Kalender

August 2015
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 25. August 2015

WIE EIN WEISSER VOGEL IM SCHNEESTURM (Capelight/ALIVE)

am 25. August 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

1439193073_001

Wir befinden uns im Sommer 1988. Die 17-jährige Kat hat ihrem ersten Freund und beginnt das Leben lieben zu lernen. Dann verschwindet jedoch ihre Mutter spurlos. Der Vater ist verzweifelt und meldet seine Frau als vermisst. Kat schockt das ganze nicht allzu sehr, da das Verhältnis zu ihrer Mutter mehr als bescheiden war. Auch 3 Jahre später ist diese nicht aufgetaucht. Kat studiert jetzt und besucht in den Ferien ihren Vater und ihre alten Freundinnen.

Weiter kann ich die Handlung nicht verraten, denn dann wäre ich schon beinahe am Ende. Als Thriller funktioniert der Streifen überhaupt nicht, was einfach daran liegt, da der Fokus eher auf dem Erwachsenwerden eines Teenagers liegt, als sich um den Vermisstenfall zu kümmern. So könnten viele Menschen hier mit völlig falschen Erwartungen herangehen.

Wer aber gerne Coming of age Streifen sieht, dem wird WEWVIS auch gefallen, in dem Shailene Woodley wieder einmal beweist, das sie einer der größten Nachwuchshoffnungen Hollywoods ist und sie zudem genauso gerne in kleinen Independent-Streifen spielt, wie auch in Blockbustern. Hoffentlich behält sie dies auch bei.

Die Rolle von Thomas Jane ist etwas seltsam, doch als der das Drehbuch las und wusste, dass er sich nackt mit Frau Woodley im Bett räkeln darf, sagte er sicher sofort zu. Ansonsten ist seine Rolle eigentlich überflüssig.

Sehr schön allerdings wird das authentische 1988/1991 gezeigt. Hier stimmt alles. Von den Möbeln, den Klamotten bis hin zur Musik. Der Soundtrack ist daher auch äußerst gelungen. Von New Order über Echo and the bunnymen bis zu Depeche Mode ist alles dabei.

Fazit: Wer einen Thriller erwartet, wie es einem die Rückseite des Covers suggeriert, der wird vollkommen enttäuscht sein, wer aber eine überragende Shailene Woodley in einer ihr auf den Leib geschriebenen Rolle als pubertärer Teenager, der sich zur Frau entwickelt, sehen will, ist hier gut aufgehoben.

5-chucky2233122333311112313142

ROBOT OVERLORDS (Koch Media)

am 25. August 2015 unter SciFi abgelegt

269333

Gigantische Roboter aus einer fernen Galaxie haben unsere gute alte Erde in nur 11 Tagen eingenommen. Die überlebenden Menschen dürfen ihre Häuser nicht verlassen, denn dann werden sie von Drohnen eliminiert. Da jeder Mensch mit einem elektronischen Implantat versehen wurde, scheint die Situation aussichtslos, zumal sich einige Kollaborateure mit den Maschinen zusammengetan haben. Doch eines Tages entdecken ein paar Teenager durch Zufall wie man diese Implantate ausknocken kann. Zuerst ist das nur ein Spaß und man genießt es, mal wieder im Freien rumlaufen zu können. Doch einer möchte seinen Vater finden, und bricht mit seinen Kumpels in die örtliche Bibliothek ein. Als man kurz darauf auf andere Widerstandskämpfer trifft, beschließt man die Erde von der Tyrannei zu befreien.

Hat man die Sache, WIE unsere Helden es schaffen die Maschinen auszutricksen erstmal geschluckt (und da muss man schon lange schlucken) bekommt man hier einen kleinen, aber feinen Science-Fiction Streifen geboten, der sehr stark an SUPER 8 erinnert, auch wenn die Geschichten sich eigentlich nicht ähneln. Aber immer wieder ertappte ich mich mich dabei, die beiden Filme miteinander zu vergleichen.…

Ben Kingsley spielt den Arsch wie immer hingebungsvoll, während Gillian Anderson irgendwie machen kann was sie will – sie ist und bleibt Agent Dana Scully, egal in welcher anderen Rolle man sie sieht.

Überraschend gut sind hier die CGIs, denn laut meiner Informationen war das Budget doch relativ gering – dafür hat man hier doch mehr als ordentliche Effekte hingezaubert.

Wenn ich allerdings auf dem Cover lese „Da kann Transformers einpacken“ muss ich mich doch fragen, ob man von Seiten Koch Medias, das eigene Produkt nicht doch etwas überschätzt, nur um die Leute, die den Transformers-Quatsch mögen als Zielgruppe anzulocken. Bei mir erreichten Sie sogar das Gegenteil. Ich hätte mit ROBOT OVERLORDS wegen dieses Spruches fast nicht angesehen, da ich so Filme, wie oben erwähnte, überhaupt nicht abhaben kann.

Wer mit schmal budgetierten Filme kein Problem hat und gerne jugendliche Helden sieht, dem wird der Film Spaß machen. Die FSK Freigabe ist mit 12 auch angemessen, da hier kein Blut fließt – muss ja auch nicht immer sein.

4chucky11221113

05chucky11221112122

A WOMAN (Cosmopolitan Pictures)

am 25. August 2015 unter Drama abgelegt

199284

Julie, eine unschuldige junge Frau, trifft auf einen geheimnisvollen Mann, der sich als der berühmte amerikanische Schriftsteller Max Oliver entpuppt. Max trauert noch immer um seine verstorbene Ehefrau, die Tangotänzerin Lucia Giordano, die das Thema seines neuesten Buches “A Woman” ist. Julie rettet Max aus seiner Qual, verliebt sich in ihn und nimmt seine plötzliche Einladung an, mit ihm in Italien zu leben. Doch dort entwickelt die junge Frau eine verhängnisvolle Obsession für die verstorbene Ehefrau des Schriftstellers. Und ihre Unsicherheit wandelt sich schnell in Paranoia.

Wer mich kennt, weiß was jetzt folgt, denn wenn ich den Pressetext hier reinkopiere, verheißt das nichts gutes, sondern soll immer nur belegen, wie man versucht, die Käufer auf einen Film aufmerksam zu machen.

A Woman ist so unfassbar langweilig, das es wirklich nahezu unmöglich ist, dabei nicht einzudösen. Die angebliche Obsession die Madame entwickelt, zieht sich dermaßen, das sage und schreibe eine geschlagene Stunde nichts, aber auch gar nichts passiert. Zudem ist die Liaison der beiden Hauptdarsteller unglaubwürdig, denn Defoe könnte ihr Opa sein.

Der wiederum dachte sich wahrscheinlich….“hee ein Dreh in Italien, schönes Wetter, Meer und Geld verdienen auch noch nebenbei und das für ein paar sinnlose Sätze von mir zu geben? Den Urlaub nehme ich doch gerne mit.“

Der geheimnisvolle Fremde, den man als Zuschauer serviert bekommt und der kurzweilig für leider unberechtigte Hoffnung sorgen soll, das dieser Film wenigstens etwas Spannung erzeugen kann, erfüllt diesen Job dann leider auch nicht.

So bleiben unter dem Strich wunderschöne Postkartenbilder in einem drögen Storynichts.

2chuckys

CHARLIES FARM (Meteor Film/ALIVE)

am 25. August 2015 unter Horror abgelegt

276292

Wenn man den Film beschreiben will müsste man eigentlich damit anfangen, dass ein paar Twens den Spuren einer blutrünstigen Legende ins australische Backland folgen um im Haus von Charlie Wilson zu übernachten. Vor dieser Formulierung hat man als Zuschauer mittlerweile fast Angst, weil eh klar ist, was passieren wird. Überraschenderweise ist der Streifen aber doch sehr unterhaltsam, denn natürlich ist Charlie nicht nur eine Legende und haust noch auf der Farm. Zu den vier gesellen sich noch zwei Wanderer, bei denen der Gore-Fan sich freut, da er weiß, das die eigentlich nur dafür da sind, das Charlie noch etwas mehr zum meucheln hat.

Trotzdem ist der Streifen nicht so doof, wie er sich anhört, denn man bemüht sich hier in Rückblenden, die Geschichte des Charlie Wilson und seiner Familie zu erzählen und nimmt sich hierfür eine Menge Zeit, was den Freunden des Gemetzels eher nicht gefallen wird, denn sie müssen somit wirklich auch noch eine Geschichte verfolgen, bevor sie ihre blutige Schlachtplatte zu sehen bekommen.

Die ist allerdings partiell dann wirklich heftig und langsam wird es zum Vorteil, dass in der FSK nur Scheintote sitzen, die während einer Sichtung solch eines Films zwischendurch mal wegdösen, sonst wüsste ich nicht wie der Streifen es geschafft hat, unzensiert eine Freigabe zu bekommen.

Dabei ist der Film aber durchaus einigermaßen spannend und die üblichen Sex und Fäkalwitze (anscheinend gibt es für amerikanische Herrschaften zwischen 18 und 25 keine anderen Themen) halten sich noch einigermaßen in Grenzen.

Das Gegrunze des Protagonisten geht einem zwar irgendwann auf den Zeiger, das verzeiht man ihm aber gerne, wenn er wieder einmal irgendwelche Körperteile „entfernt“

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer und sehr blutiger Stuss, der aber erstaunlich gut unterhält. Den halben extra Chucky gibt’s für die sehr guten Slasher-Szenen, die alle handgemacht sind.

Natürlich gilt diese Bewertung nur für das Slasher-Horror-Genre, denn vergleiche ich diesen Film mit subtilem wie SIXTH SENSE oder THE OTHERS lägen zwischen den Filmen mindestens 5 Chuckies.

5-chucky2233122333311112313142

05chucky11221112122