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BLOW OUT (Koch Media)

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Die Geschichte des Streifens dürfte hinlänglich bekannt sein – daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Eigentlich benötigt Tontechniker Jack Terry nur noch Windgeräusche und einen Todesschrei für die Produktion eines Horrorfilmes. Eines Nachts wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Wagen in den Fluss stürzt. Er rettet zumindest das Leben der weiblichen Person, muss aber bald feststellen, das ihm diese gute Tat noch teuer zu stehen kommen kann, denn das ganze war kein Unfall sondern ein Mord. Als er auf seinen Bandaufnahmen dafür auch noch Beweise findet, stößt er auf eine Mauer des Schweigens und längst ist ein Killer auf ihn und seine neue Freundin angesetzt.

Es gab Zeiten, da hat Brian de Palma echt noch gute Filme gemacht. Schaut man sich seine Vita in den letzten beiden Jahrzehnten an, wird man allerdings kein wirkliches Highlight mehr entdecken. Lediglich 1993 lieferte er mit Carlitos Way nochmal einen brauchbaren Streifen ab.

BLOW OUT jedoch gilt als echter Klassiker. Und das wird Leute jetzt erstaunen, die mich kennen – ich hatte ihn zuvor noch nie gesehen. Als er erschien war ich noch zu klein und später lief er mir nie über den Weg.

Das ist aber auch ganz gut so, denn so kann ich berichten, das der Streifen auch nach 35 Jahren durchaus spannend anzusehen ist. Travolta liefert eine tolle Leistung ab – Nancy Allen hat allerdings eine gar grausige Synchro bekommen (die originale Stimme von damals ist hier vorhanden) und kommt ein bisschen als dummes Gör rüber, obwohl ich nicht glaube, das das so beabsichtigt ist. Daher vielleicht eher zu der Originalspur greifen.

Nun kommen wir zur Technik. Der Ton, der in diesem Streifen ja eine durchaus wichtige Rolle spielt, ist natürlich nicht so gut,wie bei heutigen Filmen Ich denke aber hier hat man das beste herausgeholt.

Beim Bild bin ich zwiegespalten. In den hellen Passagen hat der Film eine absolut glänzende Qualität und sieht beinahe aus wie ein aktueller Streifen. Beim Bild grieselt es in den dunkeln Stellen ab und an heftig, wenn auch immer nur kurz. Das kann allerdings auch an meinem Beamer liegen, der wirklich nichts verzeiht.

Ganz schlimm ist die Szene im Auto, wo das Bild 20 Sekunden katastrophal ist. Auch der Anfang im Tonstudio sieht nicht gut aus. Ob das allerdings nur bei mir so ist oder auch bei anderen, weiß ich nicht – vielleicht kann man mich dbzgl. ja mal anschreiben, denn wenn man sieht, was in den anderen Szenen für ein tolles Bild gezaubert wurde, macht das eigentlich keinen Sinn.

Dazu gibt es ein wunderschönes Mediabook mit einem sehr interessanten Booklet, das alles erzählt, was man über die damaligen Dreharbeiten wissen muss, sowie ein interessantes (neues) Interview mit Nancy Allen.

Ein rundum gelungenes Package mit einem Film, der den Test of Time locker bestanden hat.

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