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Archiv für den 25. November 2015

JAMIE MARKS IS DEAD (DonauFilm/Alive)

am 25. November 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 15-jährige Schülerin Gracie entdeckt die halbnackte Leichte von Jamie Marks in einem Flussbett. Der Junge war ein schüchterner Außenseiter, der von jedem gehänselt wurde, insbesondere von den Sportjungs die ihn teilweise richtiggehend erniedrigten. An was er genau starb ist unklar. Adam der ebenfalls zu dem Sportlerteam gehört, sich aber nie an den Attacken gegen Jamie beteiligte, macht sich Vorwürfe, nicht eingegriffen zu haben. Währenddessen ist Jamie in einer Art Zwischenwelt gefangen und dort genauso einsam wie er es im realen Leben war. Adam versucht seine selbst auferlegte Schuld zu begleichen und freundet sich mit Jamie an. Doch das ist durchaus auch mit Gefahren verbunden.

Wer jetzt glaubt Jamie kehrt als Geist wieder und rächt sich an seinen Peinigern, der liegt falsch. Der Film ist eher Drama als Horror und wurde sehr einfühlsam inszeniert.

Besonders die Beziehung zwischen Jamie und Adam hat fast schon etwas romantisches. Zudem hat der Streifen einige wirklich gelungene Einfälle. Besonders die Idee mit der Wanderung durch den Wandschrank fand ich richtig klasse. Dazu gesellt sich ein wunderschöner Soundtrack, der die Geschichte perfekt untermalt.

Sicher hat der Film auch einige gruselige Momente und insgesamt eine eher düstere Stimmung, was sich auch in den (gewollt) tristen Farben widerspiegelt. Ohne das ich einen bestimmten Grund nennen kann, erinnerte mich der Streifen ein bisschen an WARM BODIES.

Ein wenig unnötig ist die Seitenhandlung mit Liv Tyler als Mutter von Adam und die Abschnitte mit seinem Bruder, die beide den Film eigentlich nicht wirklich vorwärts bringen. Die hätte man weglassen können.

Trotzdem: Ein kleiner, wirklich interessanter Film, dessen Zielgruppe jedoch nahezu unmöglich zu bestimmen ist und wohl ein typischer „Love it or hate it“ Fall ist. Ich tendiere dabei doch stark zu ersterem, zumal mir die Darsteller allesamt hervorragend gefallen haben und dem Film auch die nötige Tiefe verleihen. Für mich ein kleiner Geheimtipp – allerdings eben nicht für jedermann.

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JESSABELLE (Koch Media)

am 25. November 2015 unter Horror abgelegt

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Nach einem Autounfall, bei dem ihr Verlobter ums Leben kam, sie ihr Baby verlor und von der Hüfte abwärts gelähmt ist, kommt Jessabelle bei ihrem Dad in ihrer ehemaligen Heimat Louisiana unter. Das Verhältnis der beiden ist schwierig. Zudem ereignen sich mit der Zeit immer mehr merkwürdige Geschehnisse in dem Haus. Jessabelle sieht Dinge, die eigentlich nicht real sein können. Dann findet sie alte Videokassetten, die ihre Mutter für sie aufgenommen hatte. Sie wusste damals, das sie an einem Gehirntumor sterben würde und hat daher diese Aufnahmen für ihre Tochter hinterlassen. Dabei legt sie ihr auch die Karten und sagt voraus, das in dem Haus eine Präsenz auf sie warten wird, die ihr nicht gerade freundlich gestimmt ist. Wie recht sie damit hatte….

Bevor die meisten nach dieser Zusammenfassung aufhören weiter zu lesen, weil es sich hier schließlich wieder um spukende Erscheinungen in einem Haus handelt – Jessabelle ist erstaunlich gut geworden.

Die Entwicklungen und Auflösungen sind nämlich sehr überraschend und das Haus spielt gar keine so große Rolle, wie man zunächst glauben mag, denn eigentlich dreht sich das ganze eher um den Voodoo Kult – allerdings erst im zweiten teil des Filmes, bei dem die Wendungen zunehmen.

Die Idee mit dem Videos der Mutter erweist sich zudem als Glücksfall, denn diese sind wirklich spooky inszeniert und werden von Band zu Band bedrohlicher. Dazu kommt ein sensationell konsequentes Ende. Alleine hierfür gibt es schon einen halben Chucky mehr.

Die Hauptdarstellerin Sarah Snook, die ich bislang nicht wirklich wahrgenommen habe, liefert zudem eine formidable Leistung ab.

So ist JESSABELLE mitnichten ein öder Haushorror, sondern ein sehr abwechslungsreicher und spannender Film, der zudem praktisch keine CGI.s beinhaltet und eher Leuten gefallen wird die ANGEL HEART mochten als Amityville 27. Jetzt völlig verwirrt? Dann einfach ansehen und eine eigene Meinung bilden.

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CHAIN OF COMMAND (Koch Media)

am 25. November 2015 unter Action abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1987. Der Videomarkt wird überflutet von Produktionen, die gar nicht erst ins Kino kamen. Die Darstellerriege beinhaltete damals Namen wie Van Damme, Chuck Norris, David Bradley, Michael Dudikoff und viele mehr. Aber noch heute gibt es solche Produktionen, nur die Namen haben eben gewechselt. In CHAIN OF COMMAND sind es gleich 2 Antischauspieler, die sich ein hartes Duell um den Titel „Wer ist der schlechtere“ liefern. Die Handlung ist hierbei eher nebensächlich.

Elitesoldat James Webster muss den Tod seines Bruders verkraften und macht sich auf die Suche nach dem Täter. Als auch noch andere aus seinem Umfeld sterben, folgert er scharfsinnig, das diese wohl in miese Geschäfte verwickelt waren. Natürlich sehen das die bösen Jungs gar nicht gerne und hetzen ihm diverse Killer auf den Hals.

Mehr muss man zu diesem Film eigentlich nicht wissen, denn es passiert einfach nichts erwähnenswertes mehr.

Wer sich jetzt aber auf den „Kampf“ zwischen Michael Jai White und Steve Austin gefreut hat, den muss ich enttäuschen, der wird zwar angekündigt, findet aber nicht statt.

Beide laufen wirklich die komplette Spieldauer mit einem einzigen Gesichtsausdruck durch die Gegend und sind so unfassbar untalentiert, dass dagegen Steven Seagal beinahe wie ein Arthouse-Darsteller wirkt. Während White selbstverständlich einige seiner tollen Kicks zeigen darf, steht Austin nur in der Gegend rum und gibt schlaue Sprüche von sich.

Wieso habe ich mir den Quatsch angesehen? Die Geschichte auf dem Cover hörte sich ganz interessant an und ich dachte, ich bekomme wenigstens etwas Action geboten, doch auch die hält sich stark in Grenzen.

Fazit: Nix erwartet und noch weniger bekommen. Ab in die Mülltonne.

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SURVIVOR (Universum Film)

am 25. November 2015 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Kate Abbott ist Sicherheitsberaterin für den Zoll und überprüft Verdächtige, die in die USA einreisen wollen. Eines Tages steht der rumänische Wissenschaftler Dr. Balan vor ihr, der angibt, einen Ärztekongress besuchen zu wollen. Doch Kate glaubt ihm nicht, zumal er auch noch andere Fähigkeiten zu besitzen scheint, wie zum Beispiel gefährliche Gasgemische zu produzieren. Daher verweigert sie ihm das Visum. Ihre Chefs jedoch stempeln ihre Ahnungen als idiotisch ab und verwarnen sie. Nur Kollege Sam vertraut ihrem Instinkt. Als sie mit ihren Kollegen essen gehen will, explodiert in dem Lokal eine Bombe. Kate kommt mit viel Glück mit dem Leben davon, wird aber von nun an von einem gefährlichen Killer gehetzt. Mit Hilfe von Sam und der schrulligen Software-Spezialistin Sally versucht sie die Hintergründe aufzudecken.

Die Geschichte dieses Thrillers ist durchaus komplex – und die Besetzungsliste imposant. Neben Pierce Brosnan (spielt herrlich gegen sein Good Guy Image an), Milla Jovovich (überraschend gut) und Dylan Mc Dermott sind hier in Nebenrollen immerhin Leute wie Angela Bassett, Robert Foster, Jason Bloom, Avi Lerner und sogar Benno Fürmann dabei.

Die ersten 50 Minuten weiß der Streifen auch vollends zu überzeugen. Spannend und flott inszeniert versucht Kate vor den Schergen zu fliehen. Das diese immer daneben schießen, ist man ja gewohnt.

Doch dann beginnt leider die Abwärtsspirale,denn spätestens wenn Madame in Amerika einreist, hangelt sich der Film von einem Zufall zum nächsten. Das geht einem unfassbar auf den Zeiger und vermiest den tollen Anfang. Zudem ist gegen Ende alles so weit hergeholt, das es teilweise Schmerzen bereitet.

Selten habe ich einen Film mit einem so tollen Auftakt und einem so schlechten zweiten Teil gesehen. Da hätte man sich wirklich etwas besseres einfallen lassen können.

Regisseur Mc Teigue drehte zuvor den durchaus gelungenen RAVEN mit John Cusack als Edgar Allan Poe, der, witzigerweise, im zweiten Abschnitt seine Stärken hatte

So bleibt im Gesamteindruck nur eine mittlere Bewertung und irgendwie hat man das Gefühl, zwei verschiedene Filme gesehen zu haben. Schade.

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