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Archiv für den 01. Dezember 2015

IT FOLLOWS (Studio Canal)

am 01. Dezember 2015 unter Horror abgelegt

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Die 19-jährige Jay schläft erstmals mit ihrem neuen Freund Hugh. Der ist nach dem Sex sichtlich erleichtert, aber weniger wegen dessen Qualität, sondern weil er dadurch ein mörderisches Wesen auf Jay übertragen hat, das sie von nun an verfolgt und welches auch nur sie sehen kann. Dieser fiese Wicht kann zudem jede Gestalt annehmen, was die Aufgabe, ihm zu entkommen, nicht gerade vereinfacht. Doch Jays Freunde halten zu ihr und flüchten in ein Strandhaus, doch auch da sind sie nicht sicher. Um den Fluch loszuwerden, schläft sie mit einem ihrer Kumpels, der sich freiwillig dazu bereit erklärt, doch das erweist sich nicht wirklich als eine gelungene Idee.

IT FOLLOWS ist ein relativ ungewöhnlicher Horrorfilm. Nicht nur weil man eine böse Gestalt mittels Geschlechtsverkehr überträgt, sondern in seiner ganzen Machart, die sehr stark von Kameraexperimenten des Regisseurs geprägt ist.

Auch wenn man das weitergeben von Dämonen an andere Menschen schon von Filmen wie PENTAGRAMM oder THE HIDDEN kennt, ist dies hier eine interessante Variante.

Auf einige Dinge muss ich jedoch nochmals gesondert eingehen.

Die jungen Darsteller bieten durch die Bank eine sehr gute Vorstellung und vermitteln den Eindruck, dass sie auch im realen Leben befreundet sind. Da die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt, leidet man auch mit ihnen – natürlich besonders mit Jay.

Das Szenario wird von einem sehr coolen Soundtrack unterstützt, der eine Mischung aus wüsten Geräuschen und einem wiederkehrenden Thema ist, das sich anhört, als hätte es der Meister John Carpenter himself geschrieben. Das steigert die gruselige Atmosphäre nochmals, auch wenn der Komponist in den Extras verrät, dass er eigentlich gar keine Horrorfilme mag.

Normalerweise finde ich es unnötig bei neueren Produktionen auf das Bild einzugehen, aber das hier haut einen wirklich vom Hocker. Hier ist nicht der Hauch einer Körnung zu sehen. Auch in dunkeln Szenen absolut grandios. Besonders die Szene im Schwimmbad macht das deutlich.

Allerdings habe ich Bedenken, den Film uneingeschränkt zu empfehlen, da er an manchen Teilen etwas zu künstlerisch wirkt (ähnlich wie STAY), was den normalen Zuschauer nerven könnte.

Mir gefällt so etwas als Stilmittel gut, ist aber nicht jedermanns Sache, daher ist die Bewertung hier diesmal doch sehr subjektiv. Könnte mir vorstellen, das IT FOLLOWS vielen nicht gefällt, auch weil hier keinerlei Blut fließt.

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DIRTY TRIP (Ascot Elite)

am 01. Dezember 2015 unter Drama, Komödie abgelegt

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Der in die Jahre gekommene Zocker Gerry hat eine ziemliche Pechsträhne und schuldet der halben Stadt Geld. Dann lernt er den jungen Pokerspieler Curtis kennen, mit dem er sich im Laufe der Zeit anfreundet. Daraufhin beschließen beide ein hochdotiertes Pokerturnier zu besuchen und wenn man die Kohle bis dahin zusammenbekommt auch daran teilzunehmen, doch der Weg dorthin ist steinig.

Steinig ja aber nicht dirty, daher weiß ich nicht wirklich warum man den Film so genannt hat.

Die beiden Hauptdarsteller sind einem sofort sympathisch. Ryan Reynolds weil er einfach immer gut ist und Ben Mendelssohn ist die Rolle des Verlierers auf den Leib geschrieben.

Das größte Problem des Filmes ist zweifellos das er nicht weiß, was er denn nun gerne sein möchte. Für eine Komödie ist er eigentlich nicht witzig genug, für ein Drama ist er zu lustig oder zumindest ironisch und für einen Krimi ist er zu spannungsarm.

So zieht sich der Trip dann doch über satte 108 Minuten deutlich zu lang und es werden jede Menge Nebenschauplätze geöffnet, die dann aber ins Nirgendwo finden. Hier hätte eine straffere Inszenierung durchaus geholfen.

Fazit: Nett, gut gespielt aber doch etwas langatmig.

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MORDKOMMISION BERLIN 1 (Koch Media)

am 01. Dezember 2015 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Berlin in den zwanziger Jahren. Um die Schrecken des Weltkrieges zu verdrängen, trifft man sich in diversen Tanzlokalen und Varietés, die meist in der Hand von Verbrechern sind. Die Polizei toleriert dies aber, weil man so wenigstens weiß, wo Drogenhandel und Erpressungen über die Bühne gehen, statt komplett im Dunkeln zu tappen. Kommissar Lang spielt da aber nicht mit. Als eines Tages sein Freund, der Staatsanwalt Barnekow tot aufgefunden wird, ignoriert er die Anweisungen seines Chefs und stochert in gefährlichem Terrain. Der Hauptverdächtige Tauss, ehemaliger Chef eines Drogenrings, kann es nicht gewesen sein, denn der sitzt im Knast. Oder hat er die Tat von dort befohlen? Als noch ein weiterer Mord geschieht gerät der Kommissar plötzlich in die Schusslinie und wird verdächtigt. Sein treuer Assistent Conrad versucht die Wahrheit herauszufinden.

Das es sich hier um einen TV-Spielfilm handelt sieht man dem Streifen in keinster Weise an. Angefangen bei den Schauspielern über die Art der Inszenierung bis hin zu den BR-Bild wäre ich nie auf die Idee gekommen, das es sich hier um eine Produktion von SAT 1 handelt.

Die Darsteller sind durchweg gut gewählt und Tobias Moretti spielt den fiesen Gangster mit viel Verve. Frederick Lau hat man 10 Jahre älter gemacht und der mir nicht bekannte Friedrich Mücke als Kommissar liefert ebenfalls eine ordentliche Vorstellung ab.

Dazu gibt es jede Menge Berliner Lokalkolorit und eine tolle Ausstattung, die den 20er Jahren perfekt nachempfunden wurde. Auch Filmfehler, die bei Streifen, die so weit in der Vergangenheit spielen immer wieder vorkommen, sind mir keine aufgefallen.

Gegen Ende gibt es noch eine überraschende Wende, mit der wohl niemand gerechnet hat.

Wie oben bereits erwähnt, ist das Bild für eine TV-Produktion absolut überdurchschnittlich. Besonders in den dunklen Szenen (Abwasserkanal) macht das Bild einen überraschend starken Eindruck.

Fazit: Spannender, gut gespielter Ausflug in das Berlin der 20er Jahre, weit über dem üblichen Standard eines TV-Films.

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BUS 657 (Ascot Elite)

am 01. Dezember 2015 unter Action, Thriller abgelegt

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Vaughn ist Croupier auf dem Boot des Casinobesitzers Frank. Da seine Tochter erkrankt ist, benötigt er dringend 300.000 $, um die lebensrettende Operation zu bezahlen. Als er seinen Chef um das Geld bittet, hat dieser nur ein Lächeln für ihn übrig. Da trifft es sich ganz gut, das Cox vom Sicherheitsdienst das Casino ausrauben will. Er überredet Vaughn, obwohl der große Zweifel hat – doch das Leben seiner Tochter lassen diese zerstreuen. Allerdings muss der Coup sofort geschehen, denn Frank hat den Croupier gefeuert und die Kombination des Safes wird jede Woche geändert. So muss hier improvisiert werden, was leider in die Hose geht. Der Fluchtwagenfahrer kriegt kalte Füße und das restliche Trio flüchtet in einen Bus – doch schon bald bekommt die Polizei Wind von der Sache und eine wilde Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf.

Der Streifen könnte glatt als SPEED 3 durchgehen, denn nach etwa 20 Minuten hat der ein ähnliches Tempo und spielt zudem ja auch in einem Bus.

Robert de Niro darf endlich mal wieder den Mafiosi spielen und er ist und bleibt der ideale für so eine Rolle. Da wird es auch nie einen besseren geben, während der Charakter den Jeffrey Dean Morgan verkörpert sehr facettenreich angelegt ist. Kann der Mann aber, während Morris Chestnut so ein richtiges Arschloch geben darf.

Natürlich wird die Geschichte von einigen eher unglaubwürdigen Wendungen und Zufällen vorangetrieben, aber bei welchem Streifen ist das eigentlich nicht so? Die Wende am Ende ist allerdings absolut gelungen und wäre mir niemals in den Sinn gekommen.

Sieht man über einige Schwachsinnigkeiten wie nette Polizisten oder das doch stark auf Hollywood-gebürstete Ende hinweg, bekommt man einen spannenden und extrem kurzweiligen Streifen mit tollen Darstellern geboten, der jedoch nicht wirklich Tiefgang besitzt.

Als Entspannungsfilm nach einem stressigen Arbeitstag allerdings uneingeschränkt zu empfehlen.

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