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Archiv für den 17. Februar 2016

REGRESSION (WVG)

am 17. Februar 2016 unter Horror, Thriller abgelegt

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Es gibt Schauspieler, die mag ich so sehr, das ich mir auch Filme anschaue, die mich eigentlich weniger interessieren. Ethan Hawke ist so ein Fall. Von der mittelalten Garde, gehört er zu meinen absoluten Lieblingen. Wenn er dazu auch noch einen Streifen abliefert, bei dem mich die Handlung anspricht, wie dieser hier – umso besser. Seit er sich von den großen Produktionen verabschiedet hat, liefert er einen guten Film nach dem nächsten ab. Auch Regression gehört zweifelsohne dazu:

Wir befinden uns im Jahre 1990. Detective Bruce Kenner wird eingesetzt um eine angebliche Vergewaltigung eines Vaters an seiner Tochter aufzuklären. Der Fall scheint jedoch ziemlich klar, zumal Daddy auch ein Geständnis ablegt. Doch Kenner spürt, das hier irgend etwas nicht stimmt, denn nach einem langen Verhör gibt der Vater plötzlich zu Protokoll, das er sich an nichts erinnern kann und die Aussage nur tätigte, weil seine Tochter nie lügen würde. Das reicht Kenner aber nicht. Er zieht den angesehenen Psychologen Kenneth Raines zu Rate, doch auch der hat Probleme herauszufinden was wirklich passiert ist, also versucht er es mit einer Regressionstherapie Die wirft allerdings mehr Fragen auf als sie Antworten gibt, denn anscheinend steckt hinter diesem Verbrechen auch eine mysteriöse Sekte in der Vater John Mitglied ist…..

Was ich grundsätzlich an Filmen mag ist, wenn sie sofort starten und nicht noch ewig eine Vorgeschichte erzählen. Dieser Thriller beginnt ab der ersten Minute und schafft es, im Kombination mit einer brillanten Kameraführung und der Tatsache, das der Film zu mindestens 80 % im Dunkeln spielt, eine schöne Atmosphäre zu erschaffen.

Regisseur Amenabar hat bei mir seit THE OTHERS eh einen dicken Stein im Brett, obwohl er danach eigentlich in anderen Genres aktiv war. V.G Streifen hatte auch, wie wir alle wissen, eine tolle Wende gegen Ende und die gibt es auch hier, allerdings völlig anders, als man erwartet. Denn der Showdown besteht eigentlich nur aus einem Dialog. Das könnten viele nicht mögen – ich fand es originell, weil es das so nur ganz selten gibt. Endlich mal wieder ein origineller Abschluss einer insgesamt spannenden Geschichte.

Ethan Hawke ist wie immer gut, hat mit Emma Watson aber aber auch einen überzeugenden Kontrapunkt an seiner Seite, die die verletzliche und vergewaltigte 17-jährige mit viel Feingefühl spielt.

Fazit: Ein recht unbekannter Streifen, den man aber durchaus als kleinen Geheimtipp bezeichnen könnte.

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BOY 7 (Koch Media)

am 17. Februar 2016 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Ein junger Mann erwacht auf den Gleisen eines U-Bahn-Tunnels. Er hat keine Ahnung wie er hierherkam und was in der jüngeren Vergangenheit passiert ist. Kurz darauf will ihn ein Polizist verhaften. Er kann fliehen, doch sein einziger Hinweis ist eine Visitenkarte eines Restaurants. Dort erfährt er das er erst vor ein paar Stunden da war. Auf der Toilette findet er ein Tagebuch, das er da wohl deponiert hatte. In diesem ist alles aufgezeichnet, was er die vergangenen Monate erlebt hat. Doch die Wahrheit kann manchmal ziemlich gefährlich sein.

Damit hätte ich gerade mal die ersten 20 Minuten des Filmes verraten und hoffe das dies reicht um potentielle Zuschauer für diesen Streifen zu generieren, den ich als den besten deutschsprachigen seit Jahren empfinde.

Die Grundidee ist schon deswegen genial, weil der Zuschauer genau auf dem gleichen Stand ist wie der Protagonist, daher habe ich die Zusammenfassung auch bewusst so kurz gehalten. Das was er herausfindet über die Einrichtung KOOPERATION X, ist zudem gar nicht mal so weit hergeholt.

David Kross besetzt jetzt die Rollen, die früher Tim Schilling bekommen hätte und meistert seine Aufgabe glänzend. Ich halte ihn eh für einen der besten deutschen Nachwuchsschauspieler. Seine Mitstreiterin Emila Schüle sagt mir wenig bis gar nichts, hat aber, auch aufgrund ihres etwas strangen Outfits und coolen Sprüchen eine enorme Leinwandpräsenz.

Von dem Regisseur kannte ich vorher nur CHICO. Der war zwar etwas völlig anderes als das hier, aber ebenso gelungen. Der Mann hat ein gutes Auge und auch ein paar recht außergewöhnliche Regieeinfälle und weiß zudem genau, wann es Sinn macht, auch mal die subjektive Kamera einzusetzen.

Der einzige kleinere Kritikpunkt ist der doch etwas arg konventionelle Showdown. Allerdings ist das wirklich jammern auf hohem Niveau.

Ansonsten ein spannender Sci-fi-Thriller mit gutem Cast, der wieder mal beweist – die Deutschen können es doch. Endlich wurden hier mal Fördergelder sinnvoll eingesetzt. Daher vergebe ich auch die gleiche Zahl an Chuckies die Kross’ Charakter hat.

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VATICAN TAPES (Universum Film)

am 17. Februar 2016 unter Horror, Thriller abgelegt

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Angela Holmes führt ein unauffälliges Leben in einem Vorort und hat einen netten Freund. Doch eines Tages beginnt sie sich zu verändern. Es passieren merkwürdige Unfälle und in ihrer Nähe scheint jeder in Gefahr zu sein. Zuerst tut man ihren Zustand als Stress oder Überforderung und die Ereignisse als Zufälle ab, doch als das ganze ausartet, liefert man sie in eine Klinik ein, die auf solche Fälle spezialisiert ist. Doch auch da kann man ihr nicht helfen, denn was mit ihr passiert überfordert die medizinischen Möglichkeiten.

Es ist ja kein großes Geheimnis, das Madame wieder einmal besessen ist von einem bösen Dämon. Das ist, zugegebenerweise, nicht wirklich neu und schon gar nicht originell, doch auch hier hilft wieder der Grundsatz: Besser altes Klauen als neues schlechtes entwickeln und insgesamt ist VATICAN TAPES durchaus unterhaltsam.

Unbedingt merken sollte man sich Olivia Dudley, deren Filmographie bislang relativ kurz ist. Hier aber liefert sie, in Verbindung mir der guten Arbeit der Maskenbildner, eine sensationelle Leistung ab. Selten hab ich eine so engagierte und überzeugende Performance einer „Besessen“ gesehen.

Zudem gibt es ein erstaunlich konsequentes Ende, das sich allerdings auch nur ein kleiner B-Movie erlauben kann. Im Mainstream Kino wird man sowas eher selten sehen. Eine Fortsetzung ist damit auch nicht ausgeschlossen.

Sollte diese ähnlich spannend ausfallen wie dieser Streifen habe ich kein Problem damit.

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VACATION (Warner Home Video)

am 17. Februar 2016 unter Komödie abgelegt

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Ach was waren das noch Zeiten in den 80ern, als uns die Griswolds mehrmals mit ihren Abenteuern beglückten. Der bekannteste der vier Teile ist sicherlich SCHÖNE BESCHERUNG, der mittlerweile zum Pflichtprogramm im deutschen Fernsehen an Weihnachten gehört.

Glücklicherweise ist VACATION KEIN REMAKE des Originals, denn das hätte ich mir gar nicht erst angesehen, denn es gibt Dinge, die braucht kein Mensch. Man spinnt die Geschichte einfach weiter.

Rusty der Sohn der Griswolds ist mittlerweile erwachsen geworden und hat eine eigene Familie. Eines Tages beschließt er mal wieder WALLEY WORLD zu besuchen, wie damals als Kind. Der Trip dahin ist jedoch mit einigen Problemchen verbunden.

Ed Helms und Christina Applegate haben mir als die neuen Griswalds sehr gut gefallen, und auch die beiden unterschiedlichen Söhne waren charakterlich ganz im Stile der alten Familie angelegt.

Eine Komödie ist aber immer abhängig von ihren Lachern und die sind hier durchaus vorhanden. Insbesondere Applegates Rückkehr in die Vergangenheit an ihrer Uni und das schöne Bad im „gesunden See“ gehören zu den Highlights.

Allerdings sind, wie zu erwarten war, auch einige komplette Rohrkrepierer dabei, aber insgesamt bleibt doch ein positiver Eindruck zurück, was man von Chevy Chase,der eine kleine Gastrolle hat (zusammen mit seiner damalige Filmfrau Beverly D’Angelo) nicht sagen kann. Der einst eher schlaksige Chase wiegt sicherlich an die 150 Kg und sieht dazu sehr alt aus, Klar er ist 70, aber insgesamt war ich doch eher bestürzt von seinem Äußeren.

Fazit: Eine nette Komödie, die niemandem wehtut und die Fans der alten Griswold-Fans nicht verärgert.

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