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Archiv für den 30. Juni 2015

WHIPLASH (Sony Pictures)

am 30. Juni 2015 unter Biopic, Drama abgelegt

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Andrew ist 19 Jahre alt und hat ein großes Vorbild, einen der besten Drummer aller Zeiten: Buddy Rich. Zudem ist er mit großem Talent gesegnet. In einer New Yorker Eliteschule wird der gefürchtete aber erfolgreiche Lehrer Fletcher auch bald auf Andrew aufmerksam und holt ihn in das Schulorchester. Der glaubt sein erstes großes Ziel erreicht zu haben, doch Fletcher ist ein fieser und unerbittlicher Perfektionist. Mit teilweise unmenschlichen Methoden fordert und fördert er Höchstleistungen von seinen Schülern und bringt sie mit seinen Beleidigungen bis zum Heulen und in einem Fall gar ins Grab. Auch Andrew bekommt diese Methoden schnell zu spüren, doch er ist bereit sich durchzukämpfen – koste es was es wolle.

Ich bin normal eher vorsichtig mit Superlativen und auch mit der Vergabe der Höchstwertung, doch ich habe wirklich nichts an dem Streifen gefunden, was ich auszusetzen hätte. Auch das von einigen gescholtene Ende finde ich gelungen, weil es eigentlich final alles über die beiden Charaktere aussagt.

Die Vorstellung von J.K. Simmons als unbarmherziger, fast schon sadistischer Lehrer wurde zurecht mit einem Oscar belohnt. Er ist praktisch die musikalische Variante des von R. Lee Ermy in Full Metal Jacket verkörperten Kultcharakters des Sergeant Hartman – Fletcher hat allerdings noch deutlich mehr Beleidigungen in seinem Repertoire.

Aber auch Miles Teller, der mir bislang nur in DIVERGENT aufgefallen war, liefert eine hervorragende Leistung ab und man nimmt ihm den musikverrückten Drummer, der sich die Hände blutig trommelt, in jeder Minute ab.

Es gibt mit Ausnahme von Volksmusik wohl keine Musikrichtung die mir mehr ferner liegt als Jazz. Trotzdem hat mir die Mucke in dem Streifen richtig gut gefallen, weil sie einfach perfekt zu der Story passt und einen packt.

Da ich mich auch nie mit dieser Musikrichtung befasst habe, waren mir auch nur ein paar Standards wie TAKE 5 bekannt, die alle recht gediegen daherkommen. Das es allerdings Stücke gibt, die die Schlagzeuger dermaßen fordern, wusste ich tatsächlich nicht.

Fazit: In dem Streifen passt einfach alles zusammen. Schauspieler, Dialoge, Regie (das Gesehene spiegelt angeblich die wahren Erlebnisse des Regisseurs wider), Musik. Der Film ist teilweise spannender als ein Thriller und das als Musikdrama!!!! Absolut empfehlenswert.

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AUTUMN BLOOD (Donau Film/Alive)

am 30. Juni 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die 16-jährige Maria lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Peter auf einem Hof in den Tiroler Bergen. Der Vater wurde vom Dorfbürgermeister erschossen – seitdem spricht Peter nicht mehr. Eines Tages verstirbt auch die Mutter der beiden, was Maria versucht geheimzuhalten. Doch das gelingt nicht und so kommen einige Männer auf die Farm und vergewaltigen das wehrlose Mädchen. Als kurz darauf eine Sozialarbeiterin das Dorf besucht, wollen eben diese Herrschaften Maria zum Schweigen bringen. So beginnt eine Jagd durch die Tiroler Bergwelt…..

Nach einer halben Stunde „Unsere kleine Farm“-Reloaded, bei dem ich dachte, dass ich die falsche Blu Ray eingelegt hatte, kommt der Streifen dann doch endlich mal zur Sache.

Im ganzen Film werden nicht einmal 20 Sätze gesprochen, was sicher ein Stilmittel sein soll und das der Regisseur versucht, mit hübschen Landschaftsbildern zu ergänzen, was leider nur bedingt gelingt.

Zugegeben, die Flucht durch die Wälder und Landschaften ist schön gefilmt, aber die Spannung hält sich doch merklich in Grenzen.

Zudem weiß man bis zum Schluss nicht, wieso der Vater eigentlich erschossen wurde und auch die Motive der Vergewaltiger bleiben geheim, es sei denn man gibt sich mit der Erklärung zufrieden, dass es in dem Kaff keine sexwilligen Frauen gibt.

Das Mädel spielt sehr gut, während Peter Stormare mittlerweile so ziemlich jede Rolle annimmt, um seine Rente zu sichern.

So bleibt unter dem Strich weder Fisch noch Fleisch. Ein merkwürdiger Streifen….

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THE IMITATION GAME (Universum Film)

am 30. Juni 2015 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1939. Auch England haben die Deutschen den Krieg erklärt. Diese verfügen über die ultimative Code-Maschine namens ENIGMA. Niemand ist in der Lage deren Verschlüsselungen zu knacken. Und somit die Nachrichten der Deutschen untereinander zu dechiffrieren. Das Codeknacker Team in Bletchley Park versucht dies ebenfalls erfolglos. Eines Tages stößt der verschlossene und arrogante Mathematiker Alan Turing dazu. Mithilfe einer riesigen Maschine, die er Christopher nennt, sowie der hochintelligenten Joan, soll es gelingen die Codes zu knacken. Doch auch nach einem Jahr gibt es keine Erfolge zu vermelden und Turing soll gefeuert werden. Zudem ist ein Geheimnis, nämlich seine Homosexualität, kurz davor ans Licht zu gelangen…..Turing gerät immer mehr unter Druck….

Welche Türen heute eine erfolgreiche TV-Serie öffnen kann ist schon erstaunlich. Wer kannte denn vor SHERLOCK schon Benedict Cumberbatch? Jetzt spielt er eine große Rolle nach der nächsten und alle überaus überzeugend, obwohl sie so unterschiedlich sind wie den Bösewicht in STAR TREK, den Wikileaks Gründer Assange als auch einen spleenigen Mathematiker.

Fast niemand, den man so fragt, kennt den Namen Alan Turing und das obwohl der Mann Millionen von Menschenleben gerettet hat. Heute wäre er mit dieser Leistung ein Held.

Leider stand ihm seine Homosexualität im Wege, zu der er aber trotzdem immer stand und für die er letztendlich auch starb.

Und genau das ist auch die einzigste Schwachstelle des Streifens. Das dieser Held so unbekannt ist, lag hauptsächlich an seiner Sexualität und die wird in dem Film leider zu kurz behandelt. Bestenfalls zehn Minuten widmen sich diesem Thema, das immerhin seinen Weltruhm verhinderte.

Der Rest seiner Biographie wird allerdings sehr gut zusammengefasst. Wie er es schafft mit Ehrgeiz und Besessenheit ENIGMA zu knacken ist toll gespielt und erzählt. Auch die Rückblenden zu seiner Schulzeit wissen zu gefallen.

So wäre IMITATION GAME als Film über eine fiktive Person nahe an der Höchstwertung, als Biopic jedoch fehlen einfach entscheidende Stellen. Trotzdem gibt es, auch wegen der tollen Nebendarsteller, wie Charles Dance, Mark Strong und der überraschend überzeugenden Keira Knightley

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VAMPIRE (Koch Media)

am 30. Juni 2015 unter Drama abgelegt

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Der junge Biologielehrer Simon hat ein sehr starkes Verlangen nach menschlichem Blut. Da er aber auch sehr sensibel ist, bringt er es nicht übers Herz, Menschen anzugreifen und zu ermorden. Daher wählt er sich Opfer aus, die ihrem Leben eh ein Ende setzen wollen, denn in Chatrooms gibt es haufenweise Leute, die sich umbringen wollen. So vereinbart er ein Treffen mit Ihnen unter dem Vorwand, dass auch er seines Lebens überdrüssig ist. Dann verhilft er Ihnen zum Selbstmord und trinkt deren Blut. Doch auch bei dieser Methode bekommt er mit der Zeit ein schlechtes Gewissen und dann verliebt er sich auch noch in eines der Opfer….

Ich mag Kevin Zegers, der aber bis heute nicht geschafft hat, in die A-Liga vorzustoßen, was sicher auch an seiner Filmauswahl und weniger an seinem schauspielerischen Talent liegt. Nicht das die Streifen schlecht wären (Frozen, Colony, Fear of the dark), aber sie sind eben eher Geheimtipps.

Auch VAMPIRE ist ein recht unbekannter, eher schmal budgetierter Streifen, der zwar eine interessante Variante des mittlerweile ziemlich ausgelutschten Themas präsentiert, das ein wenig an DIE WEISHEIT DER KROKODILE erinnert (wo bleibt da bitte die Blu Ray?), aber nicht annähernd dessen Klasse erreicht.

Zudem ist der Handlungsabschnitt mit seiner Mutter eigentlich völlig überflüssig und zieht den Streifen nur in die Länge. Spannung kommt dabei jedoch keine auf.

Dafür ist VAMPIRE schick gefilmt und hat einige wirklich interessante Kameraspielchen zu bieten. Auch die Nebendarsteller sind ordentlich.

Das alles reicht allerdings nicht für satte 118 Minuten und so schleppt sich der Film langsam dem Ende zu. Da wäre mehr möglich gewesen…

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