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Archiv für den 11. August 2015

VOICES (Ascot Elite)

am 11. August 2015 unter Drama, Komödie, Thriller abgelegt

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Auch wenn ich nicht weiß, ob der für Rheinland-Pfalz tätige Außendienstler der Firma Ascot T.H. noch unter den Lebenden weilt, hatte ich von der letzten Post noch diesen Film bei mir liegen.

Jerry arbeitet in einer kleinen Fabrik und ist ein lieber, aber auch etwas gutmütiger Trottel. Was außer ihm und seiner Therapeutin niemand weiß ist, das er vor Jahren als Kind ziemlich schlimmes erlebt hat und seine Mutter umbrachte, weil diese ihn darum bat. Dann verknallt er sich eines Tages in eine Kollegin namens Fiona, die allerdings kein wirkliches Interesse an ihm zeigt. Als Jerry beginnt seine Medikamente abzusetzen, hört er zudem wieder diese Stimmen…..und führt daheim Gespräche mit Bosco, der Bulldogge, und dem Kater Mr. Whisker. Eher aus Versehen „ermordet“ Jerry dann Fiona und wird in der Presse zum Serienkiller hochstilisiert und weiß gar nicht wie ihm geschieht. Als dann auch der Kopf von Fiona mit ihm spricht, sollte er dringend die Medikamente wieder nehmen….tut er aber nicht und so nimmt das Schicksal seinen Lauf..

Das hört sich nach einer ziemlich kruden Geschichte an und ist es letztendlich auch. Die äußerst skurrile Mischung aus Drama, Komödie, Psychogramm und Thriller vermag dabei aber erstaunlich gut zu unterhalten.

Glaubt man die ersten zehn Minuten noch, das man hier eine weitere Variante von KUCK MAL WER DA SPRICHT zu sehen bekommt, wandelt sich der Streifen zu einem recht abgedrehten Etwas.

Höhepunkte sind hierbei die fiesen Oneliner von Katze Whisker, der fast so cool ist wie Schwarzenegger einmal war und Jerry einredet, das er eine fiese Ratte ist. Im Gegensatz dazu der liebe Bosco, der sein Herrchen immer in Schutz nimmt.

Ryan Reynolds muss sich beim Dreh ziemlich bescheuert vorgekommen sein, mit Tieren zu sprechen, die ihm nicht antworten. Ich mag ihn grundsätzlich sehr gerne und auch diese Rolle, die aufgrund der vielen Facetten die sein Charakter hat, gar nicht so einfach zu spielen ist, meistert er souverän.

Trotzdem wird der abgedrehte Mix nicht jedermanns Sache sein, genau so wenig wie der von den Darstellern GESUNGENE !! Abspann. Mainstream geht anders, aber das ist ja auch gut so….

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CAREFUL WHAT YOU WISH FOR (Universum Film)

am 11. August 2015 unter Thriller abgelegt

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Endlich wieder Sommerferien. Wie jedes Jahr verbringt der 18-jährige Doug diese mit seinen Eltern in ihrem Haus nahe eines großen Sees. Auch dieses Jahr hofft er wieder viele Mädels kennenzulernen. Dann zieht der arrogante und steinreiche Investmentbanker Elliot ins Nachbarhaus und mit ihm, seine um ein vielfaches jüngere Ehefrau, ein. Dieser beauftragt Doug mit der Restaurierung seines Bootes. Der nimmt freudig an, denn etwas Geld nebenbei verdienen kommt immer gelegen. Allerdings nimmt er nicht nur die Kohle, sondern beginnt auch eine Affäre mit Dougs Ehefrau, da Elliot meist auf Reisen ist. Eines Tages bekommt er einen panischen Anruf von ihr. Sie hat ihren Gatten umgebracht und bittet Doug um Hilfe, die Tat zu vertuschen.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten diesen Film zu bewerten. Auf der einen Seite könnte man sagen, das dies nichts neues ist und so schon sehr oft erzählt wurde. Man kann aber auch argumentieren, das der Streifen zwar überall klaut, dies aber äußerst geschickt.

Dazu liefert Hauptdarsteller Nick Jonas eine außerordentlich gute Leistung ab. Dieser ist mir bislang noch nie in einem Film aufgefallen. Ich denke von dem Jungen werden wir noch mehr sehen.

Dermot Mulroney spielt den arroganten Arsch mit Hingabe und überzeugt nach RAMBLER zum zweiten mal in Folge, in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle. Isabel Lucas wäre zwar nicht mein Fall, aber man kann schon verstehen, wieso Doug ihr verfällt.

Die Haken die der Film ab Mitte des Films schlägt sind zwar nicht ganz so überraschend wie sie gerne wären und erinnern partiell ein wenig an OUT OF TIME mit Denzel Washington, ohne aber dessen Klasse zu erreichen.

Trotzdem bleibt unter dem Strich ein spannender und unterhaltsamer Thriller ohne großen Leerlauf. Und das reicht dann auch für

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DAS MÄCHEN HIRUT (Alamaode/ALIVE)

am 11. August 2015 unter Drama abgelegt

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Wir befinden uns im Jahre 1996 in Addis Abeba. Die Rechtsanwältin Meaza vertritt für eine staatlich finanzierte Organisation Frauen vor Gericht, die misshandelt wurden. Da bekommt sie eher zufällig den Fall der erst 14-jährigen Hirut mit. Diese wurde entführt und vergewaltigt. Als sie aus dem Haus des Peinigers floh, erschoss sie ihn auf der Flucht. Nach alten Traditionen der Äthiopier ist die Entführung einer erwählten Frau aber vollkommen normal und wird in ländlichen Gebieten regelmäßig so durchgeführt. Für diese Menschen ist Hirut eine Mörderin. In den Augen von Meaza hat sie sich nur verteidigt und es stellt sich nun die Frage welches Gesetz greift. Das ungeschriebene, traditionelle oder die moderne Rechtsprechung. Als Hirut Angst um ihr Leben haben muss, bringt sie Meaza in einem Waisenhaus unter, doch das Mädchen hat Sehnsucht und will zurück zur Familie, wo aber ihre vermeintlichen Mörder schon warten.

Man sollte es kaum glauben, das diese wahre Geschichte gerade mal 20 Jahre her ist und das es solche Traditionen immer noch gibt auf dieser Welt, auch wenn Äthiopien nun nicht als besonders fortschrittliches Land gilt.

Eine überraschend starke Performance liefern dabei die Anwältin und ihre Klientin ab. Gerade die Handlungsweisen und Reaktionen des Mädels sind glaubhaft und intensiv dargestellt.

Allerdings ist der Streifen insgesamt schon relativ trocken. Hier dominieren die Dialoge zwischen den Protagonisten sowie den Rechtsanwälten und Richtern.

Trotzdem ist DAS MÄDCHEN HIRUT mehr als ein simples Gerichtsdrama, dessen Urteil auch wegweisend für die Rechtsprechung in dem Land war.

Nun habe ich also auch mal einen äthiopischen Streifen gesehen, der zwar professionell gedreht ist, bei dem allerdings die Geschichte ab und an ein wenig abgehackt wird und einige Schnitte ziemlich hart wirken.

Wem dieses Thema nicht zu kompliziert ist und gerne solche Filme sieht, macht hier nichts falsch. Ausführende Produzentin ist übrigens Angelia Jolie!

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A MOST VIOLENT YEAR (Universum Film)

am 11. August 2015 unter Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1981. Spediteur Abel Morales erhält den Zuschlag für ein Grundstück, das ihm viel Profit im Ölgeschäft bringen sollte. Doch er kann zunächst nur die Anzahlung begleichen. Der Rest der Summe wird mit der Zeit zum Problem, da unbekannte Täter immer wieder seine Lastwagen überfallen und ihn somit schwer schädigen. Also muss er Klinkenputzen gehen um bei Leuten den Rest des Betrages zusammenzubekommen, doch die Überfälle gehen weiter. Als die Fahrer beginnen eine Waffe auf ihre Tour mitzunehmen ist das der Anfang vom Ende….

Gegen die Geschichte ist nichts einzuwenden. Ich kenne keinen Film mit einer ähnlichen Thematik – die Umsetzung ist leider nicht so gelungen wie die Story, denn in den unfassbar langen 125 Minuten kommt maximal 10 Minuten etwas Spannung auf.

Oscar Isaac versucht Andy Garcia zu kopieren, bräuchte dafür aber mehr als die ihm zur Verfügung stehenden 2 Gesichtsausdrücke. Und die von mir sehr geschätzte Jessica Chastain sollte mal anfangen, sich ihre Rollen besser auszusuchen, denn wie auch schon im Weltraumquark INTERSTELLAR ist sie hier bestenfalls schmückendes Beiwerk – da hat sie doch wesentlich mehr Potenzial (siehe ZERO DARK THIRTY)

So bleibt unter dem Strich ein Streifen, der einfach nicht in die Gänge kommen will, auch wenn man sich als Zuschauer danach sehnt.

Ich habe nichts gegen dialoglastige Filme, dann sollten aber eben diese Dialoge auch in irgendeiner Form Interesse wecken oder Spannung erzeugen. Dies ist hier nicht der Fall.

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