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Archiv des Monats März 2015

A MOST WANTED MAN (Universum Film)

am 11. März 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Als ein gewisser Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, in Hamburg auftaucht und bei einer Bank das illegal erworbene Vermögen seines Vaters einfordert, läuten bei Günther Bachmann, Leiter eine Spionageeinheit, die Alarmglocken. Zusammen mit seinem Team versucht er herauszufinden, ob der von Folter gezeichnete Mann etwas im Schilde führt. Unterstützung bekommt Karpov hierbei von der Anwältin Annabel Richter, die das Recht ihres Mandanten mit aller Gewalt durchsetzen will. Doch auch die CIA hat mitbekommen, das dieser Mann interessant sein könnte und schickt Agentin Martha Sullivan zur Untersuchung. So warten alle auf eine Aktion des Russen…

In etwa genauso wie der Zuschauer darauf wartet, das der Streifen irgendwann man losgeht. Die ersten 45 Minuten gehen vollkommen in Ordnung. Zwar gehen die Geschehnisse da recht langsam voran, doch der Aufbau ist gekonnt gemacht. Doch man wartet immer weiter und das bis kurz vor Schluss, denn der Streifen kommt eigentlich nie richtig in Fahrt.

Nun ist Regisseur Corbijn, der nahezu alle Videoclips für Depeche Mode gedreht hat, auch nicht gerade bekannt, in seinen Filmen ein hohes Tempo vorzulegen (siehe THE AMERICAN), doch irgendwann hofft man als Zuschauer, das doch mal ein wenig mehr Spannung aufkommt.

Der Cast reicht um drei Filme zu besetzen, die immer noch genügend Starpower hätten, doch wieso Daniel Brühl (gefühlte 4 Sätze) und Kostja Ullmann (gefühlte 3 Worte) sich hier mit so Minirollen zufrieden gaben, bleibt wohl ihr Geheimnis, während Nina Hoss wenigstens noch einiges an Screentime hat.

Ein seltsam langatmiger Film, zwar souverän gemacht und exzellent photographiert, aber leider auch recht ermüdend.

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RED MACHINE (Splendid/WVG)

am 11. März 2015 unter Horror abgelegt

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Weil Wilderer seine Familie dezimiert haben, ist ein ziemlich großer Grizzlybär ganz schön stinkig und macht sich auf die Jagd nach Menschen. Pech für Rowan, der mal wieder seine alte Heimat besucht um einen Freund zu überraschen, denn Ruckzuck ist auch er im Visier des riesigen Viehs, wie auch sein Bruder und dessen Gattin. Aus dem Pressetext „Prompt stößt man erst auf schöne Damen, dann auf zerfetzte Körper, und schließlich auf letzterer Ursache“.

Der letzte Satz hat mir so gut gefallen, den musste ich einfach aus dem Presstext übernehmen, der hätte von mir sein können.

Scott Glenn, Thomas Jane und Billy Bob Thornton – nicht die schlechteste Besetzung für einen kleinen Horror-B-Movie, der auch durchaus gelungen ist.

Mal was anderes, dass ein Geschöpf der Natur für Spannung verantwortlich ist und nicht immer nur übernatürliche Mächte, daher sind hier auch überwiegend handgemachte Effekte zu sehen, was auch positiv auffällt.

Das Tierchen sieht dabei ganz schön bedrohlich aus und die teilweise recht heftigen Szenen rechtfertigen auch die 16er Einstufung.

Nachdem ich dafür mehrmals gerügt wurde….also die RED MACHINE, die man nicht sieht ist tatsächlich der Bär. Das ganze bezieht sich auf eine Romanvorlage von einem Herrn Treadwell, der wohl unter Bären lebte und von einem dann auch umgebracht wurde…und einer dieser Bären wurde von diesem wohl BIG RED MACHINE getauft. Trotzdem bleibe ich dabei – diese Bezeichnung ist absolut schwachsinnig!!

Ändert aber nichts daran, das der Streifen durchweg spannende Unterhaltung bietet, wenn man auch den üblichen Familienquatsch hätte weglassen können.

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DIPLOMATIE (Koch Media)

am 11. März 2015 unter Drama abgelegt

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Wir schreiben den 25. August 1944: Die Französische Panzerdivision ist fest entschlossen Paris aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien, also entschließt sich Hitler zu einem letzten Schritt. Er will die Schätze und Schönheiten der Stadt dem Erdboden gleichmachen, Ausführen soll diesen Befehl Stadtkommandant Dietrich von Choltitz. Der zögert auch keine Sekunde, bevor der schwedische Konsul Raoul Nordling ihm die Sache auszureden versucht und mit allen „ diplomatischen“ Möglichkeiten die Katastrophe für die Millionen-Metropole verhindern will. Dabei greift er auch zu der ein oder anderen Notlüge.

Das es sich hier um ein Theaterstück handelt, das BLECHTROMMEL Regisseur Schlöndorff fürs Kino adaptiert hat kann der Streifen nicht verbergen, aber das hat bei DER TOD UND DAS MÄDCHEN auch nicht gestört.

Die Wortduelle der beiden Protagonisten sind anfangs etwas ermüdend, doch im Laufe des Films wird das ganze immer interessanter, denn die Tricks zu denen der Konsul greift, um sein Gegenüber vom Vorhaben abzubringen, sind schon recht originell.

SPOILER

Nach einigem Googeln fand ich heraus, das VON CHLOLITZ, den Befehl zur Zerstörung der Stadt hatte und ihn nicht ausgesprochen hat, ist geschichtlich erwiesen, das dieser Konsul den entscheidenden Schritt dazu getan hat, jedoch nicht.

SPOILER ENDE

Für Menschen, die Filme mit geschliffenen Dialogen mögen, bei denen Theaterstimmung aufkommt, und auch geschichtliches Interesse besteht, ist DIPLOMATIE durchaus geeignet, zumal er auch großartig besetzt ist. In einer Nebenrolle übrigens Robert „ich seh auch mit 50 noch aus wie 20“ Stadlober.

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SUPREMACY (ALIVE)

am 03. März 2015 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach 15 Jahren Haft kommt der überzeugte Neonazi Tully frei, der in seinem vorherigen Leben Mitglied der rechtsradikalen Arischen Bruderschaft war und diesen Platz auch wieder einfordern will. Er wird von der eher einfach strukturierten, drogenabhängigen Doreen abgeholt. Bei einer Polizeikontrolle erschießt Tully einen farbigen Cop und hat nur wenige Stunden nach der Entlassung schon wieder Probleme am Hals. Während die Fahndung nach den beiden schnell anläuft, verschanzen sich die beiden im Haus von Walter, dem Ältesten einer schwarzen Familie. Das führt natürlich neben den natürlichen Spannungen zu einem zusätzlichen Problem, denn Farbige gehören nicht in Tullys Weltbild.

Die Story ist im Grunde relativ simpel und auch schon öfters ähnlich verfilmt worden – vielleicht nicht mit der rassistischen Komponente.

Für einen LOW BUDGET Film holt man hier aber einiges heraus, denn die Szenen in dem Haus sind schon spannend und man kann als Zuschauer nicht erahnen, was als nächstes passieren wird, weil man auch nicht weiß, ob Tully die schwarzen Herrschaften umbringt, was seine Verhandlungsbasis natürlich erheblich verschlechtern würde.

Als Walter konnte man Danny Glover verpflichten, der ja schon Ende der 80er in Rente gehen wollte, zumindest in LEATHAL WEAPON, wohl aber doch nicht gewillt ist, im Altenheim herumzusitzen. Aber auch die anderen Darsteller sind für so einen Film durchaus in Ordnung.

So kann man sagen: Aus wenig viel gemacht. Das etwas pathetische Ende hätte man vielleicht etwas anders gestalten können.

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AT THE DEVILS DOOR (Universum Film)

am 03. März 2015 unter Horror abgelegt

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Im Jahre 1987 verkauft die junge Hannah versehentlich ihre Seele an den Teufel. Sie merkt das ziemlich schnell, als sie das Geld, das sie dafür erhielt, wegwerfen oder verbrennen will, es aber immer wieder in ihrer Nachttischschublade auftaucht. Hannah macht Veränderungen durch und endet schließlich erhängt am Dachbalken. In der Gegenwart versucht Immobilienmaklerin Vera, ein etwas verrufenes Haus unter die Leute zu bringen. Dabei begegnet ihr wiederholt die geisterhafte Erscheinung eines Mädchens.

Also die Zusammenfassung die die Kollegen hier geben ist so gut, das ich sie bei mir übernommen habe, denn hier wird nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig verraten. Hat man bei Pressetexten eher selten, weil die meist schon die Geschichte bis 10 Minuten vor Schluss erzählen, was einem tierisch auf den Zeiger geht.

An diesem Streifen erden sich jedoch die Geister scheiden, denn es passiert nicht im Minutentakt etwas und allzu viel Blut fließt auch nicht, doch einige Szenen fand ich wirklich gelungen, insbesondere die mit der Maklerin oder die mit dem Spiegel.

Das der Film ab und an durchhängt hat auch mit seiner vollkommen unkonventionellen Inszenierung zu tun, denn hier spielen tatsächlich 3 verschiedene Hauptdarstellerinnen mit, aber nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Das habe ich so noch nie gesehen, außer in Episodenfilmen und das ist AT THE DEVILS DOOR nicht.

So müssen die Handlungen der jeweiligen Protagonistinnen immer wieder neu aufgebaut werden und das dauert eben eine Weile.

Trotzdem hat mir der Streifen irgendwie gefallen, ohne das ich genau festmachen kann, wieso das so ist. Vielleicht liegt es an der gelungenen Atmosphäre oder den drei guten Darstellerinnen.

Ich versuche immer eine Bewertung abzugeben, die sich am Allgemeingeschmack orientiert. Das ist hier nicht möglich, daher alles drin zwischen

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und

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RADIO SILENCE ( Daredo/Soulfood)

am 03. März 2015 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Doc Rock ist Radio-Moderator beim Piratensender ‘‘Night Hawk‘‘. Sein Thema ist diesmal der Nachtschlitzer, ein ultrabrutaler Serienkiller, der in der kleinen Stadt umgeht. Er hat es auf junge Frauen abgesehen, denen nach deren Ableben mindestens immer ein Körperteil fehlt. Dann bekommt er plötzlich einen Anruf. Es ist der Killer persönlich, der sich gerade bei seinem nächsten Opfer befindet und Lust hat mit dem Moderator zu spielen. Sollte DOC ROCK es während seiner Sendung fertig bringen, ihn davon abzuhalten, einen weiteren Mord zu begehen, würde er die Geisel ziehen lassen. Doch dafür muss der Moderator einige persönliche Opfer bringen.

RADIO SILENCE basiert auf einem Kurzfilm und das merkt man dem Streifen auch an, denn nach einem fulminanten Anfang zieht sich das ganze doch etwas in die Länge und die unlogischen Passagen nehmen immer mehr zu.

Wirklich witzig ist, das man hier als Darsteller 2 Synchronsprecher verpflichtet hat, zumindest glaube ich „Tommy Lee Jones“ und „Harrison Ford“ erkannt zu haben. Eine wirklich putzige Idee. Mit Charles Rettinghaus als Bekloppten kann man eigentlich auch nie was falsch machen

Der Film ist auch nicht unbedingt schlecht, nur wirkt eben etwas aufgebläht und gerät mindestens 20 Minuten zu lang.

Der Look hingegen ist edel und erinnert eher an Hollywood, denn an eine kleine deutsche Produktion. Wiegt man positives und negatives gegeneinander auf komme ich (mit leichtem Bonus für einen deutschen Film) auf

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HÜTER DER ERINNERUNG (Studio Canal)

am 03. März 2015 unter Drama, SciFi abgelegt

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Jonas lebt in einer Welt in der es keine Kriege, Arbeitslosigkeit, Armut, aber auch keine Gefühle gibt. Nach einer großen Katastrophe haben sich die Herrscher ein System ausgedacht, das bewusst Emotionen verhindert, denn es gibt dann zwar keine Liebe, aber auch eben keine Kriege und sonstiges wozu der Mensch noch durch das Vorhandensein von Emotionen fähig ist. Der einzige der noch weiß, wie es auf der Erde in früheren Tage zuging, ist der “Hüter der Erinnerung”, der aber jetzt in Rente muss. Als Nachfolger hat man Jonas auserkoren, dem der Hüter mittels Berührung seine Gefühle und sein Wissen der vergangenen Zeit vermittelt. Doch Jonas ist so von den neuen Emotionen so überwältigt und gelangt zu der Überzeugung, das diese neue Weltordnung nicht das ist, was den Menschen ausmacht. Zudem kommen ihm Zweifel an der „Freigabe nach Anderswo“, was nichts anderes als ein Mord zu sein scheint…..

Filme von STUDIO CANAL finden selten einen Platz auf dieser Seite, was einfach daran liegt, das die Firma nicht nur extrem geizig ist sondern auch mit Sätzen wie „wir brauchen keine Werbung für unsere Filme, die verkaufen sich von selbst“ um sich schlägt. So was ist schon reichlich ätzend.

Auf der anderen Seite tut es mir dann auch leid, das deshalb dieser Film auf VIDEOTIE dann gar nicht vorhanden sein soll, denn er hat mir außergewöhnlich gut gefallen.

Denkt man anfangs „nicht schon wieder ein Panem, Divirgent usw. Verschnitt“, wechselt der Streifen in der Mitte seine Richtung und wird eher zu einer jugendfreien Version von EQUILIBRIUM, der eine durchaus ähnliche Handlung aufweist.

Mit Jeff Bridges, der auch als Produzent fungiert, hat man den idealen alten Hüter gefunden und der Neuling Brenton Twaithes (Junge leg dir nen Künstlernamen zu) liefert eine brilliante Leistung ab. Dazu gesellen sich Alexander Skaarsgard, Meryll Streep und Katie Holmes in Nebenrollen.

Ein für Philipp Noyce, der nun nicht unbedingt für sanfte und einfühlsame Filme steht, ungewöhnliches Werk, genau wie die Spielereien mit der Farbgebung, die absolut faszinierend sind. Zudem ist das Bild dieser BR schon nahe am Referenzbereich.

Dazu gibt es noch jede Menge Extras. Ein gelungenes Gesamtpaket.

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