Kalender

Juni 2015
M D M D F S S
« Mai   Jul »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 16. Juni 2015

COBAIN – Tod einer Ikone (Ascot Elite)

am 16. Juni 2015 unter Biopic, Dokumentation, Drama abgelegt

Download

Der Pressetext liefert zu diesem Streifen eine vorzügliche Zusammenfassung die ich hier übernehme und mich eher auf die Kritik, denn auf die Geschichte konzentriere.

Wenn ein Rock-Idol wie Kurt Cobain, der Anfang der 1990er Jahre das Lebensgefühl einer ganzen Generation prägte, unter zweifelhaften Umständen stirbt, beginnt die Gerüchteküche schnell zu brodeln. Verschwörungstheoretiker treten mit oft wilden Theorien auf den Plan. Doch Tom Grant ist ein ernsthafter, seriöser Mann – Absolvent der Polizeiakademie, verdienter Detective und ein Privatermittler, dem selbst Hollywood-Stars vertrauen. Ein Mann wie Tom Grant spinnt keine Verschwörungstheorien. Und trotzdem ist er nach ausgiebigen Recherchen zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen als das Seattle Police Department. Auch 20 Jahre nach Cobains Tod wird Grant nicht müde, öffentlich zu beteuern: Kurt Cobain wurde das Opfer eines Mordkomplotts. Diese packende Dokumentation zeichnet Grants Ermittlungen und die Geschehnisse zwischen dem 1. und dem 8. April 1994 nach. Man kann verstehen, warum Grant der Fall Kurt Cobain nicht mehr losließ und er auf eigene Faust weiter ermittelte. Namhafte Experten bestätigen seine Zweifel und die Ungereimtheiten bei den polizeilichen Ermittlungen…

Normalerweise steht in Presseinfos immer ziemlicher Schwachsinn, doch das hier trifft es wirklich Exzellent.

Natürlich sollte man schon wissen, wer Cobain war, weil ansonsten das Interesse an dem Film eher gering sein dürfte. Anfang der 90er entstand eine neue Musikrichtung namens GRUNGE und DAS Aushängeschild dieser neuen Bewegung war die Band NIRVANA. Und Cobain eben deren Sänger, der für viele Teens und Twens schnell zu einem Idol wurde, was er aber niemals sein wollte.

1994 wurde er tot in seiner Garage aufgefunden – angeblich Selbstmord. Doch diese Dokumentation, wirft doch arge Zweifel auf, ob seine Ex-Gattin hier nicht dahintersteckte. Zu den realen Spielszenen werden immer wieder Original-Tonband-Aufnahmen aus der damaligen Zeit eingespielt, die Tom Grant aufgenommen hat und die das ganze enorm spannend gestalten, weil man eben weiß, das man hier die Originalstimmen der Protagonisten hört.

Was ich nicht wusste ist, das viele Kids auf der Welt ihrem Idol folgten und ebenfalls Selbstmord begingen, was unter dem Gesichtspunkt, das es vielleicht gar keiner war, noch viel erschreckender ist.

Cobains E-Frau kommt in dem Streifen mehr als schlecht weg und es wundert mich, das sie nicht versucht hat, diese Dokumentation zu verhindern, denn indirekt wird sie schon beschuldigt, an dessen Tod beteiligt gewesen zu sein.

Fazit. Die Kombination aus realen Spielszenen, Tonbandaufnahmen und immer wieder eingespielten Interviews mit Cobain gestalten sich zu einem überraschend spannenden Szenario. Manche Geschichten, die das Leben schreibt, können spannender sein als Dinge die sich Drehbuchautoren ausdenken – dies hier ist so ein Fall.

6-chucky12122224113411622244

UNTER BEOBACHTUNG (Universal Pictures)

am 16. Juni 2015 unter Suspense, Thriller abgelegt

241132

Ein junger Türke wird verdächtigt, für einen Terroranschlag verantwortlich zu sein, der in London 120 Menschen das Leben kostete. Als sein Pflichtverteidiger angeblich Selbstmord begeht, werden Martin Rose, zusammen mit seiner ehemaligen Geliebten Claudia als seine Nachfolger bestimmt. Schnell findet Rose heraus, das sich sein Kollege mitnichten selbst umgebracht hat, denn der Verdächtige arbeitete verdeckt für den MI5 und das hatte dieser auch herausgefunden. Dieses Wissen wird für ihn und Claudia ebenfalls gefährlich, da man von Seiten gewisser Organisationen nicht will, das diese Informationen ans Licht kommen. Nun müssen beide um ihr Leben fürchten.

UNTER BEOBACHTUNG hat nicht viel an Actionszenen zu bieten, hier regieren erst einmal die Dialoge und die sind teilweise wirklich brillant. Erst im zweiten Abschnitt kommt etwas Schwung in die Szenerie, ohne das der erste Teil dabei langweilig gewesen wäre.

Das die beiden Hauptdarsteller mal eine Affäre hatten und dies natürlich irgendwann herauskommt, hätte man sich schenken können, denn das ist ein Thema das ausgelutschter ist, als die Wahlversprechen der CDU. Es stört jedoch nicht zu sehr weil der Fokus hier eher auf den Machenschaften der Regierung und diverser Organisationen liegt.

Überraschenderweise bietet Eric Bana, sonst nicht wirklich einer meiner Favoriten, eine sehr gute Leistung und wird dabei von Rebecca Hall ordentlich unterstützt.

Allerdings sollte man schon eine gewisse Affinität für das Thema „Polit-Thriller“ mitbringen. Da ich weiß, das gerade dieses Sub-Genre bei vielen nicht sehr beliebt ist, weise ich vorab darauf hin.

Spannend und unterhaltsam ist der Film aber allemal. Dazu gibt es ein perfektes Ende, das nun wahrlich nicht Hollywood-like ist.

5-chucky22331223333111123131

05chucky1122111212

FOXCATCHER (Koch Media)

am 16. Juni 2015 unter Biopic, Drama abgelegt

252283

1984 gingen Mark und Dave Schultz als einziges Brüderpaar mit Olympischem Gold im Ringen in die Sportgeschichte ein. Das bringt den reichen und gelangweilten, aber sportfanatischen John Du Pont auf den Plan, der Mark für sein Team „Foxcatcher“ engagiert, aber auch der Meinung ist, das Dave sich dem anschließt, Der hat jedoch keinerlei Interesse und so kommt es zwischen den beiden Brüdern zu enormen Spannungen. Zudem wird Du Pont immer fordernder und will seiner dominanten Mutter beweisen, das in ihm mehr steckt, als ein verwöhntes Millionärssöhnchen. Er ist bereit für den Erfolg seines Teams alles zu tun. Das Drama nimmt seinen Lauf.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Film ist so unfassbar zäh, das man irgendwann froh ist, wenn er vorbei ist. Mir erschließt sich auch nicht wieso dieser Film für 5 Oscars nominiert war.

Ich sehe eigentlich gerne Sportdramen, aber selbst der teilweise kitschige aber immerhin unterhaltsame MIRACLE ist wesentlich interessanter als dieses lahme Drama.

Die eigentliche Überraschung des Streifens ist Steve Carell, den man ja sonst eher aus Komödien kennt. Er spielt mit grau melierten Haaren die Rolle des exzentrischen und verwöhnten Millionärssohns grandios. Leider bekommt er als Mark den völlig talentfreien Channing Tatum zur Seite gestellt, den er dann auch komplett gegen die Wand spielt und der tatsächlich mit einem einzigen Gesichtsausdruck den ganzen Film über auskommt. Das ist sicher eine Oscar-Nominierung wert.

Auch im Internet kommt der Streifen extrem gut weg, daher scheine ich hier wohl die Qualität dieses Sportlerdramas nach wahren Begebenheiten nicht verstanden zu haben. Man helfe mir bitte, was hieran so toll ist, ich konnte nur mit Mühe den Schlaf unterdrücken…

3chucky1

MELODYS BABY (Ascot Elite)

am 16. Juni 2015 unter Drama abgelegt

267763

Melody hat den Traum eines eigenen Friseursalons, doch dafür benötigt sie das nötige Kleingeld. Als sie dies jedoch nicht zusammenbekommt, stellt sie sich als Leihmutter zu Verfügung. Die reiche Geschäftsfrau Emily wünscht sich nichts sehnlicher als Nachwuchs. Die beiden Damen gehen den Deal ein und Melody zieht auch im Haus der „Geschäftspartnerin“ ein. Doch mit der Zeit bekommt Melody Bedenken, ihr Kind herzugeben. Das bleibt natürlich auch Emily nicht verborgen und so ergeben sich zwischen beiden immer mehr Spannungen – dann passiert etwas was das Leben beider Frauen grundlegend verändern wird.

Wenn man Pressekopien bekommt, weiß man ja nie was einen erwartet, es sei denn man googelt den Film vorher, doch ich lasse mich, ähnlich wie in einer Sneak-Preview, gerne überraschen. Vom Cover hätte ich eher auf einen Psychothriller getippt, doch MELODYS BABY ist ein stilles, teils ergreifendes Drama, das von zwei überzeugenden Hauptdarstellern getragen wird.

Insbesondere Rachael Blake liefert eine fantastische Leistung ab. Eigentlich ist Sie einen Tick zu jung für die Rolle, beweist aber Mut zur Hässlichkeit (in den Szenen in denen Sie keine Perücke trägt).

Der ganze Streifen ist in sich schlüssig und die inneren Konflikte der beiden Damen sind so dargestellt, das man die Geschichte auch glauben kann.

Die Amerikaner hätten daraus mit Sicherheit einen klischeebeladenen Streifen gezimmert. Nicht so Regisseur Bernard Bellefroid, der das alles zwar unspektakulär inszeniert, aber gerade das ist in diesem Fall die Stärke des Streifens, der auch ab und zu mit der subjektiven Kamera arbeitet und dadurch sehr intensiv gerät..

Fazit: Einfühlsames, gut gespieltes, lebensnahes Drama. Unbedingt eine Sichtung wert.

6-chucky12122224113411622244

JACKPOT (EuroVideo)

am 16. Juni 2015 unter Komödie abgelegt

Download (1)

An der Grenze zwischen Norwegen und Schweden leben vier merkwürdige Typen. 3 Ex-Knackis und Oscar, die alle in der gleichen Fabrik arbeiten, die Plastikweihnachtsbäume (!) herstellt. Eines Tages kommt man auf die Idee eine Tippgemeinschaft zu gründen. Gesagt, getan, Und siehe da schon beim ersten Mal räumen die beiden den JACKPOT ab. Zunächst überwiegt die Freude, doch dann beginnt einer dem anderen zu misstrauen, was auch tödliche Folgen hat und die Plastikbäumchen in der Firma sind plötzlich rot statt grün gefärbt.

Der Streifen ist schon etwas älter, doch leider tut sich die Firma EuroVideo mit dem Versenden von Pressematerial ziemlich schwer, so als würden sie Goldbarren verteilen, daher bin ich nur zufällig über JACKPOT gestolpert.

Endlich mal wieder eine lustige schwarze Komödie, wie es sie leider viel zu selten gibt. Wer zum Beispiel Tucker and Dale mochte und grundsätzlich kein Problem mit Filmen aus dem hohen Norden hat, kann hier wenig falsch machen.

Der Streifen ist zudem für eine Freigabe ab 16 ganz schön derb. Die Situationskomik ist mehr als gelungen. Zudem nimmt das alles relativ schnell Fahrt auf und hat etliche skurrile Wendungen und Ideen parat, auch wenn die Überraschung am Ende nicht so groß ist wie die Filmemacher wohl glaubten.

Trotzdem für Freunde schwarzen Humors ein kleiner Geheimtipp.

6-chucky12122224113411622244