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Archiv für den 01. Juni 2016

PAY THE GHOST (New Ksm)

am 01. Juni 2016 unter Horror, Thriller, mystery abgelegt

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Mike Lawford ist ein vielbeschäftigter Professor. Manchmal komm es seiner Frau so vor, als würde er seine Studenten mehr lieben, als seine Familie. Auch zu Halloweeen kommt er wieder zu spät, überredet seine Gattin aber noch, mit seinem Sohn auf das Fest in der Nebenstraße zu gehen. Als er ihm ein Eis kaufen will, ist dieser plötzlich verschwunden und taucht auch nicht wieder auf. Während die Polizei im Dunkeln tappt, stellt Lawford eigene Ermittlungen an, da er überzeugt davon ist, das sein Sohn noch lebt. Die führen ihn in eine Welt, die er vorher nicht kannte.

Nicholas Cage nimmt ja mittlerweile jede Rolle an, um aus den Schulden herauszukommen und dabei kommt eben auch allerhand Schrott heraus. Dieser Steifen jedoch ist durchaus gelungen.

Uli Edel dreht einen Horrorfilm mit Nic Cage – darauf muss man auch erstmal kommen, da der Regisseur doch eher durch Filme über deutsche Geschichten bekannt wurde (Christiane F, Baader Meinhof Komplex). Jedenfalls klappt der Spagat, denn Edel hat durchaus ein feines Näschen für Timing und hübsche Kamerafahrten.

Den Vogel diesbezüglich schießt allerdings eine Szene 10 Minuten vor Schluss ab (ich sag nur Kinder). Dieser Part ist absolut fantastisch inszeniert, selten hat mich ein Bild so beeindruckt wie dieses. Alleine dafür gibt es schon einen halben Chucky extra.

Aber auch sonst ist der Film spannend und extrem kurzweilig. Cage übertreibt es glücklicherweise nicht mit seinem gefürchteten Overacting und Sarah Wayne Callies ist eh immer gut.

Natürlich muss man hier über einige erhebliche Logikmängel hinwegsehen, aber das wird insgesamt durch einige wirklich interessante Storywendungen wieder kaschiert.

Fazit: Nix erwartet, erstaunlich viel bekommen.

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FACE OF THE DEVIL (Maritim Pictures)

am 01. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Achtung hier die Beschreibung des Labels zu diesem Streifen:

Die hübsche Lucero möchte mit Freunden ins Dschungelparadies Tarapoto reisen. Ihr Vater macht sich große Sorgen, kann seiner Tochter das Vorhaben aber nicht ausreden. Fernab der Zivilisation genießt die Gruppe den Zauber des tropischen Urwalds. Doch der “Tunche”, ein uraltes, blutrünstiges Naturwesen, hat sie ins Visier genommen. Sein Erkennungszeichen: ein unscheinbares Pfeifen. Keiner ahnt etwas Böses als die merkwürdigen Töne im Dschungel erklingen. Wenig später geschieht ein grausamer Mord. Dem übermächtigen Angreifer schutzlos ausgeliefert laufen die Freunde um ihr Leben.

He, das hört sich doch interessant an denkt man an der Stelle. Das Problem ist nur – das Ganze findet erst statt, wenn man schon eingeschlafen ist.

Die ersten 30 Minuten passiert gar nichts, die nächsten 30 Minuten nichts und die letzten 30 Minuten fast nichts. Der Streifen ist einfach sterbenslangweilig. Auch wenn man mit den Visionen aus der Kindheit der Protagonistin ab und an mal einen Schreckmoment zu setzen versucht, wirkt das immer aufgesetzt und ist zudem auch nicht wirklich gruselig, sondern ermüdend und auch an den Haaren herbei gezogen.

Der Streifen stammt übrigens aus Peru. Dort sollte man sich aber besser weiterhin auf Dokumentationen über die Inkas konzentrieren, denn das KANN nur interessanter sein, als dieses maue Langweilerfilmchen, dessen FSK Freigabe 18, der Witz des Jahrtausends ist. Eine 12 wäre hier eher angemessen, ist für den Film aber sicher nicht so werbewirksam.

Die Schauspieler agieren hölzern, die Regie ist mittelmäßig und die Kamera passt sich dem Geschehen an und bietet eher öde Einstellungen.

Wer sich den Film aufgrund der Beschreibung kauft, wird sein blaues Wunder erleben – wer allerdings unter Einschlafproblemen leidet, dem ist hier geholfen.

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BESESSEN (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Rein zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, als das Bild seiner Mutter herunterfällt. Durch dieses Löchlein beobachtet er ein ziemlich merkwürdiges Treiben in der Nachbarstube, denn dort scheinen Frauen mit Drogen vollgepumpt zu werden, um sie hörig zu machen. Eines Tages bricht er daher in der Wohnung ein um nach dem Rechten zu sehen und findet ein merkwürdiges Szenario vor. Als er der Sache nachgeht, begibt er sich in Lebensgefahr.

Ich gebe zu, den Film kannte ich vorher nicht. Er stammt aus dem Jahre 1969, ist für die damalige Zeit doch recht freizügig und geizt daher auch nicht mit nackten Frauenkörpern. Wahrscheinlich war er deshalb eine halbe Ewigkeit verschollen. Die Spezialisten von Koch haben ihn nun wieder neu aufgelegt.

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen. Es flackert doch an manchen Stellen heftig. Der Ton hingegen ist glasklar und kommt sauber aus den Boxen.

Interessant: Am Drehbuch schrieb der junge Martin Scorsese mit, den Soundtrack steuerte Bernhard Hermann bei, der auch für Hitchcock arbeitete und auch Jan de Bont (SPEED) war dabei – in welcher Funktion habe ich allerdings nicht herausfinden können.

In den interessanten Extras kommt der Hauptdarsteller zu Wort, der sich über die Entstehungsgeschichte des Films auslässt, was den ein oder andern Schwank mit sich bringt. Dieter Geissler ist ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr unterhaltsam erzählt, wie es zu dem Streifen kam.

Ich bin nun kein bekennender Fan von so alten Filmen, war aber durchaus überrascht, besonders über das sehr konsequente und gelungene Ende. Sammler und Cineasten, die schon lange auf die Veröffentlichung warten, werden sich eh freuen.

RETROACTIVE (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Action, SciFi, Thriller abgelegt

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Die Polizeipsychologin Karen hat mitten in der menschenleeren Wüste eine Autopanne. Zum Glück (oder auch nicht) wird sie von Frank Lloyd und seiner Frau Rayanne aufgegabelt. Im Laufe der Fahrt entpuppt sich Frank jedoch als eher unangenehmer Geselle mit psychopathischen Zügen. Erst tötet er mal eben seine Frau, dann macht er Jagd auf Karen. Die kann in ein abgelegenes Labor flüchten, in dem Brian an einem Zeit-Experiment arbeitet. Karen wird von ihm in die Vergangenheit zurückversetzt, landet aber erneut auf Franks Rücksitz und der Spuk geht von vorne los,

Diese Zeitreisegeschichten und auch das der Protagonist immer wieder aufwacht und den Tag von neuem erlebt sind ja nun nicht wirklich neu. Es begann wohl so richtig alles Anfang der 90er mit UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER. Danach wurden dieses Thema oft variiert. Dieser Streifen hier ist bereits aus dem Jahre 1997 – aber erst jetzt erscheint er auf Blu Ray.

Wenn man davon absieht das 20 Jahre später die Effekte natürlich um einiges besser wären, bekommt man einen extrem spannenden und sehr originellen Streifen geboten. Karens Versuche die Geschehnisse durch ihre Zeitreisen zu verbessern scheitern meist kläglich und machen alles noch viel schlimmer. Und genau da liegt der Reiz des Films, der eigentlich immer die gleiche Story erzählt, aber mit neuen Varianten und Wendungen überrascht.

Inmitten des Szenarios ein James Belushi, den man in seiner Filmgeschichte nur ganz selten als bösen Psychopathen erlebt hat. Auch Kyle Travis als Gegenspielerin liefert einen sehr guten Job ab.- sie hat allerdings die Schauspielerei mittlerweile an den Nagel gehängt.

Das Bild der Blu Ray ist sehr gut und unterscheidet sich kaum von neueren Produktionen. Hier und da mal ein kleiner Blitzer aber das kann man nun wirklich vernachlässigen. Der Ton ist grundsolide und ab und zu schepperts auch mal in den hinteren Boxen.

Fazit: Origineller und spannender sowie gut durchdachter Streifen mit tollen Darstellern. Normalerweise bewerte ich ja erst Filme ab dem Jahre 200, aber hier mache ich mal eine Ausnahme (fehlen ja auch nur 3 Jahre).

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