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Archiv für den 09. Dezember 2015

OCCUPIED – STAFFEL 1 (Absolut Medien/ALIVE)

am 09. Dezember 2015 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Wir befinden uns im Norwegen der nahen Zukunft. Der neu gewählte Premierminister setzt sein Wahlversprechen um und will das ganze Land mit ökologischer Energie versorgen und die komplette Ölförderung einstellen. Das passt der EU und speziell den Russen gar nicht und so wird Norwegen in Windeseile von diesen besetzt. Sie versuchen die Einheimischen wieder dazu zu „bewegen“ die Ölforderung zu forcieren und dies nicht immer mit ganz freundlichen Worten und Aktionen. Doch langsam bildet sich in der Bevölkerung ein Widerstand gegen die einmarschierten Russen und es formiert sich eine Gruppe, die Terroranschläge gegen die Besetzer verübt und auch versucht, deren Botschafterin zu ermorden. Die Sache droht komplett zu eskalieren.

Eine sehr interessante Ausgangssituation, die dem Zuschauer hier kredenzt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schicksale eines Bodyguards, des Ministerpräsidenten, eines Reporters und eines Journalisten, die aber alle mit einander verwoben sind.

Die Idee zu dieser Serie hatte Jo Nesbo noch bevor die Russen die Krim einnahmen. Karianne Lund, Erik Skjoldbjærg und Erik Richter Strand ersannen diese interessante Serie, die langsam beginnt, aber von Folge zur Folge immer komplexer und spannender wird.

Zudem besteht eine hohe Identifikation mit den Figuren, denn irgendwie kann man die Handlungsweisen aller Beteiligten verstehen, und weiß daher nie, auf welcher Seite man selbst gerade steht. Das macht die Serie besonders interessant.

Die Darsteller sind sehr gut gewählt und zählen fast alle zur Kategorie „habe ich doch schon mal irgendwo gesehen“. Ich kannte mindestens 5 der Hauptakteure, konnte aber keinen wirklich einem anderen Film zuordnen. Ihre Leistungen sind jedenfalls glaubwürdig.

Die Serie hat allerdings einen recht fiesen Cliffhanger, so das wir hoffen sollten, das Staffel 2 auch erscheint, was heutzutage ja nicht immer selbstverständlich ist.

Ein Wort noch zum Bild. Ich kann mich nicht erinnern jemals eine solche Qualität bei einer TV-Serie gesehen zu haben und gehe davon aus, das diese digital gedreht wurde, denn solch gestochen scharfe Bilder kennt man sonst nur aus Hollywoodfilmen. Ein weiterer Kaufanreiz…..

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AGAINST THE SUN (ASCOT ELITE)

am 09. Dezember 2015 unter Drama abgelegt

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Oh nein, schon wieder eine wahre Geschichte, die hier verfilmt wurde. Mittlerweile bekommt man bei dieser Formulierung ja schon einen Schreck. Aber keine Sorge AGAINST THE SUN ist historisch belegt und durchaus gelungen.

Im Jahr 1942 befinden sich die Vereinigten Staaten im Krieg mit Japan und schicken Luftpatrouillen über den Pazifik. Bei einem solchen Routineflug müssen drei US-Soldaten auf offenem Ozean notwassern und können sich mit Müh und Not in ein kleines Schlauchboot retten, in das sie nicht einmal alle mit ihrem ganzen Körper reinpassen. Doch das ist bald noch ihr kleinstes Problem, denn sie haben keinerlei Nahrung und Trinkbares zur Verfügung. Dazu warten Stürme und Haie auf die drei Soldaten..

Im Grunde genommen ist AGAINST THE SUN durchaus mit ALL IS LOST zu vergleichen, gerät jedoch deutlich interessanter, weil es hier zwischen den Männern eben viele Dialoge gibt.

Das der Film im Jahre 1942 spielt, sollte Menschen, die Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg hassen nicht abschrecken, denn eigentlich könnte das auch heute genauso stattfinden, nur das eben die technischen Möglichkeiten die Vermissten zu finden, viel größer wären (Stichwort Drohne).

Die mir unbekannten Darsteller liefern eine durchweg überzeugende Vorstellung ab und die Maskenbildner leisteten hier ganze Arbeit, so dass die Männer jeden Tag fertiger aussehen und die dahinvegetierenden Soldaten, vor allem, mit von der grellen Sonne zerstörten Haut, bedeckt sind.

Zum Glück hält sich der Patriotismus in dem Streifen einigermaßen in Grenzen, denn das ist bei solchen Filmen aus Amerika ja immer eine große Gefahr – einige Worthülsen in der Richtung „Wir Schaffen das“ (den Schmarrn gabs wohl schon damals) schmälern jedoch nicht den positiven Gesamteindruck.

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TOMIE : UNLIMITED (ASCOT ELITE)

am 09. Dezember 2015 unter Horror abgelegt

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Tsukiko, eine fotobegeisterte Teenagerin sieht zufällig das ihre Schwester Tomie auch Interesse an ihrem heimlichen Schwarm hat. Plötzlich wird diese von einem herabfallenden Kreuz durchbohrt. Wurde dies durch die Eifersucht von Tsukiko ausgelöst? Jedenfalls wird Tomie beerdigt, taucht jedoch pünktlich zu ihrem 18 Geburtstag wieder auf, als wäre nie etwas passiert. Ihre Schwester glaubt nicht daran, das es sich um Tomie handelt, während die naiven Eltern überglücklich sind. Zumindest vorerst. Madame ist nämlich charakterlich gänzlich anders als früher und bringt ihre Eltern und ihre Schwester zu Taten, die diese nicht wollen. In einem lichten Moment jedoch bringt ihr Vater sie nochmals um, weil er sie nicht mehr ertragen kann, doch auch diesmal bleibt sie nicht lange tot.

Wenn sich das schon krude anhört, dann sollte man sich den Film erst gar nicht ansehen, der insbesondere gegen Ende mit solch skurrilen Einfällen gespickt ist, dass es durchaus sein könnte, das der Verfasser des Drehbuchs in der Klapse sitzt.

Man ist aus Asien ja einiges gewohnt, ich denke da an Sachen wie Uzumaki oder den grenzdebilen Extensions, in dem besessene Haarverlängerungen Menschen killen!!!

Ganz so schlimm ist TOMIE nicht, auch weil es hier noch eine durchgängige Geschichte gibt. Die Effekte schwanken zwischen sehr gelungen und kostengünstig, wobei das eher amüsant schlecht ist (ich sage nur die Tumore).

Gegen Ende wird der Film dann allerdings etwas schwer verständlich und ich muss zugeben, dass ich die letzten 10 Minuten nicht wirklich kapiert habe. Zudem sind sie mit grausiger japanischer Musik unterlegt.

Trotzdem ist TOMIE über weite Strecken durchaus spannend uns partiell ganz schön blutig. Allerdings ist die Zielgruppe hier doch eher bescheiden. Daher bewerte ich den Film auch nicht, denn Menschen, die sich sonst amerikanische Horrorfilme anschauen, würden nach 20 Minuten abschalten und mich dann beschimpfen. Diesen Streifen muss man nicht zwingend mögen.