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Archiv für den 28. Juli 2015

APOCALYPTIC (Splendid)

am 28. Juli 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Die Reporterin Jobie Black dreht eine Kurz-Doku eines Drogentreffens, bei der ihr ein Beteiligter erzählt, dass er bis vor kurzem Mitglied einer australischen Sekte war. Daraufhin besucht sie diese und ist zuerst begeistert, denn die Harmonie unter den Menschen ist groß. Der Anführer ein gewisser Michael ist höflich und zuvorkommend. Nach einiger Zeit fallen Jobie und ihrem Kollegen allerdings einige merkwürdige Sachen auf. Als sie ein Massengrab finden, wird es auch für die beiden Reporter brenzlig.

Und wieder ein FOUND FOOTAGE Film, obwohl ja kein Mensch mehr glaubt, das hier eine Kamera gefounded wurde, sondern klar ist, das es sich eigentlich um einen normalen Film handelt, der, wie eigentlich alle Filme dieses Genres, das Problem hat in die Gänge zu kommen.

Der Anfang ist hierbei noch ganz originell, doch der Abschnitt in denen die beiden das Leben der Gemeinde filmen und es als positiv ansehen, ist einfach etwas lang geraten.

Die letzten 30 Minuten hingegen sind sehr gelungen und die Abschluss-Szene ist fast so gut wie die von BLAIR WITCH PROJECT. Aber irgendwie kennt man das eben alles schon aus anderen Streifen, obwohl die Story selbst für einen Film dieses Genres neu ist.

Alles beim alten in der FF-Szenerie. Auch dieser Film bekommt daher von mir 4 Chuckies. Der einzige der wirklich aus dem ganzen Einheitsbrei herausstach war THE BAY….für Fans des Genres aber sicher einen Blick wert.

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ICH SEH ICH SEH (Koch Media)

am 28. Juli 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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In einem abgelegenen Haus am Waldrand verbringen die Zwillinge Lukas und Elias die Sommerferien und warten darauf, das ihre Mutter wieder auftaucht. Doch als sie dann endlich nach Hause kommt, ist ihr Gesicht komplett einbandagiert. Es scheint als hätte sie einen schrecklichen Autounfall hinter sich. Zudem ist ihr Wesen komplett verändert. Aus der liebevollen Mutter ist eine herrische und gemeine Frau geworden. In den beiden Jungen regt sich der Verdacht, das dies hier gar nicht ihre Mutter ist. Also versuchen sie diesen irgendwie zu bestätigen. Mit der Zeit werden die Mittel die sie dazu anwenden immer drastischer.

Was ICH SEH ist das man satte 30 Minuten damit verbringt, den Zwillingen beim spielen und Quatschen zuzuschauen. Dann kommt endlich mal etwas Schwung in die Geschichte. Die Idee, die vermeintliche Mutter mit einem Spiel als Fremde zu entlarven, ist hierbei ganz pfiffig.

Zudem schwenkt der Film in der zweiten Hälfte (ähnlich wie bei Inside) in eine komplett andere Richtung und wird dabei partiell richtig fies.

Jedoch fehlt dem Streifen eigentlich konstant so etwas wie ein roter Faden und wenn in einem Film in 20 Minuten gefühlte 15 mal der gleiche Satz kommt, ist das für mich keine Kunst sondern Langeweile.

Der Film wird jedoch im Internet abgefeiert, als hätte man hier ein absolutes Meisterwerk gesehen. Aber das ist, wie gesagt, bestimmt Kunst und davon verstehe ich nichts. Der reine Unterhaltungswert des Filmes hält sich sehr in Grenzen, wobei wie bereits erwähnt, der zweite Part dabei noch ganz ordentlich gerät.

So bleibt unter dem Strich ein Film gegen den Streifen von Wim Wenders wie ein Schnitt-Stakkato aussehen. Da ich aber auch einige Sachen durchaus gelungen fand und dieser Film sicher die Meinungen spaltet, lege ich mich nicht auf eine bestimmte Note fest, daher alles drin zwischen:

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und

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STILL ALICE (Polyband/WVG)

am 28. Juli 2015 unter Drama abgelegt

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Alice Howland ist Professorin für Linguistik an der Columbia University in New York, hat einen liebevollen Mann und 3 Kinder. Doch eines Tages verirrt sie sich beim Joggen und verbockt eine Vorlesung. Mit zunehmender Dauer beginnt sie, Dinge zu vergessen. Die erschütternde Realität: Alzheimer – und das mit gerade mal 50 Jahren. Zudem ist diese Krankheit vererbbar, es ist also höchstwahrscheinlich, das ihre Kinder diese furchtbare Diagnose ebenfalls irgendwann bekommen. Während sich der Zustand von Alice immer weiter verschlechtert, beginnt ihr Mann sich von ihr abzuwenden und so wenig Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, weil er ihren Zustand nicht mehr ertragen kann. Doch Alice gibt nicht auf.

Lange hat es gedauert, doch jetzt hat auch endlich Julianne Moore ihren ersten Oscar, den sie schon so oft verdient gehabt hätte. Seit Jahren ist sie für mich eine der besten Schauspielerinnen die Hollywood zu bieten hat, war aber oft in Filmen dabei, die nicht wirklich interessant für die doch recht spießige Academy sind (Carrie, Chloe, Shelter).

Nun hat man ihr großes Talent endlich einmal gewürdigt und sie liefert in dem einfühlsamen Drama auch eine sehr gute Leistung ab. Besonders der leise Verfall ihres Körpers wird hier sehr gut dargestellt. Ist sie anfangs noch eine hübsche, selbstbewusste Frau, wird sie im Laufe des Films immer unbeholfener und auch unattraktiver.

Neben Moore hat mir auch Baldwin als Ehemann gut gefallen – die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt. Da kann man dann auch mal über die eigentlich nicht zu ertragende Frau Bosworth hinwegsehen. Und Madame Stewart versucht zumindest auch zu schauspielern, was ihr für ihre Verhältnisse erstaunlich ordentlich gelingt. Der Focus liegt hier aber ganz klar auf der Hauptdarstellerin.

Eins muss ich jedoch negativ anmerken, wofür allerdings der Film selbst nichts kann. Die Blu Ray dieses Streifens ist eine Katastrophe. Milchig und teilweise sogar leicht verschwommen dachte ich zuerst dies sei vom Regisseur so gewollt. Dem ist mitnichten so.

Fazit: Intensive und einfühlsames Drama mit brillanter Hauptdarstellerin, aber mieser Blu Ray.

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THE BRIDGE (justbridge)

am 28. Juli 2015 unter TV-SERIE abgelegt

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Der kanadische Streifenpolizist Frank Leo wird nach dem Tod seines Mentors und einem tragischen Unfall eines Kollegen plötzlich zum Chef der Polizeigewerkschaft gewählt, weil er als absolut integer gilt und bei den Kollegen beliebt ist. Er erkennt schnell, das hier nicht alles rechtens zugeht – Korruption ist an der Tagesordnung. Trotzdem kann Leo nicht komplett aus seiner Haut und ermittelt immer wieder mal bei Morden und Entführungen mit, was vielen gar nicht gefällt, genauso wenig wie seine ehrliche Art. Also versucht man ihn zu diskreditieren.

THE BRIDGE hat nicht mit der gleichnamigen Serie zu tun, die das Remake des dänischen Originals DIE BRÜCKE verkörpert, sondern ist eine völlig eigenständige Reihe, die hier auch komplett vorhanden ist, denn nach einer Staffel wurde sie bereits eingestellt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Die Charakterzeichnung des Hauptdarstellers ist ausgezeichnet, die Schauspieler sind allesamt bis in die Nebenrollen ordentlich besetzt und auch die Geschichten sind gut geschrieben.

Allerdings ist hier nicht alles Eitel Sonnenschein und es werden auch ganz klar die Missstände in der Polizei angeprangert und daraus resultierende Konsequenzen für die Beteiligten aufgezeigt. Vielleicht passte den Zuschauern diese dunkle Seite ihrer Beamten nicht. Zudem enden die verschiedenen Handlungsstränge auch oft nicht in einem Happy-End.

Schade, THE BRIDGE ist deutlich besser als manch andere Serie, wurde aber schnell vom Serien-Aus ereilt. Wer aber gerne realistische Darstellungen des Polizeialltags sehen möchte, kann hier eigentlich nicht falsch machen….

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