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Archiv für den 19. April 2016

THE DRIVER (Koch Media)

am 19. April 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

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THE WAVE (Universum Film)

am 19. April 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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Der Geologe Kristian hat seinen letzten Arbeitstag im beschaulichen Geiranger bevor er mit seiner Familie in die Stadt ziehen will. Ausgerechnet an diesem zeigen die Messgeräte im Frühwarnzentrum für Erdrutschgefahr merkwürdige Werte. Doch seine Kollegen überzeugen ihn davon, dass das nur eine kleine Unregelmäßigkeit ist und Kristian gibt sich damit zufrieden. Als er mit seiner Tochter seine Gattin abholen will, die in einem Hotel arbeitet, entdeckt er jedoch einige ungewöhnliche Vorgänge am Berg. Wieder will man ihm nicht glauben, doch er soll recht behalten.

THE WAVE ist ein klassischer Katastrophenfilm, der aber interessanterweise aus Norwegen stammt. Sah man über Filme aus dem hohen Norden noch vor 10 Jahren eher lächelnd hinweg, haben sich die Länder, insbesondere die Schweden und die Dänen als richtig gute Filmemacher etabliert.

Der Streifen bietet natürlich nichts wirklich Neues, da sollte man schon ehrlich sein, aber Filme mit Naturkatastrophen laufen eben immer ähnlich ab, was eben in der „Natur“ der Sache liegt (hach welch ein tolles Wortspiel o)).

Die Effekte befinden sich im Mittelfeld, ebenso die Darsteller. Thomas Bo Larsen ist der einzige mir bekannte, da ich mir kürzlich auch THE IDEALIST angeschaut habe und soweit mir bekannt spielte er auch eine kleine Rolle in DIE JAGD. Ab und an steht er aber schon kurz vorm Overacting, wenn er den Mund mal wieder weit und die Augen noch weiter aufreißt.

Sehr positiv fällt der sehr schöne Soundtrack auf der in den ruhigen Phasen des Films sehr dezent im Hintergrund läuft und in den Actionszenen dann auch gewaltig mit anzieht. Dieser ist wirklich stimmig.

Insgesamt ist THE WAVE für Freunde dieses Genres eigentlich ein sicherer Tipp. Besondere Originalität sollte man nicht erwarten, und es dauert auch ein wenig bis das Ganze in die Gänge kommt – dann bekommt der Zuschauer aber genau das was er gerne sehen will…..allerdings einen Tick schlechter als der ähnlich gelagerte IMPOSSIBLE.

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GREEN INFERNO (Constantin/Universal Pictures)

am 19. April 2016 unter Horror abgelegt

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Justin ist eine junge Studentin, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt. Eine Gruppe von Aktivisten will im dort eine Protestaktion starten und sich an Bäume festketten, die gefällt werden sollen und das ganze per Stream in die Welt übertragen. Grundsätzlich ja eine sympathische Idee, doch der Anführer der Gruppe führt noch anderes im Schilde. Zudem erkennen die Indianer natürlich nicht, das diese Aktion ihrem Schutz dienen soll und entführen die Aktivisten. Noch schlimmer für die Herrschaften ist aber, das diese noch Kannibalen sind, und sich die Gruppe dadurch schnell dezimiert.

Eli Roth, einer der überbewerteten Regisseure der Neuzeit, versucht es diesmal doch tatsächlich mit etwas Handlung. Ich bin erstaunt. Insgesamt ist dieser Film auch deutlich besser als den Mist, den er sonst so abliefert.

Anfangs war ich sogar richtiggehend überrascht, denn die Geschichte von Justin ist gut und schlüssig erzählt. Im Dschungel dann, wird es doch wieder ein typischer Roth-Film mit exzessiven Gewaltszenen, bei denen ich mich wirklich wundere, das dieser  Streifen uncut in den Verkauf kommt. Denn manches ist schon recht heftig und erinnert an die Kannibalenfilme der 70er Jahre.

Denkt man aber mal genau über alles nach ist es schon recht schwachsinnig, das die Gruppe sich genau dorthin begibt, wo noch Kannibalen leben (Google hilft), denn da hätte man mit so etwas ja rechnen können. Auch einige Verhaltensweisen, insbesondere die des Anführers sind, gelinde gesagt, vollkommen irrational.

Gegen Ende versucht Roth uns doch tatsächlich die Frage unterzujubeln, wer hier die Bösen sind. Wir, die die Wälder abholzen oder die Kannibalen, die die Menschen verfuttern. Sozialkritik sollte er allerdings besser anderen überlassen.

Trotzdem finde ich den Streifen in Ordnung, auch wegen der Anfangssequenz und der, das muss man wirklich anmerken, sehr guten Effekte, die alle handgemacht sind. Das er ein guter Regisseur ist hat er aber mit diesem Film noch lange nicht bewiesen. Aber statt brutal und scheiße wie sonst, ist dieser hier immerhin brutal und recht gelungen.

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