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Archiv des Monats September 2015

ALS WIR TRÄUMTEN (Pandora/Alive)

am 29. September 2015 unter Drama abgelegt

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Schon als kleine Kinder in der DDR waren sie befreundet. Als diese zusammenbricht, stehen viele der Zukunft hoffnungslos gegenüber. Auch in dem kleinen Leipziger Vorort ist nichts los und es herrscht zudem akuter Geldmangel – da bringt auch die neu gewonnene Freiheit wenig. Einer der Jungs kommt auf die Idee eine Disco zu eröffnen und das in einem ziemlich abgefuckten Schuppen, aber das ist dann eben „Underground“. Das Ganze läuft auch gut an und endlich haben die Kumpels auch wieder Spaß am Leben, doch der ist nur von kurzer Dauer, denn eine rechte Gang bedroht die Clique weil diese angeblich in „ihrem“ Gebiet herumwildert. Als die Disco zerstört wird, stehen alle wieder vor dem Nichts und das bekommt manchen gar nicht gut.

Andreas Dresen ist sicher ein interessanter Filmemacher. Bei ihm weiß man, das ein Film unter seiner Regie nie richtig schlecht sein kann.

Allerdings fallen mir die ersten 30 Minuten etwas zu chaotisch aus. Es fehlt eine stringente Handlung und die Rückblicke wirken partiell doch etwas bemüht.

Danach allerdings bekommt der Film dann die Kurve und bietet eine tolle Milieustudie, die sich hauptsächlich auf das Leben des Dani konzentriert. Dieser wird gespielt von dem mir gänzlich unbekannten Merlin Rose, der hier eine absolut vorzügliche Leistung abliefert. Die restlichen jugendlichen Akteure gehören nicht unbedingt zur bekannten Riege der deutschen Nachwuchsdarsteller, aber das ist vielleicht auch ganz gut so. Lediglich Joel Basman hat schon oft in Filmen dieser Art mitgewirkt, ist aber mittlerweile auch schon 25 und passt, aufgrund seines jugendlichen Aussehens, gerade noch so in die Rolle eines Teenagers.

Im Netz hagelt es neben vielen guten Kritiken auch reihenweise Kommentare, das Menschen die Zeit nach der Wende nicht so erlebt hätten. Diesen Anspruch stellt der Film gar nicht. Sicher haben viele diese Epoche anders in Erinnerung und schufen sich ein besseres Leben. Dennoch bin ich mir sicher, dass sich gerade in ziemlich abgehalfterten Gegenden, durchaus solche Geschichten wie diese hier zugetragen haben könnten.

Was ich jedoch nicht ganz verstehe wieso Dresen als immer wiederkehrenden Song von MODERAT – New Error verwendet, der zwar gut zur Szenerie passt, aber erst einige Jahre alt ist. Aber wahrscheinlich dachte er sich, dass den eh keiner kennt.

Fazit: Nach chaotischem Anfang eine stimmige Milieustudie mit tollen Darstellern und sehr gut ausgearbeiteten Kulissen, die wirklich an die damalige Zeit erinnern. Das Ende das aus einem Satz und einem Gesichtsausdruck besteht, ist zudem perfekt gewählt, daher bekommt der Film trotz des etwas nervigen Beginns.

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ZWEITE CHANCE (Eurovideo)

am 29. September 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die beiden Polizisten und Freunde Andreas und Simon müssen bei einem heftigen Streit eines Junkie-Pärchens eingreifen. Als sie die Wohnung durchsuchen finden sie ein Baby, das in seinen eigene Fäkalien liegt – es scheint mehr tot als lebendig, doch da es nach eingehender Untersuchung keine wirklichen Schäden oder Krankheiten aufweist, wird es unverständlicherweise wieder in die Obhut der Rabeneltern zurückgegeben. Als Andreas etwa gleich alter Sohn den plötzlichen Kindstod stirbt und seine Frau dadurch stark selbstmordgefährdet ist, fasst er einen folgenschweren Entschluss und tauscht die Babys aus …..

ZWEITE Chance ist einer der besten Filme die ich in den letzten Jahren gesehen habe und langsam fällt mir bei meinem Geschmack ein latenter Hang zu Dramen auf, den ich früher nicht so wahrgenommen habe.

Der Streifen ist allerdings angereichert mit diversen Thrillerelementen, die sich aber absolut stimmig ins Gesamtbild einfügen.

Regisseurin Bier lässt den Zuschauer den kompletten Film im Unklaren, wer denn für sie jetzt der Gute und der Böse ist und letztlich ergeht es dem Zuschauer sicherlich auch so, dass er sehr wohl weiß, das die Handlung von Andreas eigentlich ein Verbrechen ist, er auf der anderen Seite aber auch seine Frau glücklich machen und einem dem Tode geweihtem Kind ein schönes Leben bieten will und könnte.

Die schauspielerischen Leistungen sind überragend. Ich mag Nikolaj Coster-Waldau eigentlich schon immer, habe ihn aber noch nie so gut gesehen wie in diesem Film. Auch die Nebenrollen sind gespickt mit bekannten Darstellern wie Ulrich Thomsen oder Nikolaj Lie Kaas der hier eine völlig andere Seite zeigt, als in den beiden Filmen als Carl Morck (Erbarmen/Schändung)

Da ich mit der Höchstbewertung immer sehr geizig bin, habe ich mir lange überlegt, wo ich hier etwas abziehen kann, aber nichts gravierendes gefunden. Auch das Ende, das leicht hätte in Kitsch verfallen können, passt gerade zu genial zum Rest des Streifens und bildet so den Abschluss eines tollen Dramas.

Wieder einmal zeigen die Dänen in diesem Genre dem Rest Europas wo der Hammer hängt und das sie zurecht in den letzten Jahren im Filmgeschäft enorm aufgeholt haben.

Fazit: Gehört in jede Sammlung.

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MONSTERS – DARK CONTINENT (Universum Film)

am 29. September 2015 unter Action, Drama abgelegt

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Dreizehn Jahre nachdem ein Raumschiff mit außerirdischen Lebensformen in Mittelamerika abstürzte und die Menschen zwang, eine Schutzmauer um diese sogenannte infizierte Zone zu errichten, haben sich diese Zonen auf der gesamten Welt ausgebreitet. Zwei Soldaten brechen zu einer lebensverändernden Mission durch das finstere Zentrum des Monster-Territoriums in den Wüsten des Mittleren Ostens auf. Als sie ihr Ziel erreichen, müssen sie der Befürchtung ins Auge sehen, dass die wahren Monster auf dem Planeten vielleicht gar nicht die Außerirdischen sind.

Ohoh, wer mich kennt weiß, dass wenn ich einen Pressetext hier reinkopiere, das nichts Gutes heißt, denn dann ist der Film so mau, dass ich mir nicht noch die Mühe mache, mir etwas eigenes auszudenken, weil das Arbeit für die Katz ist.

Auf der anderen Seite wäre mir in diesem Fall auch gar nicht so viel eingefallen, denn der ganze Streifen ist ein einziges Storynichts, welches aus teilweise endlosen Dialogen besteht und in Sachen Action wenig zu bieten hat.

Monster? Wer den Müll bis zum Ende durchhält hat insgesamt dann auch gefühlte 7 Minuten die Viecher gesehen. Ansonsten ist das eher ein Kriegsfilm, der die Situation von Soldaten im Einsatz beleuchtet, was ja grundsätzlich nichts schlechtes sein muss (siehe HURT LOCKER).

Leider ist das alles so unfassbar langweilig aufgezogen, das man Mühe hat das (gelungene) Ende noch mitzuerleben, was, wenn man den Streifen nachts schaut, äußerst unwahrscheinlich ist.

Fazit: Öder Kriegsfilmstreifen der die MONSTER als Vorwand nimmt, das sich Leute diesen Murks kaufen, weil sie etwas wie Starship Troopers erwarten. Tja liebe Leser, Pech gehabt. Einem Erdmännchen beim Kacken zuzusehen ist interessanter.

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CODENAME: THE CLEANER (Rough Trade)

am 29. September 2015 unter Komödie abgelegt

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Jake wacht in einem Hotelbett auf und findet eine freudige Überraschung vor: Ein Geldkoffer mit 250.000 Dollar Inhalt. Diese Freude wird allerdings getrübt, als er neben sich einen toten FBI-Agenten entdeckt. Jakes Gedächtnis scheint wie ausgelöscht – er kann sich an gar nichts mehr erinnern. Kurz darauf wird er von einer Blondine angesprochen, die vorgibt, seine Frau zu sein. Sie fahren zu deren Villa und dem etwas einfältigen Jack gefällt, was er da sieht, denn er scheint ein sehr feudales Leben zu führen. Doch da gibt es auch noch die Bedienung in der Kneipe gegenüber der Firma, für die er anscheinend arbeitet. Mit der Dame scheint er nebenbei ein Verhältnis zu führen. Bruchstückhaft kehren seine Erinnerungen zurück und er sieht sich in seinen Visionen immer wieder inmitten anderer Agenten bei einem Spezialauftrag. Die nette Bedienung jedoch behauptet, dass er nur der Hausmeister der Firma D.A.R.T. sei. Das will Jake natürlich nicht wahrhaben. Als er weitere Nachforschungen betreibt, wird es gefährlich.

Der Film stammt bereits aus dem Jahre 2007, doch ich habe ihn per Zufall auf einem Grabbeltisch gefunden und mitgenommen.

Die Geschichte selbst ist natürlich weit hergeholt, insgesamt aber gar nicht mal so unclever konstruiert. Insbesondere die ständigen Wendungen im Bezug auf den Hauptdarsteller sind interessant, denn auch als Zuschauer weiß man nie mehr als Jake selbst.

Zudem ist das Ding gar nicht mal schlecht besetzt. Will Patton, Nicollette Sheridan, Luci Liu und in einer Nebenrolle Marc Dacascos, der mit viel Selbstironie seine eigentlichen Paraderollen des Kung Fu Kämpfers auf die Schippe nimmt.

Natürlich sitzt nicht jeder Gag und manches ist auch wirklich abenteuerlich synchronisiert . Zudem übertreibts Cedric the Entertainer ab und an mit den Grimassen, so dass der Film eigentlich eine klassische 4 Chucky Bewertung bekäme. Nette Unterhaltung, aber eben nichts besonderes.

In diesem Fall gebe ich jedoch noch einen drauf, denn wer es schafft 3 Gags in einem Film zu platzieren, die so gut sind, das ich vor Lachen die Pause-Taste drücken muss, der hat sich den redlich verdient. Das ist mir seit Jahren nicht mehr passiert., zumal diese völlig aus dem Nichts kommen und dadurch um so trockener wirken.

Fazit: Sympathisch doof.

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BIG GAME (Ascot Elite)

am 29. September 2015 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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US Präsident William Moore ist auf dem Weg zu einer Konferenz nach Finnland, als die AIR FORCE ONE angegriffen und zerlegt wird. Vorher konnte das Staatsoberhaupt allerdings noch in einer Rettungskapsel entkommen und landet in den finnischen Wäldern. Dort findet ihn per Zufall der 13-jährige Oskari, der gerade seine Prüfung als Jäger ablegt. Zusammen flüchten die beiden durch die endlosen Weiten des Landes, denn die Terroristen sind dem Präsidenten auf der Spur, um ihm den Rest zu geben.

BIG GAME ist kein Action-Thriller wie er im Trailer angekündigt wird, sondern eher eine familientaugliche Komödie, in der sich Samuel Jackson mal wieder selbst auf die Schippe nimmt. Einige seiner typischen Oneliner sind wieder mal genial.

Der Film selbst bewirbt sich um den inoffiziellen Titel „Wieviele Logikfehler kann ich in einem einzigen Spielfilm unterbringen?“ und hat damit recht gute Chancen diesen Preis 2015 zu gewinnen. Der absolute Hit hierbei ist (und ich glaube, das kann ich ruhig verraten ohne das es ein zu großer Spoiler ist) das der weltweit gesuchte Terrorist beim Versuch den Präsidenten zu erschießen, vergisst die Waffe erst durchzuladen. Da bin ich ja beinahe aus dem Stuhl gekippt. Und so geht das eigentlich die ganze Zeit hindurch.

Trotzdem kann man dem Streifen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und die Landschaftsaufnahmen sind zudem grandios in Szene gesetzt. Auch der kleine Darsteller des Oskari macht seine Sache gut.

So bleibt unter dem Strich nette Unterhaltung ohne jeglichen Tiefgang, mit mehr Logikfehlern, als nicht eingehaltene Wahlversprechen der SPD in den letzten 10 Jahren. Und das sind eine Menge..

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SPRING (Koch Media)

am 22. September 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Nachdem Evan seine Mutter durch Krebs verloren hat, steht er vor dem Nichts. Das Kaff in dem er wohnt, passt ihm schon lange nicht mehr. Dann bekommt er wegen einer Schlägerei auch noch Ärger mit der Polente und entschließt dich kurzerhand das Land zu verlassen. Es verschlägt ihn in ein kleines Dorf in Italien, wo er die bezaubernde Louise trifft und sich verliebt. Endlich scheint sich sein Leben zum Guten zu wenden, doch ihre Verhaltensweisen werden immer merkwürdiger und Evan findet heraus, dass sie ein schreckliches Geheimnis mit sich herumträgt…

Und genau dieses Geheimnis wird dafür verantwortlich sein, das sich die Geister an SPRING extrem scheiden werden und die Zielgruppe hier wohl nur sehr gering sein dürfte. Ohne zu viel zu verraten, könnten Menschen die SO FINSTER DIE NACHT oder WHEN ANIMALS SCREAM mochten, Gefallen an diesem Streifen finden.

Menschen die gerne Liebesgeschichten sehen, dürften von dem Verlauf angeekelt sein. Anderen die gerne ekelige Filme sehen hingegen, wird die Liebesgeschichte auf den Zeiger gehen.

Schauspielerisch gibt es hier nichts auszusetzen. Lou Taylor Pucci hat in noch keinem wirklich schlechten Film mitgespielt und die Deutsche (!) Nadia Hilker ist in der Rolle des Gegenparts und ihrem Spielfilmdebüt perfekt besetzt und zudem – das muss man neidlos anerkennen – sehr hübsch anzusehen, genau wie die Landschaftsaufnahmen.

Zudem muss man bei der ein oder anderen Sache die sie so aus der Vergangenheit erzählt (auch hier kann ich aus Spoilergründen nicht mehr verraten) wirklich grinsen.

Nun muss ich wieder auf die Bewertung zurückgreifen die ich ungern vergebe, nämlich eine „von – bis“. Ich persönlich würde dem Streifen eine recht hohe Punktzahl geben, bin mir aber sicher das viele total anderer Meinung sind, weil man diesen Genremix, die Story und ihre Entwicklung wirklich mögen muss:

Fazit: Im meinen Äugen ein gelungener Film, allerdings mit einer recht bescheidenen Zielgruppe. Alles drin zwischen

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RETURN TO SENDER (Ascot Elite)

am 22. September 2015 unter Thriller abgelegt

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Miranda ist Krankenschwester und will sich für den Job als OP-Schwester qualifizieren und danach auch umziehen. Nur ihr Privatleben bleibt dabei auf der Strecke. Also besorgen ihr die Kollegen ein Blind Date. Als dieses bei ihr auftaucht, ist sie zunächst überrascht, denn der gut aussehende Herr ist anfangs sehr galant. Das ändert sich aber schnell, als sie keine Lust hat schon beim ersten Date mit ihm in die Kiste zu springen. Also besorgt er sich das ganze selbst und vergewaltigt sie. Die nächsten Monate werden für Miranda hart – zu sehr hat sie das Geschehene mitgenommen. Dann beginnt sie dem mittlerweile gefassten Täter Briefe zu schreiben und lernt ihn besser kennen. Dieser bereut seine Tat mittlerweile. Als er entlassen wird, treffen sich die beiden regelmäßig, wofür Mirandas Vater kein Verständnis hat. Doch was hat seine Tochter vor?

Das fragt sich auch der Zuschauer, denn nach den ersten 30 wirklich spannenden Minuten gerät der Films ins Stocken.

Der Pressetext lobt „Alfred Hitchcock hätte Hauptdarstellerin Rosamund Pike geliebt“. Ich wage jedoch zu bezweifeln, das er das Drehbuch genauso geliebt hätte, weil das weiß nach dem ersten Drittel nicht mehr weiter, denn die Kontaktaufnahme und die Gespräche mit ihrem Peiniger verlaufen doch arg ermüdend. Das ist zwar in der Geschichte begründet, weil sich die beiden ja erst langsam näherkommen, doch den versprochenen „knallharten Psychothriller“, habe ich hier nicht entdecken können.

Frau Pike (eigentlich überbewertet) spielt ihre Rolle durchaus überzeugend, während Nick Nolte langsam in einem Alter ist, wo er nur noch Rollen als Vater oder Opa mit Rauschebart übernimmt. Kannst abtreten Nick, wir haben ja genug Filme mit Dir in der Sammlung.

Ein Film der gut anfängt, danach aber vollkommen hoffnungslos zwischen Drama und Thriller hin und herwankt ohne keines der beiden Genre wirklich richtig zu bedienen.

Kann man schauen, muss man aber nicht. Explizit erwähnt sei aber hier das gestochen scharfe Bild, das man in solch eher kleinen Produktionen eher selten sieht. Ein anderer mir gut bekannter Filmfreak sagte sogar, er würde den Streifen als Referenz benutzen.

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CUT BANK (Koch Media)

am 22. September 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Dwayne will seit Jahren aus dem Kaff weg, in dem er wohnt, doch irgendwie klappt es einfach nicht. Als er seine Freundin Cassandra in einem Feld photographieren will, beobachten die beiden zufällig einen Mord. Das ist im ersten Moment schrecklich, bietet ihm aber überraschend eine Chance aus dem furchtbaren Cut Bank zu entfliehen, denn der Ermordete war Postbeamter und für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 100.000 Dollar ausgesetzt. Der Sheriff ist zunächst völlig überfordert mit den Geschehnissen, doch versucht den Täter dann doch zu ermitteln. Dann geschiet ein weiterer Mord…

Liam Hemsworth, Bruce Dern, Oliver Platt (wo war der eigentlich die letzten Jahre?), Billy Bob Thornton und John Malkovich – da gibt es schlechtere Besetzungen für so einen kleinen, eher unbekannten Streifen.

Ersterer spielt für seine Verhältnisse überraschend gut und zurückhaltend, während Thorntons Rolle ein wenig undankbar ist und er eigentlich nur partiell das zeigen kann was er draufhat. Aber wie sagte er einst: „Armageddon war der schlechteste Film in dem ich je mitgespielt habe, aber die Gage war so hoch, da konnte ich nicht absagen.“

Malkovich ist die Rolle des ruhigen Sheriffs auf den Leib geschrieben und er hat glücklicherweise auch seine Original-Synchronstimme behalten, die meiner Meinung nach perfekt zu ihm passt.

Zu der Geschichte selbst ist zu sagen, das sie doch wesentlich interessanter ist, als sie sich zunächst liest und mit einigen Wendungen aufwarten kann, die nicht zwingend vorauszusehen sind. Insofern kann der Streifen hier durchaus punkten.

Hätte der Regisseur seinem Film aber mal etwas mehr Tempo mitgegeben und auch die Schnitte etwas straffer gesetzt, wäre hier noch mehr herauszuholen gewesen. Insbesondere bei der Besetzung waren die Erwartungen bei mir doch einen Tick höher angesiedelt.

Insgesamt aber trotzdem sehenswert.

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IN THEIR SKIN (Pandora/Alive)

am 22. September 2015 unter Horror abgelegt

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Nachdem die Tochter der Hughes ums Leben kam, ist nichts mehr wie vorher. Man versucht sich wieder etwas näher zu kommen, indem man mit Sohn Brendon einen kleinen Abstecher in ein Landhaus unternimmt,. Eines Morgens wird die Familie geweckt, als die Silkowskys, die in der Nachbarschaft wohnen, Holz vorbeibringen. Um nicht unhöflich zu sein, lädt man diese zum Abendessen ein. Mit der Zeit stellt sich jedoch heraus, das diese Familie aber ein wenig merkwürdig zu sein scheint. Als der Sohn der Zilkowskys, Brendon mit einem Messer bedroht, ist die Party vorbei, das Grauen aber beginnt erst.

Mittlerweile hat man ja für diese Filme ein eigenes Genre eingeführt „Home Invasion“. Insofern bietet der Streifen nichts wirklich neues. Zudem wird am Anfang relativ lange geschwätzt, bevor mal etwas passiert.

Allerdings könnte man am Ende des Filmes über jeden Charaktere etwas erzählen, weil man sich wirklich bemüht die Figuren zu entwickeln. Fragt sich nur, ob das die Leute sehen wollen, die dieses Genre mögen und da doch eher blutiges erwarten.

Ziemlich überraschend kommt das Mitwirken von Selma Blair, die ich noch nie in so einem Streifen gesehen habe und die auch die beste Leistung abliefert, die allerdings dicker unter den Augen geschminkt ist, als jede Tusse auf dem WAVE GOTHIC TREFFEN.

Die FSK 18 Freigabe ist eigentlich unnötig, denn brutales bekommt man hier nicht wirklich geboten, wenn wird das meiste nur angedeutet, aber der rote Aufkleber macht sich doch immer besser als der blaue. Besonders bei diesem Genre.

Unter dem Strich ein solider Genrevertreter, durchaus besser als so manch andere Kacke, von Streifen wie THEY ist IN THEIR SKIN allerdings meilenweit entfernt.

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AMERICAN HEIST (Ascot Elite)

am 22. September 2015 unter Action, Drama abgelegt

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Frankie hat lange Zeit im Knast verbracht. Überleben konnte er nur mit Hilfe von Ray und Sugar, die ihm dort zur Seite standen. Nun sind alle draußen und natürlich steht Frankie in deren Schuld. Als die beiden einen Raubüberfall planen, muss dieser notgedrungen mitmachen. Man benötigt allerdings auch die Hilfe von Frankies kleinem Bruder Jimmy, der ein begabter Automechaniker ist. Dieser bekommt sein Leben gerade erst wieder auf die Reihe und zeigt sich wenig begeistert. Doch er wird von seinem Bruder so lange belabert bis er dann notgedrungen mitmacht – und schließlich fällt bei dem geplanten Raubüberfall ja auch einiges an Kohle ab, mit der er ein neues Leben beginnen könnte.

AMERICAN HEIST ist ein grundsolider Action-Thriller, gewürzt mit ein wenig Familiendrama. Der klassische „Kann man schauen, aber wenn nicht, hat man auch nichts verpasst“-Streifen.

Was sich allerdings Adrian Brody bei der Auswahl dieser Rolle gedacht hat, ist mir völlig unverständlich. Insbesondere die erste halbe Stunde ist absolut unerträglich, wenn er als cooler Knasti auf dicke Hose macht, mit dem Kopf zu Rap mitwippt und dusselige Oneliner loslässt.

Ich glaube der Mann hat sein schauspielerisches Talent am PREDATORS-Set liegen gelassen,, denn von einem mittelmäßigen (wenn auch sympathischen) Darsteller wie Hayden Christensen förmlich gegen die Wand gespielt zu werden, ist für einen Oscargewinner schon einigermaßen bitter.

Gut gefallen hat mir dagegen das sehr offene Ende, das perfekt zu dem Film passte. Überhaupt ist AH insgesamt stimmig und insbesondere der Charakter von Jimmy sehr gut geschrieben.

Wem grundsätzlich solche Geschichten zusagen kann sich AMERICAN HEIST bedenkenlos ansehen – unterhaltsam ist er schon. Fans von Brody sollten aber die Finger davon lassen, wenn sie nicht die unglaubliche Karikatur eines ehemals begabten Schauspielers sehen wollen.

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