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BESESSEN (Koch Media)

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Rein zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, als das Bild seiner Mutter herunterfällt. Durch dieses Löchlein beobachtet er ein ziemlich merkwürdiges Treiben in der Nachbarstube, denn dort scheinen Frauen mit Drogen vollgepumpt zu werden, um sie hörig zu machen. Eines Tages bricht er daher in der Wohnung ein um nach dem Rechten zu sehen und findet ein merkwürdiges Szenario vor. Als er der Sache nachgeht, begibt er sich in Lebensgefahr.

Ich gebe zu, den Film kannte ich vorher nicht. Er stammt aus dem Jahre 1969, ist für die damalige Zeit doch recht freizügig und geizt daher auch nicht mit nackten Frauenkörpern. Wahrscheinlich war er deshalb eine halbe Ewigkeit verschollen. Die Spezialisten von Koch haben ihn nun wieder neu aufgelegt.

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen. Es flackert doch an manchen Stellen heftig. Der Ton hingegen ist glasklar und kommt sauber aus den Boxen.

Interessant: Am Drehbuch schrieb der junge Martin Scorsese mit, den Soundtrack steuerte Bernhard Hermann bei, der auch für Hitchcock arbeitete und auch Jan de Bont (SPEED) war dabei – in welcher Funktion habe ich allerdings nicht herausfinden können.

In den interessanten Extras kommt der Hauptdarsteller zu Wort, der sich über die Entstehungsgeschichte des Films auslässt, was den ein oder andern Schwank mit sich bringt. Dieter Geissler ist ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr unterhaltsam erzählt, wie es zu dem Streifen kam.

Ich bin nun kein bekennender Fan von so alten Filmen, war aber durchaus überrascht, besonders über das sehr konsequente und gelungene Ende. Sammler und Cineasten, die schon lange auf die Veröffentlichung warten, werden sich eh freuen.

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