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Archiv für den 25. Februar 2016

DIE LEICHE DER ANNA FRITZ (Capelight/ALIVE)

am 25. Februar 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Anna Fritz war in Spanien ein bekannter Filmstar und wurde völlig überraschend tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Pau, der in der Leichenhalle arbeitet, ist trotzdem ziemlich begeistert mal einen Promi auf einer seiner Bahren zu haben. Auch seine Kumpels Ivan und Javi finden das irgendwie ziemlich cool. Doch dann kommt einer der beiden plötzlich auf die Idee Sex mit der leblosen Frau zu haben, denn so eine Gelegenheit erhält man eben nur einmal im Leben. Danach bekommt auch der sonst eher schüchterne Pau Lust auf eine schnelle Nummer. Problematisch wird es aber, als Madame währenddessen aufwacht. So wird aus unentdeckter Nekrophilie plötzlich Vergewaltigung. Fieberhaft überlegt man, was nun zu tun ist, denn auch Frau Fritz denkt nicht dran, das wiedergewonnene Leben aufzugeben.

Wie man es schafft, aus einer vollkommen simplen Grundidee einen unterhaltsamen Film zu gestalten, bekommt man hier eindrucksvoll vorgeführt, denn DIE LEICHE DER ANNA FRITZ funktioniert prächtig

Das liegt zum einen daran, dass er nur auf eine knackige Laufzeit von 77 Minuten kommt und daher keine unnötigen Längen hat. Eigentlich wird man von Anfang bis Ende spannend unterhalten.

Wer jetzt glaubt, dass man hier Nekrophilie zur Schau stellt der irrt, denn das Ganze wird nicht sehr explizit gezeigt und dient ja schließlich der Geschichte und ist kein purer Voyeurismus. Dazu kommen unbekannte und durchaus glaubwürdige Darsteller und praktisch nur eine Location, in der das ganze spielt.

Daher kommt der Streifen auch mit einem minimalen Budget aus, denn viel gibt es hier an Kulissen nicht zu mieten. Einfach mal 3 Tage die Pathologie eines Krankenhauses in Beschlag nehmen, die ja eh schon etwas unheimlich ist – da hat man auch gleich ne spooky Atmosphäre ohne viel Geld investieren zu müssen.

Für mich ein echter kleiner Geheimtipp. Simpel, aber sehr effektiv.

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COLT 45 (Pierrot le Fou/ALIVE)

am 25. Februar 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Vincent Miles ist der beste Scharfschütze der französischen Nationalpolizei, möchte aber nicht in den aktiven Dienst eintreten, sondern lieber in seiner Waffenkammer arbeiten. Als er einen gut ausgebildeten Polizisten namens Milo Cardena kennenlernt, ändert sich sein ruhiges Leben allerdings schnell. Anfangs freunden sich die beiden an, doch dann holt Cardena Miles aus der Scheiße, als dieser jemanden erschießt. Danach zeigt dieser sein wahres Gesicht und zwingt den jungen, naiven Polizisten als Wiedergutmachung, aus der Waffenkammer jede Menge Sachen zu besorgen, unter anderem Patronen, die Miles selbst hergestellt hat. Kurz darauf werden diese bei einem brutalen Raubüberfall gefunden und das ist erst der Anfang. Die Luft für Miles wird immer dünner.

Zum Glück habe ich vorher nicht geschaut, wer diesen Streifen gedreht hat, sonst hätte ich einen durchaus spannenden Thriller verpasst. Der Mann hat in der Vergangenheit nämlich totalen Mist abgeliefert, von denen der schlechte CALVAIRE noch der beste war.

Hier allerdings weiß er wirklich zu überraschen, denn das Drehbuch hält für den Zuschauer so manche interessante Wende bereit. Zudem ist der Film schnell geschnitten und die 86 Minuten sind im Nu vorbei.

Das einzige was es hier zu meckern gäbe ist, das der Streifen an manchen Stellen in seinem Style fast erstickt. Der Look ist zwar schon irgendwie cool, doch in manchen Szenen wäre weniger mehr gewesen. Das ist aber jammern auf hohem Niveau.

Zudem kennt man als Fan des französischen Films, zu denen ich mich durchaus zähle, fast alle Schauspieler, wenn auch nicht mit Namen. Nur der Hauptdarsteller sagt mir wenig, wurde aber gut ausgesucht, da er am Anfang etwas naiv ausschauen muss und später dann durch die Story reift.

Fazit: Spannende Unterhaltung in coolem Look mit relativ vielen Actionszenen, die aber nicht langweilen, wie es so oft der Fall ist.

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PRISON (Koch Media)

am 25. Februar 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Die Handlung dieses Streifens dürfte den meisten hinlänglich bekannt sein. Ein ehemals stillgelegter Gefängniskomplex wird wieder eröffnet und mit neuen Gefangenen belegt. Doch in den Räumlichkeiten geht noch ein böses Etwas um, das hier auf dem elektronischen Stuhl hingerichtet wurde und meuchelt lustig Wärter und Gefangene:

Der Film lief laut Regisseur Harlin, der in einem langen, sehr interessanten Interview, aus dem Nähkästchen plaudert, niemals in irgend einem Kino, gelangte aber durch die VHS-Auswertung zu einer großen Bekanntheit. Für ihn ein Glücksfall, bekam er danach doch fette Aufträge wie DIE HARD 2 oder CLIFFHANGER, die riesige Summen einspielten. Auch heute dreht der Finne noch Filme, die partiell durchaus gelungen sind , aber nicht mehr zu den Blockbustern zählen.

Ebenfalls als Glücksfall erwies sich das ganze für Viggo Mortensen, der hier seine erste Rolle hatte (sieht man von Kurzauftritten ab). Für ihn startete mit PRISON eine erfolgreiche Karriere, die bis heute anhält. Vielleicht wäre er ohne ihn nie entdeckt worden.

Das Mediabook ist sehr schön gestaltet. Das Booklet enthält allerlei Informationen um den Film und den teilweise chaotischen Dreh, da es an Geld mangelte.

Es gibt den Streifen als DVD/BLU RAY und eine Bonus DVD, mit oben erwähntem Interview und einigen weiteren Extras, wie ein Making of und 2 Musikvideos.

Die Bildqualität ist durchwachsen. Positiv ist anzumerken, das es hier nahezu kein Grieseln gibt und auch Filmblitze sind nicht zu erkennen. Insgesamt ist das Bild aber doch sehr weichgezeichnet und partiell übertrieben hell. Vielleicht war dies die einzige Möglichkeit, aus dem Master noch das beste herauszuholen, denn immerhin ist der Film auch schon fast 30 Jahre alt. Solide aber nicht überragend, wobei ich immer wieder dazu sagen muss, das ich Filme auf einem ganz ordentlichen HD-Beamer schaue, was bei solch alten Streifen immer etwas problematisch ist. Ich denke auf einem TV macht er sicher einen deutlich besseren Eindruck.

Der Ton hingegen ist ordentlich. Natürlich kann man hier keine Wunderdinge erwarten, aber gerade in den spannenden Szenen scheppert es ab und an ganz gewaltig in den Boxen. Dazu gesellt sich ein ziemlich cooler Soundtrack, der von keinem geringeren als Charles „PUPPET MASTER“ Band geschrieben wurde. Sein Bruder hat den Streifen auch produziert.

Insgesamt eine durchaus gelungene Veröffentlichung, mit leichten Schwächen beim Bild. An den Extras, dem Ton, der inneren Aufmachung und der schicken Verpackung gibt es allerdings absolut nichts auszusetzen.