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Archiv für den 18. November 2015

INSIDIOUS 3 (Sony Pictures)

am 18. November 2015 unter Horror abgelegt

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Eineinhalb Jahre sind vergangen, seitdem Quinns Mutter verstarb. Seitdem lebt sie mit ihrem völlig überforderten Vater und ihrem kleinen Bruder alleine und wünscht sich nichts sehnlicher zurück als ihre Mutter. Insbesondere bei Dingen wie dem Vorsprechen in einer Schauspielschule fehlt Mom doch sehr. Also sucht sie das Medium Elise auf und bittet sie mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten. Das funktioniert aber leider nicht wie gewünscht. Im Gegenteil, andere Geister betreten auf diesem Weg die Welt der Lebenden und ein Seelenfresser ist hinter Quinn her.

Teil 1 dieses Streifens war sowohl innovativ als auch sehr spannend. Das Sequel kackte dagegen schon ganz schön ab. Und Teil 3 ist nochmal deutlich schlechter.

Da es nach dem zweiten Teil schwierig war die Geschichte weiter zu erzählen, bediente man sich, des in den letzten Jahren in Mode gekommenen Prequels, und erzählt eine Geschichte, die zeitlich kurz vor den Geschehnissen der ersten beiden Teile spielt.

Gelang das aber zum Beispiel mit Annabelle (Vorgeschichte von CONJURING) noch ganz ordentlich, ist das hier so belanglos und auch langweilig in Szene gesetzt, das es wirklich schade um die guten Schauspieler ist.

Jetzt hat Horrorqueen Lin Shaye (praktisch das weibliche Gegenstück zu Brad Dourif) mal eine Hauptrolle, da muss sie gegen so ein schwaches Drehbuch anspielen. Auch Dermot Mulroney, der in letzter Zeit oft in kleineren Produktionen zu sehen war, hat nicht viel zu tun, außer den besorgten Vater zu spielen.

Spannend ist das ganze eigentlich zu keinem Zeitpunkt. Zudem nervt es extrem, das die „Schockeffekte“ nahezu allesamt mit einer nervig pompösen Musik unterlegt sind, so dass man dauernd die Fernbedienung in die Hand nehmen muss um lauter und leiser zu drehen. Wenn man dieses Stilmittel braucht um die Leute zu erschrecken, weiß der Horrorfan schon was Sache ist.

Fazit: Jetzt könnte natürlich noch ein Prequel des Prequels kommen oder ein Sequel des Prequels das zwischen Teil 3 und 1 spielt. Ich bitte aber inständig, mich damit zu verschonen. Danke.

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POLTERGEIST (Fox)

am 18. November 2015 unter Horror abgelegt

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Die Bowen-Familie, die in letzter Zeit nicht gerade von Glück verfolgt ist, findet in einer neu gebauten Vorstadtsiedlung ein Haus, das den schmalen monetären Mitteln entspricht. Dass kurz darauf einige merkwürdige Dinge geschehen, tut man als Einbildung oder Zufall ab. Doch diese werden immer merkwürdiger und heftiger und als die jüngste Tochter im Wandschrank verschwindet und in einer anderen Welt gefangen scheint, ist das ganze nicht mehr lustig. Die Familie wendet sich zunächst an eine Parapsychologin, deren Team mit den Poltergeistattacken auch überfordert ist. Also schaltet man deren Exmann ein, ein absoluter Profi auf diesem Gebiet, der auch eine eigene Fernsehsendung hat. Doch auch der steht vor einer großen Aufgabe.

Nun ist die Frage nach welchen Kriterien man diesen Streifen bewertet. Vergleicht man ihn mit dem Original kackt er natürlich völlig ab und das, so blöd sich das anhört, weil er eben neu ist. Denn der Streifen aus dem Jahre 1982 wirkte gerade so unheimlich, weil er sehr subtil gedreht war und es damals noch keine CGIs in dieser Form gab. Die Neuverfilmung ist damit komplett überladen.

Sieht man ihn als eigenständigen Streifen ist er eigentlich ganz in Ordnung, aber eben auch nichts besonderes, zumal ich Sam Rockwell noch nie so lustlos habe spielen sehen. Lediglich der Sohn der Familie liefert eine tolle Leistung ab – auch der Rest des Castes bleibt relativ blass.

Wenn man aber bedenkt, dass hier immerhin Sam Raimi produziert hat und Gil Kenan (City of amber) Regie führte, ist das Resultat insgesamt eher ernüchternd.

Immerhin sind Ton und Bild bei dieser Produktion nahe am Referenzbereich, denn das scheppert und knallt in den Boxen vom feinsten, so das ich mehrmals leiser machen musste, weil ich Angst hatte, die Nachbarn würden aus dem Bett fallen.

Fazit: Als Remake mau, als eigenständiger Film ist es ok, wenn man ihn einmal gesehen hat. Der CGI-Overkill ging mir besonders auf den Zeiger, aber viele finden ja gerade das toll.

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TRACERS (Universum Film)

am 18. November 2015 unter Action, Thriller abgelegt

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Cam arbeitet als Fahrradkurier und hat ein Problem – nämlich hohe Schulden bei chinesischen Gangstern, bei denen er sich mal einen Kredit aufgenommen hat. Eher zufällig lernt er Nikki kennen, eine Parkour-Spezialistin, die sich aber nicht sonderlich interessiert zeigt. Daher beginnt er in seiner Freizeit zu trainieren, um sie zu beeindrucken und wird mit der Zeit auch immer besser. Dann erfährt er, dass Nikki Teil einer Gruppe ist, die die Gegend unsicher macht. Und dies auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie begehen kleinere Diebstähle, die sie aufgrund ihrer Fähigkeiten problemlos durchführen können. Der Boss der Gruppe ein Typ namens Miller, wird jedoch immer gieriger und beginnt Raubüberfälle mit Waffen zu starten. Als Cam aussteigen will, erfährt er von Nikki ein bitteres Geheimnis.

Wenn ich mir schon einen Film mit Taylor Lautner ansehe, erkennt man wie verzweifelt wenig ich im Moment an Auswahl habe, denn der junge hat NULL schauspielerisches Talent. Aber Sixpack und gutes Äußeres (Zitat meiner 14-jährigen Cousine: „Der sieht saugeil aus“) reichen heute wohl schon. Seine hübsche Partnerin Marie Avgeropoulos die ein wenig der jungen Meredith Salenger ähnelt, spielt ihn daher auch locker an die Wand.

Allerdings muss ich ihm zwei Dinge zu Gute halten. Er hat für diesen Film 2 Monate Parkour trainiert und nahezu alle Stunts (und die sind nicht ohne) in diesem Film selbst ausgeführt. Respekt!! Dazu kommt er im „Making of“ sehr sympathisch und gar nicht abgehoben oder eingebildet rüber.

Die Geschichte des Films wirkt etwas bemüht, aber Twens aus sozialen Problemfamilien kommen immer gut an. Aber natürlich ist die Story eigentlich nur da, um die waghalsigen Stunts ein wenig einzurahmen.

Und davon bekommt man wahrlich genug geboten. Die Kamera ist zudem immer auf Höhe des Geschehens. Ab und zu muss man ein wenig Gewackel akzeptieren, aber das stört kaum, weil man so wirklich den Eindruck hat, mit der jeweiligen Person mitzurennen.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus rasanter und auch spannender Streifen ohne Anspruch. Muss aber auch nicht immer sein.

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