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Archiv des Monats April 2016

99 HOMES (Eurovideo)

am 26. April 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der junge Bauarbeiter Dennis Nash ist fleißig, hat aber leider sehr viel Pech, denn sein letzter Job wird abgebrochen und nicht bezahlt. Daheim sitzen seine Mutter Lynn und der kleine Connor im eigenen Häuschen, das er allerdings nicht mehr halten kann, nachdem er in enormen Zahlungsrückstand gerät. So steht die Zwangsräumung bevor, die ein skrupelloser Immobilienmakler namens Rick Carver vornimmt. Kurz darauf hilft Dennis eben diesem fiesen Zeitgenossen aus der Patsche. Dieser zeigt sich dankbar, besorgt ihm Aufträge und macht ihn später zu seinem Vertreter. Doch für dieses Geschäft muss man skrupellos sein, seine Emotionen außen vorlassen und auch das Gesetz hier und da mal stark dehnen. Anfangs gelingt Dennis dies ganz gut, doch irgendwann kommen ihm starke Zweifel, an dem was er da tut.

Endlich mal eine Geschichte die man noch nicht hundertmal gesehen hat. Allerdings ist die Regelung für Hausbesitzer in Amerika doch etwas anders als in Deutschland, denn sonst könnten Leute wie Carver sich nicht so problemlos an Enteignungen dumm und dämlich verdienen.

Michael Shannon spielt den arroganten und fiesen Makler mit einen unglaublichen Verve und liefert vielleicht die beste Leistung seiner Karriere ab, während Andrew Garfield mit seinem unschuldigen Aussehen einen perfekten Gegenpart bildet.

Obwohl der Streifen auf eine satte Laufzeit von fast zwei Stunden kommt, ist er an keiner Stelle langweilig und beginnt mit der ersten Minute, ohne dass es einer großen Einleitung bedarf. Der Zuschauer ist sofort drin im Geschehen und weiß nach 3 Sätzen was für ein Arsch Carver ist. Daraus entwickelt sich dann der Rest der Geschichte.

Insgesamt ein exzellent gespieltes Drama mit einigen sehr gelungenen Spannungselementen, das man sich unbedingt mal ansehen sollte, wenn man auch nicht alles versteht. Dafür müsste man das amerikanische Gesetz bezüglich Hausräumungen und Aufkaufen dieser Immobilien kennen, was jedoch nicht als Minuspunkt mit in die Bewertung einfließt, da man insgesamt doch mitkommt, sich aber über die Gesetzesregelungen nur wundern kann.

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THE STANFORD PRISON EXPERIMENT (Universal Pictures)

am 26. April 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Auf die Geschichte dieses Streifens muss ich sicher nicht mehr groß eingehen, daher halte ich mich in der Zusammenfassung auch kurz: Im Jahre 1971 wird an der Stanford University ein Experiment durchgeführt. Um den Grund für die gewalttätigen Verhaltensweisen im Gefängnissystem zu erforschen, sucht Psychologie-Professor Dr. Philip Zimbardo 24 Freiwillige Studenten aus, von denen die Hälfte als Wärter und die anderen als Inhaftierte in einem simulierten Gefängnis agieren sollen. Schon nach sehr kurzer Zeit werden die einen zu Aufständlern oder Opfern, die anderen zu machthungrigen Sadisten.

Die Geschichte wurde ja in DAS EXPERIMENT von Oliver Hirschbiegel mit Moritz Bleibtreu und Christian Berkel bereits sehr gelungen verfilmt. Da dichtete mal allerdings einiges dazu, genauso wie beim sehr mauen US-REMAKE mit Adrien Brody.

Diese Verfilmung hält sich sehr genau an die damaligen Studien und konzentriert sich dabei auch zu einem großem Teil auf die Macher des Projektes, die in den beiden anderen Verfilmungen doch etwas kurz kamen und zeigt neben deren verschiedenen Meinungen auch die Gewissensbisse, die so langsam einsetzen, die aber insbesondere Zimbardo sich nicht eingestehen will, weil sein Experiment damit in Gefahr gerät.

Hier sind zwar nicht die großen Stars am Start, aber das mindert die Qualität des Streifens nicht. Billy Crodrup spielt den Professor überzeugend – in Nebenrollen überraschen unter anderem Ezra Miller und Tye Sheridan, die beide eine Top-Leistung abrufen und normalerweise eher in anderen Genres unterwegs sind.

Bis heute gilt dieses Experiment als erhellend aber auch umstritten. Die Teilnehmer trafen sich übrigens ein Jahr später und es stellte sich glücklicherweise heraus, das keiner einen bleibenden Schaden davon getragen hatte.

Fazit: Die deutsche Version war wesentlich spannender und ein lupenreiner Thriller während dieses Werk hier eher ein Drama mit einigen Thriller-Elementen darstellt, aber eben sehr nah am wirklichen Experiment ist. Sehenswert!

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DER POLYP (Koch Media)

am 26. April 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch Media beglückt uns in regelmäßigen Abständen mit seiner Reihe CREATURE FEATURE und buddelt dafür Filme aus, die die meisten schon vergessen haben oder wollten, so wie den trashigen IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN. Auch DER POLYP ist von der gleichen Machart, aber erstaunlicherweise mit John Huston, Bob Hopkins und Henry Fonda gut besetzt. Ob letzterer gerade in Geldnot war ist nicht überliefert, liegt aber nahe.

Ocean Beach ist ein echter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, doch dann verschwinden plötzlich viele der Gäste. Meeresbiologe Dr. Turner findet heraus, das ein ziemlich fieser Tintenfisch diese holt und abnagt. Das Tierchen ist etwas aus der Art geschlagen, weil eine Baufirma die Bucht verseucht hat und das Vieh mutiert ist. Gerade jetzt steht die große Segelregatta an…

Über die Qualität dieses Streifens will ich mich nicht auslassen. Das schlimmste ist die grässliche Musik, die man schon aus den Giallos der 70er kennt.

Die technische Seite ist, wie man es von KOCH fast schon kennt, erstaunlich gut. Zwar konnte man einige Blitzer nicht entfernen, aber ansonsten macht das Bild auf dem HD-Beamer eine erstaunlich gute Figur. Sauber, vielleicht einen Tick zu hell, aber nicht schlechter als eine ordentliche DVD. Die Dialoge kommen klar und verständlich aus den Frontboxen

Da ich weiß, das es viele Sammler solch recht kruder Machwerke gibt, können die gerne zuschlagen, denn wie bereits erwähnt ist die Blu Ray technisch absolut in Ordnung. Über die Qualität des Films lasse ich mal nicht aus, aber man sollte schon eine gewisse Vorliebe für extremen Trash mitbringen :o )

LOST AFTER DARK (Mad Dimension/Alive)

am 26. April 2016 unter Horror abgelegt

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Was beschleicht einen, wenn man diesen Pressetext liest, für ein Gefühl? Irgendwann in den frühen 1980ern: Eine Gruppe von Teenagern möchte in Ruhe einen draufmachen. Als Lokalität wählt man die Waldhütte eines Jägers, auf deren Schlüssel eines der Mädchen Zugriff hat. Als Transportmittel dient der Schulbus, den man kurzerhand in einer kühnen Transaktion unter der Nase des Dekans entwendet. Doch auf halber Strecke geht der Sprit zur Neige, und die Kids müssen Obdach suchen auf einer nur scheinbar verlassenen Farm. Dort treibt, was keiner ahnt, ein alteingesessener Kannibalenclan sein Unwesen.

Nein bitte nicht noch so ein langweiliger „Irrer läuft rum und metzelt Kids nieder“-Streifen. Davon gibt es doch nun wirklich genug.

Doch LOST AFTER DARK ist überraschend gelungen, allerdings nicht weil er besonders gut wäre, sondern weil er eine wirklich Liebevolle Hommage an die Slasher der 80er darstellt, die wir in unserer Jugend alle so gerne gesehen haben.

Man hat zudem (ähnlich wie Rodriguez/Tarantino bei ihren Grindhouse Streifen) bewusst Film-und Bildaussetzer eingebaut, so dass man glaubt ein VHS-Video zu sehen, wobei der Rest des Bildes eigentlich nicht so schlecht ist, wahrscheinlich auch, weil man es nicht übertreiben und auch ein paar Blu Rays an den Mann bekommen wollte.

Ein großes Lob geht hier an die Synchronisation, denn die ist zwar nicht besonders gut, aber man erkannte den Sinn dieses Streifens und hat ihn genauso auch ins deutsche übersetzt, mit teilweise albernen Stimmen, aber so war es eben in den 80ern auch.

Auch schauspielerisch gibt’s es hier nichts besonderes zu berichten. Lediglich Robert Patrick (ziemlich alt geworden) dürfte bekannt sein.

Als eigenständiger Film kann man das hier natürlich nicht bewerten, denn dafür wurde er auch nicht konzipiert. Als liebevolle Hommage funktioniert er aber ausgezeichnet. Dafür sollte man aber auch die Originale kennen, denn hier werden jede Menge Streifen der 80er zitiert.

Fazit: Als “normaler” Film ein netter Slasher, mittelblutig, für zwischendurch, als Hommage wirklich gelungen…sicherer Tipp für Marcus R. der hiermit gegrüßt ist.

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THE DRIVER (Koch Media)

am 19. April 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

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THE WAVE (Universum Film)

am 19. April 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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Der Geologe Kristian hat seinen letzten Arbeitstag im beschaulichen Geiranger bevor er mit seiner Familie in die Stadt ziehen will. Ausgerechnet an diesem zeigen die Messgeräte im Frühwarnzentrum für Erdrutschgefahr merkwürdige Werte. Doch seine Kollegen überzeugen ihn davon, dass das nur eine kleine Unregelmäßigkeit ist und Kristian gibt sich damit zufrieden. Als er mit seiner Tochter seine Gattin abholen will, die in einem Hotel arbeitet, entdeckt er jedoch einige ungewöhnliche Vorgänge am Berg. Wieder will man ihm nicht glauben, doch er soll recht behalten.

THE WAVE ist ein klassischer Katastrophenfilm, der aber interessanterweise aus Norwegen stammt. Sah man über Filme aus dem hohen Norden noch vor 10 Jahren eher lächelnd hinweg, haben sich die Länder, insbesondere die Schweden und die Dänen als richtig gute Filmemacher etabliert.

Der Streifen bietet natürlich nichts wirklich Neues, da sollte man schon ehrlich sein, aber Filme mit Naturkatastrophen laufen eben immer ähnlich ab, was eben in der „Natur“ der Sache liegt (hach welch ein tolles Wortspiel o)).

Die Effekte befinden sich im Mittelfeld, ebenso die Darsteller. Thomas Bo Larsen ist der einzige mir bekannte, da ich mir kürzlich auch THE IDEALIST angeschaut habe und soweit mir bekannt spielte er auch eine kleine Rolle in DIE JAGD. Ab und an steht er aber schon kurz vorm Overacting, wenn er den Mund mal wieder weit und die Augen noch weiter aufreißt.

Sehr positiv fällt der sehr schöne Soundtrack auf der in den ruhigen Phasen des Films sehr dezent im Hintergrund läuft und in den Actionszenen dann auch gewaltig mit anzieht. Dieser ist wirklich stimmig.

Insgesamt ist THE WAVE für Freunde dieses Genres eigentlich ein sicherer Tipp. Besondere Originalität sollte man nicht erwarten, und es dauert auch ein wenig bis das Ganze in die Gänge kommt – dann bekommt der Zuschauer aber genau das was er gerne sehen will…..allerdings einen Tick schlechter als der ähnlich gelagerte IMPOSSIBLE.

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GREEN INFERNO (Constantin/Universal Pictures)

am 19. April 2016 unter Horror abgelegt

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Justin ist eine junge Studentin, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt. Eine Gruppe von Aktivisten will im dort eine Protestaktion starten und sich an Bäume festketten, die gefällt werden sollen und das ganze per Stream in die Welt übertragen. Grundsätzlich ja eine sympathische Idee, doch der Anführer der Gruppe führt noch anderes im Schilde. Zudem erkennen die Indianer natürlich nicht, das diese Aktion ihrem Schutz dienen soll und entführen die Aktivisten. Noch schlimmer für die Herrschaften ist aber, das diese noch Kannibalen sind, und sich die Gruppe dadurch schnell dezimiert.

Eli Roth, einer der überbewerteten Regisseure der Neuzeit, versucht es diesmal doch tatsächlich mit etwas Handlung. Ich bin erstaunt. Insgesamt ist dieser Film auch deutlich besser als den Mist, den er sonst so abliefert.

Anfangs war ich sogar richtiggehend überrascht, denn die Geschichte von Justin ist gut und schlüssig erzählt. Im Dschungel dann, wird es doch wieder ein typischer Roth-Film mit exzessiven Gewaltszenen, bei denen ich mich wirklich wundere, das dieser  Streifen uncut in den Verkauf kommt. Denn manches ist schon recht heftig und erinnert an die Kannibalenfilme der 70er Jahre.

Denkt man aber mal genau über alles nach ist es schon recht schwachsinnig, das die Gruppe sich genau dorthin begibt, wo noch Kannibalen leben (Google hilft), denn da hätte man mit so etwas ja rechnen können. Auch einige Verhaltensweisen, insbesondere die des Anführers sind, gelinde gesagt, vollkommen irrational.

Gegen Ende versucht Roth uns doch tatsächlich die Frage unterzujubeln, wer hier die Bösen sind. Wir, die die Wälder abholzen oder die Kannibalen, die die Menschen verfuttern. Sozialkritik sollte er allerdings besser anderen überlassen.

Trotzdem finde ich den Streifen in Ordnung, auch wegen der Anfangssequenz und der, das muss man wirklich anmerken, sehr guten Effekte, die alle handgemacht sind. Das er ein guter Regisseur ist hat er aber mit diesem Film noch lange nicht bewiesen. Aber statt brutal und scheiße wie sonst, ist dieser hier immerhin brutal und recht gelungen.

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DIABOLICAL (Splendid)

am 12. April 2016 unter Horror abgelegt

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Madison Heller lebt mit ihren beiden Kindern in einem Haus in der Vorstadt und ist alleinerziehende Mutter. So weit nichts besonderes, würden die drei nicht regelmäßig von mysteriösen Geistererscheinungen Besuch bekommen, die so ungewöhnlich sind, das selbst Experten für Paranormales die Flucht ergreifen. Das Problem ist aber, das die Kinder beim Verlassen des Hauses einen merkwürdigen Ausschlag bekommen, an dem sie fast sterben. Daher ist ein Umzug nicht möglich. In Ihrer Verzweiflung zieht Madison ihren neuen Freund Nicolai hinzu, doch auch der sieht sich vor einer schweren Aufgabe.

Spukhaus? Och neee, nicht schon wieder werden viele jetzt denken und dieses Genre ist auch nun wirklich sowas von ausgereizt, dass Filme wie dieser sicherlich vom ein oder anderen übersehen werden und das ist schade.

Nach etwa 40 Minuten schlägt der Film eine völlig andere Richtung ein, denn diese Geistererscheinungen haben durchaus einen Grund. Dieser wird zudem schlüssig erklärt und diese Wendung ist etwas, worauf ich nie im Leben gekommen wäre und das gibt es bei mir wahrlich selten, da ich einfach schon zu viel gesehen habe.

Ich bin kein Fan von CGIs, aber für einen so kleinen Film sind diese erstaunlich gelungen, insbesondere gegen Ende ist man doch überrascht, was man hier optisch präsentiert bekommt.

Das Ali Larter selbst Fan des Horrorfilms ist, weiß man ja schon lange, denn seit Final Destination 2 spielt sie regelmäßig in Schauermärchen mit und ist mittlerweile ein bekanntes Gesicht.

Der Twist am Schluss ist zuerst etwas kitschig, dann aber doch erstaunlich pfiffig und die kurze Reise auf die der Zuschauer mitgenommen wird, löst dann endgültig alle offenen Fragen auf, was bei Geisterfilmen nun eher selten vorkommt. Daher kann ich DIABOLICAL durchaus empfehlen..

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DEEP WEB (Koch Media)

am 12. April 2016 unter Dokumentation abgelegt

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Wie viele sicher wissen, gibt es außer dem Internet auch noch das Dark Web, in das ich mich aber auch noch nicht getraut habe, da es Gerüchte gibt, das dort heftige Viren durch die Leitungen ziehen und das will ich mir nicht wirklich antun.

Diese Doku beschäftigt sich mit den Schattenseiten dieses Webs, denn da es da nicht annähernd so viele User hat wie das normale Internet, gibt es hier auch viele Dinge zu erwerben, die auf dem freien Markt nicht erhältlich sind, wie Drogen oder sogar Auftragsmorde. Hinter allem steckt das Gehirn des Ganzen – ein Typ der unter dem Pseudonym DPR – Dread Pirate Roberts – bekannt ist . Als das FBI im Oktober 2013 bekannt gibt, DPR alias Ross Ulbricht festgenommen zu haben, ist die Sache jedoch nicht vorbei, denn es taucht ein weiterer unter diesem Nickname im Web auf. Gibt es mehrere dieser Administratoren oder hat man einfach nur den falschen festgenommen?

Ich bin nun nicht der absolute Spezialist für Dokumentationen, schaue mir aber hin und wieder gerne eine an, wenn mich das Thema interessiert, was hier der Fall war.

In weiten Teilen ist die Geschichte von Ross Ulbricht spannend erzählt und zwar im Original von Keanu Reeves (passt ja auch wegen Matrix). Im Deutschen hat man freundlicherweise seine übliche Synchronstimme genommen.

Ob Ulbricht nun wirklich dahintersteckt, kann diese Dokumentation aber auch nicht auflösen – es bleiben zumindest doch einige Fragen offen.

Desweiteren hätte ich mir gewünscht, noch einige weitere Informationen über das DARK NET zu bekommen, denn hier werden eigentlich nur die negativen Dinge gezeigt, die dort vorhanden sind. Faszinierend bleibt es allemal und ich werde auch irgendwann mal den Schritt wagen mich da einzuloggen, was ja nicht wirklich ein größeres Problem darstellt.

So bleibt unter dem Strich eine spannende Aufbereitung des Themas, das sich aber eben hauptsächlich auf den Protagonisten konzentriert und weniger auf das Dark Web selbst. Viele Szenen beschäftigen sich auch mit den Eltern Ulbrichts, die vehement für eine Freilassung ihres Sohnes kämpfen.

Wenn man den Werdegang des Ross Ulbricht sieht, kann man durchaus anzweifeln, das er dafür (alleine) verantwortlich zeichnet, da ihm doch einiges an Fachkenntnis fehlte. Ist er also nur ein Bauernopfer?

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER (Universum Film)

am 12. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

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Die Jugendlichen Leo, Jonas, Emma, Alex, Toni und Hugo führen ein eher ungewöhnliches Leben: Sie müssen eine sehr lange Zeit im Krankenhaus verbringen und werden es vielleicht nie wieder verlassen, denn mit Ausnahme von Toni haben alle ziemlich heftige Probleme, von Krebs bis zu schlimmen Essstörungen. Aber da sie eben alle dieses Schicksal verbindet, raufen die 6 sich zusammen (wobei Hugo zwar Mitglied ist, aber im Koma liegt und daher nicht aktiv dabei sein kann) und versuchen, so gut wie möglich mit ihrem Leben klarzukommen, was zuerst schwerfällt, da alle sehr unterschiedliche Charaktere sind. Als Erkennungszeichen legen sie sich rote OP-Armbänder und nennen sich daher auch „Club der roten Bänder”. Zusammen gibt es vieles zu erleben – selbst in einem Krankenhaus. Und vor allem spricht man sich in schwierigen Situationen auch Mut zu.

Ich kannte die Serie überhaupt nicht, und entdeckte sie eher zufällig, als sie bei Amazon 78 mal die Höchstnote hatte, bei keiner Gegenstimme. Sowas habe ich vorher noch überhaupt nicht gesehen und als heimlicher Fan des deutschen Films habe ich mir die Box daher zugelegt.

Die positiven Kritiken sind durchaus gerechtfertigt. Die Schauspieler sind toll gewählt, die Geschichten schwanken zwischen profan und anspruchsvoll, sind aber durchweg unterhaltsam und festigen die Freundschaft des Sextetts im Laufe der Folgen.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ob in eine Serie, die sehr um Authentizität bemüht ist, die Traumsequenzen so richtig reinpassen wollen. Mich stören sie nicht, aber manchen könnte das missfallen.

Der zweite minimale Kritikpunkt ist Tim Oliver Schultz, eigentlich der einzige bekannte Darsteller in der Jugendriege. Das er hier einen Minderjährigen spielt ist eigentlich doch weit hergeholt, denn er sieht schon älter aus als die anderen – ohne das ich jetzt nachgeschaut hätte würde ich ihn auf deutlich über 20 schätzen. Da er aber seine Rolle wirklich toll mit Leben erfüllt, ist das auch ein Kritikpunkt, über den man locker hinwegsehen kann.

Eine zweite Staffel wäre mehr als wünschenswert, denn es gibt noch viel zu erzählen im Krankenhausleben der Freunde….

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