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JOHN WICK (Studio Canal)

270111

Eigentlich wollte ich hierüber keine Kritik schreiben, da ich nun wahrlich niemand bin, der das Action-Genre als seinen Favoriten auserkoren hat, doch dieser Streifen polarisiert im Internet dermaßen, das ich auch mal meinen Senf dazugeben möchte.

Zur Zusammenfassung des VIDEOMARKTES möchte ich zuerst gratulieren, denn mir wäre so viel gar nicht eingefallen:

Nach fünf glücklichen Ehejahren, die mit dem Tod seiner Frau tragisch endeten, zieht sich John Wick in seine Trauer und seine Luxusvilla zurück. Womit er sich letztere verdient hat, ahnen die drei Männer nicht, die eines Nachts dort einbrechen, Wick an seinem wundesten Punkt treffen und ihn halbtot zurücklassen. Ein schwerer Fehler, denn der ehemalige gefürchtete Auftragskiller zieht fortan auf einen blutigen Rachefeldzug, der auch vor dem Vater des Haupttäters, einem mächtigen russischen Mafiapaten, nicht Halt macht

Die Geschichte passt locker auf ein Post-it und selbst da hat man noch Platz für den nachmittäglichen Einkauf. Der Film ist zudem absolut frei von Selbstironie – die meinen das hier tatsächlich ernst, was schon erschreckend genug ist.

Sicherlich ist Keanu Reeves von jeher schauspielerisch etwas limitiert, aber ich mag ihn trotzdem als Typ und die überwiegende Anzahl seiner Filme sind auch gelungen. Hier muss es eigentlich nur zwischen zwei Gesichtsausdrücken hin und herwechseln, (was sogar Steven Segal kann). Willem Dafoe hat eine kleine, aber feine Nebenrolle, während Michael Nyqvist als „ich bin hier der böse Mann“ irgendwann tierisch nervt. In dem Streifen werden zudem mehr Russenklischees bedient, als in einer 4 stündigen Dokumentation über Putin vorhanden wären. Dazu ist der Film NULL spannend.

Auf der Habenseite stehen schicke optische Spielereien und der sehr effektive Einsatz von Blaufilter, der einige wirklich fantastische Bilder bringt.

Die FSK Freigabe ab 16 ist wiederum ein netter Gag, denn hier werden reihenweise Menschen umgebracht, wobei den Opfern oft erst alle Gelenke gebrochen und diese dann auch noch mit Kopfschüssen versehen werden. Sehr interessant, das dies den Jugendschützern nicht zu hart war oder sie sind mal wieder weggepennt was bei einem Durchschnittsalter der Filmsichter von 92,7 Jahren auch kein Wunder ist.

Ich habe versucht einigermaßen fair die positiven Dinge des Streifens aufzuzählen – jetzt kann sich jeder selbst ein Bild machen, ob das hier etwas für ihn ist oder nicht.

Sicherlich ist hier alles drin zwischen

2chuckys

und

8chuckys1

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