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Archiv für den 21. Juni 2016

KILLER INK (Tiberius Film)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Fünf Freunde reisen nach Vilnius, um dort Stress abzubauen, den ihr Alltag so mit sich bringt. Auf einer exzessiven Party treffen sie auf Tattoo-Stecherin Uta, die einer der Jungs namens Brock anmacht, so das dieser mit in das Tattoostudio kommt um sie zu vögeln. Und auch Amy ein weiteres Mädel der Gruppe schließt sich den beiden an, denn Uta verspricht ihr, umsonst ein Tattoo zu stechen. Dort angekommen wartet schon der Besitzer des Studios Anarchy Parlor auf sie – ein Typ der sich einfach nur THE ARTIST nennt. Er macht einen netten Eindruck und während Amy sich mit ihm unterhält und darüber sinniert welches Tattoo sie gerne hätte, versucht Brock Uta flachzulegen – was auch gelingt. Doch der Preis für diese Nummer ist hoch.

Der Titel des Films ist etwas irreführend, denn die Tinte tötet hier niemanden. Auch wenn es schon sehr viele skurrile Dinge gab die Menschen ihres Lebens beraubten (Man denke nur an den völlig beknackten Extensions, bei dem eben diese Haare zu Killer wurden) – die Tinte an sich bringt hier kein Unheil.

Wenn man liest, das der Film in Vilnius spielt, wird man allerdings gleich etwas vorsichtig, denn in Ländern wie Litauen, Lettland und ähnlichen dreht man eigentlich nur um Geld zu sparen und diese Filme sehen dann meistens billig aus.

Das ist bei KILLER INK nicht so. Zwar handelt es sich hier um einen kleinen B-Movie, der aber ordentlich gespielt ist und zudem eine sehr gute Synchronisation spendiert bekommen hat.

Sollte dieser Film so veröffentlicht werden, wie er auf der Presse-DVD zu sehen ist, werden Freude hohen Blutzolls durchaus ihre Freude haben, denn hier wird schon auf HOSTEL-Niveau gemordet. Manche Szenen sind sogar wirklich ziemlich grenzwertig, zumal ich auch nicht wirklich der Fan dieser Torture-Schlachtplatten bin.

Seltsamerweise hat mir der Film dennoch gut gefallen. Atmosphärisch durchaus gelungen, entwickelt sich der Streifen nach einem langsamen Beginn zu einem brutalen, aber auch spannenden Gemetzel, mit zwei wirklich überraschenden Wendungen.

Gerade das Ende ist wirklich gelungen und originell, wenn auch nicht zwingend logisch. Aber wer fragt bei Horrorfilmen schon danach?

Fazit: Recht derber Horrorstreifen mit ordentlichen Schauspielern und einer sehr netten Schlusspointe. Ich hatte deutlich weniger erwartet.

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THE BOY (Koch Media)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Um von ihrem gewaltbereiten Ex-Freund zu entkommen übernimmt die Amerikanerin Greta einen ruhigen Babysitter-Job in England. Da sie Erfahrung mit Kindern hat, sollte die Betreuung des achtjährigen Brahms kein großes Problem darstellen. Dort angekommen ist sie von dem Anwesen beeindruckt und freundet sich auch gleich mit dem Essenslieferant an. Als sie jedoch den Sohn der Familie vorgestellt bekommt, ist sie leicht irritiert. Es handelt sich nämlich um eine Porzellanpuppe, mit der das Elternpaar den Tod des eigenen Kindes zu verarbeiten versucht. Nach anfänglicher Skepsis spielt sie das Spiel jedoch mit und behütet die Puppe wie ihren eigenen Sohn. Diese scheint allerdings ein merkwürdiges Eigenleben zu führen. Greta droht mit der Zeit durchzudrehen, denn Brahms scheint tatsächlich nicht nur eine Puppe zu sein.

Die erste Stunde ist THE BOY ein grandioser Horrorfilm, mit wunderschönen Bildern und einer beklemmenden Atmosphäre. Passend dazu hat man dem Streifen eine wirklich sensationelle Blu Ray spendiert, deren Bild gestochen scharf ist und den unheimlichen Look noch unterstützt.

Laure Cohan, die die meisten wohl aus THE WALKING DEAD kennen dürften, bietet zudem eine mehr als ansprechende Leistung, zumal sie nahezu den ganzen Film alleine tragen muss, lediglich unterstützt von einer Porzellanpuppe.

Leider aber kann der Streifen seine Qualität bis zum Ende nicht halten. Tappte man bis dahin völlig im Dunklen, ist der letzte Abschnitt leider recht vorhersehbar geworden.

Nun kann man nicht sagen das THE BOY deswegen ein schlechter Film ist – ganz im Gegenteil, nur kann er eben das Niveau des grandiosen Starts nicht halten und die Auflösung ist nun auch nicht wirklich neu. Vielleicht hätte man hier doch beim Übernatürlichen bleiben sollen.

Regisseur William Brent Bell sagt in den Extras „Wir wollten nicht einfach einen Horrorfilm drehen, sondern einen neuen Klassiker des Genres erschaffen“. Dann hätte er aber den letzten Abschnitt des Films etwas weniger konventionell gestalten müssen.

So gibt es insgesamt dennoch eine gute Bewertung, die aber noch etwas höher hätte ausfallen können.

Die FSK 12 Freigabe ist ein Hohn, denn sowohl psychisch als auch optisch gibt es hier viele Szenen, die ich einem 12-jähirgen nicht zeigen würde. Zudem schreckt sie Käufer ab, die denken, das das eh ein Kinderfilm sein muss. Wann wird diese Institution endlich abgeschafft? Sinn macht sie eh keinen.

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THE QUIET HOUR (Lighthouse Film)

am 21. Juni 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische haben die Weltherrschaft übernommen und nur noch wenige Menschen leben auf Mutter Erde. Diejenigen die es geschafft haben den Angriff zu überleben, bekommen täglich 2 Stunden, in denen sie sich frei bewegen können – außerhalb ihrer Häuser. So auch Sarah, die mit ihrem blinden Bruder auf der Farm ihrer Eltern lebt. Der Vater der beiden ist in ihren Armen gestorben, doch sie bringt es nicht übers Herz, ihrem Bruder davon zu erzählen, zumal sie genug Arbeit hat, das Anwesen gegen Plünderer zu verteidigen. Eines Tages taucht ein mysteriöser Fremder, der ihr gegen diese hilft. Doch bald stellt sich heraus, das die Herrschaften die vor der Tür lauern, hinter ihm her sind.

Ein Endzeitfilm ohne Endzeit-Szenario, ein Alien-Film ohne Aliens. Das erwartet den Zuschauer hier. Die wenigen Abschnitte mit dem Raumschiff am Himmel stehend, sind optisch durchaus gelungen, haben aber nicht wirklich einen großen Einfluss auf den Film.

Ansonsten ist THE QUIET HOUR eher ein leises Drama, als ein typischer Alien-Invasion Film und es wird daher schwer sein, eine Zielgruppe zu finden, denn Menschen die sich die Handlung durchlesen, die man so im Internet beschrieben findet, erwarten hier sicherlich etwas ganz anderes.

Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Dakota Blue Richards ist durchaus talentiert, hat aber den Durchbruch noch nicht wirklich geschafft, weil sie doch eher in kleinen Rollen zu sehen ist – ebenso wie Karl Davies.

Zudem handelt es sich hier um ein Regiedebüt, denn Stephanie Joalland brachte bislang ansonsten nur einen Kurzfilm auf den Markt. Sie bewiest durchaus Gespür für Atmosphäre, doch verweigert ihrem Streifen leider etwas Tempo, das ihm an manchen Stellen definitiv gut getan hätte.

Ganz schwer, hier eine Bewertung abzugeben, da auch die Zielgruppe nicht eindeutig bestimmt werden kann. Freunde von Alien-Streifen werden enttäuscht sein – Leute die gerne feinfühlige Dramen sehen, kommen nicht auf die Idee sich diesen Film anzuschauen (schon gar nicht nach dem Cover)

Daher lasse ich die Bewertung hier mal offen.