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Archiv für den 22. September 2015

SPRING (Koch Media)

am 22. September 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Nachdem Evan seine Mutter durch Krebs verloren hat, steht er vor dem Nichts. Das Kaff in dem er wohnt, passt ihm schon lange nicht mehr. Dann bekommt er wegen einer Schlägerei auch noch Ärger mit der Polente und entschließt dich kurzerhand das Land zu verlassen. Es verschlägt ihn in ein kleines Dorf in Italien, wo er die bezaubernde Louise trifft und sich verliebt. Endlich scheint sich sein Leben zum Guten zu wenden, doch ihre Verhaltensweisen werden immer merkwürdiger und Evan findet heraus, dass sie ein schreckliches Geheimnis mit sich herumträgt…

Und genau dieses Geheimnis wird dafür verantwortlich sein, das sich die Geister an SPRING extrem scheiden werden und die Zielgruppe hier wohl nur sehr gering sein dürfte. Ohne zu viel zu verraten, könnten Menschen die SO FINSTER DIE NACHT oder WHEN ANIMALS SCREAM mochten, Gefallen an diesem Streifen finden.

Menschen die gerne Liebesgeschichten sehen, dürften von dem Verlauf angeekelt sein. Anderen die gerne ekelige Filme sehen hingegen, wird die Liebesgeschichte auf den Zeiger gehen.

Schauspielerisch gibt es hier nichts auszusetzen. Lou Taylor Pucci hat in noch keinem wirklich schlechten Film mitgespielt und die Deutsche (!) Nadia Hilker ist in der Rolle des Gegenparts und ihrem Spielfilmdebüt perfekt besetzt und zudem – das muss man neidlos anerkennen – sehr hübsch anzusehen, genau wie die Landschaftsaufnahmen.

Zudem muss man bei der ein oder anderen Sache die sie so aus der Vergangenheit erzählt (auch hier kann ich aus Spoilergründen nicht mehr verraten) wirklich grinsen.

Nun muss ich wieder auf die Bewertung zurückgreifen die ich ungern vergebe, nämlich eine „von – bis“. Ich persönlich würde dem Streifen eine recht hohe Punktzahl geben, bin mir aber sicher das viele total anderer Meinung sind, weil man diesen Genremix, die Story und ihre Entwicklung wirklich mögen muss:

Fazit: Im meinen Äugen ein gelungener Film, allerdings mit einer recht bescheidenen Zielgruppe. Alles drin zwischen

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RETURN TO SENDER (Ascot Elite)

am 22. September 2015 unter Thriller abgelegt

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Miranda ist Krankenschwester und will sich für den Job als OP-Schwester qualifizieren und danach auch umziehen. Nur ihr Privatleben bleibt dabei auf der Strecke. Also besorgen ihr die Kollegen ein Blind Date. Als dieses bei ihr auftaucht, ist sie zunächst überrascht, denn der gut aussehende Herr ist anfangs sehr galant. Das ändert sich aber schnell, als sie keine Lust hat schon beim ersten Date mit ihm in die Kiste zu springen. Also besorgt er sich das ganze selbst und vergewaltigt sie. Die nächsten Monate werden für Miranda hart – zu sehr hat sie das Geschehene mitgenommen. Dann beginnt sie dem mittlerweile gefassten Täter Briefe zu schreiben und lernt ihn besser kennen. Dieser bereut seine Tat mittlerweile. Als er entlassen wird, treffen sich die beiden regelmäßig, wofür Mirandas Vater kein Verständnis hat. Doch was hat seine Tochter vor?

Das fragt sich auch der Zuschauer, denn nach den ersten 30 wirklich spannenden Minuten gerät der Films ins Stocken.

Der Pressetext lobt „Alfred Hitchcock hätte Hauptdarstellerin Rosamund Pike geliebt“. Ich wage jedoch zu bezweifeln, das er das Drehbuch genauso geliebt hätte, weil das weiß nach dem ersten Drittel nicht mehr weiter, denn die Kontaktaufnahme und die Gespräche mit ihrem Peiniger verlaufen doch arg ermüdend. Das ist zwar in der Geschichte begründet, weil sich die beiden ja erst langsam näherkommen, doch den versprochenen „knallharten Psychothriller“, habe ich hier nicht entdecken können.

Frau Pike (eigentlich überbewertet) spielt ihre Rolle durchaus überzeugend, während Nick Nolte langsam in einem Alter ist, wo er nur noch Rollen als Vater oder Opa mit Rauschebart übernimmt. Kannst abtreten Nick, wir haben ja genug Filme mit Dir in der Sammlung.

Ein Film der gut anfängt, danach aber vollkommen hoffnungslos zwischen Drama und Thriller hin und herwankt ohne keines der beiden Genre wirklich richtig zu bedienen.

Kann man schauen, muss man aber nicht. Explizit erwähnt sei aber hier das gestochen scharfe Bild, das man in solch eher kleinen Produktionen eher selten sieht. Ein anderer mir gut bekannter Filmfreak sagte sogar, er würde den Streifen als Referenz benutzen.

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CUT BANK (Koch Media)

am 22. September 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Dwayne will seit Jahren aus dem Kaff weg, in dem er wohnt, doch irgendwie klappt es einfach nicht. Als er seine Freundin Cassandra in einem Feld photographieren will, beobachten die beiden zufällig einen Mord. Das ist im ersten Moment schrecklich, bietet ihm aber überraschend eine Chance aus dem furchtbaren Cut Bank zu entfliehen, denn der Ermordete war Postbeamter und für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 100.000 Dollar ausgesetzt. Der Sheriff ist zunächst völlig überfordert mit den Geschehnissen, doch versucht den Täter dann doch zu ermitteln. Dann geschiet ein weiterer Mord…

Liam Hemsworth, Bruce Dern, Oliver Platt (wo war der eigentlich die letzten Jahre?), Billy Bob Thornton und John Malkovich – da gibt es schlechtere Besetzungen für so einen kleinen, eher unbekannten Streifen.

Ersterer spielt für seine Verhältnisse überraschend gut und zurückhaltend, während Thorntons Rolle ein wenig undankbar ist und er eigentlich nur partiell das zeigen kann was er draufhat. Aber wie sagte er einst: „Armageddon war der schlechteste Film in dem ich je mitgespielt habe, aber die Gage war so hoch, da konnte ich nicht absagen.“

Malkovich ist die Rolle des ruhigen Sheriffs auf den Leib geschrieben und er hat glücklicherweise auch seine Original-Synchronstimme behalten, die meiner Meinung nach perfekt zu ihm passt.

Zu der Geschichte selbst ist zu sagen, das sie doch wesentlich interessanter ist, als sie sich zunächst liest und mit einigen Wendungen aufwarten kann, die nicht zwingend vorauszusehen sind. Insofern kann der Streifen hier durchaus punkten.

Hätte der Regisseur seinem Film aber mal etwas mehr Tempo mitgegeben und auch die Schnitte etwas straffer gesetzt, wäre hier noch mehr herauszuholen gewesen. Insbesondere bei der Besetzung waren die Erwartungen bei mir doch einen Tick höher angesiedelt.

Insgesamt aber trotzdem sehenswert.

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IN THEIR SKIN (Pandora/Alive)

am 22. September 2015 unter Horror abgelegt

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Nachdem die Tochter der Hughes ums Leben kam, ist nichts mehr wie vorher. Man versucht sich wieder etwas näher zu kommen, indem man mit Sohn Brendon einen kleinen Abstecher in ein Landhaus unternimmt,. Eines Morgens wird die Familie geweckt, als die Silkowskys, die in der Nachbarschaft wohnen, Holz vorbeibringen. Um nicht unhöflich zu sein, lädt man diese zum Abendessen ein. Mit der Zeit stellt sich jedoch heraus, das diese Familie aber ein wenig merkwürdig zu sein scheint. Als der Sohn der Zilkowskys, Brendon mit einem Messer bedroht, ist die Party vorbei, das Grauen aber beginnt erst.

Mittlerweile hat man ja für diese Filme ein eigenes Genre eingeführt „Home Invasion“. Insofern bietet der Streifen nichts wirklich neues. Zudem wird am Anfang relativ lange geschwätzt, bevor mal etwas passiert.

Allerdings könnte man am Ende des Filmes über jeden Charaktere etwas erzählen, weil man sich wirklich bemüht die Figuren zu entwickeln. Fragt sich nur, ob das die Leute sehen wollen, die dieses Genre mögen und da doch eher blutiges erwarten.

Ziemlich überraschend kommt das Mitwirken von Selma Blair, die ich noch nie in so einem Streifen gesehen habe und die auch die beste Leistung abliefert, die allerdings dicker unter den Augen geschminkt ist, als jede Tusse auf dem WAVE GOTHIC TREFFEN.

Die FSK 18 Freigabe ist eigentlich unnötig, denn brutales bekommt man hier nicht wirklich geboten, wenn wird das meiste nur angedeutet, aber der rote Aufkleber macht sich doch immer besser als der blaue. Besonders bei diesem Genre.

Unter dem Strich ein solider Genrevertreter, durchaus besser als so manch andere Kacke, von Streifen wie THEY ist IN THEIR SKIN allerdings meilenweit entfernt.

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AMERICAN HEIST (Ascot Elite)

am 22. September 2015 unter Action, Drama abgelegt

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Frankie hat lange Zeit im Knast verbracht. Überleben konnte er nur mit Hilfe von Ray und Sugar, die ihm dort zur Seite standen. Nun sind alle draußen und natürlich steht Frankie in deren Schuld. Als die beiden einen Raubüberfall planen, muss dieser notgedrungen mitmachen. Man benötigt allerdings auch die Hilfe von Frankies kleinem Bruder Jimmy, der ein begabter Automechaniker ist. Dieser bekommt sein Leben gerade erst wieder auf die Reihe und zeigt sich wenig begeistert. Doch er wird von seinem Bruder so lange belabert bis er dann notgedrungen mitmacht – und schließlich fällt bei dem geplanten Raubüberfall ja auch einiges an Kohle ab, mit der er ein neues Leben beginnen könnte.

AMERICAN HEIST ist ein grundsolider Action-Thriller, gewürzt mit ein wenig Familiendrama. Der klassische „Kann man schauen, aber wenn nicht, hat man auch nichts verpasst“-Streifen.

Was sich allerdings Adrian Brody bei der Auswahl dieser Rolle gedacht hat, ist mir völlig unverständlich. Insbesondere die erste halbe Stunde ist absolut unerträglich, wenn er als cooler Knasti auf dicke Hose macht, mit dem Kopf zu Rap mitwippt und dusselige Oneliner loslässt.

Ich glaube der Mann hat sein schauspielerisches Talent am PREDATORS-Set liegen gelassen,, denn von einem mittelmäßigen (wenn auch sympathischen) Darsteller wie Hayden Christensen förmlich gegen die Wand gespielt zu werden, ist für einen Oscargewinner schon einigermaßen bitter.

Gut gefallen hat mir dagegen das sehr offene Ende, das perfekt zu dem Film passte. Überhaupt ist AH insgesamt stimmig und insbesondere der Charakter von Jimmy sehr gut geschrieben.

Wem grundsätzlich solche Geschichten zusagen kann sich AMERICAN HEIST bedenkenlos ansehen – unterhaltsam ist er schon. Fans von Brody sollten aber die Finger davon lassen, wenn sie nicht die unglaubliche Karikatur eines ehemals begabten Schauspielers sehen wollen.

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THE REACH (Universum Film)

am 22. September 2015 unter Thriller abgelegt

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Ben, der als Spurensucher und Touristenführer in der Mojave-Wüste arbeitet, wurde von seiner Freundin mehr oder minder verlassen, da sie es dort nicht mehr ausgehalten hat und studieren wollte. Eines Tages beglückt der steinreiche John Madec die Kleinstadt mit seinem Besuch um Dickhorn-Schafe zu jagen. Obwohl Ben den überheblichen Großkotz nicht mag nimmt er den Job an, denn 1000 Dollar am Tag sind durchaus ein Argument. Als die beiden auf der Lauer liegen knallt Madec aus Versehen einen Einheimischen ab. Er erkennt sofort, dass ihm das sein ganzes Leben und seine Kohle kosten könnte und verwickelt Ben mit in die Geschichte. Als dieser sich weigert, zwingt er ihn sich auszuziehen und durch die Wüste zu laufen, wohlwissend das der sichere Tod auf Ben wartet – doch der ist zäher als gedacht.

Diese Story wurde so ähnlich schon einmal erzählt, nämlich in dem Thriller BONE DRY, damals mit Luke Goss und Knautschgesicht Lance Henriksen, wenn da auch eine andere Hintergrundgeschichte zu Grunde lag.

Michael Douglas hat den Film selbst produziert und hatte auch Lust die Hauptrolle zu übernehmen, die man am besten als geldgeiles, sadistisches Arschloch bezeichnen könnte. Mit sichtlicher Freude jagt er seinen jungen Kontrahenten durch Stock und Stein, ausgerüstet mit einem wirklich coolen Auto, das ich auch gerne hätte.

Unter dem Strich trägt aber die eher schmale Story den ganzen Film nur mühsam übers Ziel. Zwar wird die Location perfekt für einige nette Ideen ausgenutzt – im Grunde passiert aber eigentlich immer das gleiche. Zudem wirkt mir das Ende doch sehr weit hergeholt. (aus Spoilergründen gehe ich nicht näher drauf ein.)

Trotzdem macht der Streifen Spaß, weil er mich doch durchgehend gut unterhalten hat und Douglas in der Rolle des Fieslings a la Gordon Gecko, einfach immer noch einer der besten ist.

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