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Archiv für den 02. September 2015

WARTE BIS ES DUNKEL WIRD (Tiberius Film)

am 02. September 2015 unter Horror abgelegt

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In Texarkana einem Doppelstädtchen an der Grenze zwischen Texas und Arkansas, ereigneten sich vor 65 Jahre blutige Morde, eines wahnsinnigen Serienkillers. Als Jamie mit ihrem Freund das Autokino verlässt, werden auch sie von einem Wahnsinnigen angegriffen. Allerdings lässt er Jamie leben, die darauf hin nachforscht, denn der Killer wurde damals nie gefasst, sondern nur ein Pseudo-Täter präsentiert. Währenddessen geht die Mordserie weiter…

Nun könnte man meinen, dass es sich hier wieder um einen dieser langweiligen Schlitzerfilme handelt, von denen man im Jahr etwa 20 Stück serviert bekommt. Dem ist jedoch nicht so.

Denn hinter dem ganzen steckt eine erstaunlich (zumindest für das Genre) komplexe Geschichte, die Jamie nach und nach aufklärt. Addison Timlin liefert dabei eine wirklich gelungene Leistung ab.

Regisseur Gomez-Remlon hat dazu einige wirklich gelungene Kameraeinstellungen zu bieten. Insbesondere die Szene in dem Feld ist optisch klasse in Szene gesetzt und wie man eine Trompete als Mordinstrument einsetzen kann, habe ich so auch noch nicht gesehen.

Die Todesrate in dem Streifen ist zwar ziemlich ansehnlich, doch ich bin der Meinung, das die FSK 16 Freigabe vollkommen in Ordnung geht, denn sehr brutal geht es dabei eigentlich nicht zu.

So bleibt unter dem Strich ein Slasher-Film, der immerhin mit einer interessanten Hintergrundstory aufwartet, der aber, wie mittlerweile üblich, am Ende eine Auflösung bietet, die mehr als weit hergeholt erscheint.

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EX MACHINA (Universal Pictures)

am 02. September 2015 unter Drama, SciFi abgelegt

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Die Überraschung ist groß, als Caleb, der als Programmierer in einer Computerfirma arbeitet bei einer Lotterie gewinnt und den weltberühmten Nathan in seinem Domizil treffen darf. Dieser wohnt in einem hochmodernen Komplex inmitten der Berge und besitzt ein Land, das größer ist als Hessen. Nathan hat Caleb aber aus einem bestimmten Grund ausgesucht. Er soll herausfinden, ob seine neueste Entwicklung AVA eine KI ist, also eine künstliche Intelligenz, der es möglich sein soll, ein Bewusstsein zu entwickeln und auch Empathie für Menschen zu erzeugen. Nach mehreren Gesprächen ist sich Caleb sicher, das dem so ist und er ist dabei sich in Ava zu verlieben. Dann entdeckt er Dinge in Nathans Haus, die darauf hindeuten, dass AVA nach dem „Test“ zerstört bzw. weiter „verbessert“ werden soll…

Der Film kommt nahezu in allen Foren sehr gut weg und auch ich habe hier wenig auszusetzen. Besonders die unfassbar gut Leistung der mir völlig unbekannten Alicia Vikander als AVA ist unglaublich und macht auch die Liebesgeschichte dadurch sehr glaubwürdig.

Aber auch Domhnall Gleeson, soweit mir bekannt der Sohn von Brandon, spielt seine Rolle überzeugend, wenn er mir für den Computer-Nerd allerdings einen Tick zu alt erscheint.

In den Extras erfährt man, das es sich hier um einen Low-Budget Streifen handelt, dem man das aber in keiner Szene ansieht. Ganz im Gegenteil, die visuellen Effekte sind fantastisch, insbesondere die Szenen mit AVA sind grandios bebildert und auch das Haus wurde beeindruckend visualisiert.

Das einzige was man bemängeln kann ist der Erklärungsnotstand der Vorgeschichte. Wie kam Caleb an diesen Gewinn? Mit was genau wurde Nathan so reich? Das erspart sich Regiedebutant Garland größtenteils, wahrscheinlich auch, weil der der Film auch so schon eine stattliche Laufzeit hat.

Wer gerne actionreiche Sci-Fi Filme sieht, ist hier völlig falsch, Freunde von Streifen wie GATTACA kommen hier mit Sicherheit auf ihre Kosten.

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WASTELAND (Maritim Pictures/Alive)

am 02. September 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. England ist fast vollkommen ausgelöscht, nachdem ein tödlicher Virus um sich gegriffen hat und alle Bewohner zu Zombies mutiert sind. Scott Miller ist einer der wenigen Überlebenden, dem langsam aber auch Wasser und Nahrung ausgehen. Zudem kann er sein kleines Häuschen nicht verlassen, da er immer noch hofft, das seine große Liebe Beth zurückkommt, die versucht hat, ihre Eltern zu retten. Sein einziger Kontakt ist ein Pärchen per CB-Funk. Als auch diese dem Virus zum Opfer fallen, verliert er auch noch den Rest seines Lebensmutes, doch dann passiert etwas Unerwartetes.

Und wieder einmal hat ein Virus um sich gegriffen und die Menschen sind zu Untoten mutiert. Kann man sich da eigentlich nicht mal irgend etwas anderes einfallen lassen? Das schreckt Leute wie mich zum Beispiel ab, so einen Film zu schauen, weil das Zombiethema jetzt so unfassbar durchgenudelt ist, dass es kaum mehr Interesse weckt.

Verpasst hätte ich jedoch ein sehr gut gespieltes Drama mit einem völlig unbekannten Darsteller, der seine Sache absolut top macht.

WASTELAND ist eigentlich dramaturgisch und inszenatorisch auch kein Horrorfilm. Man fühlt sich eher etwas an WALKING DEAD erinnert, da es da ja auch sehr viel um das menschliche Verhalten während einer solchen Apokalypse geht, als darum Zombies im Minutentakt die Köpfe abzuhacken.

Eine gute Idee des Regisseurs war es zudem, die Handlung in einem wunderschönen Stück Land spielen zu lassen. So wird der Unterschied zwischen der zerstörten Menschheit und der davon unberührten Natur noch deutlicher in Szene gesetzt.

Fazit: Keine Bange, ganz ohne Blut kommt man hier auch nicht aus, Gerade gegen Ende fließt die rote Soße noch ordentlich, Der Rest ist aber ein gut gespieltes und gefilmtes Endzeit-Drama, das von einem überzeugenden Darsteller getragen wird und dem eine gute Synchro spendiert wurde. Kleine Überraschung…

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THE GUNMAN (Studio Canal)

am 02. September 2015 unter Thriller abgelegt

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Söldner und Scharfschütze Jim Terrier wurde dazu auserkoren einen hohen Politiker im Kongo zu eliminieren. Nach getaner Arbeit wird ihm befohlen das Land zu verlassen und damit auch seine Freundin. 8 Jahre später arbeitet er als Brunnenarbeiter für eine Wohltätigkeitsorganisation, um ein wenig von dem Schaden, den er in seinem früheren Leben angerichtet hat, gutzumachen, doch die Vergangenheit holt ihn wieder ein, als er von Killern bedroht wird. Anscheinend hat von der damaligen Geschichte noch jemand eine Rechnung offen. Also kehrt er zu seinen ehemaligen Partnern und Auftraggebern zurück und forscht nach. Doch die Killer sind ihm weiter auf den Fersen.

In nahezu sämtlichen Fachblättern wurde dieser Film niedergemacht, was ich so nicht ganz verstehen kann. Die Geschichte ist zwar alles andere als originell und unterscheidet sich im Wesentlichen von anderen Streifen nur vom Ort des Geschehens. Den Rest hat man schon 100 mal so oder ähnlich gesehen.

Aber da gab es auch keine miesen Bewertungen. Irgendwie habe ich das Gefühl, das das an Sean Penn liegt. Von ihm erwartet man immer etwas besonderes, als einen eher lapidaren Actiontriller. Seltsam, denn bei Denzel Washington ist das zum Beispiel auch nicht so, denn dessen grottiger Equalizer war nun auch nichts überragendes und schon gar nichts Neues, wurde aber überall gut bewertet.

Das Penn hier schauspielerisch komplett unterfordert und die Rolle auch eine schauspielerische Pfeife wie Butler, Tatum oder wie sie alle heißen hätte spielen können, ist schon richtig. Trotzdem muss er immerhin 80 % des Streifens im Alleingang tragen, was bei seiner darstellerischen Klasse natürlich kein Problem für ihn darstellt.

Die groß angekündigten anderen Darsteller jedoch haben bestenfalls Kurzauftritte. Ray Winstone hat gefühlte 12 Minuten Screentime, während Idris Elba gefühlte 12 Sätze zu sagen hat, wovon 8 auch noch bescheuert sind (Thema Baumhaus).

Trotzdem bleibt unter dem Strich ein grundsolider Actiontriller, der nun wahrlich das Genre nicht revolutioniert, aber solide und spannende Kost bietet. Das reicht doch, auch wenn Sean Penn die Hauptrolle spielt.

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