge zu kommen. Die Schluss-Szene ist zudem sehr gelungen!!!!

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