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Archiv für den 09. April 2015

SON OF A GUN (Ascot Elite)

am 09. April 2015 unter Action, Thriller abgelegt

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Der neunzehnjährige JR muss für 6 Monate in den Knast und bekommt als Neuling auch gleich Probleme mit den altgedienten Inhaftierten. Jedoch hat er Glück im Unglück, denn bei einem Schachspiel fällt er Brendon Lynch positiv auf, der dort eine große Nummer ist und der ihn auch vor sexuellen Übergriffen beschützt. Doch Lynch hat natürlich eine Gegenleistung dafür im Hinterkopf. JR soll ihm, wenn er wieder draußen ist, bei einem Ausbruch helfen und ein Fluchtfahrzeug bereitstellen. Das gelingt auch und Lynch hat sogar einen weiteren Auftrag für seinen Schützling, der ihm viel Geld bringen kann. Doch bei Geld hört die Freundschaft oft auf.

Es gibt Filme von denen erwartet man sich mal grundsätzlich gar nichts. SON OF A GUN ist so einer. Der Trailer ließ einen Knastfilm vermuten, bei dem es um einen Ausbruch geht, was in etwa so originell ist wie der Satz „Wir sollten uns trennen“ in Horrorfilmen.

Doch überraschenderweise entwickelt sich der Streifen zu einem spannenden Actionthriller, in dem jeder jeden linkt. So kann man viele Dinge nicht vorhersehen und insbesondere die letzten 20 Minuten wissen diesbezüglich sehr zu gefallen.

Eine weitere Überraschung ist, das Ewan Mc Gregor, der in meinen Erinnerungen noch nie einen Bösewicht gespielt hat, eine überraschend gute Performance als Arsc…….. hinlegt genauso wie Brenton Twhaites, den ich ja schon in HÜTER DER ERINNERUNG sehr für sein schauspielerisches Können lobte.

So bekommt der Zuschauer einen recht brutalen, aber auch spannenden und wendungsreichen Thriller mit viel Action zu sehen, dessen fast 2 Stunden wie im Flug vergehen. Eine wirklich positive Überraschung….

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GOOD KILL (Ascot Elite)

am 09. April 2015 unter Drama abgelegt

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Major Thomas Egan flog früher Bombenangriffe im Irak und erhielt diverse Belobigungen. Doch so führt man heutzutage keine Kriege mehr. Nun sitzt er in einem kleinen Raum an einer ferngelenkten Drohne und tötet aus 7000 Meilen Entfernung den Feind. Der Job führt jedoch dazu, das Egan mit der Zeit komplett abstumpft, was auch seine Familie zu spüren bekommt. Dann schaltet sich die C.I.A. ein und verlangt vom Major anscheinend willkürliche Ziele zu bombardieren. Als er seiner Meinung nach Unschuldige tötet, kommen ihm Zweifel an seinem Job.

Für einen amerikanischen Film eine recht ungewöhnliche Handlung wie ich finde, denn hier zeigt man doch ganz offen, wie heutzutage Krieg geführt wird und das auch Kollateralschäden zur Tagesordnung gehören.

Regisseur Niccol und Ethan Hawke haben schon bei einem meiner absoluten Lieblingsfilme zusammengearbeitet, nämlich GATTACA. Hawke ist wie immer brillant und seine Filmauswahl in den letzten Jahren ist absolut grandios -da war nicht ein einziger Ausfall dabei (PURGE, SINISTER, BOYHOOD, GESETZ DER STRASSE usw usw).

Der Film jedoch wird im Trailer wieder falsch dargestellt, denn viel Action gibt es hier nicht zu sehen. Vielmehr ist das ganze ein Drama, das zeigt, wie man als Major der Army teilweise vollkommen hirnrissige Befehle ausführen muss – auch gegen seinen Willen und wie dies das Wesen eines Soldaten verändern kann. Da nützt es auch nichts, das er im Gegensatz zu seinen Flugeinsätzen im Irak, abends wieder nach Hause bei seiner Familie sein kann.

Neben dem tollen Hawke hat auch endlich mal der von mir geschätzte Bruce Greenwood wieder längere Screentime als sonst.

Fazit: Durchaus bedrückende Studie eines Mannes, der den Sinn seiner Arbeit und seines Lebens immer mehr anzweifelt. Nochmals: Das hier ist KEIN Actionfilm….

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R – Gnadenlos hinter Gittern (Ascot Elite)

am 09. April 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Rune muss für 2 Jahren in den Knast und stellt schon bald fest, dass er für dieses Leben nicht geschaffen ist. Zudem steht er anfangs natürlich ganz unten in der Knasthierarchie. Doch beim Putzen entdeckt er etwas interessantes. Durch ein Rohr gibt es die Möglichkeit Ware, sprich Drogen, vom dänischen in den arabischen Trakt zu schmuggeln. Zusammen mit seinem Kumpel Rashid beginnt er einen Handel, der ihm durchaus Respekt verschafft und seinen Mitinsassen auch jede Menge Kohle einbringt. Doch dann verweigert einer der Kunden die Zahlung des Geldes und die Kacke ist am Dampfen.

Joar, mal wieder ein Knastthriller wird man sagen. So langsam ist das ja fast zu einem eigenen Subgenre geworden und viel Neues kann man da auch nicht mehr erzählen.

Am interessantesten hierbei ist wohl, das Pilou Asbeak, normalerweise der Berater der Präsidentin in BORGEN hier mal mit Sweatshirt und gefärbten Haaren zu sehen ist, während er in der v.g. Serie ja immer wie aus dem Ei gepellt aussieht. Er spielt seine Rolle auch durchaus glaubwürdig – im Rahmen der eng gesteckten Möglichkeiten.

Natürlich wird auch hier kein Knastklischee ausgelassen und die Story wird erst im zweiten Teil des Films interessant und wendungsreicher, während sich der erste Part eher mit dem Leben dort an sich beschäftigt.

So haben wir unter dem Strich einen unterhaltsamen Knastfilm, der aber das Genre auch nicht wirklich revolutioniert. Ziemlich brutal ist er allerdings, so das die FSK Freigabe in Ordnung geht.

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RUHET IN FRIEDEN (Universum Film)

am 09. April 2015 unter Thriller abgelegt

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Matthew Scudder (wer denkt sich immer solche Namen aus?) hat vor 8 Jahren den Polizeidienst quittiert, nachdem er aus Versehen ein kleines Mädchen erschoss. Seitdem schlägt er sich als Privatdetektiv ohne Lizenz durch. Immerhin hat er sein Alkoholproblem in den Begriff bekommen. Eines Tages tritt der Drogendealer Kenny an ihn heran. Seine Frau würde entführt und obwohl er ein erhebliches Lösegeld zahlte, dennoch ermordet. Scudder soll die Killer für ihn finden. Im Laufe der Ermittlungen stellt er fest, dass es sich hier anscheinend um eine Verbrechensserie handelt und das die beiden Entführer ehemalige Mitarbeiter des Drogendezernats sind..und nun haben sie ein 14-jähriges Mädchen in ihrer Gewalt.

Hat man die übliche Klischeeparade des besoffenen Bullen mit Trauma erst einmal überstanden, bekommt man einen erfrischend oldschooligen Krimi serviert, der sich an klassischen Figuren aus den 70ern und 80ern orientiert, wo Privatschnüffler ihre Hochzeit hatten.

Liam Neeson kann eigentlich eh machen was er will. Er ist immer gut und hat eine ähnliche Leinwandpräsenz wie Morgan Freeman.

Allerdings gibt die Story keinen Film von fast zwei Stunden her, dafür ist sie im Endeffekt dann doch zu simpel gestrickt und 90 Minuten hätten hier völlig ausgereicht – da hätte man sich die ein oder andere Länge gespart.

Trotzdem weiß RUHET IN FRIEDEN zu gefallen, alleine schon wegen seines Hauptdarstellers und der erfrischend ruhigen Kameraführung. Hier gibt es endlich mal keine wüsten Schnittorgien zu sehen, die einem so langsam auf den Zeiger gehen.

Fazit: Ein Streifen, der auch aus dem Jahr 1985 stammen könnte, in dem ein einzelner Detektiv versucht ein Verbrechen aufzuklären. Wer das mag wird nicht enttäuscht sein. Die Actionszenen sind jedoch sehr rar und eigentlich ist das auch gut so. Wer hier einen weiteren TAKEN erwartet wird bitter enttäuscht sein.

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