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THE DRIVER (Koch Media)

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Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

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