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Archiv für den 26. Juli 2016

DER BODYGUARD – SEIN LETZTER AUFTRAG (Koch Media)

am 26. Juli 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Kriegsveteran Vincent hatte mehrere heftige Kampfeinsätze in Afghanistan und ist nervlich am Ende. Angstzustände, Halluzinationen und Alpträume lassen ihn kaum zur Ruhe kommen. Trotzdem möchte er wieder in den Einsatz zurück. Da bekommt er ein recht lukratives Angebot, nämlich auf die Gattin und den Sohn eines reichen Libanesen aufzupassen, während er auf Geschäftsreise ist. Doch immer wieder hat er Halluzinationen und denkt, das die Familie und er verfolgt werden, bis es beinahe zu einem tödlichen Unfall kommt. Doch bildet er sich das wirklich nur alles ein oder besteht tatsächlich eine Bedrohung für seine Schützlinge?

Normalerweise orientiere ich mich bei der Zusammenfassung immer ein wenig am Pressetext. Dieser hatte aber mit dem Film gar nichts zu tun. Beispiel: „Trotzdem tritt er den knallharten Security-Job auf dessen ultraluxuriösem Anwesen an“? War das ein anderer Film? Wo war der Job bitte knallhart?

Zudem frage ich mich was der Titel soll! Vincent ist kein Bodyguard, sondern Soldat und sein letzter Auftrag ist das sicherlich auch nicht. Eine merkwürdige Auswahl des Titels.

Doch nun zu dem Film selbst: Den Streifen würde man am ehesten in die Arthouse-Thriller Ecke einordnen, denn die Regie ist äußerst gelungen, die Dialoge recht scharfsinnig und die Geschichte durchaus glaubwürdig.

Hier muss man den großartigen Darsteller Matthias Schoenaerts hervorheben, der dem niedergeschlagenen Soldaten ein glaubwürdiges Profil verleiht. Madame Krüger wird in diesem Leben keine gute Schauspielerin mehr – trotzdem sehe ich sie recht gerne, da sie (auch privat) eine sehr sympathische Person ist.

Leute die allerdings erwarten, das es hier von Anfang an kracht, werden enttäuscht sein, denn der Streifen benötigt schon eine recht lange Anlaufzeit, was eben auch der Charakterzeichnung des Soldaten geschuldet ist. Trotzdem lohnt es sich weiter zu schauen, denn im letzten Teil wird der Film zu einem spannenden Thriller.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch den grandiosen Soundtrack von GESTAFFELSTEIN (arbeitete kürzlich mit Jean Michel Jarre zusammen) der eine geniale Vertonung des geistigen Zustandes von Vincent schuf. Zudem ist der Song im Menü und Abspann klasse.

Fazit: Interessanter, gut gespielter Streifen, der allerdings etwas braucht um in die Gänge zu kommen. Die Schluss-Szene ist zudem sehr gelungen!!!!

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RATTER (Sony Pictures)

am 26. Juli 2016 unter Thriller abgelegt

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Bei Filmen die so doof sind, das man sie einfach schlecht finden MUSS, erspare ich mir eine eigene Zusammenfassung und übernehme den Pressetext:

Erstsemesterstudentin Emma ist gerade angekommen in New York und hat sogleich eine hübsche kleine Wohnung gefunden. Von dort aus kommuniziert sie den lieben langen Tag und wenn nichts Besseres zu tun ist mit ihren Freundinnen, der Mutter, die mit der neuen Technologie noch etwas fremdelt, und dem charmanten Michael, den sie kurz nach der Ankunft kennen lernt und gut leiden kann. Ex-Freund Alex gefällt das gar nicht, doch das ist noch gar nichts gegen den anonymen Stalker, der ihr neuerdings nachstellt, ohne dass sie das Geringste davon ahnt.

Also so übel hört sich das doch gar nicht an. Wer hier jedoch einen spannenden Thriller erwartet, wird schnell eines besseren belehrt. Gefühlte 2 Stunden lang sieht man Madame, die mit ihrem Laptop jeden Furz den sie gerade macht, aufnimmt – bei Gymnastikübungen, beim Schlafen, beim telefonieren (masturbieren erspart man uns zum Glück) usw. usw.,

Das ist in etwa so spannend wie der Ausgang eines Fußballspiels zwischen Argentinien und Macau. Irgendwann dachte selbst ich optimistisch, müsste es doch mal losgehen, doch daraus wird nichts.

RA(E)TTER in der Not war dann die Fernbedienung, denn nach 41 Minuten habe ich den Schrott im Schnellvorlauf gesehen, das wurde dann aber auch nicht viel besser, aber gegen Ende immerhin einen Tick spannender.

Trotzdem frage ich mich wie dem Regisseur entgehen konnte, das sein Film 2/3 lang vollkommen langweilig ist, da einfach gar nichts passiert. Eine Doku über das Leben eines amerikanischen Twens – huch ich bekomme schweißnasse Hände.

Ich kann mir nicht vorstellen, das irgendjemand diesen Müll gut findet, wenn ja möchte er mir bitte berichten warum….

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DIE VORSEHUNG (Concorde)

am 26. Juli 2016 unter Horror, Suspense abgelegt

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Joe Merriwether hat beim FBI auch schon bessere Tage gesehen. Gesundheitlich angeschlagen und mit einer neuen Kollegin schon genug gestresst, hat er noch eine Serie von merkwürdigen Morden aufzuklären. Das seltsamste daran ist, das der Täter alles dafür tut, das diese vollkommen schmerzfrei ablaufen. Joe bittet einen alten Freund, den Psychoanalytiker Clancy um Hilfe, der die Gabe hat, gewisse Dinge, respektive Visionen zu sehen, wenn er die Opfer berührt. Dann stellt sich heraus, das der vermeintliche Täter, genau die gleichen Fähigkeiten wie Clancy besitzt und somit beginnt ein teuflisches Spiel, in dem der Mörder ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Ich gebe zu, diese Geschichte muss man einfach erst mal so hinnehmen. Die Grundidee ist zwar sehr interessant, aber eben auch weit hergeholt. Trotzdem entwickelt sich daraus ein spannender Thriller, der gerade im zweiten Abschnitt minutenweise Überraschungen bereithält.

Zudem ist der Film exzellent besetzt. Endlich sieht man Anthony Hopkins mal wieder in einer Hauptrolle, dazu Colin Farrell, der sich schauspielerisch meiner Meinung nach in den letzten Jahren deutlich gesteigert hat und auch Jeffrey Dean Morgan sehe ich immer wieder gerne, besonders nach dem genialen POSSESSION.

Trotzdem befürchte ich, das das ganze ein LOVE IT OR HATE IT Streifen ist, da sich viele mit der übernatürlichen Handlung nicht anfreunden können und der Genre Mix aus Thriller und Sci-Fi schon immer einen schweren Stand hatte.

Eine ähnliche Geschichte hatte übrigens FEAR Anfang der 90er mit Ally Sheedy, den aber leider fast niemand kennt.

Wenn man aber einfach mal alles, wie bereits oben erwähnt, als gegeben hinnimmt, kann man DIE VORSEHUNG zumindest eines nicht finden: Langweilig, denn ich habe schon ewig keinen Thriller mehr gesehen, der die Spannung fast durchgehend auf so hohem Niveau hält.

Zudem ist die Frage die der Film am Ende stellt eine höchst interessante, denn man denkt wirklich darüber nach, wer denn nun der Gute und wer der Böse ist. Mehr kann ich aufgrund von Spoilergefahr nicht verraten.

Fazit: Spannender, übernatürlicher Thriller mit glänzend aufgelegten Mimen.

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