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Archiv des Monats Mai 2015

STRETCH (Koch Media)

am 20. Mai 2015 unter Action, Komödie, Suspense abgelegt

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Limousinenchauffeur Stretch hat ein ziemliches Scheiss-Leben. Seine Freundin hat ihn vor einiger Zeit verlassen, er schuldet einem Buchmacher noch 6000 Dollar, die er bis Mitternacht auftreiben muss, und sein Chef nervt ihn auch noch, weil die Konkurrenz in Form des freakigen THE JOVI die besten Kunden klaut. Nachdem er den Job bei David Hasselhooff versaut hat und Ray Liotta ihm gute, aber für seine Zwecke zu wenige 200 Dollar Trinkgeld gibt, platzt plötzlich ein verrückter Milliardär in sein Leben, der ihm verspricht seine Schulden zu begleichen, wenn er ein paar Dinge für ihn erledigt. Doch bald hat Stretch die Konkurrenz, den gestörten Bruder der Konkurrenz, die Schuldner und die Polizei im Nacken…

STRETCH ist ein ziemlich chaotisches Werk vom Regisseur von THE GREY und SMOKIN ACES. Insbesondere den Einfluss von letztgenanntem, merkt man dem Streifen an, wenn er auch deutlich amerikanischer gedreht ist.

Wilson liefert in der Rolle des Pechvogels eine gute Figur ab, während Chris Pine als verrückter Millionär ein wenig dick aufträgt Die beiden Auftritte von Liotta und Hasselhoff, die sich selbst spielen und ironisch mit ihrem Image spielen, sind absolut gelungen.

Besonders im Mittelteil, als der Streifen richtig Fahrt aufnimmt, macht er auch richtig Spaß. Die Dialoge sind partiell staubtrocken und auch der Bruder des Konkurrenten ist immer wieder für einen Lacher gut.

Das Genre ist hier schwer einzuordnen. Eigentlich ist das eine Komödie mit extrem vielen Actioneinlagen und, das muss man wirklich sagen, Unmengen skurriler Einfälle, die aber überwiegend gelungen sind.

Allerdings sind auch ein paar Sätze in der Synchro dabei, die nicht ganz so passen, weil sie einfach nicht wirklich ins Deutsche übersetzbar sind. Gerade für den Teil mit dem angeblichen Popstar und seinen Bunnys trifft das zu.

Trotzdem ist STRETCH extrem kurzweilig und hat durchaus leichtes Kultpotenzial. Mal sehen wie der Film allgemein so ankommt…..

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DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR C. (Koch Media)

am 20. Mai 2015 unter Klassiker abgelegt

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Während eines Booturlaubes gerät Scott Carey in radioaktiven Nebel. Einige Wochen später beginnt er plötzlich zu schrumpfen. Seine Kleider werden ihm zu groß, seine Gattin überragt ihn bald und wiederum einige Wochen später ist er so klein, das eine Puppenstube sein neuer Wohnsitz wird. Doch eines Tages kommt die böse Katze und fummelt an seinem Domizil herum. Er flüchtet in den Keller. Doch da warten weitere Gefahren auf ihn – zudem hat er bald extremen Hunger doch der einzige Weg zu etwas essbarem führt vorbei an einer riesigen Spinne.

Jack Arnold war ja in den 50ern ein absoluter Meister des Horrorfilms und viele seiner Streifen sind Kult geworden, So auch dieser hier, der aufgrund seiner Geschichte und der Dramatik, eigentlich als sein bester gilt.

Was mir an einem 60 Jahre altem Film extrem imponierte war, das die Effekte auch heute auf keinen Fall lächerlich wirken. Natürlich ginge das heute alles perfekter und einigen Stop/Motion Sequenzen sieht man das Alter schon an, aber im Gesamteindruck ist es fast unfassbar das dieser Streifen schon so alt ist. Damals gab es noch keine Effekte am Computer, also musste man sich die Arbeit machen, die Gegenstände um den Hauptdarsteller herum riesig zu bauen.

Auch der Kampf mit der Spinne wirkt nicht so antiquiert wie man meinen sollte und zählt auch zum Highlight des Streifens. Das Vieh ist wirklich ekelhaft.

Tonal präsentiert man das ganze in ordentlichem Stereo, die Stimmen dringen klar und deutlich aus den Boxen. Das Bild eines so alten Filmes auf einem Beamer zu beurteilen ist eigentlich unfair und griselt anfangs stark, doch nach etwa 15 Minuten wird die Qualität immer besser und sieht zum Beispiel wesentlich detailreicher aus, als so mancher lieblos restaurierte WARNER Titel.

Ob einem der Streifen heute noch zusagt muss jeder für sich entschieden. ich war sehr überrascht, wie gut er gealtert ist.

DAS DATE GEWITTER (Lighthouse)

am 20. Mai 2015 unter Komödie abgelegt

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Ricky Miller ist der Manager eines Fastfoodrestaurants und mit seinem Leben alles andere als zufrieden. Nur sein Kumpel Seth und er sind die einzigen, die von der Abschlussklasse noch nicht verheiratet sind. Doch Ricky gibt nicht auf und schaltet eine Anzeige bei einer Internet-Partnerschaftsagentur. Nach kurzer Zeit hat er ein Date mit einer sehr gut aussehenden Dame namens Danita. Seth traut dem Braten nicht, da sie eigentlich in einer anderen Liga spielt und siehe da, nach dem zweiten Date erwähnt Madame in einem Nebensatz, das sie verheiratet ist und man den Gatten erst beseitigen müsse.

Komödie finden auf meiner Seite selten Erwähnung weil es einfach keine lustigen gibt, es sei denn man steht auf Fäkalhumor oder flache Witzchen von James oder Sandler.

DATE GEWITTER ist auch keine reinrassige Komödie, sondern verbindet noch leichte Einflüsse von Drama und Thriller. Allerdings wirklich nur in sehr geringem Maße.

Wer sich diesen Titel ausgedacht hat gehört zwar erschlagen, denn ich denke von dem werden sich doch einige abschrecken lassen. Die verpassen aber einen durchgängig unterhaltsamen Streifen, mit hohem Wohlfühlfaktor, der zwar nicht einen Lacher nach dem nächsten aufweisen kann, bei dem die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern aber einfach perfekt stimmt.

Cryer passt ideal in die Biedermann-Rolle und Will Sasso (der mich iwie an MM Profitlich erinnert) als sein Kumpel hat eigentlich die größten Lacher auf seiner Seite, denn seine trockenen Bemerkungen kommen manchmal völlig überraschend, und ich musste mehrmals länger lachen und auf PAUSE stellen.

Wer Filme wie KISS KISS BANG BANG oder HIGH FIDELITY mag (da sind Black und Cusack Musikfreaks, hier sind die Hauptdarsteller absolute Filmfreaks) und keinen dumm-derben Humor, liegt hier genau richtig. Ein wirklich putziges kleines Filmchen.

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THE MULE (Ascot Elite)

am 20. Mai 2015 unter Action, Komödie abgelegt

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Ray, ein gutmütiger Trottel lässt sich überreden ein Kilo Heroin in seinem Magen von Thailand nach Australien zu schmuggeln. Unglücklicherweise wird er am Flughafen festgenommen. Die Polizei darf ihn nun nach gängigem Recht eine Woche in Gewahrsam nehmen und darauf warten, dass sich sein Darm regt und die Beweisstücke zum Vorschein kommen. Doch Ray tut alles um diese Zeit zu überstehen, ohne sich „entleeren“ zu müssen, auch wenn die beiden Cops ihm ganz schön zusetzen…und auch die Drogenmafia, denen das Zeug gehört ist bald hinter Ray her.

Angeblich basiert das mal wieder auf einer wahren Geschichte. Ich hoffe aber die ist spannender, lustiger oder sonst was als dieser Streifen, der hoffnungslos zwischen verschiedenen Genres umherwandert, aber im Endeffekt doch weder lustig oder gar spannend ist.

Die Auftritte von Hugo Weaver als Polizisten-Arsch sind noch das beste und der saudoofe Gesichtsausdruck des Hauptdarstellers ist anfangs durchaus noch witzig, doch das erschöpft sich aber mit der Zeit.

Die recht guten Bewertungen kann ich hier nicht nachvollziehen, ich finde den Streifen belanglos. Zum Glück halten sich wenigstens die durchaus möglich gewesenen Fäkalszenen in Grenzen. Mehr positives fällt mir aber dazu auch nicht ein.

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AFTER (Savoy Films/Alive)

am 12. Mai 2015 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Freddy und Ana sind die einzigen Insassen in einem Bus. Also denkt sich der Comiczeichner, Madame doch mal anzubaggern, was der aber gar nicht passt, jedoch eh nur von kurzer Dauer ist, da der Bus einen Crash hinlegt. Beide wachen danach an verschiedenen Orten auf und scheinen die einzigen zu sein, die dort noch leben, denn nirgendwo findet sich eine weitere Person. Irgendwann treffen sich die beiden zufällig wieder und Freddy hat die gleiche Erfahrung gemacht wie Ana – keine Menschenseele lebt hier, die Stadt ist wie ausgestorben. Als sie aus dieser herauswollen, müssen sie feststellen, das sie von einer seltsamen schwarzen Rauchwand umgeben ist, deren Ring sich zunehmend enger schließt. Doch was lauert darin? Und was passiert wenn dieser komplett geschlossen ist?

Dieser Streifen wird im Netz und auch bei amazon dermaßen niedergemacht, das es mir ein Bedürfnis ist, hier eine Gegendarstellung zu präsentieren. Manchmal weiß ich wirklich nicht was die Leute von so kleinen Produktionen erwarten.

Insbesondere die ersten 45 Minuten sind sauspannend und man hat wirklich keinerlei Ahnung, was hier vorgeht. Danach wird er einen Tick schlechter, was allerdings auch nur meine rein subjektive Meinung ist, weil dort Fantasy-Elemente mit ins Spiel kommen, die nicht unbedingt meine Sache sind, ähnlich wie bei ALTITUDE.

Trotzdem bleibt der Streifen spannend und auch die Sache mit dem Rauch ist spooky inszeniert. Zudem findet man ein gutes Ende. Die vielfach angemerkte „grausige Bildqualität“ konnte ich nicht feststellen und das obwohl ich den Streifen auf einem HD-Beamer gesehen habe.

Mir persönlich hat AFTER sehr gut gefallen und ich habe ihn sogar in die Sammlung aufgenommen, was, gerade in letzter Zeit, nicht sehr viele Filme geschafft haben. Daher bildet Euch selbst eine Meinung.

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THE GUEST (Splendid)

am 12. Mai 2015 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Familie Peterson trauert um ihren im Krieg gefallenen Sohn, als auf einmal ein Unbekannter namens David an die Tür anklopft und ihnen erzählt, das er ihren Sohn gut kannte und sogar dabei war als er starb. Er wird von der Familie herzlich aufgenommen und kann auch ein paar Tage bei Ihnen wohnen. Zudem gibt er sich sehr eloquent, freundlich und einfühlsam und hilft im Haushalt und dem Sohn, der in der Schule immer gehänselt wird. Nur Tochter Anna traut ihm nicht wirklich. Als eine Reihe merkwürdiger Tode im Umfeld der Familie passieren, verstärkt das ihren Verdacht. Wer ist dieser mysteriöse Fremde wirklich?

Eine Zusammenfassung des Streifens gestaltet sich sehr schwierig, weil man einfach immer wieder Gefahr läuft, zu viel zu verraten und in diesem Fall wäre das besonders ungünstig, denn man sollte sich den Film schon ansehen. Dieses Jahr habe ich zumindest noch nichts besseres vor die Flinte bekommen.

Orientiert er sich zunächst an den klassischen Thrillern der 90ern, gibt es gegen Ende eine Wende, die man nun wahrlich nicht vorausahnen kann.

Die Schauspieler sind top. Wer bitte ist dieser Dan Stevens? Der ist mir in der Vergangenheit noch nicht aufgefallen, liefert hier aber eine phänomenale Leistung ab. Dazu gibt es für FRINGE Fans ein Wiedersehen mit Lance „Agent Broils“ Reddick und dem fast schon vergessenen Leland Orser.

On top gesellt sich ein phänomenaler Soundtrack, gespickt mit Wave-Hymnen und elektronischen Parts, die fast an die genialen Klänge eines John Carpenter erinnern.

Für einen doch relativ kleinen Film wurde der Blu Ray zudem eine Top-Synchronisation spendiert und das Bild befindet sich fast im Referenzbereich, so messerscharf sind die Konturen und Kleinigkeiten zu erkennen.

Hier gibt’s (nehmen wir mal aus, das die Erklärung der späteren Ereignisse etwas ausführlicher hätten ausfallen können) ein absolut stimmiges Gesamtpaket, bei dem alle zusammenpasst. Auf jeden Fall einen Kauf wert…

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STRANGE DAYS (Koch Media)

am 12. Mai 2015 unter Klassiker, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Wir befinden uns im Jahre 1999, ein paar Tage vor dem Übergang ins neue Jahrtausend. Die Kriminalität hat enorm zugenommen und die Polizei bekommt diese kaum mehr in den Griff. Der der ehemalige Cop Lenny Nero handelt mit Mind Discs, auf CDs gespeicherten, menschlichen Erinnerungen. Verfügt man über die dazugehörige Hardware, kann man in das Gefühlsleben und die Gedanken anderer Menschen eintauchen. Als Nero auf einer Mind Disc den Mord an einer alten Freundin findet und die Exekution eines in der Öffentlichkeit beliebte Rappers, gerät er in einen Strudel von Kriminalität, der lebensbedrohlich wird. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mace sucht er denjenigen, der die Disc erstellt hat.

Der Streifen aus dem Jahre 1995 dauert satte 145 Minuten und in denen passiert noch deutlich mehr als oben angegeben. Da ich aber davon ausgehe, das die meisten den Film eh kennen, will ich auf die technischen Aspekte eingehen.

Ich habe die Version von STUDIO CANAL nicht gesehen, sie soll aber ziemlich mies sein. Diese Blu Ray hier bietet ein, sagen wir mal, sehr gutes DVD-Bild. An ganz neue Streifen kommt sie nicht ran. Dafür brettert einem der Ton um die Ohren. Besonders wenn Musik zum Einsatz kommt, bekommt die Anlage gewaltig was zu tun.

Die Schauspieler haben mit Ausnahme von Fiennes, der ja gut im Geschäft ist, danach wenig gerissen. Frau Bassett hat wenig Screentime in den letzten Jahren, Tom Sizemore ist in den D-Filmen der Videothekenregale verschwunden und teilt sich bestimmt mit Leidensgenosse Michael Madsen ein WG-Zimmer. Juliette Lewis sieht man zu mindestens ab und an mal, während Vincent D’ Onofrio mittlerweile auf Marlon Brandos Spuren wandelt, allerdings nur in Sachen Körperfülle.

Fazit: Der Film kam 1995 einen Tick zu früh, heutzutage ließe sich bei der Thematik visuell noch deutlich mehr herausholen Trotzdem bietet der Streifen, dessen Story übrigens von James Cameron stammt, auch heute noch spannende Unterhaltung mit 2 Top Hauptdarstellern.

CAMP EVIL (Splendid)

am 12. Mai 2015 unter Horror abgelegt

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Der 12-jährige Sam ist mit seiner Pfadfinder-Gruppe und den Anführern Peter und Chris unterwegs in die Natur. Leider ist das fürs Campen vorgesehene Gebiet von Asis besetzt und so muss man in den Wald ausweichen, welcher nicht gerade einen guten Ruf besitzt, denn hier soll eine Kreatur umgehen, die gerne mal Leute meuchelt. Als Sam ein Baumhaus entdeckt, wird er dabei von eben dieser Kreatur überrascht. Doch zu seiner Überraschung krümmt er ihm kein Haar. Doch Sam findet heraus, das hier noch ein zweite Person mitspielt, die überall im Wald tödliche Fallen installiert hat. Als er dem Anführern der Pfadfinder-Gruppe und den anderen Jungs davon berichtet, glaubt ihm natürlich keiner, was der ein oder andere postwendend mit dem Leben bezahlen muss.

CAMP EVIL erfindet sicherlich das Horror-Genre nicht neu, sondern versteht sich wohl eher als eine Hommage an das 80er Jahre Kino, wo diese Filme im Wochentakt auf den Markt geschwemmt wurden und partiell ja auch Kultstatus erreichten (Freitag der 13., Brennende Rache usw.).

Die Geschichte ist dabei natürlich nicht sonderlich spektakulär, aber hält immerhin doch die eine oder andere Wendung bereit und wird gegen Ende durchaus recht brutal, was Fans dieser Filme freuen dürfte.

Zudem spielt der kleine Sam seine Rolle sehr gut. Dafür das diesem Streifen nur ein sehr kleines Budget zur Verfügung stand und nur mit Fördergeldern finanziert wurde, ist er zudem überraschend professionell inszeniert. Von Nachwuchsregisseur Jonas Govaerts dürften wir noch einiges hören.

Fazit: Solider Horrorstreifen mit etwas konfusem Ende, aber sehr ordentlichem Unterhaltungswert.

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PERFECT SISTERS (Falcom Media/Alive)

am 12. Mai 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die Schwestern Sandra und Beth sind unzertrennlich. Doch beide sind extrem unterschiedlich. Während die eine immer im Mittelpunkt stehen will und keine Party auslässt, sondert sich die zweite eher ab und schminkt sich dicke schwarze Ränder unter die Augen. Beide leiden unter der Unfähigkeit ihrer Mutter, die der Erziehung nicht gewachsen und dem Alkohol verfallen ist. Deren neuer Freund findet durchaus Gefallen an den beiden Schwestern und wird auch gerne mal gewalttätig. Als das ganze Überhand nimmt beschließen die beiden, ihre eigene Mutter zu ermorden, denn sie sind beide fest der Meinung, das ihr Leben danach besser sein wird. Mit Hilfe von 2 Freunden plant man das Verbrechen erst einmal im Spaß, doch je mehr die Schwestern darüber nachdenken, dessen realistischer erscheint diese Option.

Die Geschichte hat sich so wirklich ereignet und basiert nicht nur auf einer wahren Geschichte, sondern muss sich schon sehr ähnlich zugetragen haben.

Wer hier allerdings einen Thriller erwartet, der wird doch sehr enttäuscht sein, denn spannend ist der Streifen erst gegen Ende. Bis dahin geht es eher um die Zustände die in dem Haus herrschen und vor allem um die beiden Mädels, deren Charakterisierung mehr als gelungen ist.

Zudem gelingt dem Film mehr Sympathie für die Täter als für das Opfer zu entwickeln und man schlägt sich auf die Seite der beiden Schwestern, obwohl die ja eigentlich im Endeffekt die Bösen sind, auch wenn diese Unterscheidung so sicherlich etwas profan ist.

Schauspielerisch hochkarätig besetzt mit Mira Sorvino mit Mut zur Hässlichkeit und Abigail Breslin und George Henley als äußerlich ungleiche, sich aber doch liebende Schwestern.

Fazit: Gut gespieltes Jugenddrama, das fälschlicherweise als Thriller deklariert wird und damit falsche Erwartungen weckt. Trotzdem sehenswert, nur eben für eine andere Klientel.

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RECLAIM (Universum Film)

am 05. Mai 2015 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Steven und Shannon sind finanziell gut aufgestellt, doch ihrem Glück steht im Wege, das sie keine Kinder bekommen kann, nachdem sie einen Autounfall hatte, an dem Steven indirekt mit die Schuld trug. Also beschließt man das Waisen-Mädchen Nina zu adoptieren und reist dafür nach Puerto Rico zur Vermittlungsagentur. Es erwartet sie ein zauberhaftes Mädchen, das nur noch auf die Ausreisedokumente warten muss. Doch plötzlich ist Nina verschwunden und auch das Adoptionsbüro existiert nicht mehr. Die beiden realisieren langsam, das sie einem großen Schwindel aufgelegen sind. Doch was hat der merkwürdige Benjamin mit der Sache zu tun, der ihnen andauernd über den Weg läuft? Das werden sie zu Ihrem Bedauern noch sehr schnell erfahren.

Ich hatte mir den Film bestellt ohne zu wissen worum es überhaupt ging, da ich beide Hauptdarsteller sehr gerne sehe. John Cusack (sieht mit 50 immer noch aus wie 35) und Ryan Phillipe (sieht mit 41 immer noch aus wie 27) wissen auch zu überzeugen, wobei Cusack, der ja meist den guten spielt, als linker Vogel eine gute Performance abliefert.

Allerdings muss man dem Film eine knappe halbe Stunde Zeit geben, die aber nötig ist, um die Umstände der Adoption und die Hintergründe zu erfahren. Danach wird der Streifen aber spannend und man kann die Wendungen nur sehr schwer vorausahnen.

Der Showdown gerät für meinen Geschmack, dann doch ein wenig zu konventionell, was allerdings sicher nur mich stört, weil ich schon zu viele dieser Art gesehen habe.

Das Thema Kinderhandel ist ein heikles und ich hatte das Gefühl hier wurde gut recherchiert, was bei Unterhaltungsfilmen nicht immer der Fall ist.

Fazit: Spannender Thriller mit guten Darstellern und gut durchdachter Story.

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