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Archiv für den 11. März 2015

THE CANAL (Universum Film)

am 11. März 2015 unter Horror abgelegt

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David lebt mit Gattin und Sohn in einem kleinen Vorort. Er hat einen interessanten Job, denn er sichtet und archiviert Horrorkurzfilme, die schon 100 Jahre oder älter sind. Eines Tages jedoch wird ihm beim Anschauen schwindelig, denn in dem Haus in dem er wohnt, hat wohl ein Irrer seine ganze Familie niedergemetzelt. Kurz darauf findet er heraus, das ihn seine Frau Alice auch noch mit einem Arbeitskollegen betrügt. Einige Tage später wird sie im Kanal aufgefunden – anscheinend Selbstmord. Oder hat David etwas damit zu tun und erinnert sich nicht mehr? Doch das ist der Anfang des Grauens….

THE CANAL wird die Gemüter wieder einmal spalten, denn die ersten 35 Minuten kommt der Film nicht so richtig in die Gänge und die Handlungsstränge wirken etwas unbeholfen parallel nebeneinander erzählt.

Danach wird der Streifen aber richtig spooky und die letzten 20 Minuten sind mal richtig genial, auch wenn im Endeffekt nicht alles 100 % aufgelöst wird.

Man könnte das ganze stilistisch aus eine Mischung aus THE RING und SHELTER bezeichnen, ohne jedoch das THE CANAL ein Plagiat wäre. Dafür ist der Erzählstil auch zu eigenwillig, denn die Geschichte ist nicht wirklich stringent erzählt und schlägt zudem immer wieder den ein oder anderen Haken.

Wer gerne mal wieder einen gruseligen Horrorstreifen sehen will, der aber an manchen Stellen mit den üblichen Sehgewohnheiten bricht, der ist hier bestens aufgehoben.

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PIONEER (Lighthouse)

am 11. März 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Früher war der Satz „basiert auf wahren Begebenheiten“ immer einer, der die Spannung im Vorfeld verstärkte. Heute nervt er eher, insbesondere bei Horrorfilmen. Hierbei handelt es sich aber um ein Taucherdrama und das dies hier auf Fakten beruht, ist auch nachlesbar.

Petter und sein Bruder Knut sind Taucher im Dienste der norwegischen Regierung. Zusammen mit den amerikanischen Partnern, will man nun große Ölvorkommen aus den Tiefen des Ozeans fördern und hierfür eine Pipeline verlegen. Nach etlichen Tests unter Laborbedingungen schaffen es die beiden zum ersten mal in 500 Meter Tiefe zu tauchen, was auch auf ein neues Gasgemisch der Amerikaner zurückzuführen ist. Doch dann verunglückt Knut unter merkwürdigen Umständen. Als Petter Nachforschungen anstellt, trifft er auf eine Mauer des Schweigens und schon bald wird ihm klar, das hier etwas sehr brisantes vertuscht werden soll.

Der Film lässt sich in zwei Abschnitte einteilen. Zuerst ist das ganze eher ein Drama um den Kampf des Menschen mit den Tiefen des Meeres und der Kompressionskrankheit, während er im zweiten Abschnitt nach dem Unfall zu einem Thriller wird, wobei beide Abschnitte gut miteinander harmonieren.

Einigen könnte allerdings der Retrolook des Streifens nicht gefallen, aber diese Ereignisse haben sich nun mal Anfang der 80er zugetragen, also kann man da schlecht mit Handys und modernen Frisuren rumlaufen.

Der bekannteste Darsteller ist hierbei wohl Wes Bentley, der einen der amerikanischen Taucher spielt. Regisseur ist Erik Skjoldbjaerg, der das Original zu Christopher Nolans INSOMNIA drehte, welcher diesem die Türen in Hollywood weit öffnete.

Die Unterwasseraufnahmen sind faszinierend und waren sehr aufwendig, wie das gute Making of uns näherbringt.

Wer Filme rund um diese Thematik mag und auch beiden Genre aufgeschlossen sollte einen Blick riskieren, denn viel auszusetzen gibt es an PIONEER eigentlich nicht.

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A MOST WANTED MAN (Universum Film)

am 11. März 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Als ein gewisser Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, in Hamburg auftaucht und bei einer Bank das illegal erworbene Vermögen seines Vaters einfordert, läuten bei Günther Bachmann, Leiter eine Spionageeinheit, die Alarmglocken. Zusammen mit seinem Team versucht er herauszufinden, ob der von Folter gezeichnete Mann etwas im Schilde führt. Unterstützung bekommt Karpov hierbei von der Anwältin Annabel Richter, die das Recht ihres Mandanten mit aller Gewalt durchsetzen will. Doch auch die CIA hat mitbekommen, das dieser Mann interessant sein könnte und schickt Agentin Martha Sullivan zur Untersuchung. So warten alle auf eine Aktion des Russen…

In etwa genauso wie der Zuschauer darauf wartet, das der Streifen irgendwann man losgeht. Die ersten 45 Minuten gehen vollkommen in Ordnung. Zwar gehen die Geschehnisse da recht langsam voran, doch der Aufbau ist gekonnt gemacht. Doch man wartet immer weiter und das bis kurz vor Schluss, denn der Streifen kommt eigentlich nie richtig in Fahrt.

Nun ist Regisseur Corbijn, der nahezu alle Videoclips für Depeche Mode gedreht hat, auch nicht gerade bekannt, in seinen Filmen ein hohes Tempo vorzulegen (siehe THE AMERICAN), doch irgendwann hofft man als Zuschauer, das doch mal ein wenig mehr Spannung aufkommt.

Der Cast reicht um drei Filme zu besetzen, die immer noch genügend Starpower hätten, doch wieso Daniel Brühl (gefühlte 4 Sätze) und Kostja Ullmann (gefühlte 3 Worte) sich hier mit so Minirollen zufrieden gaben, bleibt wohl ihr Geheimnis, während Nina Hoss wenigstens noch einiges an Screentime hat.

Ein seltsam langatmiger Film, zwar souverän gemacht und exzellent photographiert, aber leider auch recht ermüdend.

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RED MACHINE (Splendid/WVG)

am 11. März 2015 unter Horror abgelegt

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Weil Wilderer seine Familie dezimiert haben, ist ein ziemlich großer Grizzlybär ganz schön stinkig und macht sich auf die Jagd nach Menschen. Pech für Rowan, der mal wieder seine alte Heimat besucht um einen Freund zu überraschen, denn Ruckzuck ist auch er im Visier des riesigen Viehs, wie auch sein Bruder und dessen Gattin. Aus dem Pressetext „Prompt stößt man erst auf schöne Damen, dann auf zerfetzte Körper, und schließlich auf letzterer Ursache“.

Der letzte Satz hat mir so gut gefallen, den musste ich einfach aus dem Presstext übernehmen, der hätte von mir sein können.

Scott Glenn, Thomas Jane und Billy Bob Thornton – nicht die schlechteste Besetzung für einen kleinen Horror-B-Movie, der auch durchaus gelungen ist.

Mal was anderes, dass ein Geschöpf der Natur für Spannung verantwortlich ist und nicht immer nur übernatürliche Mächte, daher sind hier auch überwiegend handgemachte Effekte zu sehen, was auch positiv auffällt.

Das Tierchen sieht dabei ganz schön bedrohlich aus und die teilweise recht heftigen Szenen rechtfertigen auch die 16er Einstufung.

Nachdem ich dafür mehrmals gerügt wurde….also die RED MACHINE, die man nicht sieht ist tatsächlich der Bär. Das ganze bezieht sich auf eine Romanvorlage von einem Herrn Treadwell, der wohl unter Bären lebte und von einem dann auch umgebracht wurde…und einer dieser Bären wurde von diesem wohl BIG RED MACHINE getauft. Trotzdem bleibe ich dabei – diese Bezeichnung ist absolut schwachsinnig!!

Ändert aber nichts daran, das der Streifen durchweg spannende Unterhaltung bietet, wenn man auch den üblichen Familienquatsch hätte weglassen können.

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DIPLOMATIE (Koch Media)

am 11. März 2015 unter Drama abgelegt

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Wir schreiben den 25. August 1944: Die Französische Panzerdivision ist fest entschlossen Paris aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien, also entschließt sich Hitler zu einem letzten Schritt. Er will die Schätze und Schönheiten der Stadt dem Erdboden gleichmachen, Ausführen soll diesen Befehl Stadtkommandant Dietrich von Choltitz. Der zögert auch keine Sekunde, bevor der schwedische Konsul Raoul Nordling ihm die Sache auszureden versucht und mit allen „ diplomatischen“ Möglichkeiten die Katastrophe für die Millionen-Metropole verhindern will. Dabei greift er auch zu der ein oder anderen Notlüge.

Das es sich hier um ein Theaterstück handelt, das BLECHTROMMEL Regisseur Schlöndorff fürs Kino adaptiert hat kann der Streifen nicht verbergen, aber das hat bei DER TOD UND DAS MÄDCHEN auch nicht gestört.

Die Wortduelle der beiden Protagonisten sind anfangs etwas ermüdend, doch im Laufe des Films wird das ganze immer interessanter, denn die Tricks zu denen der Konsul greift, um sein Gegenüber vom Vorhaben abzubringen, sind schon recht originell.

SPOILER

Nach einigem Googeln fand ich heraus, das VON CHLOLITZ, den Befehl zur Zerstörung der Stadt hatte und ihn nicht ausgesprochen hat, ist geschichtlich erwiesen, das dieser Konsul den entscheidenden Schritt dazu getan hat, jedoch nicht.

SPOILER ENDE

Für Menschen, die Filme mit geschliffenen Dialogen mögen, bei denen Theaterstimmung aufkommt, und auch geschichtliches Interesse besteht, ist DIPLOMATIE durchaus geeignet, zumal er auch großartig besetzt ist. In einer Nebenrolle übrigens Robert „ich seh auch mit 50 noch aus wie 20“ Stadlober.

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