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Archiv des Monats Juli 2015

SELMA (Studio Canal)

am 14. Juli 2015 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1965. Das erlassene Gesetz, das Schwarze nun auch wählen dürfen, lässt der rassistische Süden nicht zu. Unter Leitung von Martin Luther King treffen sich Hunderte von Farbigen Menschen in der Stadt Selma um dort friedlichen Widerstand auszuüben. Auch das Verhältnis von King zu Präsident Johnson beginnt sich zu verschlechtern, da dieser ihm aus wahltaktischen Gründen verweigert, sich für die schwarzen Mitbürger im Süden einzusetzen. Als die Polizei die friedlichen Demonstranten niederknüppeln eskaliert die Situation.

SELMA ist toll recherchiert und fantastisch besetzt. Tom Wilkinson spielt seine Rolle so echt, das man ihn sich wirklich als Präsident der USA vorstellen könnte. Dazu agieren gewohnt souverän Giovanni Ribisi und Tim Roth in einer Paraderolle als Arschloch. David Oyelowo ist ebenfalls gut besetzt, weil er dem echten King äußerlich doch sehr nahe kommt.

Obwohl hier alles zu passen scheint hat der Film mich nicht wirklich bewegt, wie es bei so einem Streifen eigentlich sein sollte. Ich kann das nicht an einem bestimmten Grund festmachen, aber irgendwie schlug der Funke bei mir nicht über.

Natürlich hat man Mitleid mit den Schwarzen und ich frage mich heute noch wieso man Menschen mit anderer Hautfarbe diskriminiert, aber der Film selbst hatte nicht so eine Wirkung auf mich wie andere Dramen um das Thema.

Da aber das eine sehr subjektive Einschätzung ist und der Rest des Streifens absolut professionell in Szene gesetzt und gut photographiert ist gebe ich ihm trotzdem

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ANOMALIE (Maritim/Alive)

am 07. Juli 2015 unter Reviews abgelegt

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Christy ist eine sogenannte Träumerin. Sie sieht dort sowohl Dinge die bereits passiert sind, als auch welche die in der Zukunft passieren werden. Eines Tages taucht in einem Traum ein kleiner Junge auf, der sehr traurig zu sein scheint. Mit zunehmender Dauer sieht sie diesen auch im realen Leben als Flashback. Als die ersten ihrer Freunde tot aufgefunden werden, vermutet sie, das dieser Junge damit etwas zu tun hat und forscht nach…

ANOMALIE schreit praktisch in jeder Minute „ich hätte ein toller Film werden können wenn….“, doch leider bleibt es nur bei Durchschnitt.

Die Schauspieler agieren teilweise auf eher bescheidenem Niveau, wobei die beiden Hauptcharaktere ihre Sache gut machen. Der Junge hingegen sieht klasse aus, richtig spooky gestylt, hat aber für meine Begriffe zu wenig Screentime. Die Wende am Ende ist durchaus gelungen, wenn auch nicht ganz unvorhersehbar.

Die Synchronisation befindet sich wieder eher in der unteren Qualitätsskala, wobei ich mir abgewöhnt habe, das in die Bewertung einfließen zu lassen, weil da ja weder Regisseur noch der Film etwas für können.

Allerdings habe ich mich die 90 Minuten auch nicht gelangweilt, nur wären eben noch sehr viel mehr Möglichkeiten da gewesen, das ganze etwas gruseliger zu gestalten.

Fazit: Solider kleiner Horrorfilm mit geringem Budget aber einem wirklich gruseligen Geist. Die FSK 18 Freigabe ist ein Witz.

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VIRTUALITY (Koch Media)

am 07. Juli 2015 unter Drama, SciFi abgelegt

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Das Raumschiff Phaeton ist unterwegs in den Weiten des Alls um neue Welten zu erforschen, denn die Erde steht kurz vor dem Untergang. Da die Reisedauer extrem lang ist, gibt es für die Crew die Möglichkeiten mithilfe von Spezialinstrumenten in virtuelle Welten abzudriften. Zudem wird der Alltag der Crew wie in einer Reality Show an die Erde gesendet und hat dort enorme Einschaltquoten. Doch dann passieren merkwürdige Vorfälle in den künstlich erschaffenen Realitäten und es erhärtet sich der Verdacht, das hier Sabotage am Werk ist

Regisseur dieses Weltraumstreifens ist immerhin Peter Berg, der als Darsteller in Wes Cravens SHOCKER begonnen hat, in den letzten Jahren nach gutem Beginn (Very bad things) immer mehr zum Mainstream-Regisseur geworden ist (Welcome to the jungle, Battleship).

Hier inszeniert er einen soliden Weltraumthriller, der allerdings sehr viele Fragen aufwirft und diese leider fast gar nicht beantwortet. Das kam mir dann spanisch vor und ich habe mal recherchiert.

Der Streifen war der Pilotfilm zu einer Serie, die niemals realisiert wurde. Das rechtfertigt natürlich den Erklärungsnotstand, den man über die gesamte Filmdauer präsentiert bekommt.

Die Tricks sind hierbei sehr ordentlich und die Ideen eigentlich auch, doch es wird eben nichts wirklich aufgeklärt oder zu Ende gedacht.

Eine Bewertung entfällt hier, da der Film durchaus gute Ansätze zeigt, aber eben durch das Nicht zustande kommen der Serie auch viele Fragen offenlässt. Der Soundtrack ist allerdings grausig.

OUT OF THE DARK (WVG)

am 07. Juli 2015 unter Horror abgelegt

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Sarah Harriman zieht mit Mann und Tochter nach Kolumbien, denn Daddy möchte ihr die Geschicke der Firma anvertrauen und sich selbst zurückziehen. Man quartiert die drei in einer schönen alten Villa ein. Doch dann verschwindet das Mädchen Hannah. Als das Ehepaar nachforscht erfährt es von einer alten Legende, die besagt, dass dort mehrere Kinder geopfert wurden. Haben die Geister Hannah entführt? Und steckt der Vater von Sarah in der Sache mit drin?

Diese Fragen bekommen die Zuschauer in den leidlich spannenden 90 Minuten beantwortet, ohne das mir dabei auch nur eine neue Idee aufgefallen wäre.

Stiles bemüht sich im Rahmen ihrer beschränkten Mimik, Speedman ist erträglich und der bereits seit gefühlten 40 Jahren gleich aussehende Stephen Rea hat eher eine Nebenrolle.

Überraschungen darf man hier keine erwarten und so eignet sich der Film eher für Menschen, die noch nie nen Horrorfilm gesehen haben oder die einen der Hauptdarsteller mögen.

Der Streifen ist Standardkost, am Horrorreißbrett konstruiert und erschreckend überraschungsfrei, aber immerhin keine Zeitverschwendung. Wenn man mal gar nix mehr zum Schauen hat, durchaus passabel.

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DAYS AND NIGHTS (Tiberius)

am 07. Juli 2015 unter Drama abgelegt

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Liebe Videoten. Was würdet Ihr sagen wenn Ihr diese Zusammenfassung eines Filmes durchlest:

Auf dem Anwesen von Filmdiva Elizabeth versammeln sich Verwandte und Bekannte aus Anlass des Geburtstages von Elizabeths Bruder Herb. Der ist schwer erkrankt und in ständiger Begleitung eines Arztes. Elizabeths Sohn Eric hat den Künstler in sich entdeckt und lässt sich von Muse Eva inspirieren. Ebenfalls vor Ort: Elizabeths Liebhaber, der Regisseur Peter, und das Hausmeisterehepaar samt wunderschöner, unglücklich verheirateter Tochter. Bald schießen Leidenschaften ins Kraut, brechen sich unterdrückte Gefühle Bahn.

Dazu noch eine Besetzungsliste mit Namen wie JEAN RENO, KATIE HOLMES, MICHAEL NYQVIST, BEN WHISAW, WILLIAM HURT und noch einigen mehr?

Der erste Gedanke wäre doch….he das könnte doch zu interessanten Konflikten führen, mit brillanten Darstellern und einigem trockenem Humor. DAYS AND NIGHTS hat NICHTS davon, absolut GAR NICHTS.

Der Film ist weder lustig noch dramatisch und schon gar nicht spannend. Eine Aneinanderreihung von blödsinnigen Szenen, dusseligen Geschehnissen und strohdoofen, affektierten Dialogen.

Man bekommt hier doch den Eindruck, das sich Menschen wie Reno oder Hurt noch ein bisschen Geld zur Rente dazu verdienen wollen, wobei insbesondere letzterer einen solch beknackten Charakter darstellt, das es ihm eigentlich peinlich sein müsste, diesen Mist in seiner Filmographie zu haben.

Fazit; Ein filmisches Nichts dessen Handlung etwa soviel Sinn macht wie ein Regenschirm in der Sahara oder eine zuckrige Sprühsahneparty auf der Diabetes-Station. Die Klage gegen den Videothekar, der mir diesen Film empfahl, ist bereits in die Wege geleitet.

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