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IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN (Koch Media)

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Angekündigt wird das ganze als: Teil 3 der beliebten Creature Feature Collection mit einem noch unveröffentlichten Knaller des Tierhorrorgenres, frei nach H. G. Wells.

Muss aber sehr frei sein, denn ich konnte von dem Mann kein Buch mit diesem Namen finden. Vielleicht war es auch nur eine Kurzgeschichte, jedenfalls fühlte sich 1977 Billigfilmer Bert I. Gordon dazu berufen, uns mit diesem Streifen zu beglücken.

DREAMLANS SHORES heißt ein Gebiet, das an einer Küste neu erschlossen werden soll und an dem noble Häuser und Golfplätze errichtet werden sollen. Die energische Maklerin Marilyn versucht mit Ausflugsfahrten den Gästen das Gebiet schmackhaft zu machen. Dies ändert sich aber als plötzlich radioaktiv mutierte (!) Riesenameisen auftauchen, die dringend neues Futter benötigen und dafür müssen die Besucher herhalten.

Die Tricks sind für einen Streifen der immerhin fast 20 Jahre älter ist, als die von Jack Arnold unterirdisch. Aufnahmen von echten Ameisen wurden einfach vergrößert und ins Bild reinkopiert. Wenn die Viecher dann angreifen gibt es eher Grund zum Schmunzeln denn zum Fürchten.

Der Hit ist aber, dass durch das Hereinkopieren der Szenen, die Schauspieler teilweise in eine völlig andere Richtung schauen, als in die, wo die Ameisen sich gerade befinden. Als wäre das noch nicht genug, gibt es eine Auflösung die so unfassbar doof ist, das man schon wieder darüber schmunzeln kann.

Die Bildqualität ist durchwachsen. An manchen Stellen richtig gut, lässt sie an anderen wieder zu wünschen übrig, geht allerdings für einen so alten Film insgesamt durchaus in Ordnung. Die Dialoge sind klar verständlich und erfüllen ihren Zweck.

Nur um welchen Zweck geht es hier eigentlich? Dieser Streifen ist ein ganz sicherer Tipp für die nächste Trash-Party, denn er ist nur mit viel Drogen zu ertragen, aber irgendwie doch witzig, weil eben so richtig doof ist. Was sich Joan Collins gedacht hat hier mitzuspielen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

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