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PRISON (Koch Media)

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Die Handlung dieses Streifens dürfte den meisten hinlänglich bekannt sein. Ein ehemals stillgelegter Gefängniskomplex wird wieder eröffnet und mit neuen Gefangenen belegt. Doch in den Räumlichkeiten geht noch ein böses Etwas um, das hier auf dem elektronischen Stuhl hingerichtet wurde und meuchelt lustig Wärter und Gefangene:

Der Film lief laut Regisseur Harlin, der in einem langen, sehr interessanten Interview, aus dem Nähkästchen plaudert, niemals in irgend einem Kino, gelangte aber durch die VHS-Auswertung zu einer großen Bekanntheit. Für ihn ein Glücksfall, bekam er danach doch fette Aufträge wie DIE HARD 2 oder CLIFFHANGER, die riesige Summen einspielten. Auch heute dreht der Finne noch Filme, die partiell durchaus gelungen sind , aber nicht mehr zu den Blockbustern zählen.

Ebenfalls als Glücksfall erwies sich das ganze für Viggo Mortensen, der hier seine erste Rolle hatte (sieht man von Kurzauftritten ab). Für ihn startete mit PRISON eine erfolgreiche Karriere, die bis heute anhält. Vielleicht wäre er ohne ihn nie entdeckt worden.

Das Mediabook ist sehr schön gestaltet. Das Booklet enthält allerlei Informationen um den Film und den teilweise chaotischen Dreh, da es an Geld mangelte.

Es gibt den Streifen als DVD/BLU RAY und eine Bonus DVD, mit oben erwähntem Interview und einigen weiteren Extras, wie ein Making of und 2 Musikvideos.

Die Bildqualität ist durchwachsen. Positiv ist anzumerken, das es hier nahezu kein Grieseln gibt und auch Filmblitze sind nicht zu erkennen. Insgesamt ist das Bild aber doch sehr weichgezeichnet und partiell übertrieben hell. Vielleicht war dies die einzige Möglichkeit, aus dem Master noch das beste herauszuholen, denn immerhin ist der Film auch schon fast 30 Jahre alt. Solide aber nicht überragend, wobei ich immer wieder dazu sagen muss, das ich Filme auf einem ganz ordentlichen HD-Beamer schaue, was bei solch alten Streifen immer etwas problematisch ist. Ich denke auf einem TV macht er sicher einen deutlich besseren Eindruck.

Der Ton hingegen ist ordentlich. Natürlich kann man hier keine Wunderdinge erwarten, aber gerade in den spannenden Szenen scheppert es ab und an ganz gewaltig in den Boxen. Dazu gesellt sich ein ziemlich cooler Soundtrack, der von keinem geringeren als Charles „PUPPET MASTER“ Band geschrieben wurde. Sein Bruder hat den Streifen auch produziert.

Insgesamt eine durchaus gelungene Veröffentlichung, mit leichten Schwächen beim Bild. An den Extras, dem Ton, der inneren Aufmachung und der schicken Verpackung gibt es allerdings absolut nichts auszusetzen.

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