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Archiv für den 08. März 2016

THE HALLOW (MFA+/ALIVE)

am 08. März 2016 unter Horror abgelegt

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Adam Hitchens untersucht in Irland Baumbestände, die sich immer schneller verringern. Im recht einsamen Häuschen leben auch noch Ehefrau Claire und der kleine Finn. Die Einheimischen sind nicht gerade begeistert von seinem Auftauchen, da sie allen Ernstes glauben, das sich in dem Wald eine oder mehrere seltsame Kreaturen aufhalten, denen man besser nicht in die Quere kommt. Adam hält das natürlich alles für dummes Gewäsch und forscht weiter. Selbst nachdem er einige merkwürdige Dinge entdeckt, beunruhigt ihn dies nicht. Das ändert sich jedoch erstaunlich schnell, denn bald muss er feststellen, das an dem was die Einwohner so erzählen doch was dran sein könnte. Und der kleine Finn kommt den Gestalten gerade recht….

Das ist wieder einmal ein schönes Filmchen für den lieben Chucky, der ja grundsätzlich ein Herz für solch eher kleine Produktionen hat, insbesondere, wenn sie so liebevoll inszeniert sind wie dieser hier.

Die Effekte sind nahezu alle handgemacht, CGIs sucht man fast vergebens. Der Regisseur erklärt im sehr interessanten Interview auch, wieso er lieber „echte“ Effekte haben will, und nur im Notfall zum Computer greift, denn schon im zarten Alter von 12 lief er als Zombie herum und schminkte sich und seine Kumpels. Daraus entstand auch die Liebe zum Horrorfilm.

Und das merkt man seinem Streifen auch an. Die Geschichte ist nicht gerade unglaublich einfallsreich, aber wirklich sehr schön gruselig umgesetzt und bietet den wohl längsten Showdown der Filmgeschichte, denn die letzte Stunde ist eigentlich komplett durchgehend spannend gestaltet. Die Wälder passen perfekt in das Ambiente und gestalten das Grauen noch intensiver.

Schauspielerisch solide, ist HALLOW eine liebevolle Hommage an frühere John Carpenter Streifen, ohne dabei aber altbacken zu wirken. Für Horrorfreunde auf jeden Fall einen Blick wert . Viel Blut fließt hier allerdings nicht. Muss ja auch nicht immer sein. Die FSK Freigabe ist allerdings ein Witz!!!

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NO ESCAPE (Euro Video)

am 08. März 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Ingenieur Jack Dwyer zieht mit seiner Frau Anni und seinen zwei Töchtern ins weit entfernte Südostasien, um dort für ein amerikanisches Unternehmen die Produktion von Trinkwasser zu überwachen. Für seine Familie ein großer Schritt, denn nach einem geschäftlichen Misserfolg die letzte Chance, die er auf eine erfolgreiche Karriere in seinem Job noch hat. Schon im Flugzeug lernt man den ergrauten Hammond kennen, der später noch eine wichtige Rolle in Leben der Familie spielen soll. Als Jack die Stadt besichtigt kommt es nämlich zu einer Straßenschlacht zwischen Polizei und Aufständischen, die nicht wollen, das man die Wasserversorgung in die Hände der Amerikaner legt. Gerade so kann Jack seine Familie noch aus dem Hotel holen, während die Aufständischen alles abknallen was ihnen vor die Flinte kommt und nicht asiatisch aussieht. Es beginnt eine atemlose Flucht, bei der Hammond ihnen zur Hilfe eilt.

Eigentlich bestehen mindestens 45 Minuten des Streifens nur aus eben dieser Flucht und Hinrichtungen. Die FSK 16 Freigabe ist meiner Meinung nach hart an der Grenze, denn hier wird schon mit recht heftiger Gewalt vorgegangen, wenn sie auch nicht ganz so explizit gezeigt wird.

Obwohl die Story eigentlich recht simpel ist, kann man NO ESCAPE eine enorme Spannung nicht absprechen. Zudem hat man einige sehr originelle Verstecke eingebaut und obendrein ein wirklich sarkastisches Ende, das ich aber nicht verraten will.

Die eigentliche Überraschung ist aber Owen Wilson, den ich außer IM FADENKREUZ noch nie in einer ernsthaften Rolle gesehen habe und ein Grund war, das ich mir den Streifen erst gar nicht ansehen wollte. Doch seine Darstellung gerät erstaunlich gut und authentisch.

Seit Pierce Brosnan sich darauf konzentriert, kleinere Rollen anzunehmen, um Filme zu veredeln, statt sie zu dominieren, werden seine Auftritte immer besser. Schon in SURVIVOR war seine Präsenz als Killer das Highlight. Auch als Regierungsagent mit ungeklärtem Hintergrund liefert er hier eine wirklich gute Show ab.

Viele werden sicherlich sagen, das der Streifen nichts zeigt, was man nicht schon in anderen Filmen genauso gesehen hat, nur eben mit einem anderen Hintergrund. Das ist zwar korrekt, aber wenn das ganze so spannend und kurzweilig inszeniert ist wie NO ESCAPE stört mich das nicht im Geringsten.

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THE DEMOLISHER (Meteor/ALIVE)

am 08. März 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Die Beschreibung dieses Films ist wieder einmal interessant geworden, denn eigentlich gibt der Pressetext eine durchaus gelungene Zusammenfassung:

Skrupellose Anhänger eines kriminellen Kults haben seine Frau in den Rollstuhl geprügelt – und Bruce sieht rot. Tiefschwarz verborgen unter Helm und undurchdringlicher Schutzausrüstung durchstreift der unscheinbare Kabeltechniker fortan jede Nacht die heruntergekommenen Straßen seiner Stadt. Traumatisiert übt er Rache an denen, die er für schuldig hält, und gerät immer tiefer in einen dunklen Sog aus Wahnsinn und Besessenheit. Wartend auf eine Erlösung, die niemals kommt, kreuzen sich Bruces Wege mit denen von Marie, einer jungen Frau, die nur durch ein Missverständnis zum Ziel seines blutigen Kreuzzugs wird. In der fast menschenleeren Düsternis einer einzigen Großstadtnacht entspinnt sich ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel auf Leben und Tod, das schon bald völlig außer Kontrolle gerät…

Was hier aber nicht steht, dass es sich bei DEMOLISHER mitnichten um eine gradlinigen, stringenten Actionfilm handelt, sondern eher um ein Kunstdrama. In der ersten halben Stunde wird so gut wie nichts gesprochen. Der Zuschauer wird nur durch Bilder über die Geschehnisse der Vergangenheit informiert. Das ist anstrengend, aber filmisch durchaus interessant angelegt.

Und so geht es auch weiter, in einem Streifen, der eigentlich nie den konventionellen Weg wählt. Ich vermute, das sich der Regisseur, bei der Vorbereitung nahezu jeden Schnipsel von Nikolas Wending Refn angeschaut hat, denn sein Inszenierungsstil ist schon sehr nahe an dem des vermeintlichen Vorbildes.

Auch der elektronische Soundtrack ähnelt an manchen Stellen schon dem eines John Carpenter-Films aus den 80ern, allerdings etwas moderner gehalten.

Allerdings sind auch die Filme von Refn eher umstritten, sieht man vielleicht mal von DRIVE ab – seinem insgesamt wohl kommerziellsten Streifen. Und so wird es den Leuten auch bei DEMOLISHER gehen, da er eben mit den konventionellen Sehgewohnheiten bricht. Daher gehen die Kritiken auch extrem auseinander, was zu erwarten war.

Eine allgemeine Bewertung ist absolut unmöglich – ich würde aber sagen das hier alles drin ist zwischen

2chuckys

und

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EVEREST (Universal Pictures)

am 08. März 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die Geschichte sollte jedem bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung; Der Mount Everest: Nachdem dieser von professionellen Bergsteigern schon oft bestiegen wurde, suchen viele Amateure nun auch den Kick und lassen sich von erfahrenen Hasen auf den Everest führen. Doch auch die können nicht alles voraussehen und so endet das ganze in einer Katastrophe.

Sicher werden die meisten auch wissen, das sich die Geschichte 1996 so zugetragen hat. Darauf wird in den durchaus interessanten Extras auch eingegangen. Diese sind fast besser als der Film selbst.

In dem Streifen gibt es zwar wunderschöne Naturaufnahmen zu sehen, aber andererseits nichts, was man nicht schon aus Filmen wie VERTICAL LIMIT oder K2 kennt.

Die Dialoge sind an manchen Stellen reichlich unglaubwürdig und Jake Gyllenhall ist komplett unterfordert, denn seine Rolle verlangt ihm wahrlich keine schauspielerischen Höchstleistungen ab und ist zudem überraschend klein.

Jason Clarke spielt ordentlich, während Josh Brolin in letzter Zeit nur noch den coolen Amerikaner gibt, denn eigentlich ist sein Charakter nicht viel anders angelegt als der in SICARIO, auch wenn es zwei unterschiedliche Filme sind.

So richtige Spannung will keine aufkommen. Dazu kommt eine extreme Vorhersehbarkeit und das nicht weil ich die Geschichte kannte (denn ich wusste nur ganz grob darüber Bescheid). Der typische Hollywood-Helden Mythos wird auch reichlich bedient.

Insgesamt ein solider Streifen mit wirklich gelungenen Aufnahmen, aber viel zu amerikanisch und erstaunlich spannungsarm.

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