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Archiv für den 23. Juni 2015

FEAR CLINIC (Mad Dimension/Alive)

am 23. Juni 2015 unter Horror abgelegt

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Dr. Andover hat eine sogenannte FEAR CHAMBER entwickelt, eine Maschine, mit der er versucht, Traumatisierte und Angstpatienten von ihrem Leiden zu befreien. Damit erzielt er auch einiges an Erfolgen und die Herrschaften scheinen geheilt. Doch nach einem Jahr kehren bei allen die Ängste zurück und sie wollen sich erneut helfen lassen. Doch Andover hat erkannt, das er mit seine Methode nicht nur seinen Probanden geholfen, sondern auch eine seltsame Kraft heraufbeschworen hat, die sich von Furcht ernährt und diese ist nun auf der Suche nach Opfern.

Das hört sich im ersten Moment kruder an als es im Endeffekt eigentlich ist, denn die Grundidee ist nicht unclever.

Nahezu unfassbar ist allerdings, was man aus diesem doch recht schmal budgetierten Streifen herausgeholt hat. Die Kamera und insbesondere die Ausleuchtung könnten glatt als A-Movie durchgehen und auch die Effekte, insbesondere gegen Ende, sind alles andere als schlecht. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so einen professionell aussehenden Streifen mit so schmalen Budget gesehen habe.

Mittendrin Freddy Englund, der aber nun doch schon in die Jahre gekommen ist und die horrorerbrobte Fiona Dourif, die sich wohl zum Ziel gesetzt hat, die Nachfolge ihres Vaters Brad anzutreten, der ja auch eine Ikone des B-Movie Horrorfilms ist und die ja auch beim letzten Chucky (im Original ihr Dad) schon mitspielte.

Gegen Ende gerät das ganze dann ein wenig over the top und die Synchronisation der Nebenfiguren, die wenige Sätze zu sprechen haben, ist ziemlich schlecht, da dachte man wohl Geld sparen zu können und so klingt ein 7 jähriger eben wie ein 17-jähriger. Dies macht sich aber NUR bei Nebenfiguren bemerkbar, die eh nicht viel Text haben. Zudem kann der Regisseur ja nix für die deutsche Synchronisation.

Fazit: Durchaus cleverer Horrorstreifen mit originellen Ideen und toller Ausleuchtung. Dazu gibt es einen interessanten Twist kurz vor Ende. Ich bin überrascht….

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´71 (Ascot Elite)

am 23. Juni 2015 unter Action, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1971. Der Nordirland-Konflikt ist auf seinem Höhepunkt. So wird Rekrut Gary zusammen mit einigen Kollegen zu einem Einsatz nach Belfast abkommandiert. Während einer Patrouille gerät er mit ein paar Kameraden in eine wild gewordene Menge, bei dem einem von ihnen die Waffe abgenommen wird. Gary und ein weiterer Soldat folgen dem Dieb – dann fällt ein Schuss und sein Kollege ist tot. Da seine Kameraden abgerückt sind, muss er sich jetzt in dem unbekannten Belfast selbst beweisen und gerät dabei auch zwischen alle Fronten

Nun bin ich nicht wirklich Experte, was den Konflikt in Nordirland angeht, daher bewerte ich den Film einfach mal als Drama und als solcher funktioniert er absolut.

Dazu trägt ein absolut grandioser, düsterer Soundtrack bei, der immer im richtigen Moment einsetzt.

Die Charaktere wirken alle relativ glaubwürdig und Jack O’Donell, den ich noch aus MAUERN DER GEWALT in Erinnerung habe, spielt den verängstigten aber auch entschlossenen Soldaten durchaus mit Verve.

Der letzten halben Stunde allerdings konnte ich nur bedingt folgen, da hier der Konflikt der beiden Seiten eine größere Rolle spielt, als die Rettung bzw. die Flucht des Soldaten.

Aber auch ohne Vorkenntnisse bekommt man hier einen spannenden Kriegsthriller geboten, dessen Kulisse sehr authentisch dargestellt wurde und bei dem ich auch keine Filmfehler entdecken konnte, was bei Streifen die in der Vergangenheit spielen, ja mittlerweile Gang und Gebe geworden sind.

Für Leute die gerne solche Filme schauen ein Geheimtipp. Für Menschen die sich dazu auch im Nordirland Konflikt auskennen sicher aber noch verständlicher als für einen Laien wie mich.

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ZOMBIBER (Splendid)

am 23. Juni 2015 unter Horror abgelegt

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Die üblichen Twens wollen ein Wochenende an einem See verbringen. Pech für die Herrschaften, das ein dusseliger LKW Fahrer einen Behälter mit giftigen Substanzen verliert und dieser einigen Bibern vor die Schnauze gerät. Die kauen ja grundsätzlich auf allem rum was sie so finden und verwandeln sich nun in äußerst ungesellige Kerlchen. Doch das nicht nicht das schlimmste, denn wen Sie beißen der mutiert ebenfalls.

Schon am Titel kann man erkennen, das dieser Streifen sich nun wirklich nicht ernst nimmt. Ernst genommen hat man auch das Casting nicht, denn schauspielerisch ist das, wie meist in solchen Filmen, mehr als überschaubar.

Die Biber sehen aus wie mutierte Ratten mit leuchtenden Kontaktlinsen und sind mäßig animiert. Die blutigen Effekte sind allerdings mehr als ordentlich.

Das Problem das der Film hat, und das mag sich im ersten Moment bescheuert anhören ist seine durchaus ordentliche Inszenierung. Die Kamera ist immer präsent, es wird nicht herumgewackelt um das Geld für Effekte zu sparen..eigentlich ein sehr gutes B-Movie Niveau.

So ist der Streifen dann für einen Trash Film zu gut gefilmt und für einen normalen Film zu schwachsinnig, was die Zielgruppe doch arg dezimiert.

Wer einfach mal gut unterhalten werden will ohne viel nachzudenken ist mit den aggressiven Nagern eigentlich recht ordentlich bedient.

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IN MEINEM KOPF EIN UNIVERSUM (Ascot Elite)

am 23. Juni 2015 unter Drama abgelegt

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Mateus ist Gemüse. So nennt ihn die Psychologin am Anfang des Films, was schlicht und einfach bedeutet, das er in seinem Hirn komplett behindert ist und nichts von seiner Umwelt mitbekommt. Seine Mutter jedoch glaubt, das ihr Sohn alles versteht – doch beweisen kann sie es nicht und so zieht die Zeit ins Lande und Mateus wird erwachsen. Da er unter einer zerebralen Bewegungsstörung erkrankt ist braucht er immer Hilfe, um in den Rollstuhl verfrachtet zu werden. Als der Vater stirbt und die Mutter nicht mehr in der Lage ist ihm zu helfen, wird er in ein Heim verfrachtet. Auch wenn Mateus sich dort nicht wohlfühlt, erweist es sich im Nachhinein als Glücksfall…

Mehr möchte ich mal nicht verraten. Soweit ich weiß, ist das der erste polnische Film den ich je gesehen habe, da die Filmszene in diesem Land nun auch nicht gerade bekannt ist.

IN MEIN KOPF EIN UNIVERSUM hat vor allem eines. Einen bzw. sogar 2 überragende Darsteller, denn wie die beiden (einer als Kind, einer als Erwachsener) den erkrankten Mateus darstellen, mit seinen ganzen ungelenken Bewegungen und verkrüppelten Fingern ist einfach unfassbar gut.

Damit der Zuschauer den Gedanken des kranken Jungen folgen kann, spricht er zu uns aus dem Off, was dem Zuschauer bei aller Ernsthaftigkeit des Themas ab und an ein Lächeln entlockt.

Auch wenn ich einige Abschnitte für etwas weit hergeholt halte (zum Beispiel die Liebschaft mit einer Praktikantin), vermag der Film, der auch optisch sehr schön in verschiedene Kapitel bzw. Lebensabschnitte unterteilt ist, zu bewegen.

Die Geschichte ist auch nicht erfunden, denn im Abspann sieht man den echten Mateus zusammen mit seinem Bruder, was als Abschluss des Filmes ein geschickt eingesetztes Stilmittel ist.

Der Film hallt noch lange nach, was eben auch den großartigen Darstellern zu verdanken ist. Für Freunde des Arthouse-Kinos ein sicherer Tipp.

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HEART OF A LION (Mad Dimension/Alive)

am 23. Juni 2015 unter Drama abgelegt

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Als Teppo die schöne Sari zufällig in einer Kneipe kennenlernt und sie Interesse zeigt, lässt er sich auf einen One Night Stand ein. Doch Teppo verliebt sich in die burschikose Dame, was bald auch auf Gegenseitigkeit beruht. Doch damit entsteht auch ein Problem, denn Sari hat einen kleinen Sohn namens Rhamadami und der ist farbig. Teppo, der aktiv in der Neonazi-Szene unterwegs ist, muss sich nun entscheiden, was ihm wichtiger ist. Seine Einstellung und seine Kameraden oder sein neues Leben.

Was mich ein wenig nervt, ist der Vergleich mit AMERICAN HISORY X, den man überall sieht, denn der Ansatz ist nur bedingt vergleichbar. Denn während im v.g. Streifen Edward Norton im Knast zur Einsicht kommt, muss Teppo in Freiheit das Leben zwischen Liebe und Treue gegenüber den Kameraden meistern, die natürlich irgendwann merken, das mit ihm etwas nicht stimmt und er von der Gesinnung nicht mehr überzeugt ist.

Auch Finnland ist nicht unbedingt ein Land, das nun internationale Bekanntheit durch seine Filmindustrie erlangt hat. Daher war ich über die darstellerische Leistung der Protagonisten überrascht und zudem, das der Streifen mit ganz wenigen Ausnahmen, auf viele typische Nazi-Klischees verzichtet.

Die Wandlung von Teppo ist auch sehr gut nachvollziehbar, genauso wie die inneren Kämpfe, die er mit sich austragen muss. Dazu liefert auch der Darsteller des Rhamadani eine sehr gute Leistung ab.

Wer diesem Thema offen gegenübersteht und nicht den Vergleich mit AHX sucht, sollte von HEART OF A LION keinesfalls enttäuscht sein, der völlig überraschend auf den doch eher für Horrorstreifen bekannten Label MAD DIMENSION erschienen ist.

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