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Archiv des Monats Juni 2016

TREPALIUM (Meteor/Alive)

am 28. Juni 2016 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Eine Mauer trennt 80 % der Menschen von dem Rest. Das ist die Elite, die in einer feudalen Stadt lebt und in den Genuss kommt, arbeiten zu dürfen und dadurch ein privilegiertes Leben zu führen. Um die sich anbahnende Eskalation zu verhindern vergibt die Präsidentin 10000 neue Jobs an Menschen aus der „Zone“, was aber nur Mittel zum Zweck ist, weil sie sich Vorteile auf dem Weltmarkt verschaffen will. Auch Ezia wird ausgewählt. Diese lebt mit ihrem Sohn in der Nähe der Mauer und möchte so bald wie möglich in den Süden, wo alles besser sein soll. Also nimmt sie den Job an. Zufällig sieht sie der Frau ihres Arbeitgebers sehr ähnlich. Als diese gekidnappt wird, übernimmt sie deren Platz. Doch das gestaltet sich immer schwieriger, zumal sie erfährt, das eine Revolution geplant ist.

Das ist eine recht lange Zusammenfassung, doch trotzdem fehlen noch sehr viele Punkte, aber dann würde ich doch vielleicht etwas arg viel verraten.

Die Grundidee erinnert ein wenig an ELYSIUM, der mir auch sehr gut gefallen hat. TREPALIUM spinnt das ganze aber noch etwas weiter und hat besonders optisch einiges zu bieten.

Obwohl mir nur die DVD vorlag, macht diese auf dem Beamer schon einen fantastischen Eindruck. Insbesondere bei den Ereignissen in der futuristischen Stadt, wurden hier beeindruckende Bilder am Computer generiert.

Zudem gibt es ein paar wirklich interessante Ideen, wie so eine Stadt aussehen könnte, die aber nie übertrieben wirken, sondern in naher Zukunft durchaus vorstellbar sind.

Die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen und die Schauspieler, dir mir allesamt nichts sagen, sind sehr gut gewählt und bringen die Geschichte glaubhaft rüber.

Auch sehr positiv ist, das man die Staffel abgeschlossen hat. Man hätte zwar durchaus die Chance noch eine weitere zu drehen, aber wenn nicht, hat man hier eine abgeschlossene Serie erschaffen, die ein schlüssiges Ende erhielt.

Insgesamt hätte ich mir noch ein paar mehr Bilder aus der Stadt gewünscht, weil diese einfach großartig gestaltet wurde. Zudem hätte man noch etwas mehr aus der Grundidee herausholen können, aber bei 6 Folgen war das wohl einfach nicht drin.

Fazit: Interessante Serie mit sehr gutem Ansatz und einem tollen Vorspann bei dem sich Musik und Bild genial ergänzen. Alleine deswegen sollte man schon mal einen Blick riskieren.

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SCHACHMATT (Tiberius Film)

am 28. Juni 2016 unter Action abgelegt

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Was denkt man sich wenn man das liest:

Eine Gruppe nicht besonders intelligenter Räuber plant den perfekten Bankraub, aber während der Durchführung kommt es zu internem Kompetenzgerangel. Draußen vor der Tür marschiert die Polizei auf, doch wird der Erstürmung des Gebäudes durch Geiselnahmen erschwert. Unter den Geiseln befinden sich eine werdende Mutter, ein Vater, dessen Sohn im Sterben liegt, und eine Kundin, die mit den Räubern unter einer Decke steckt. Sie alle aber ahnen nicht, dass sie nur Schachfiguren sind in einem Spiel zwischen Gott und Satan.

Man könnte doch meinen, das man daraus einen durchaus interessanten Film gestalten könnte. Dazu hat man nun nicht die schlechteste Besetzung an Land gezogen: Sean Astin, Danny Glover, Mischa Barton und Vinnie „ich wär gerne so cool wie Michael Madsen“ Jones sind hier unter anderem mit an Bord.

Doch alle verkommen bei diesem völlig dusseligen Streifen zu uninteressanten Staffagen. Die Dialoge sind an der Grenze der Körperverletzung.

Wenn allerdings Kraftausdrücke wie „Wichser“ oder Fick dich“ für Qualität sprechen, dann ist das hier ein Meisterwerk. Irgendwann gehen einem diese dermaßen auf den Zeiger, das man sich das Ende herbeisehnt.

SPIEL Ohne AUSWEG ist der deutsche Untertitel. Gott sei Dank habe ich einen gefunden – nämlich die Fernbedienung. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Grausig.

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FOUND (Meteor/EuroVideo/Import)

am 28. Juni 2016 unter Drama, Horror abgelegt

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Der zwölfjährige Marty ist in der Schule ein kompletter Außenseiter. Er wird von den Mitschülern gehänselt und hat praktisch keine Freunde. Seine Eltern kümmern sich auch nicht wirklich um ihn. Lediglich sein älterer Bruder hört ihm zu, wenn er ein Problem hat. Apropos Problem: Das hat dieser auch, denn er führt ein Doppelleben und ist ein Serienkiller, der es nur auf Farbige abgesehen hat. Als er durch einen Zufall mitbekommt, dass Marty über sein dunkle Seite Bescheid weiß, bekommt auch er es mit der Angst zu tun, denn Serienkiller können keine Mitwisser gebrauchen.

Dieser Streifen ist bereits schon länger auf dem Markt, da jedoch die Firma Eurovideo, die in Deutschland die Rechte hat, mit Promos geiziger ist als Dagobert Duck mit seinen Talern, ging dieser Film an mir vorbei.

Das interessante hieran ist, das FOUND eigentlich ein Jugenddrama ist – zumindest 70 % des Films und die Sache mit dem Serienmörder eine nette Ergänzung, denn ich kann mich an so eine Genremischung beim besten Willen nicht erinnern.

Die Zielgruppe hierfür ist gering. Slasher-Freunden ist der Film, der nur in der Mitte einige recht derbe Szenen bereithält, sicher zu langatmig und Menschen die Jugenddramen mögen, wollen sicherlich nicht literweise Blut sehen.

Ich fand diese Mischung originell und hatte eigentlich auch etwas ganz anderes erwartet. Ein wenig erinnerte mich das ganze an frühere Mike Mendez Filme. An manchen Stellen sieht man, das das Budget nicht allzu hoch war – an den (handgemachten Effekten) aber nicht, denn die sind absolut gelungen.

Wer mal wirklich Lust auf so eine krude Mischung hat, sollte sich FOUND zumindest mal ausleihen. Wieso man in Deutschland den Film wieder kürzen musste erschließt sich mir nicht, denn so brutal ist er nun auch nicht. Da kenne ich wesentlich schlimmeres. Die UNCUT Version (die mir vorlag) gibt es als teures, aber schickes Mediabook.

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BLOW OUT (Koch Media)

am 28. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Die Geschichte des Streifens dürfte hinlänglich bekannt sein – daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Eigentlich benötigt Tontechniker Jack Terry nur noch Windgeräusche und einen Todesschrei für die Produktion eines Horrorfilmes. Eines Nachts wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Wagen in den Fluss stürzt. Er rettet zumindest das Leben der weiblichen Person, muss aber bald feststellen, das ihm diese gute Tat noch teuer zu stehen kommen kann, denn das ganze war kein Unfall sondern ein Mord. Als er auf seinen Bandaufnahmen dafür auch noch Beweise findet, stößt er auf eine Mauer des Schweigens und längst ist ein Killer auf ihn und seine neue Freundin angesetzt.

Es gab Zeiten, da hat Brian de Palma echt noch gute Filme gemacht. Schaut man sich seine Vita in den letzten beiden Jahrzehnten an, wird man allerdings kein wirkliches Highlight mehr entdecken. Lediglich 1993 lieferte er mit Carlitos Way nochmal einen brauchbaren Streifen ab.

BLOW OUT jedoch gilt als echter Klassiker. Und das wird Leute jetzt erstaunen, die mich kennen – ich hatte ihn zuvor noch nie gesehen. Als er erschien war ich noch zu klein und später lief er mir nie über den Weg.

Das ist aber auch ganz gut so, denn so kann ich berichten, das der Streifen auch nach 35 Jahren durchaus spannend anzusehen ist. Travolta liefert eine tolle Leistung ab – Nancy Allen hat allerdings eine gar grausige Synchro bekommen (die originale Stimme von damals ist hier vorhanden) und kommt ein bisschen als dummes Gör rüber, obwohl ich nicht glaube, das das so beabsichtigt ist. Daher vielleicht eher zu der Originalspur greifen.

Nun kommen wir zur Technik. Der Ton, der in diesem Streifen ja eine durchaus wichtige Rolle spielt, ist natürlich nicht so gut,wie bei heutigen Filmen Ich denke aber hier hat man das beste herausgeholt.

Beim Bild bin ich zwiegespalten. In den hellen Passagen hat der Film eine absolut glänzende Qualität und sieht beinahe aus wie ein aktueller Streifen. Beim Bild grieselt es in den dunkeln Stellen ab und an heftig, wenn auch immer nur kurz. Das kann allerdings auch an meinem Beamer liegen, der wirklich nichts verzeiht.

Ganz schlimm ist die Szene im Auto, wo das Bild 20 Sekunden katastrophal ist. Auch der Anfang im Tonstudio sieht nicht gut aus. Ob das allerdings nur bei mir so ist oder auch bei anderen, weiß ich nicht – vielleicht kann man mich dbzgl. ja mal anschreiben, denn wenn man sieht, was in den anderen Szenen für ein tolles Bild gezaubert wurde, macht das eigentlich keinen Sinn.

Dazu gibt es ein wunderschönes Mediabook mit einem sehr interessanten Booklet, das alles erzählt, was man über die damaligen Dreharbeiten wissen muss, sowie ein interessantes (neues) Interview mit Nancy Allen.

Ein rundum gelungenes Package mit einem Film, der den Test of Time locker bestanden hat.

KILLER INK (Tiberius Film)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Fünf Freunde reisen nach Vilnius, um dort Stress abzubauen, den ihr Alltag so mit sich bringt. Auf einer exzessiven Party treffen sie auf Tattoo-Stecherin Uta, die einer der Jungs namens Brock anmacht, so das dieser mit in das Tattoostudio kommt um sie zu vögeln. Und auch Amy ein weiteres Mädel der Gruppe schließt sich den beiden an, denn Uta verspricht ihr, umsonst ein Tattoo zu stechen. Dort angekommen wartet schon der Besitzer des Studios Anarchy Parlor auf sie – ein Typ der sich einfach nur THE ARTIST nennt. Er macht einen netten Eindruck und während Amy sich mit ihm unterhält und darüber sinniert welches Tattoo sie gerne hätte, versucht Brock Uta flachzulegen – was auch gelingt. Doch der Preis für diese Nummer ist hoch.

Der Titel des Films ist etwas irreführend, denn die Tinte tötet hier niemanden. Auch wenn es schon sehr viele skurrile Dinge gab die Menschen ihres Lebens beraubten (Man denke nur an den völlig beknackten Extensions, bei dem eben diese Haare zu Killer wurden) – die Tinte an sich bringt hier kein Unheil.

Wenn man liest, das der Film in Vilnius spielt, wird man allerdings gleich etwas vorsichtig, denn in Ländern wie Litauen, Lettland und ähnlichen dreht man eigentlich nur um Geld zu sparen und diese Filme sehen dann meistens billig aus.

Das ist bei KILLER INK nicht so. Zwar handelt es sich hier um einen kleinen B-Movie, der aber ordentlich gespielt ist und zudem eine sehr gute Synchronisation spendiert bekommen hat.

Sollte dieser Film so veröffentlicht werden, wie er auf der Presse-DVD zu sehen ist, werden Freude hohen Blutzolls durchaus ihre Freude haben, denn hier wird schon auf HOSTEL-Niveau gemordet. Manche Szenen sind sogar wirklich ziemlich grenzwertig, zumal ich auch nicht wirklich der Fan dieser Torture-Schlachtplatten bin.

Seltsamerweise hat mir der Film dennoch gut gefallen. Atmosphärisch durchaus gelungen, entwickelt sich der Streifen nach einem langsamen Beginn zu einem brutalen, aber auch spannenden Gemetzel, mit zwei wirklich überraschenden Wendungen.

Gerade das Ende ist wirklich gelungen und originell, wenn auch nicht zwingend logisch. Aber wer fragt bei Horrorfilmen schon danach?

Fazit: Recht derber Horrorstreifen mit ordentlichen Schauspielern und einer sehr netten Schlusspointe. Ich hatte deutlich weniger erwartet.

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THE BOY (Koch Media)

am 21. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Um von ihrem gewaltbereiten Ex-Freund zu entkommen übernimmt die Amerikanerin Greta einen ruhigen Babysitter-Job in England. Da sie Erfahrung mit Kindern hat, sollte die Betreuung des achtjährigen Brahms kein großes Problem darstellen. Dort angekommen ist sie von dem Anwesen beeindruckt und freundet sich auch gleich mit dem Essenslieferant an. Als sie jedoch den Sohn der Familie vorgestellt bekommt, ist sie leicht irritiert. Es handelt sich nämlich um eine Porzellanpuppe, mit der das Elternpaar den Tod des eigenen Kindes zu verarbeiten versucht. Nach anfänglicher Skepsis spielt sie das Spiel jedoch mit und behütet die Puppe wie ihren eigenen Sohn. Diese scheint allerdings ein merkwürdiges Eigenleben zu führen. Greta droht mit der Zeit durchzudrehen, denn Brahms scheint tatsächlich nicht nur eine Puppe zu sein.

Die erste Stunde ist THE BOY ein grandioser Horrorfilm, mit wunderschönen Bildern und einer beklemmenden Atmosphäre. Passend dazu hat man dem Streifen eine wirklich sensationelle Blu Ray spendiert, deren Bild gestochen scharf ist und den unheimlichen Look noch unterstützt.

Laure Cohan, die die meisten wohl aus THE WALKING DEAD kennen dürften, bietet zudem eine mehr als ansprechende Leistung, zumal sie nahezu den ganzen Film alleine tragen muss, lediglich unterstützt von einer Porzellanpuppe.

Leider aber kann der Streifen seine Qualität bis zum Ende nicht halten. Tappte man bis dahin völlig im Dunklen, ist der letzte Abschnitt leider recht vorhersehbar geworden.

Nun kann man nicht sagen das THE BOY deswegen ein schlechter Film ist – ganz im Gegenteil, nur kann er eben das Niveau des grandiosen Starts nicht halten und die Auflösung ist nun auch nicht wirklich neu. Vielleicht hätte man hier doch beim Übernatürlichen bleiben sollen.

Regisseur William Brent Bell sagt in den Extras „Wir wollten nicht einfach einen Horrorfilm drehen, sondern einen neuen Klassiker des Genres erschaffen“. Dann hätte er aber den letzten Abschnitt des Films etwas weniger konventionell gestalten müssen.

So gibt es insgesamt dennoch eine gute Bewertung, die aber noch etwas höher hätte ausfallen können.

Die FSK 12 Freigabe ist ein Hohn, denn sowohl psychisch als auch optisch gibt es hier viele Szenen, die ich einem 12-jähirgen nicht zeigen würde. Zudem schreckt sie Käufer ab, die denken, das das eh ein Kinderfilm sein muss. Wann wird diese Institution endlich abgeschafft? Sinn macht sie eh keinen.

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THE QUIET HOUR (Lighthouse Film)

am 21. Juni 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische haben die Weltherrschaft übernommen und nur noch wenige Menschen leben auf Mutter Erde. Diejenigen die es geschafft haben den Angriff zu überleben, bekommen täglich 2 Stunden, in denen sie sich frei bewegen können – außerhalb ihrer Häuser. So auch Sarah, die mit ihrem blinden Bruder auf der Farm ihrer Eltern lebt. Der Vater der beiden ist in ihren Armen gestorben, doch sie bringt es nicht übers Herz, ihrem Bruder davon zu erzählen, zumal sie genug Arbeit hat, das Anwesen gegen Plünderer zu verteidigen. Eines Tages taucht ein mysteriöser Fremder, der ihr gegen diese hilft. Doch bald stellt sich heraus, das die Herrschaften die vor der Tür lauern, hinter ihm her sind.

Ein Endzeitfilm ohne Endzeit-Szenario, ein Alien-Film ohne Aliens. Das erwartet den Zuschauer hier. Die wenigen Abschnitte mit dem Raumschiff am Himmel stehend, sind optisch durchaus gelungen, haben aber nicht wirklich einen großen Einfluss auf den Film.

Ansonsten ist THE QUIET HOUR eher ein leises Drama, als ein typischer Alien-Invasion Film und es wird daher schwer sein, eine Zielgruppe zu finden, denn Menschen die sich die Handlung durchlesen, die man so im Internet beschrieben findet, erwarten hier sicherlich etwas ganz anderes.

Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Dakota Blue Richards ist durchaus talentiert, hat aber den Durchbruch noch nicht wirklich geschafft, weil sie doch eher in kleinen Rollen zu sehen ist – ebenso wie Karl Davies.

Zudem handelt es sich hier um ein Regiedebüt, denn Stephanie Joalland brachte bislang ansonsten nur einen Kurzfilm auf den Markt. Sie bewiest durchaus Gespür für Atmosphäre, doch verweigert ihrem Streifen leider etwas Tempo, das ihm an manchen Stellen definitiv gut getan hätte.

Ganz schwer, hier eine Bewertung abzugeben, da auch die Zielgruppe nicht eindeutig bestimmt werden kann. Freunde von Alien-Streifen werden enttäuscht sein – Leute die gerne feinfühlige Dramen sehen, kommen nicht auf die Idee sich diesen Film anzuschauen (schon gar nicht nach dem Cover)

Daher lasse ich die Bewertung hier mal offen.

THE FOREST (Splendid Film)

am 07. Juni 2016 unter Horror abgelegt

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Sara erfährt, dass ihre Zwillingsschwester, die in Japan lebt, vermisst wird. Also fliegt sie kurzerhand aus den USA ein, um sie zu suchen. Sie erfährt, das Jess in den Aokigahara gegangen ist. Nicht wirklich eine gute Neuigkeit, denn dort begeben sich nur Menschen hin, welche sich umbringen wollen. Sara erhält dabei Unterstützung von einer etwas undurchsichtigen Barbekanntschaft, der sie zusammen mit einem Führer in den Wald begleitet. Dort findet man das Zelt, aber von Jess keine Spur. Zudem wird es dunkel, und in dieser Zeit sollte man sich dort auf keinen Fall aufhalten, da dort Geister spuken, die unter anderem Halluzinationen hervorrufen. Das interessiert Sara aber nicht und sie schläft im Zelt ihrer Schwester. Doch manchmal sollte man auf die Einheimischen hören…

Die Bewertungen dieses Streifens gehen extrem auseinander – einige finden ihn grottenschlecht, andere super, daher war ich schon sehr gespannt und kann aber beiden Lagern nicht wirklich zustimmen.

Alles richtig gemacht hat man bei der Atmosphäre. Der Wald ist wirklich gruselig und die Kamera ist immer ganz nah bei den Protagonisten, so dass man sich als Zuschauer mittendrin fühlt. Zudem gibt es ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Alleine die Idee des Selbsmordwaldes ist schon gut, aber das Menschen die sich nicht sicher sind ein Zelt mitnehmen um dort zu sinnieren, ob sie wirklich den Freitod wählen wollen, hat auch was. Pluspunkte sammeln auch die Idee mit dem Flusslauf und mit dem Zettel durch die Tür schieben (ich glaube das ist kein wirklich schlimmer Spoiler) – diese Dinge habe ich bisher in keinem Film gesehen.

Schauspielerisch ist das alles auch durchaus gelungen, denn Natalie Dormer die 70 % des Filmes zu tragen hat und dabei noch eine Doppelrolle spielt, macht ihre Sache wirklich gut.

Allerdings muss man auch anmerken, das es schon eine ganze Weile dauert, denn bis der Streifen mal in die Gänge kommt ist eine gute halbe Stunde vergangen. Zudem hätte man aus der wirklich guten Grundidee noch etwas mehr herausholen können und FOREST ist einer der wenigen Filme, die ich persönlich zu kurz fand. Gerade die Szenen und Erscheinungen im Wald hätte man noch etwas mehr herausarbeiten und intensivieren können.

Dennoch würde ich hier schon einige Chuckies vergeben, weil mir besonders die Atmosphäre gefallen hat und es hier, wie oben erwähnt, durchaus das ein oder andere zu sehen gibt, was man nicht schon aus anderen Filmen kennt. Das Ende lässt durchaus auch eine Fortsetzung zu.

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LIFJORD (Koch Media)

am 07. Juni 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Aksel Borgen hat seinen Lifjord vor 20 Jahren verlassen. Er war angeklagt, ein junges Mädchen ermordet zu haben, doch wurde freigesprochen. Danach hatte er jedoch die Schnauze voll von seinem Geburtsort, startete in Asien durch und ist mittlerweile ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eines Tages bekommt er überraschend einen Anruf vom Vater des ermordeten Mädchens, der nie an Aksels Schuld geglaubt hat. Er versucht ihn zu überreden, zurückzukommen und die große Firma des Ortes zu übernehmen, da diese kurz vor dem Bankrott steht, was den ganzen Ort zerstören würde, da fast alle dort arbeiten. Eher lustlos willigt er ein und versucht tatsächlich diese zu retten. Doch kaum angekommen holt ihn die Vergangenheit wieder ein und ihm schlägt von einigen Bewohnern blanker Hass entgegen, da ihn viele für den Mörder halten. Zudem trifft er seine Jugendliebe wieder und beginnt mit ihr eine Affäre. Langsam kommen auch in ihm die damaligen Ereignisse wieder hoch….

Norwegische oder überhaupt Serien aus dem hohen Norden stehen im Moment ja hoch im Kurs, eben auch weil die Herrschaften immer gute Produkte abliefern, man denke nur an DIE BRÜCKE, BORGEN oder KOMMISARIN LUND.

LIFJORD braucht ein wenig bis sie Fahrt aufnimmt, was einfach daran liegt, das der Zuschauer in die Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit eingeführt werden muss, was schon etwa 2 Folgen dauert.

Im Verlaufe wird das ganze aber dann deutlich interessanter und auch spannender. Zudem gibt es jede Menge Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet. Zum Beispiel hat man praktisch in jeder Folge einen anderen Verdacht, wer der damalige Mörder des Mädchens sein könnte.

Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit. Die zahlreichen Naturaufnahmen zeigen die ganze Schönheit dieses Landes und auch der Ort, den man sich ausgesucht hat, liegt direkt zwischen den Bergen, was sehr imposant wirkt und fast dazu verleitet als nächstes Urlaubsziel Norwegen auszuwählen..

Die Darsteller kennt man ebenfalls, wenn man sie auch nicht immer zuordnen kann. Der Hauptdarsteller ist mir noch aus MAX MANUS bekannt und auch die Mutter des Mädchens habe ich schon oft gesehen, aber weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll.

Insgesamt braucht LIFJORD ein bisschen um in Schwung zu kommen, steigert sich aber im Laufe der Zeit deutlich. Insbesondere die letzten 5 Folgen (von insgesamt 10) sind richtig gut. Zudem bekommt man hier eine exzellente Figurenzeichnung geboten, denn am Ende der Serie könnte man alle Charaktere beschreiben

Wer diese Serien aus dem Norden mag, kann hier nicht wirklich etwas falsch machen. Wie man allerdings nach dem Ende eine Fortsetzung hinbekommen will (auf der Hülle steht groß STAFFEL 1) erschließt sich mir nicht, denn eigentlich ist alles geklärt.

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LILA AND EVE (New Ksm)

am 07. Juni 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Lilas Sohn Stephon ist auf offener Straße erschossen worden. Die Mutter kommt mit dem Verlust ihres Sohnes nicht zurecht und nimmt Medikamente. Dann schließt sie sich einer Frauengruppe an, die alle ein Kind auf tragische Weise verloren haben. Dort lernt sie auch Eve kennen, die nicht so wirklich zum Rest passen will, denn statt zu trauern, lebt sie ihr Leben offensiv weiter. Die beiden freunden sich an und Eve redet so lange auf Lila ein, bis diese bereit ist, die Mörder zu bestrafen, zumal die Polizei nicht wirklich Interesse an dem Fall zu haben scheint. Bald gibt es erste Tote, doch der ermittelnde Detektive ist auch nicht auf den Kopf gefallen und den beiden Damen auf der Spur.

Filme über Selbstjustiz sind schon immer in den USA gut angekommen, zumal das Waffengesetz da ja auch ganz anders aufgebaut ist als hier.

Das Olivia Wilde schauspielern kann ist nichts neues, aber was ist denn bitte mit Frau Lopez passiert? Hat die Schauspielunterricht genommen? Ich kann mich nicht erinnern, die schon einmal annähernd so gut gesehen zu haben. Die Rolle der toughen Mutter passt natürlich auch zu ihrem Naturell.

Manchen Dinge sind allerdings nicht zwingend logisch. Das die beiden Frauen z. B. so schnell an die Verantwortlichen herankommen erscheint mir etwas sehr weit hergeholt, da das ja nicht gerade ein Kaff mit ein paar Einwohnern ist, sondern eine größere Stadt.

Die Wende einige Minuten vor Schluss ist allerdings wirklich überraschend. Obwohl man bei genauem Hinsehen diese durchaus hätte erahnen können – aber mir gelang das nicht.

Der Streifen ist eher ein Drama mit Thrillerelementen, als ein reinrassiger Suspengenrefilm, der von seinen beiden wirklich überzeugenden Hauptdarstellerinnen getragen wird. Die Nebenrollen sind allerdings partiell etwas mau synchronisert.

Fazit: Wem die Handlung zusagt kann einen Blick riskieren…

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