Kalender

September 2015
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv des Monats September 2015

THE REACH (Universum Film)

am 22. September 2015 unter Thriller abgelegt

Download (2)

Ben, der als Spurensucher und Touristenführer in der Mojave-Wüste arbeitet, wurde von seiner Freundin mehr oder minder verlassen, da sie es dort nicht mehr ausgehalten hat und studieren wollte. Eines Tages beglückt der steinreiche John Madec die Kleinstadt mit seinem Besuch um Dickhorn-Schafe zu jagen. Obwohl Ben den überheblichen Großkotz nicht mag nimmt er den Job an, denn 1000 Dollar am Tag sind durchaus ein Argument. Als die beiden auf der Lauer liegen knallt Madec aus Versehen einen Einheimischen ab. Er erkennt sofort, dass ihm das sein ganzes Leben und seine Kohle kosten könnte und verwickelt Ben mit in die Geschichte. Als dieser sich weigert, zwingt er ihn sich auszuziehen und durch die Wüste zu laufen, wohlwissend das der sichere Tod auf Ben wartet – doch der ist zäher als gedacht.

Diese Story wurde so ähnlich schon einmal erzählt, nämlich in dem Thriller BONE DRY, damals mit Luke Goss und Knautschgesicht Lance Henriksen, wenn da auch eine andere Hintergrundgeschichte zu Grunde lag.

Michael Douglas hat den Film selbst produziert und hatte auch Lust die Hauptrolle zu übernehmen, die man am besten als geldgeiles, sadistisches Arschloch bezeichnen könnte. Mit sichtlicher Freude jagt er seinen jungen Kontrahenten durch Stock und Stein, ausgerüstet mit einem wirklich coolen Auto, das ich auch gerne hätte.

Unter dem Strich trägt aber die eher schmale Story den ganzen Film nur mühsam übers Ziel. Zwar wird die Location perfekt für einige nette Ideen ausgenutzt – im Grunde passiert aber eigentlich immer das gleiche. Zudem wirkt mir das Ende doch sehr weit hergeholt. (aus Spoilergründen gehe ich nicht näher drauf ein.)

Trotzdem macht der Streifen Spaß, weil er mich doch durchgehend gut unterhalten hat und Douglas in der Rolle des Fieslings a la Gordon Gecko, einfach immer noch einer der besten ist.

5-chucky2233122333311112313142

BUNKER (Ascot Elite)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

7423

Ella ist sehr eifersüchtig und befürchtet, das ihr Freund, den sie bald heiraten will, es mit der Monogamie nicht ganz so ernst nimmt. Also schnappt sie sich Freundin Molly die praktischerweise ganz gut Schlösser knacken kann, denn der Gatte in spe besitzt in einem großen Gebäudekomplex einen eigenen Lagerraum und Ella will wissen was sich darin befindet. Merkwürdigerweise besteht dieser nur aus 3 Etagen und der Raum ihres Freundes befindet sich auf Nummer 4, die sich ganz unten im Keller befindet. Doch leider hat Molly auf der Chipkarte der Lagerraumnummer etwas verwechselt und als Ella das Schoss knackt bezahlt sie diese Aktion mit ihrem Leben, denn auf Etage 4 geht nicht alles mit rechten Dingen zu.

Mischa Barton versucht seit gefühlten 20 Jahren von ihrem Image als O.C. CALIFORNIA Soap-Darstellerin loszukommen. Dies gelang ihr bislang nur bedingt, denn die Streifen in denen sie mitspielte, waren alle ziemlich beschissen. Hier jedoch hat sie ein gutes Gespür bewiesen, die Rolle anzunehmen.

Dabei ist der Streifen nun wirklich alles andere als innovativ, aber praktisch von der ersten Minute an richtig spannend. Was Regisseur Matt Winn zudem aus dieser unfassbar dünnen Story herausholt ist unglaublich. Er macht sich hierbei die düstere und sterile Umgebung der Lagerräume die aus Stahltüren bestehen geschickt zu Nutze und erschafft eine wirklich klaustrophobische Atmosphäre.

Wenn auch einige der Dialoge mit den anderen Darstellern ein wenig merkwürdig wirken und der Storytwist nach einer Stunde etwas weit hergeholt scheint, hat mich BUNKER durchaus in den Bann gezogen.

Dazu gibt es ein wirklich oberfieses Ende, das sich ein A-Movie in dieser Konsequenz nie leisten könnte.

Insgesamt ein klassischer 5 Chucky Film, dem ich aber einen mehr gebe, weil ich es einfach super finde, was man aus so einer simplen Geschichte herausholen kann, wenn man nur die richtigen Einfälle hat wie Regisseur Winn und sein Kameramann hat und zudem die Location gut wählt. Kleiner Geheimtipp.

6-chucky1212222411341162224453

MERCY (Universal Pictures)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

260891

George liebt seine Großmutter Mercy über alles. Sie war ihm immer eine sehr gute Freundin und ein Mutterersatz. Doch nach einem vermeintlichen Herzinfarkt liegt Madame im Krankenhaus und hat sich ganz schön verändert, denn plötzlich geht sie auf George und seinen Bruder Buddy los. Doch zwischendurch, in lichten Momenten versucht sie ihren Enkel immer wieder zu warnen, das er das Haus verlassen soll. Der forscht in Omas Unterlagen nach und findet Informationen, das sich Mercy schon lange mit Okkultismus beschäftigt und im Besitz des BUCHES DER TRÄNEN ist. Als George dieses findet löst er eine Kette von Ereignissen aus.

Auch das haben wir schon gefühlte 100000000 Mal gesehen. Trotzdem ist MERCY besser als man annehmen könnte, was auch an der exzellenten Darstellung Chandler Riggs als George liegt. Fans werden sofort wissen, das der die Rolle des Sohnes von Rick in WALKING DEAD spielt. Hier zeigt er, das er einen Streifen auch fast alleine tragen kann.

Das Buch der Tränen hat mir besonders gefallen, die Idee das eben Tränen erst die Seiten des Buches beschriften ist originell und visuell klasse in Szene gesetzt. Zudem hat der Streifen keine großen Hänger und eine recht knackige Laufzeit von 78 Minuten, die MERCY gut tut, denn bis dahin hat man auch wirklich alles notwendige erzählt und zieht den Film nicht noch unnötig in die Länge.

Wer kein Problem mit der insgesamt doch recht beliebigen Geschichte hat, wird hier durchaus gut unterhalten, auch wenn der Streifen nicht gerade vor neuen Ideen strotzt, ist er alles in allem ein grundsolider Vertreter seines Genres, mit guten darstellerischen Leistungen. Kann doch auch mal reichen oder?

4chucky11221113

RUN ALL NIGHT (Warner Home Video)

am 15. September 2015 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

275683

Jimmy Conlon hat schon bessere Zeiten gesehen. Früher ein angesehener Auftragskiller der irischen Mafia, ist er jetzt nur noch ein Schatten seiner selbst und dem Alkohol verfallen. Sein einziger Freund ist Bandenboss Shawn Maguire. Doch dann erschießt er dessen Sohn, um seinen eigenen zu retten und schon hat es sich mit der Freundschaft. Jimmy und sein Sohn flüchten vor den Schergen Maguires durch New York und der heuert so gar einen Spezialkiller an, um seinen ehemaligen Kumpel zu erledigen

Die Geschichte dieses Streifens passt auf einen Bierdeckel. Das Ganze ist aber rasant inszeniert und hat nahezu keinen Durchhänger, besonders die wilden Jagden durch New York sind mitreißend in Szene gesetzt.

Dazwischen liefern sich Ed Harris und Liam Neeson ein grandioses schauspielerisches Duell auf Augenhöhe, wobei letztgenannter langsam aufpassen muss, nicht immer in die gleiche Schublade gesteckt zu werden, denn seine letzten Auftritte in TAKEN, NON STOP, RUHE IN FRIEDEN und jetzt in RUN ALLNIGHT verkörpern eigentlich immer die gleichen Charaktere, die sich nur in Nuancen unterscheiden.

Regisseur Serra scheint allgemein gerne mit dem sympathischen Iren zu arbeiten, denn dies ist nach NONSTOP und UNKNOWN IDENTITY bereits die dritte Kollaberation. Wer hätte gedacht, das Neeson in relativ hohem Alter noch einmal zu solch einem hohem Bekanntheitsstatus gelangt? Aber er hat es sich verdient, auch wenn er, wie bereits erwähnt, zwischendurch mal die Rolle wechseln sollte, zumal er schauspielerisch wirklich einiges mehr drauf hat.

Lediglich der typische amerikanische Buddy-Mist und die typischen Oneliner wie „wir waren die besten Freunde doch du weißt was ich jetzt tun muss“ geht einem mit der Dauer ein wenig auf den Zeiger.

Trotzdem ein spannender und zügig inszenierter Streifen mit einem konsequenten Ende.,

6-chucky1212222411341162224453

JUNE (Ascot Elite)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

275954

Die kleine 9 jährige June ist nicht wie die anderen Kinder in ihrem Alter. Sie ist sehr introvertiert, ängstlich und hat eine imaginäre Freundin namens Aer. Zudem kommt sie mit ihrer Pflegefamilie nicht zurecht. Nach einem „merkwürdigen“ Vorfall, entscheidet sich der Mitarbeiter des Jugendamtes June dort herauszuholen und sie in die Obhut der Andersons zu geben, einem Vorzeigeehepaar. Anfangs tut sie sich auch hier schwer, doch mit ihrer neuen Mutter kommt sie mit der Zeit immer besser zurecht, während der Papi ihr offensichtlich ein Dorn im Auge ist. Als die Andersons entdecken, das Aer keine Einbildung ist und dafür verantwortlich zeichnet, dass June außergewöhnliche Fähigkeiten hat, die sie jedoch nicht wirklich für das Gute einsetzt, ist es fast zu spät.

JUNE ist ein merkwürdiger Film, bei dem einiges sehr positiv, einiges negativ auffällt. Fangen wir mit dem (überwiegend) positiven an:

Die Darstellerin der June ist eine wirkliche Entdeckung und ich bin mir sicher, das wir sie noch öfters zu sehen bekommen werden. Der Soundtrack des Streifens, insbesondere im Vor- und Abspann ist grandios – den würde ich mir glatt als Single kaufen. Erinnert fast an bessere Carpenter-Zeiten. Zudem hat der Film einige wirklich gelungene Schockmomente zu bieten.

Doch hätte man nicht eine andere Vorgeschichte wählen können? Diese ist nämlich für den normalen Zuschauer nicht begreifbar. Es scheint hier wohl um eine merkwürdige Sekte zu gehen, die aus welchen Gründen auch immer, ein Kind opfern will. Was das ganze soll, bekommt der Zuschauer eigentlich den ganzen Film hindurch nicht erklärt, außer das bei diesem Ritual wohl die Verschmelzung von JUNE und AER entstanden ist.

Zudem scheint dem Cutter nicht aufgefallen zu sein, das sein Film ein durchgehender Fluss fehlt. Der Film wirkt, als hätte man 15 einzelne Bausteine a 7 Minuten gedreht und diese dann zusammengesetzt. Oder soll dies ein Stilmittel sein? Wenn ja erschließt sich mir der Sinn nicht.

Trotzdem ist June durchweg interessant anzusehen und selbst Casper von Dien hat mal wieder in einem Streifen mitgespielt, der nicht als Müll zu bezeichnen ist. Der Mann zehrt immer noch von seinem Auftritt bei STARHSIP TROOPERS.

Im Endeffekt eine unterhaltsame, aber etwas unausgegorene Mischung aus OMEN UND REAPING, auf die man sich einlassen kann aber nicht muss.

5-chucky2233122333311112313142

PLAY (Universal Pictures)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

Download

Wenn man sich diese Geschichte des Pressetextes durchliest MUSS man doch eigentlich gespannt sein:

Irgendwann im Jahr 1995 empfangen drei Haushalte unabhängig voneinander einen laufenden Camcorder aus unbekannter Hand. Sowohl das Ehepaar Emmy und Tom als auch die allein lebende Studentin Beth und der Nesthocker Leonard glauben, nun an einem Contest teilzunehmen, und befolgen zunächst die wichtigste Regel, die da lautet, nicht aufhören zu filmen. Leonard er hält dazu ein Clownskostüm, das Pärchen und Beth dagegen ein Videotape, in dem ein Kind erschossen wird, weil es aufgehört hat, zu filmen. Die Todesspiele sind eröffnet.

Das hört sich doch mal wirklich interessant an – ist es aber nicht eine einzige Minute. Mal wieder einer dieser Streifen die im FOUND FOOTAGE Stile gehalten sind und der auch mal richtig in die Hose geht.

Der Schrott konzentriert sich leider nicht auf die oben erwähnte Handlung und der Clown geht einem mit der Zeit so unfassbar auf den Wecker, das man ihm am liebsten einen seiner übergroßen Schuhe in den Mund stopfen will, so dass er endlich die Klappe hält.

Regisseur dieses kruden und stinklangweiligen Machwerks ist Bryan Bertino, der mit STRANGERS vor einigen Jahren zumindest solide Genrekost ablieferte. Hier scheint er einige Drogen zuviel eingenommen zu haben, denn PLAY ist in Sachen Qualität von eben erwähntem Werk in etwa so weit entfernt, wie Mila Kunis von einer guten Schauspielerin.

Fazit: Keine Ahnung was uns dieser Quark sagen soll, aber vielleicht ist das ganze ja auch ein Kunstwerk, das ich nicht verstanden habe.

1chuckys

BABADOOK (Capelight/ALIVE)

am 08. September 2015 unter Horror abgelegt

248215 (1)

Nach dem Tod ihres Mannes, der durch einen Autounfall ums Leben kann, und zwar just als er sie ins Krankenhaus fahren wollte, weil bei ihr die Wehen einsetzten, führt Amelia ein einsames Leben. Lediglich zu ihrer Schwester hat sie noch Kontakt. Ihr Sohn ist hyperaktiv und stresst sie daher ungemein, zumal sie ihm indirekt die Schuld am Tod ihres Mannes gibt und die Muttergefühle nur bedingt ausgeprägt sind. Eines Abends liest sie ihn aus einem Kinderbuch namens BABADOOK vor. Das ganze ist jedoch eher gruselig und sie will es eigentlich abbrechen. Als sie ihr Sohn jedoch wieder nervt, tut sie ihm den Gefallen was sich als fataler Fehler erweist, denn nun hat sie den BABADOOK gerufen und wird bald, genau wie ihr Sohn, von diesem fiesen Zeitgenossen in ihren Träumen heimgesucht – doch dabei bleibt es nicht.

Wer hier ein Dauergemetzel erwartet, wird herb enttäuscht werden, denn der Kunstbluteinsatz geht hier gegen Null. Slasherfreunde können sich den Streifen also gleich schenken.

Wer subtile Sachen wie THE OTHERS oder den grandiosen, aber zu Unrecht gefloppten DARK SKIES mochte, der ist hier genau richtig. Zudem lässt der Streifen jede Menge Interpretationen zu. Wird die Familie wirklich von einem Geist heimgesucht oder sind dies nur Wahnvorstellungen einer Frau, die die tragischen Ereignisse von damals nie verarbeitet hat? Die Meinungen diesbezüglich gehen auseinander – ich würde eher zu letzterem tendieren – obwohl dann das (gelungene) Ende nicht passen würde.

Der kleine Sohn nervt den Zuschauer mit der Zeit etwas mit seinem Geschrei und Genöle, aber er soll nun mal ein hyperaktives Kind spielen, von daher ist die Rolle eben so vorgesehen. Die Hauptdarstellerin ist mir unbekannt, liefert aber eine ordentliche Leistung ab.

Der Streifen bekommt insbesondere bei Amazon extrem viel schlechte Bewertungen. Das mag daran liegen, das viele den Trailer gesehen haben, der im Endeffekt doch einen lupenreinen Horrorfilm anpreist, was BABADOOK aber nicht ist, sondern eher ein Drama, das im Horrorgenre spielt.

Ansonsten gibt es hier nämlich nicht viel auszusetzen, besonders der Ton ist äußerst gelungen und die Geräusche die von alles Seiten aus den Boxen hallen, sind schon ziemlich spooky. Auch die Designer des Babadook-Buches haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben – das Büchlein ist sehr liebevoll gestaltet.

Fazit: Menschen, die gerne ruhige Horrordramen sehen sind hier genau die richtige Zielgruppe – aber auch nur die.

6-chucky1212222411341162224453

WIR SIND JUNG WIR SIND STARK (Indigo)

am 08. September 2015 unter Drama abgelegt

269932

Rostock im Jahre 1992. Viele Jugendliche sind nach der Wende arbeitslos und wissen nicht wirklich was sie den ganzen Tag treiben sollen. Stefan, der Sohn eines kommunalen Politikers ist ebenfalls in einer Gruppe dabei, obwohl er sich nicht ganz mit ihnen identifizieren kann. Im Laufe der Zeit richten sich die Aggressionen der Rostocker Einwohner gegen das Asylantenwohnheim, auch weil man glaubt, das diese ihnen ihre Jobs wegnehmen. Mehr oder minder aus Langeweile schließen sich Stefan und seine Kumpels den Krawallmachern an. Mit der Zeit jedoch und unter dem Einfluss des Neonazis Sandro, nähert sich ihre Einstellung immer mehr der rechten Szene, bis es zur Katastrophe kommt.

Wer mich kennt, weiß um meine Affinität zum deutschen Film, und ich versuche so ziemlich jeden zu sehen, der mir in die Hände fällt. Besonders im Bereich Drama sind die Filme aus unserem Land ganz stark. Bei WIR SIND JUNG WIR SIND STARK trifft dies jedoch nur bedingt zu (interessanterweise ist der Regisseur hier ein Afghane, der in Deutschland aufwuchs).

Natürlich kann ich die Intention verstehen, das triste Leben der Jugendlichen zum damaligen Zeitpunkt einzufangen, weshalb im ersten Teil ja auch bewusst schwarz-weiß gedreht wurde. Doch die Dialoge wirken teilweise sehr aufgesetzt und die Gespräche der Jugendlichen sind eigentlich ziemlich lapidar. Da könnte man natürlich auch wieder entgegnen, das dies gerade gelungen ist, weil es die Perspektivlosigkeit verstärkt.

Die Wandlung von Stefan zum Fremdenhasser ist für mich auch nur bedingt nachvollziehbar, obwohl Jonas Nay (seit Homevideo einer meiner Lieblingsdarsteller) seine Rolle schon gut spielt.

Zudem ist der Streifen auch in den Nebenrollen sehr gut besetzt.

Für meinen Geschmack zieht sich das ganze dann aber doch etwas in die Länge, auch wenn der Film gegen Ende, als es zu den Gewaltausbrüchen kommt, noch spannend wird und die Handlungsweisen der Protagonisten, wohl genau so stattgefunden hat (siehe Wikipedia).

Es gibt sicher Menschen, die diesen Film grandios finden. Die damalige Zeit wurde optisch sehr gut eingefangen, die Klamotten und die Musik sind authentisch. Trotzdem hat mich WSJWSS insgesamt nur bedingt überzeugt und besitzt für einen 2stündigen Film zudem einfach zu viel Leerlauf.

4chucky11221113

FRONTERA (Lighthouse)

am 08. September 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

Download (1)

Im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko kommt die Frau des ehemaligen Sheriffs ums Leben, als ein paar halbstarke Jungs ein wenig Spaß daran haben, Mexikaner zu erschrecken und in der Gegend herumballern. Madame wird zwar nicht getroffen, stürzt aber vom scheuenden Pferd, und landet unglücklich mit dem Hinterkopf auf einem Stein. Die Polizei verdächtigt natürlich sofort Miguel, weil dieser gerade in der Nähe war und eh schon vorverurteilt ist ,weil er illegal in die USA einzuwandern versuchte. Doch der ehemalige Sheriff ahnt das hier etwas nicht stimmt und stellt auf eigene Faust Ermittlungen an, was seinem Nachfolger gar nicht passt. Als Miguels Frau ihrem Gatten beistehen will, gerät sie in die Hand von einer Schleuserbande…

Und genau dieser Teil ist der einzige kleine Kritikpunkt eines ansonsten durchaus gelungenen Films. Denn so wirklich bringt dieser Handlungsstrang den Film nicht nach vorne. Man wollte hier aber wohl die Problematik aufzeigen, die es an der Grenze immer noch gibt und wie Schleuser die gutgläubigen Mexikaner ausnehmen und für ihre Zwecke missbrauchen.

Oder man glaubte Frau Langoria eine Chance zu bieten, ihr schauspielerisches Talent zu beweisen . Doch wo nichts ist, kann man auch nichts beweisen und so bleibt es bei den üblichen 2 Gesichtsausdrücken.

Ed Harris jedoch spielt als ehemaliger Sheriff den Rest des Casts locker gegen die Wand, wird im Alter immer besser und bekommt irgendwie die Rollen ab, die früher Tommy Lee Jones angeboten worden wären. Zudem gibt es tolle Landschaftsaufnahmen, die das Geschehen visuell geschickt unterstützen.

Wer nach dem Cover geht und glaubt hier einen Western zu sehen zu bekommen, liegt völlig falsch. Zwar tragen die Darsteller ab und zu einen Hut, das ist aber auch der einzige Bezug zu einem Film des o.g. Genres.

Vielmehr ist FRONTERA ein gelungenes Drama, das die Problematik an den Grenzen zwischen der USA und Mexiko aufzeigt, eingebettet in eine fiktive Rahmenhandlung.

Wer Filme wie BORDERLAND mochte, liegt hier richtig, wenn er auch teilweise etwas elegisch gerät. Das wird jedoch durch die tolle Leistung von Ed Harris mühelos kompensiert.

5-chucky2233122333311112313142

05chucky11221112122

RISE OF THE ANIMALS (wird zum Schutze des Vertriebes nicht angezeigt)

am 08. September 2015 unter Horror abgelegt

224227

Zuerst muss ich vorausschicken, dass ich mir diesen Schund nur angesehen habe, weil ich dazu gezwungen wurde (Insider wissen Bescheid). Die „Handlung“ entnehme ich Amazon, denn für diesen Schrott noch eine eigene zu entwerfen ist mir zu mühsam.

Das normale Leben war gestern. Heute agieren die Tiere diese Welt, als wären sie tollwütig. Sie töten jeden Menschen, dessen sie habhaft werden. Ob Kaninchen, Eichhörnchen oder Löwe jedes Tier ist tödlich! Ein junger Mann, sein bester Freund und seine Schwester überleben die Tier-Apokalypse, und das sogar anfangs ganz gut. Denn einer der Männer darf sich im Bett mit einer absoluten Traumfrau vergnügen. Die ist am nächsten Tag jedoch verschwunden. Die Freunde suchen nach ihr, aber wie sich zeigt, wurde sie ein Opfer der Tiere und die Biester sind noch immer hungrig!

Jetzt könnte man ja meinen, das man hieraus zumindest einen ironischen Horrorfilm hätte drehen können, wie etwa den durchaus unterhaltsamen ZOMBIBER. Zwischen diesem Streifen, aber auch anderem Trash wie BIG ASS SPIDER oder SHARKNADO liegen jedoch noch Welten und diese sind gegen RISE OF THE ANIMALS wahre Oscarkandidaten.

Die ach so gefährlichen Tiere sind entweder hundsmiserable CGIs, die selbst ein Hirnamputierter besser hinbekommen hätte oder…Stofftiere !!!! Auch wenn man jetzt erwidern könnte, das das ja noch lustig ist – das erfüllt definitiv selbst nicht meinen, doch geringen Anspruch, wie ein Trashfilm auszusehen hat. Für diesen Müll müsste man sich im deutschen Alphabet noch einen neuen Buchstaben ausdenken, denn Z-Film reicht hier schon nicht mehr.

Im Making of lernen wir dann den Macher (Regisseur wäre unangebracht) dieses kruden Schrotts kennen, der vollkommen zugekifft scheint, was dann wiederum zu dem Murks passt, den er hier abgeliefert hat.

Dies wäre der erste Film, der wirklich eine NULL-CHUCKY-Bewertung verdient hätte – leider finde ich die Originalgraphik nicht mehr, so muss ich mir eben etwas ausdenken, was den einen rechtfertigt und da muss ich sagen…das Cover ist cool…ist doch auch was oder?

Fazit: Jeder, der für diesen Film auch nur einen Cent bezahlt, würde sich wünschen, er hätte diesen lieber einem Bettler in den Hut geworfen. Und wer glaubt, das das wenigstens noch lustig ist, der irrt. Das einzige Gute daran: Nach einer Stunde ist diese Zelluloid-Verschwendung vorbei. Unfassbar, das so etwas veröffentlicht wird.

1chuckys