Kalender

Juni 2016
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 28. Juni 2016

TREPALIUM (Meteor/Alive)

am 28. Juni 2016 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

284943

Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Eine Mauer trennt 80 % der Menschen von dem Rest. Das ist die Elite, die in einer feudalen Stadt lebt und in den Genuss kommt, arbeiten zu dürfen und dadurch ein privilegiertes Leben zu führen. Um die sich anbahnende Eskalation zu verhindern vergibt die Präsidentin 10000 neue Jobs an Menschen aus der „Zone“, was aber nur Mittel zum Zweck ist, weil sie sich Vorteile auf dem Weltmarkt verschaffen will. Auch Ezia wird ausgewählt. Diese lebt mit ihrem Sohn in der Nähe der Mauer und möchte so bald wie möglich in den Süden, wo alles besser sein soll. Also nimmt sie den Job an. Zufällig sieht sie der Frau ihres Arbeitgebers sehr ähnlich. Als diese gekidnappt wird, übernimmt sie deren Platz. Doch das gestaltet sich immer schwieriger, zumal sie erfährt, das eine Revolution geplant ist.

Das ist eine recht lange Zusammenfassung, doch trotzdem fehlen noch sehr viele Punkte, aber dann würde ich doch vielleicht etwas arg viel verraten.

Die Grundidee erinnert ein wenig an ELYSIUM, der mir auch sehr gut gefallen hat. TREPALIUM spinnt das ganze aber noch etwas weiter und hat besonders optisch einiges zu bieten.

Obwohl mir nur die DVD vorlag, macht diese auf dem Beamer schon einen fantastischen Eindruck. Insbesondere bei den Ereignissen in der futuristischen Stadt, wurden hier beeindruckende Bilder am Computer generiert.

Zudem gibt es ein paar wirklich interessante Ideen, wie so eine Stadt aussehen könnte, die aber nie übertrieben wirken, sondern in naher Zukunft durchaus vorstellbar sind.

Die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen und die Schauspieler, dir mir allesamt nichts sagen, sind sehr gut gewählt und bringen die Geschichte glaubhaft rüber.

Auch sehr positiv ist, das man die Staffel abgeschlossen hat. Man hätte zwar durchaus die Chance noch eine weitere zu drehen, aber wenn nicht, hat man hier eine abgeschlossene Serie erschaffen, die ein schlüssiges Ende erhielt.

Insgesamt hätte ich mir noch ein paar mehr Bilder aus der Stadt gewünscht, weil diese einfach großartig gestaltet wurde. Zudem hätte man noch etwas mehr aus der Grundidee herausholen können, aber bei 6 Folgen war das wohl einfach nicht drin.

Fazit: Interessante Serie mit sehr gutem Ansatz und einem tollen Vorspann bei dem sich Musik und Bild genial ergänzen. Alleine deswegen sollte man schon mal einen Blick riskieren.

6-chucky12122224113411622244532

SCHACHMATT (Tiberius Film)

am 28. Juni 2016 unter Action abgelegt

284877

Was denkt man sich wenn man das liest:

Eine Gruppe nicht besonders intelligenter Räuber plant den perfekten Bankraub, aber während der Durchführung kommt es zu internem Kompetenzgerangel. Draußen vor der Tür marschiert die Polizei auf, doch wird der Erstürmung des Gebäudes durch Geiselnahmen erschwert. Unter den Geiseln befinden sich eine werdende Mutter, ein Vater, dessen Sohn im Sterben liegt, und eine Kundin, die mit den Räubern unter einer Decke steckt. Sie alle aber ahnen nicht, dass sie nur Schachfiguren sind in einem Spiel zwischen Gott und Satan.

Man könnte doch meinen, das man daraus einen durchaus interessanten Film gestalten könnte. Dazu hat man nun nicht die schlechteste Besetzung an Land gezogen: Sean Astin, Danny Glover, Mischa Barton und Vinnie „ich wär gerne so cool wie Michael Madsen“ Jones sind hier unter anderem mit an Bord.

Doch alle verkommen bei diesem völlig dusseligen Streifen zu uninteressanten Staffagen. Die Dialoge sind an der Grenze der Körperverletzung.

Wenn allerdings Kraftausdrücke wie „Wichser“ oder Fick dich“ für Qualität sprechen, dann ist das hier ein Meisterwerk. Irgendwann gehen einem diese dermaßen auf den Zeiger, das man sich das Ende herbeisehnt.

SPIEL Ohne AUSWEG ist der deutsche Untertitel. Gott sei Dank habe ich einen gefunden – nämlich die Fernbedienung. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Grausig.

1chuckys

FOUND (Meteor/EuroVideo/Import)

am 28. Juni 2016 unter Drama, Horror abgelegt

229060

Der zwölfjährige Marty ist in der Schule ein kompletter Außenseiter. Er wird von den Mitschülern gehänselt und hat praktisch keine Freunde. Seine Eltern kümmern sich auch nicht wirklich um ihn. Lediglich sein älterer Bruder hört ihm zu, wenn er ein Problem hat. Apropos Problem: Das hat dieser auch, denn er führt ein Doppelleben und ist ein Serienkiller, der es nur auf Farbige abgesehen hat. Als er durch einen Zufall mitbekommt, dass Marty über sein dunkle Seite Bescheid weiß, bekommt auch er es mit der Angst zu tun, denn Serienkiller können keine Mitwisser gebrauchen.

Dieser Streifen ist bereits schon länger auf dem Markt, da jedoch die Firma Eurovideo, die in Deutschland die Rechte hat, mit Promos geiziger ist als Dagobert Duck mit seinen Talern, ging dieser Film an mir vorbei.

Das interessante hieran ist, das FOUND eigentlich ein Jugenddrama ist – zumindest 70 % des Films und die Sache mit dem Serienmörder eine nette Ergänzung, denn ich kann mich an so eine Genremischung beim besten Willen nicht erinnern.

Die Zielgruppe hierfür ist gering. Slasher-Freunden ist der Film, der nur in der Mitte einige recht derbe Szenen bereithält, sicher zu langatmig und Menschen die Jugenddramen mögen, wollen sicherlich nicht literweise Blut sehen.

Ich fand diese Mischung originell und hatte eigentlich auch etwas ganz anderes erwartet. Ein wenig erinnerte mich das ganze an frühere Mike Mendez Filme. An manchen Stellen sieht man, das das Budget nicht allzu hoch war – an den (handgemachten Effekten) aber nicht, denn die sind absolut gelungen.

Wer mal wirklich Lust auf so eine krude Mischung hat, sollte sich FOUND zumindest mal ausleihen. Wieso man in Deutschland den Film wieder kürzen musste erschließt sich mir nicht, denn so brutal ist er nun auch nicht. Da kenne ich wesentlich schlimmeres. Die UNCUT Version (die mir vorlag) gibt es als teures, aber schickes Mediabook.

6-chucky12122224113411622244532

BLOW OUT (Koch Media)

am 28. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

6906

Die Geschichte des Streifens dürfte hinlänglich bekannt sein – daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Eigentlich benötigt Tontechniker Jack Terry nur noch Windgeräusche und einen Todesschrei für die Produktion eines Horrorfilmes. Eines Nachts wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Wagen in den Fluss stürzt. Er rettet zumindest das Leben der weiblichen Person, muss aber bald feststellen, das ihm diese gute Tat noch teuer zu stehen kommen kann, denn das ganze war kein Unfall sondern ein Mord. Als er auf seinen Bandaufnahmen dafür auch noch Beweise findet, stößt er auf eine Mauer des Schweigens und längst ist ein Killer auf ihn und seine neue Freundin angesetzt.

Es gab Zeiten, da hat Brian de Palma echt noch gute Filme gemacht. Schaut man sich seine Vita in den letzten beiden Jahrzehnten an, wird man allerdings kein wirkliches Highlight mehr entdecken. Lediglich 1993 lieferte er mit Carlitos Way nochmal einen brauchbaren Streifen ab.

BLOW OUT jedoch gilt als echter Klassiker. Und das wird Leute jetzt erstaunen, die mich kennen – ich hatte ihn zuvor noch nie gesehen. Als er erschien war ich noch zu klein und später lief er mir nie über den Weg.

Das ist aber auch ganz gut so, denn so kann ich berichten, das der Streifen auch nach 35 Jahren durchaus spannend anzusehen ist. Travolta liefert eine tolle Leistung ab – Nancy Allen hat allerdings eine gar grausige Synchro bekommen (die originale Stimme von damals ist hier vorhanden) und kommt ein bisschen als dummes Gör rüber, obwohl ich nicht glaube, das das so beabsichtigt ist. Daher vielleicht eher zu der Originalspur greifen.

Nun kommen wir zur Technik. Der Ton, der in diesem Streifen ja eine durchaus wichtige Rolle spielt, ist natürlich nicht so gut,wie bei heutigen Filmen Ich denke aber hier hat man das beste herausgeholt.

Beim Bild bin ich zwiegespalten. In den hellen Passagen hat der Film eine absolut glänzende Qualität und sieht beinahe aus wie ein aktueller Streifen. Beim Bild grieselt es in den dunkeln Stellen ab und an heftig, wenn auch immer nur kurz. Das kann allerdings auch an meinem Beamer liegen, der wirklich nichts verzeiht.

Ganz schlimm ist die Szene im Auto, wo das Bild 20 Sekunden katastrophal ist. Auch der Anfang im Tonstudio sieht nicht gut aus. Ob das allerdings nur bei mir so ist oder auch bei anderen, weiß ich nicht – vielleicht kann man mich dbzgl. ja mal anschreiben, denn wenn man sieht, was in den anderen Szenen für ein tolles Bild gezaubert wurde, macht das eigentlich keinen Sinn.

Dazu gibt es ein wunderschönes Mediabook mit einem sehr interessanten Booklet, das alles erzählt, was man über die damaligen Dreharbeiten wissen muss, sowie ein interessantes (neues) Interview mit Nancy Allen.

Ein rundum gelungenes Package mit einem Film, der den Test of Time locker bestanden hat.