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Archiv für den 15. September 2015

BUNKER (Ascot Elite)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

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Ella ist sehr eifersüchtig und befürchtet, das ihr Freund, den sie bald heiraten will, es mit der Monogamie nicht ganz so ernst nimmt. Also schnappt sie sich Freundin Molly die praktischerweise ganz gut Schlösser knacken kann, denn der Gatte in spe besitzt in einem großen Gebäudekomplex einen eigenen Lagerraum und Ella will wissen was sich darin befindet. Merkwürdigerweise besteht dieser nur aus 3 Etagen und der Raum ihres Freundes befindet sich auf Nummer 4, die sich ganz unten im Keller befindet. Doch leider hat Molly auf der Chipkarte der Lagerraumnummer etwas verwechselt und als Ella das Schoss knackt bezahlt sie diese Aktion mit ihrem Leben, denn auf Etage 4 geht nicht alles mit rechten Dingen zu.

Mischa Barton versucht seit gefühlten 20 Jahren von ihrem Image als O.C. CALIFORNIA Soap-Darstellerin loszukommen. Dies gelang ihr bislang nur bedingt, denn die Streifen in denen sie mitspielte, waren alle ziemlich beschissen. Hier jedoch hat sie ein gutes Gespür bewiesen, die Rolle anzunehmen.

Dabei ist der Streifen nun wirklich alles andere als innovativ, aber praktisch von der ersten Minute an richtig spannend. Was Regisseur Matt Winn zudem aus dieser unfassbar dünnen Story herausholt ist unglaublich. Er macht sich hierbei die düstere und sterile Umgebung der Lagerräume die aus Stahltüren bestehen geschickt zu Nutze und erschafft eine wirklich klaustrophobische Atmosphäre.

Wenn auch einige der Dialoge mit den anderen Darstellern ein wenig merkwürdig wirken und der Storytwist nach einer Stunde etwas weit hergeholt scheint, hat mich BUNKER durchaus in den Bann gezogen.

Dazu gibt es ein wirklich oberfieses Ende, das sich ein A-Movie in dieser Konsequenz nie leisten könnte.

Insgesamt ein klassischer 5 Chucky Film, dem ich aber einen mehr gebe, weil ich es einfach super finde, was man aus so einer simplen Geschichte herausholen kann, wenn man nur die richtigen Einfälle hat wie Regisseur Winn und sein Kameramann hat und zudem die Location gut wählt. Kleiner Geheimtipp.

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MERCY (Universal Pictures)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

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George liebt seine Großmutter Mercy über alles. Sie war ihm immer eine sehr gute Freundin und ein Mutterersatz. Doch nach einem vermeintlichen Herzinfarkt liegt Madame im Krankenhaus und hat sich ganz schön verändert, denn plötzlich geht sie auf George und seinen Bruder Buddy los. Doch zwischendurch, in lichten Momenten versucht sie ihren Enkel immer wieder zu warnen, das er das Haus verlassen soll. Der forscht in Omas Unterlagen nach und findet Informationen, das sich Mercy schon lange mit Okkultismus beschäftigt und im Besitz des BUCHES DER TRÄNEN ist. Als George dieses findet löst er eine Kette von Ereignissen aus.

Auch das haben wir schon gefühlte 100000000 Mal gesehen. Trotzdem ist MERCY besser als man annehmen könnte, was auch an der exzellenten Darstellung Chandler Riggs als George liegt. Fans werden sofort wissen, das der die Rolle des Sohnes von Rick in WALKING DEAD spielt. Hier zeigt er, das er einen Streifen auch fast alleine tragen kann.

Das Buch der Tränen hat mir besonders gefallen, die Idee das eben Tränen erst die Seiten des Buches beschriften ist originell und visuell klasse in Szene gesetzt. Zudem hat der Streifen keine großen Hänger und eine recht knackige Laufzeit von 78 Minuten, die MERCY gut tut, denn bis dahin hat man auch wirklich alles notwendige erzählt und zieht den Film nicht noch unnötig in die Länge.

Wer kein Problem mit der insgesamt doch recht beliebigen Geschichte hat, wird hier durchaus gut unterhalten, auch wenn der Streifen nicht gerade vor neuen Ideen strotzt, ist er alles in allem ein grundsolider Vertreter seines Genres, mit guten darstellerischen Leistungen. Kann doch auch mal reichen oder?

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RUN ALL NIGHT (Warner Home Video)

am 15. September 2015 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Jimmy Conlon hat schon bessere Zeiten gesehen. Früher ein angesehener Auftragskiller der irischen Mafia, ist er jetzt nur noch ein Schatten seiner selbst und dem Alkohol verfallen. Sein einziger Freund ist Bandenboss Shawn Maguire. Doch dann erschießt er dessen Sohn, um seinen eigenen zu retten und schon hat es sich mit der Freundschaft. Jimmy und sein Sohn flüchten vor den Schergen Maguires durch New York und der heuert so gar einen Spezialkiller an, um seinen ehemaligen Kumpel zu erledigen

Die Geschichte dieses Streifens passt auf einen Bierdeckel. Das Ganze ist aber rasant inszeniert und hat nahezu keinen Durchhänger, besonders die wilden Jagden durch New York sind mitreißend in Szene gesetzt.

Dazwischen liefern sich Ed Harris und Liam Neeson ein grandioses schauspielerisches Duell auf Augenhöhe, wobei letztgenannter langsam aufpassen muss, nicht immer in die gleiche Schublade gesteckt zu werden, denn seine letzten Auftritte in TAKEN, NON STOP, RUHE IN FRIEDEN und jetzt in RUN ALLNIGHT verkörpern eigentlich immer die gleichen Charaktere, die sich nur in Nuancen unterscheiden.

Regisseur Serra scheint allgemein gerne mit dem sympathischen Iren zu arbeiten, denn dies ist nach NONSTOP und UNKNOWN IDENTITY bereits die dritte Kollaberation. Wer hätte gedacht, das Neeson in relativ hohem Alter noch einmal zu solch einem hohem Bekanntheitsstatus gelangt? Aber er hat es sich verdient, auch wenn er, wie bereits erwähnt, zwischendurch mal die Rolle wechseln sollte, zumal er schauspielerisch wirklich einiges mehr drauf hat.

Lediglich der typische amerikanische Buddy-Mist und die typischen Oneliner wie „wir waren die besten Freunde doch du weißt was ich jetzt tun muss“ geht einem mit der Dauer ein wenig auf den Zeiger.

Trotzdem ein spannender und zügig inszenierter Streifen mit einem konsequenten Ende.,

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JUNE (Ascot Elite)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

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Die kleine 9 jährige June ist nicht wie die anderen Kinder in ihrem Alter. Sie ist sehr introvertiert, ängstlich und hat eine imaginäre Freundin namens Aer. Zudem kommt sie mit ihrer Pflegefamilie nicht zurecht. Nach einem „merkwürdigen“ Vorfall, entscheidet sich der Mitarbeiter des Jugendamtes June dort herauszuholen und sie in die Obhut der Andersons zu geben, einem Vorzeigeehepaar. Anfangs tut sie sich auch hier schwer, doch mit ihrer neuen Mutter kommt sie mit der Zeit immer besser zurecht, während der Papi ihr offensichtlich ein Dorn im Auge ist. Als die Andersons entdecken, das Aer keine Einbildung ist und dafür verantwortlich zeichnet, dass June außergewöhnliche Fähigkeiten hat, die sie jedoch nicht wirklich für das Gute einsetzt, ist es fast zu spät.

JUNE ist ein merkwürdiger Film, bei dem einiges sehr positiv, einiges negativ auffällt. Fangen wir mit dem (überwiegend) positiven an:

Die Darstellerin der June ist eine wirkliche Entdeckung und ich bin mir sicher, das wir sie noch öfters zu sehen bekommen werden. Der Soundtrack des Streifens, insbesondere im Vor- und Abspann ist grandios – den würde ich mir glatt als Single kaufen. Erinnert fast an bessere Carpenter-Zeiten. Zudem hat der Film einige wirklich gelungene Schockmomente zu bieten.

Doch hätte man nicht eine andere Vorgeschichte wählen können? Diese ist nämlich für den normalen Zuschauer nicht begreifbar. Es scheint hier wohl um eine merkwürdige Sekte zu gehen, die aus welchen Gründen auch immer, ein Kind opfern will. Was das ganze soll, bekommt der Zuschauer eigentlich den ganzen Film hindurch nicht erklärt, außer das bei diesem Ritual wohl die Verschmelzung von JUNE und AER entstanden ist.

Zudem scheint dem Cutter nicht aufgefallen zu sein, das sein Film ein durchgehender Fluss fehlt. Der Film wirkt, als hätte man 15 einzelne Bausteine a 7 Minuten gedreht und diese dann zusammengesetzt. Oder soll dies ein Stilmittel sein? Wenn ja erschließt sich mir der Sinn nicht.

Trotzdem ist June durchweg interessant anzusehen und selbst Casper von Dien hat mal wieder in einem Streifen mitgespielt, der nicht als Müll zu bezeichnen ist. Der Mann zehrt immer noch von seinem Auftritt bei STARHSIP TROOPERS.

Im Endeffekt eine unterhaltsame, aber etwas unausgegorene Mischung aus OMEN UND REAPING, auf die man sich einlassen kann aber nicht muss.

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PLAY (Universal Pictures)

am 15. September 2015 unter Horror abgelegt

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Wenn man sich diese Geschichte des Pressetextes durchliest MUSS man doch eigentlich gespannt sein:

Irgendwann im Jahr 1995 empfangen drei Haushalte unabhängig voneinander einen laufenden Camcorder aus unbekannter Hand. Sowohl das Ehepaar Emmy und Tom als auch die allein lebende Studentin Beth und der Nesthocker Leonard glauben, nun an einem Contest teilzunehmen, und befolgen zunächst die wichtigste Regel, die da lautet, nicht aufhören zu filmen. Leonard er hält dazu ein Clownskostüm, das Pärchen und Beth dagegen ein Videotape, in dem ein Kind erschossen wird, weil es aufgehört hat, zu filmen. Die Todesspiele sind eröffnet.

Das hört sich doch mal wirklich interessant an – ist es aber nicht eine einzige Minute. Mal wieder einer dieser Streifen die im FOUND FOOTAGE Stile gehalten sind und der auch mal richtig in die Hose geht.

Der Schrott konzentriert sich leider nicht auf die oben erwähnte Handlung und der Clown geht einem mit der Zeit so unfassbar auf den Wecker, das man ihm am liebsten einen seiner übergroßen Schuhe in den Mund stopfen will, so dass er endlich die Klappe hält.

Regisseur dieses kruden und stinklangweiligen Machwerks ist Bryan Bertino, der mit STRANGERS vor einigen Jahren zumindest solide Genrekost ablieferte. Hier scheint er einige Drogen zuviel eingenommen zu haben, denn PLAY ist in Sachen Qualität von eben erwähntem Werk in etwa so weit entfernt, wie Mila Kunis von einer guten Schauspielerin.

Fazit: Keine Ahnung was uns dieser Quark sagen soll, aber vielleicht ist das ganze ja auch ein Kunstwerk, das ich nicht verstanden habe.

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