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Archiv des Monats April 2016

DER LAZARUS EFFECT (Eurovideo)

am 06. April 2016 unter Horror abgelegt

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Ein Forschungsteam, zu dem unter anderen die Wissenschaftler Frank und seine Frau Zoe, sowie 2 Computer Nerds gehören, scheinen eine unglaubliche Entdeckung gemacht zu haben. Mit einem speziellen Serum, können Sie Lebewesen auch noch Stunden nach deren Tod wieder ins Leben zurückholen. Doch dann wird ihr Labor geschlossen und alle Daten vernichtet. So können sie nicht beweisen, welch außergewöhnliche Errungenschaft sie gemacht haben. Also schleicht man sich nachts nochmal ins Labor und dokumentiert das ganze mit einem erneuten Tierversuch. Dieser scheitert jedoch weil der Strom ausfällt. Dabei bekommt Zoe einen Schlag und stirbt. Frank steht nun vor der Entscheidung, seine geliebte Frau als erste menschliche Testperson zu benutzen. Doch das dies kein gutes Ende nimmt kann man sich denken.

Also ich verstehe die vielen schlechten Kritiken überhaupt nicht – allerdings gibt es kaum welche die den Film „ganz gut“ finden, sondern nur die Auswahl zwischen LOVE IT OR HATE IT. Ich würde mich ersterem anschließen, denn der Streifen hat sehr viele Pluspunkte.

Erstmal: Hurra, Horror mit Handlung. Nachdem man mittlerweile keine Psychopathen mehr sehen kann die mit der Axt durch die Gegend rennen und auch keine Home Invasionen mehr, gibt’s hier mal wieder Wissenschaftshorror.

Der Film startet langsam und das ist auch gut so, denn der Zuschauer bekommt ganz genau erklärt, wie dieses Mittel wirkt und wie man es entdeckt hat. Das ist aber nicht langweilig, sondern sehr unterhaltsam erzählt.

Mit dem ersten Tierversuch nimmt die Spannung dann stetig zu, denn das Hündchen verhält sich nicht wirklich normal und die Szene mit ihm auf dem Bett ist einfach nur genial gefilmt.

Überhaupt erinnert der Streifen eher an einen kleinen A-Movie, denn an ein B-Picture, denn alles ist wirklich sehr schick inszeniert und wirkt nie billig. Olivia Wilde macht es hierbei sichtlich Spaß (besonders die letzte 30 Minuten) und auch die beiden Nerds passen sehr gut ins Bild. Ray Wise hat einen Kurzauftritt.

In den Extras gibt es zudem interessante Interviews, unter anderem mit einem Wissenschaftler, der davon überzeugt ist, das man dieses Mittel herstellen kann, bzw. es bereits existiert.

Fazit: Guter Aufbau der Geschichte und eine wirklich sauspannende letzte halbe Stunde, wissen ausgezeichnet zu unterhalten. Für mich, auch wenn viele den Steifen nicht mögen, ein kleiner Geheimtipp, der partiell etwas an FLATLINERS erinnert.

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DIE DUNKLE SEITE DES MONDES (Alamode/Alive)

am 06. April 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Urs Blank ist Wirtschaftsanwalt, mit allen Wassern gewaschen und schafft es mit teils drastischen Methoden, seine Abschlüsse über die Bühne zu bekommen. Als sich eines Tages einer seiner Geschäftspartner vor seinen Augen die Rübe wegballert, nimmt ihn dies jedoch sehr mit und er verändert sich zusehends. Dann lernt er auch noch Lucille kennen, die ein so ganz anderes Leben führt als er und verlässt für sie seine Frau. Bei einem Ausflug zu einem Bekannten seiner neuen Freundin nehmen die beide auch halluzinogene Pilze ein. Danach jedoch ist Blank nicht mehr der gleiche und seine gewalttätige Ader bricht aus ihm heraus. Die macht auch vor Menschen nicht halt.

Bis etwa zur Mitte des Streifens bekommen wir hier ein ordentliches Drama geboten, das von Bleibtreu getragen wird. Seine Handlungsweisen sind nachvollziehbar und die Romanze mit Lucille wirkt glaubwürdig.

Der Bruch in dem Film kommt mit Einnahme der Pilze, denn dann verbringt der überwiegende letzte Akt des Films zu viel Zeit mit esoterischem Schnick-Schnack, der absolut nicht zum Beginn passt.

Hätte man sich da etwas anderes überlegt, das Blanks dunkle Seite zum Vorschein kommen lässt als Pilze (die es dann am Ende gar nicht sind) wäre das ganze glaubwürdiger gewesen.

Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Die Besetzung ist absolut hochkarätig. Auch an der Inszenierung gibt es nichts zu mäkeln. Schöne Aufnahmen der Landschaft, einige interessante Kamerafahrten und eine sehr gute Regie lassen den Film hochwertig aussehen.

Trotzdem zündet der merkwürdige Mix aus Drama, Thriller, Esoterik und Ensemblefilm nicht wirklich, auch weil ihm die nötige Spannung fehlt, die bei dem Grundthema durchaus vorhanden gewesen wäre.

Mir fällt es auch schwer diesen Film zu bewerten, da bis auf Teile der Story eigentlich alles inszenatorisch perfekt ineinander greift. Daher gibt es:

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REGENESIS STAFFEL 4 (Justbridge)

am 06. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

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Zum letzten Mal können wir den Wissenschaftlern um den exzentrischen David Sandstrom zuschauen, wie sie sich mit Viren, Bakterien, Epidemien und sonstigen fiesen Sachen herumschlagen.

Am Ende der letzten Staffel wurde Bob von Mr. Roth dazu gebracht, seine neuen Fähigkeiten in den Dienst der Wissenschaft zu stellen. Zu Beginn taucht er wieder auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Nur bruchstückhaft kehren seine Gedanken zurück und er muss sie mühsam zusammensetzen.

Nicht gerade ein guter Zeitpunkt, denn es gibt jede Menge Arbeit. Unter anderem greifen Krähen aus dem Nichts Menschen an, (was an wenig an DIE VÖGEL von Hitchcock erinnert). Auch in Moldawien ist ein Virus ausgebrochen, das aber auf merkwürdige Weise verschwindet.

Das Hauptthema in der vierten Staffel ist aber die Geschichte von Bob, was mir sehr recht kam, da er, als mit dem Aspergersyndrom belastete Wissenschaftler mit einem IQ von 180, von Anfang an meine Lieblingsfigur war und von Dmitry Chepovetsky brillant gespielt wird. Das Thema „klonen“ ,das in Staffel 1 plötzlich keine Rolle mehr spielte, taucht hier wieder auf. Auch den Darsteller habe ich wissentlich noch nie in einem anderen Film gesehen, wobei seine Stimme im Original wesentlich besser zu ihm passt, als die deutsche.

Diese kann man hier aber eh nicht dazuschalten, da eben auch Staffel 4 niemals im TV gezeigt und daher auch nicht synchronisiert wurde (na was ein Glück sind die Geissens Deutsche *ironieaus*). Bei den normalen Gesprächen der Beteiligten kommt man sehr gut mit, da sie  verständliches Englisch sprechen. Chancenlos ist man aber, wenn es in die Fachgespräche geht, denn wie man sich vorstellen kann, kennt man viele Begriffe nicht – dafür müsste man schon Virologe oder Molekularbiologe sein. Fairer halber muss man anmerken, das man aber mit der Deutschen Übersetzung ebenso wenig anfangen kann, da einem die Begriffe einfach nicht geläufig sind. Trotzdem kann man der Geschichte immer folgen.

Umso erstaunlicher finde und fand ich es immer, wie die Schauspieler diese Fachbegriffe runter rasselten. Wäre ich Peter Outerbridge nicht schon in anderen Filmen begegnet, hätte ich wirklich vermutet, dass man hier richtige Forscher als Schauspieler umfunktioniert hat. Und das ist die ganz große Stärke der Serie. Man denkt nicht eine Minute daran, das es sich hier nur um Darsteller handelt, was dem ganzen ein enorme Authentizität verleiht.

Was es auch selten gibt ist, das sich die Staffeln qualitativ immer mehr steigern, Nummer 1 war eigentlich die schwächste und diese hier ist noch einen Tick besser als die dritte. Hier passt einfach alles.

Auch genial ist die letzte Folge, die man als Abschluss dieser Serie inszeniert hat, die aber auch eine Wiederkehr des Teams nicht ganz ausschließt. Selten gab es ein so gutes Ende einer Staffel, die die Serie zwar abschließt, aber eben doch noch ein Hintertürchen offen lässt, auch wenn ich daran nicht glaube.

REGENESIS ist die mit Abstand beste wissenschaftliche Serie die ich kenne und wurde auch mit zig Preisen überhäuft. Wieso sie eingestellt wurde, konnte ich leider nicht herausfinden, aber ich denke es lag daran, das die Schauspieler vielleicht mal etwas anderes versuchen wollten. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

FAZIT: Unbedingt empfehlenswert!!!

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