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Archiv für den 30. Dezember 2015

SELF/LESS (Concorde)

am 30. Dezember 2015 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Der stinkreiche Unternehmer Damian erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Doch es gibt einen Ausweg. Eine gewisse „Organisation“ bietet nämlich Lebenszeitverlängerungen an, in dem der Geist in einen anderen, künstlich erschaffenen Körper übertragen wird. Das Experiment glückt und der junge Damian beginnt unter neuer Identität, sein Leben zu genießen. Doch mit der Zeit wird er von Träumen geplagt und findet heraus, dass sein „Körper“ verheiratet war, was bedeutet, dass er angelogen wurde, denn es werden für die Übertragung eben keine künstlich erschaffenen Menschen genommen, sondern reale Lebewesen, die eine Vergangenheit haben. Bald wird er von den Schergen der Organisation gejagt, denn die wollen auch in Zukunft Geschäfte machen und natürlich verhindern, dass Damian plaudert.

Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen sollte man meinen, denn die Geschichte ist zwar nicht ganz neu, wird aber durchaus interessant variiert. Dazu 2 Top-Schauspieler mit Ben Kingsley und Ryan Reynolds und noch ein sehr guter Regisseur.

Das Problem, das dieser Streifen hat, ist aber leider das Drehbuch. Anfangs ist die Geschichte sehr facettenreich und es ist auch kaum vorhersehbar wie es weitergeht. Dann gehen dem Film aber die Ideen aus und man sieht eigentlich nur noch banale Verfolgungsjagden.

Das lässt sich ein wenig vergleichen mit PAYCHECK, der ebenfalls eine tolle Geschichte hatte, 40 Minuten lang glänzte, bevor ihn John Woo in eine belanglose Action-Hetzjagd verwandelte.

Selten hab ich so viel verschenktes Potenzial gesehen. Es gibt einen deutschen Streifen, der heißt TRANSFER. Dieser hat eine ähnliche Handlung,arbeitet aber das Thema wesentlich geschickter und besser auf, weil er sich eben auf die Sci-Fi-Elemente konzentriert. (unbedingt sehenswert)

On Top gesellt sich noch ein kitschiges und auch unglaubwürdiges Ende.

Da SELF/LESS aber nun kein Totalausfall ist und man sich nie langweilt, gebe ich dennoch eine mittlere Wertung. Wenn man aber bedenkt, was hier möglich gewesen wäre, hat er die eigentlich nicht verdient.

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DIE AUGEN DES ENGELS (Concorde)

am 30. Dezember 2015 unter Drama abgelegt

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Regisseur Thomas Lang hat schon lange keinen Film mehr abgeliefert. Nun soll er ein Projekt in Siena übernehmen. Dort wird die US-Studenten Jessica angeklagt, zusammen mit ihrem Freund ihre Mitbewohnerin ermordet zu haben. Lang versucht neutral zu bleiben und ermittelt auf eigene Faust. Doch irgendwann kommt er nicht mehr weiter und konzentriert sich mehr auf Drogen und Sex mit einer Reporterin. Zudem will er das ganze nicht als Thriller gestalten, sondern als Porträt, was der Produzentin gar nicht passt.

Die Geschichte ist durchaus interessant und beginnt auch sehr spannend. Der Prozess und die damit verbundenen Geschehnisse sind durchaus packend inszeniert.

Doch als der Protagonist in ein Loch verfällt, tut es der Film ihm gleich. Statt sich auf den Fall zu konzentrieren, sieht das Drehbuch plötzlich unnötige Nebenhandlungen vor, die den Film in keinster Weise voranbringen.

Auch wenn ich Daniel Brühl gerne sehe – den Drogen verfallenden Regisseur nimmt man ihm nicht wirklich ab. Kate Beckinsale hat nur eine kleine Rolle, spielt diese aber überraschend gut.

Was aber zum Beispiel die letzten 10 Minuten am Strand sollen, wird der Regisseur wohl für sich behalten, denn die ergeben weder Sinn, noch bringen sie den Streifen zu einem homogenen Abschluss.

So bleibt unter dem Strich nicht Fisch noch Fleisch, weder Drama noch Thriller. Schade die Grundidee hatte Potenzial. Dazu noch die gruseligen Seitenstraßen und Locations von Siena – alles für die Katz.

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PIXELS (Sony Pictures)

am 30. Dezember 2015 unter Komödie, SciFi abgelegt

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Präsident Cooper hat ein Problem. Aliens haben eine von der Erde aus verschickte Kapsel mit Arcade-Spielen aus den 80er Jahren abgefangen und leider die Intention missverstanden. Statt den Erdlingen freundlich zu begegnen, fordern Sie diese zu Spielduellen mit den Figuren heraus. Cooper sieht die letzte Rettung in seinem ehemaligen Freund Brenner, der damals der absolute Spezialist für diese Spiele war. Der aktiviert einen alten Kumpel und seinen damals größten Gegner um in den Spielen gegen die Außerirdischen zu gewinnen – und plötzlich kämpft man real gegen Pac-Man und Donkey Kong.

Normalerweise bespreche ich ja eher keine Filme die mit so einem riesigen Budget gedreht wurden, weil es einfach schon viele Kritiken dazu gibt. In diesem Fall mache ich aber aus bestimmten Gründen eine Ausnahme.

Dieser Film mit 20 % des Budgets und ohne Starpower, als kleiner Indiestreifen wäre mit Sicherheit ein Riesen-Spaß geworden, auch wenn man dann natürlich nicht so viel Geld für die (zugegebenermaßen großartigen) Effekte gehabt hätte.

Leider sorgt nämlich gerade die Major-Attitüde dafür, dass man wirklich krampfhaft versucht im Minutentakt Gags zu bringen, von denen dann 2/3 absolute Rohrkrepierer sind. Das ist deshalb schade, weil es ansonsten wirklich auch viele witzige Ideen gibt und gerade Leute 40 + einen Heidenspaß an diesem Streifen haben können.

Jüngere werden kaum verstehen worum es hier geht, weil sie damalige Zeit eben nicht miterlebt haben und sich heutige Spiele auf einem ganz anderen Niveau befinden, und es auch keine klassischen Spielhallen mehr gibt. Damals war das eine Sensation.

Dabei gibt Sandler sogar noch eine überraschend gute Figur ab und übertreibt es nicht mit den Grimassen, während Kevin James wirklich schauspielerisch eine Katastrophe ist und auch immer bleiben wird.

So bleibt unter dem Strich ein ganz netter, aber mit zu vielen doofen Gags überfrachteter Streifen, der aber immerhin ordentlich unterhält und auf der anderen Seite wirklich seine gelungenen Momente hat.

Absolutes Highlight sind jedoch die Auftritte vom putzigen Q-Bert (auch ein damaliges Spiel) für denen es einen halben Extra-Chucky gibt, was in der Kombi mit der putzigen Idee mich trotzdem noch zu dieser Wertung veranlasst.

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