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Archiv des Monats März 2015

NIGHTCRAWLER (Concorde)

am 31. März 2015 unter Thriller abgelegt

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Nach diversen Gelegenheitsjobs hat Lou Bloom seine Bestimmung gefunden. Als Stringer fährt er, wenn möglich noch vor der Polizei, zu Tatorten, macht Fotos und verkauft sie einem hiesigen Fernsehsender. Zuerst nimmt ihn auch die Konkurrenz nicht ernst, doch Lou geht viel weiter als die anderen Stringer und riskiert auch sein Leben für eine gute Geschichte. Das wiederum gefällt der Nachrichtenproduzentin Nina, deren Sender dringend gute Quoten einfahren muss. Doch mit zunehmender Bekanntheit wird Lou immer größenwahnsinniger und ist für eine gute Geschichte bereit sehr weit zu gehen – zu weit.

Na endlich mal wieder eine Story, die nicht schon hundert Mal vorher verfilmt wurde, wird man sich denken. Und in der Tat NIGHTCRAWLER vermag, trotz einer strammen Laufzeit von 2 Stunden, durchgehend zu überzeugen.

Zwar wird anfangs etwas Zeit mit Charakterzeichnung gefüllt, die man aber auch benötigt um dahinter zu steigen,wie Lou tickt.

Der mir durchaus sympathische Jake Gyllenhaal schrammt mit seiner Darstellung des Nightcrawler zwar haarscharf am Overacting vorbei (zu viele Nic Cage Filme gesehen?) bekommt aber doch noch die Kurve. Rene Russo als Nina stiehlt aber allen die Show. So wie sie diesen Charakter spielt, stelle ich mir eine Frau in dieser Position und unter Quotendruck vor.

Zudem hat mir das Ende gefallen, denn, soviel darf ich verraten, hier geht eben nicht alles gut aus.

Das Making of geht nur 5 Minuten ist aber interessanter als so manches, was sich 2 Stunden lang zieht, dort kommen auch echte Stringer zu Wort, die diesen Job seit Jahren jede Nacht machen und an denen sich der Hauptdarsteller auch orientierte.

Fazit: Spannender Independent-Reißer mit einer originellen Geschichte und interessanten Wendungen.

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ICH.DARF.NICHT.SCHLAFEN (Splendid)

am 31. März 2015 unter Thriller abgelegt

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Es ist jeden Morgen das gleiche Szenario. Christine wacht auf und hat die Erinnerung an die Tage zuvor komplett verloren. Ihr Ehemann Ben erklärt ihr daher auch immer wieder aufs Neue wer sie ist und was passierte und das ihre Amnesie mit einem Unfall zusammenhängt. Eines Tages schaltet Christine einen gewissen Dr. Nash ein, der ihr rät ein Videotagebuch anzulegen, so das sie wenigstens noch auf die Ereignisse des Vortages zurückgreifen kann.So hofft er auf Dauer auch die Erinnerungen von Christine zurückzuholen. Doch manchmal ist es besser wenn man sich eben nicht mehr alles weiß.

Das hört sich nach einer interessanten Ausgangssituation an. Ist es auch und die ersten 25 Minuten bietet der Streifen auch wirklich eine interessanten Einstieg.

Doch dann beginnt das ganze bis zur ersten Wende ein wenig vor sich hinzuplätschern und Regisseur und Drehbuchschreiber Rowan Joffe kann sich partout nicht entschieden ob er uns hier einen Thriller oder nicht doch ein Drama servieren will.

Das geht auf Kosten der Spannung die erst gegen Ende wieder etwas anzieht, was jedoch durch den rührseligen Schluss wieder relativiert wird. Wieso kann ein Film nicht einfach mal offen bleiben? Wieso muss immer alles aufgelöst werden?

Kidman wurde hier auf hässlich getrimmt und spielt wie immer ordentlich. Nicht, das sie jetzt meine Lieblingsschauspielerin wäre, aber ihre Filmauswahl ist eben ansprechend. Firth passt mal gar nicht in die Szenerie, während Mark Strong wie immer gut ist.

So bleibt unter dem Strich ordentliche Unterhaltung, bei der es allerdings aus allen Ecken ruft „ich hätte ein wirklich geiler Film werden können“, so ist es eben nur Durchschnitt, bei dem man sich aber immerhin nicht langweilt.

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GONE GIRL (Fox)

am 31. März 2015 unter Thriller abgelegt

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Am fünften Hochzeitstag ist Nick Dunnes Frau verschwunden. Schnell bekommt die Presse Wind von der Sache und da Amy in der Öffentlichkeit sehr bekannt und auch beliebt ist, beginnt schon bald eine groß angelegte Suche. Doch eine Leiche wird nicht gefunden. Im Zuge der Ermittlungen gerät Nick in den Verdacht, etwas mit dem Verschwinden seiner Gattin zu tun zu haben, zumal man Blutspuren von ihr findet. Zudem verhält er sich in der Öffentlichkeit zunehmend ungeschickt und wird auch in der Bevölkerung und durch Meinungsmache vom Saulus zum Paulus….doch was ist mit Amy wirklich geschehen?

Das bekommt der Zuschauer in (viel zu langen) 2,5 Stunden dann auch aufgelöst, bzw. eigentlich schon nach etwas mehr als einem Drittel der Laufzeit. War der Film bis dahin nur relativ langweilig wird er ab da vollkommen unglaubwürdig und zusammenkonstruiert.

Affleck wird in diesem Leben kein gescheiter Schauspieler mehr, allerdings habe ich ihn schon wesentlich schlechter gesehen. Neil Patrick Harris jedoch ist die Fehlbesetzung des Jahrtausends und man wünscht ihn sich als Doogie Howser zurück. Wieso er diese Rolle angenommen hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Auch wenn Fincher einen guten Ruf besitzt gefallen mir nur einige Filme von ihm und ich finde vieles doch arg überbewertet. So auch diesen Streifen hier, der überwiegend gute Kritiken bekommt.

Natürlich kann man hier keinen absoluten Verriss schreiben, denn handwerklich ist das hier alles blitzsauber, der Soundtrack ist stimmig und die Kamera ist immer an der richtigen Stelle.

Die Geschichte allerdings ist teilweise dermaßen in den Haaren herbeigezogen, das ich mich echt frage, wie dieses Buch ein Welterfolg werden konnte….jede Menge GONE TIME für den Zuschauer….

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HOUSEBOUND (Ascot Elite)

am 18. März 2015 unter Horror, Komödie, Suspense abgelegt

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Kylie hat schon mehrere Jungendstrafen hinter sich und dem Richter wird es nun zu bunt. Er verurteilt sie zu 8 Monaten Hausarrest, mit einer elektronischen Fußfessel. Das passt Madame gar nicht, zumal das auch noch im Hause ihrer Mutter stattfinden soll, die sie eh nicht leiden kann. Schon kurze Zeit später häufen sich in der neuen Wohnstätte unheimliche Geräusche und merkwürdige Stromschwankungen. Kylies Mutter nimmt das gelassen und erklärt, das hier schon immer Geister spukten, die aber harmlos sind. Dies jedoch wird sich nicht bestätigen.

Och nee, nicht schon wieder ein Haushorrorfilm, die kann man doch echt nicht mehr ertragen, sollte man meinen. Doch das hier ist definitiv etwas anderes, zumal es im Endeffekt gar kein Horrorfilm ist! Hä? Ja das kann ich nicht verraten, weil das zu viel gespoilert wäre.

HOUSEBOUND schafft den schmalen Grat, das man sich sowohl gruselt, als auch amüsiert, denn eigentlich ist das schon eine Komödie, wenn auch eine spookige.

Dazu das latente Gemaule und rebellische Gehabe der Hauptdarstellerin, die, weil sie so unsympathisch ist, gerade Sympathiepunkte sammelt. Die Vorstellung der Dame ist echt klasse, und das, obwohl sie schon 30 wird und hier eigentlich ne 21-jährige spielt. Aber auch Ihre Mom und der Bulle, der zufälligerweise einer ist, der an Geister glaubt (nette Idee) und der auf sie aufpassen soll, sind klasse.

Der Film hat im Minutentakt skurrile Ideen, wovon die beiden Twists am Schluss den Vogel abschießen, dabei aber keinesfalls aufgesetzt und gekünstelt wirken.

Bei Horrorkomödien habe ich immer so meine Bedenken, denn entweder sind sie nur lustig oder nur spannend und die Gags dann doof. Hier passt alles perfekt zusammen, wobei, wie gesagt, HOUSEBOUND eigentlich gar kein Horrorfilm ist! Jetzt völlig verwirrt? Dann einfach reinschauen.

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CONTRACTED (Mad Dimension/Alive)

am 18. März 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Samantha ist mit Nicki liiert und eigentlich lesbisch. Als sie von ihrer Freundin auf einer Party versetzt wird, lässt sie sich allerdings auf einen ONE NIGHT STAND mit einem Typen ein – und das ohne Verhütung. Das wäre grundsätzlich gar nicht so schlimm, solche Fehler können im angetrunkenen Kopf schon passieren, doch hier liegt der Fall anders, denn der Typ verbreitet ein merkwürdiges Virus, das langsam zum körperlichen Zerfall führt und gegen den kein Arzt etwas machen kann.

Nun muss man sagen, dass CONTRACTED nicht unbedingt ein reinrassiger Horrorfilm ist, sondern eher als ein Drama, das im Horrorgenre spielt, denn allzu viele Splatterszenen gibt es nicht (die FSK Freigabe ist ein Witz).

Viel mehr konzentriert sich der Streifen auf die körperliche und seelische Veränderung der Protagonistin, die das auch überraschend gut spielt. Ich muss zugeben, das ich Najarra Townsend noch nie wahrgenommen habe. Schaut man aber mal auf ihre Filmographie sind da durchaus einige Streifen dabei, die eine hohe Bewertung auf einschlägigen Seiten haben.

CONTRACTED wird jedoch die Meinungen spalten, was einfach an dem Genre-Mix liegt. Für die Gore-Freunde ist das ganze zu wenig brutal und Menschen die sich gerne Dramen einsehen, ist der Streifen dann doch etwas zu heftig, daher ist die Zielgruppe wohl Freunde von beiden Genres wie mir, aber die gibt es eben nur selten.

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ABSOLUTER GEHORSAM (Maritim/Alive)

am 18. März 2015 unter Drama, Horror abgelegt

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Janey wurde dazu verdonnert in einem Camp, dessen Motto „Heilen durch Stille“ ist, ihre Jugendstrafe abzusitzen, obwohl sie nach eigenem Beteuern unschuldig ist. Hilft ihr aber nicht wirklich weiter. Der Chef des Lagers ist ein ziemlicher Spinner und seine beiden Söhne ebenfalls. Man darf sich hier weder anschauen, noch reden, noch telefonieren. Hält man sich nicht an diese Vorgaben gibt es ganz schnell Strafen.. Sehr schnell begreift Janey, das der Arzt den Kids mit Gehirnwäsche beikommen und sie unter Hypnose beeinflussen will, was jedoch nicht bei allen gelingt. Eine Flucht jedoch ist relativ schwierig, da in dem umliegendem Wald ein seltsames Wesen haust, das dauerhaft Appetit hat.

Und genau das ist das kleine Problem das der Film hat. Irgendwie sind diese beiden Handlungsstränge nicht ganz schlüssig zueinander. Da wollte man als Filmemacher etwas viel, denn das ausgerechnet in der Nähe eines solchen Jugendheims ein Vieh haust, ist eben schon sehr weit hergeholt.

Hat man diese merkwürdige Kombination aber einmal geschluckt, bekommt man einen soliden und durchaus spannenden Horrorthriller geboten, dem zwar nicht sehr viel Budget zur Verfügung stand, dem man aber zu Gute halten muss, dafür recht ordentliche Darsteller an Bord zu haben und keine CGIs, sondern nur handgemachte Effekte einzusetzen.

Das Vieh sieht aus wie ein Cousin der netten Tierchen aus DESCENT und hat gerade gegen Ende doch einige blutige Auftritte, was den Splatterfan erfreuen wird.

Fazit: Recht gelungener kleiner B-Movie mit leichten Schwächen im Skript der aber aus seinen wenigen Möglichkeiten recht viel herausholt.

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ESCAPE FROM TOMOROW (Koch Media)

am 18. März 2015 unter Drama, mystery abgelegt

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Also bei diesem Streifen stehe ich vor einem absoluten Rätsel. Die Zusammenfassung des Pressetextes ist hierbei ziemlich gelungen.

Einige Tage Spaß und Vergnügen hat sich Jim versprochen, als er mit seiner Familie Richtung Disneyworld aufbricht. Doch in der bonbonbunten Welt des Vergnügungsparks beginnt Jim allmählich, die Kontrolle darüber zu verlieren, was Wirklichkeit und was alptraumhafter Wahn ist. Denn inmitten des familienfreundlichen Spaßzwangs von Disney World wird Jim von verstörenden Visionen und beklemmenden Entdeckungen über die wahre Natur des Vergnügungsparks heimgesucht. Sind die Disney-Prinzessinnen nebenbei Edel-Prostituierte? Was genau wird in „Futureland“ getrieben? Und wer sind die beiden französischen Teenagerinnen, die ihm immer wieder über den Weg laufen?

Das trifft wirklich genau was der Zuschauer auch sieht, doch insbesondere gegen Ende wird das ganze immer abstruser und sieht aus als hatten sich David Lynch und Vincenzo Natali zusammengetan.

Zudem ist auch alles handwerklich absolut klasse gemacht. Auch die Idee, den bunten Vergnügungspark dadurch zu verändern, das man den Streifen in schwarz-weiß dreht, ist pfiffig, weil man die bunte künstliche Disney-Welt dadurch nicht sieht.

Doch warum das alles passiert, was das alles mit der Kündigung zu tun hat, die der Familienvater erhält, die anscheinend eine wichtige Rolle spielt, die sich mir aber nicht erschließt und viele weitere Fragen wirft der Streifen nach 90 Minuten auf. Beantwortet wird eigentlich nichts.

David Lynch Jünger werden sicher jetzt verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und mir sagen, das ich zu blöd bin, das hier zu verstehen, aber das gebe ich dann auch zu. Oder hat das ganze doch irgend einen Sinn. Kommentare sind diesmal ausdrücklich erwünscht, Klärt mich und meinen Kleingeist auf. Bewertung unmöglich.

THE SHUTTER (Ascot Elite)

am 18. März 2015 unter Horror abgelegt

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Auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier, bei dem der Fotograf Tun jede Menge Bilder geschossen hat, haben er und seine Freundin Jane auf einer abgelegenen Straße einen Unfall und überfahren eine junge Frau. Aus Angst verschwinden die beiden schnell. Doch das Unglück holt beide schnell ein, denn auf seinen Fotos sieht Tun geisterhafte Erscheinungen und nach einem Besuch bei einem Spezialisten folgert der daraus, das sich der Geist der überfahrenen Dame dort eingeschlichen hat. Doch als die beiden Erkundigungen einholen, bekommen sie die Mitteilung, das bei dem Unfall gar niemand verletzt wurde. Wer ist also die mysteriöse Erscheinung auf den Bildern? Und das ist erst der Anfang der Merkwürdigkeiten, denn seine Kumpels begehen einer nach dem anderen Selbstmord. Bei weiteren Nachforschungen gerät auch Tuns Leben in Gefahr.

Jetzt könnte man ja meinen, es handele sich hierbei wieder um eine RING/JU-ON Kopie, zumal auch noch eine junge Dame mit schwarzen langen Haaren auftaucht, doch SHUTTER hat weit mehr zu bieten.

Zu einem ausgezeichneten Drehbuch und absolut glaubwürdigen Darstellern gesellt sich ein bedrohlicher Score und massenweise gelungene Ideen. Das ganze wirkt zudem sehr professionell in Szene gesetzt und wirkt überhaupt nicht wie ein kleiner B-Movie aus dem asiatischen Raum.

Die Wende gegen Schluss ist zudem der absolute Knaller und definitiv nicht vorhersehbar…..

Die Blu Ray des 10 Jahre alten Films (der aber als solche erst kürzlich VÖ hatte) ist zwar relativ klar im Bild, aber extrem hell, fast schon überzeichne. Das dies ein Stilmittel des Films ist kann nicht erkennen, man muss jedenfalls ganz schön abdunkeln.

Doch wen juckt das, denn das sind ja nur 2 Handgriffe auf der Fernbedienung. Ansonsten bekommt man hier einen sauspannenden Horrorthriller geboten, der übrigens auch ein amerikanisches Remake nach sich zog, was mit Joshua Jackson auch gut besetzt war, aber komplett glattgebügelt wurde.

Sollte in keiner guten Horrorsammlung fehlen und steht bei mir auf einer Stufe mit THE EYE.

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THE CANAL (Universum Film)

am 11. März 2015 unter Horror abgelegt

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David lebt mit Gattin und Sohn in einem kleinen Vorort. Er hat einen interessanten Job, denn er sichtet und archiviert Horrorkurzfilme, die schon 100 Jahre oder älter sind. Eines Tages jedoch wird ihm beim Anschauen schwindelig, denn in dem Haus in dem er wohnt, hat wohl ein Irrer seine ganze Familie niedergemetzelt. Kurz darauf findet er heraus, das ihn seine Frau Alice auch noch mit einem Arbeitskollegen betrügt. Einige Tage später wird sie im Kanal aufgefunden – anscheinend Selbstmord. Oder hat David etwas damit zu tun und erinnert sich nicht mehr? Doch das ist der Anfang des Grauens….

THE CANAL wird die Gemüter wieder einmal spalten, denn die ersten 35 Minuten kommt der Film nicht so richtig in die Gänge und die Handlungsstränge wirken etwas unbeholfen parallel nebeneinander erzählt.

Danach wird der Streifen aber richtig spooky und die letzten 20 Minuten sind mal richtig genial, auch wenn im Endeffekt nicht alles 100 % aufgelöst wird.

Man könnte das ganze stilistisch aus eine Mischung aus THE RING und SHELTER bezeichnen, ohne jedoch das THE CANAL ein Plagiat wäre. Dafür ist der Erzählstil auch zu eigenwillig, denn die Geschichte ist nicht wirklich stringent erzählt und schlägt zudem immer wieder den ein oder anderen Haken.

Wer gerne mal wieder einen gruseligen Horrorstreifen sehen will, der aber an manchen Stellen mit den üblichen Sehgewohnheiten bricht, der ist hier bestens aufgehoben.

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PIONEER (Lighthouse)

am 11. März 2015 unter Drama, Thriller abgelegt

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Früher war der Satz „basiert auf wahren Begebenheiten“ immer einer, der die Spannung im Vorfeld verstärkte. Heute nervt er eher, insbesondere bei Horrorfilmen. Hierbei handelt es sich aber um ein Taucherdrama und das dies hier auf Fakten beruht, ist auch nachlesbar.

Petter und sein Bruder Knut sind Taucher im Dienste der norwegischen Regierung. Zusammen mit den amerikanischen Partnern, will man nun große Ölvorkommen aus den Tiefen des Ozeans fördern und hierfür eine Pipeline verlegen. Nach etlichen Tests unter Laborbedingungen schaffen es die beiden zum ersten mal in 500 Meter Tiefe zu tauchen, was auch auf ein neues Gasgemisch der Amerikaner zurückzuführen ist. Doch dann verunglückt Knut unter merkwürdigen Umständen. Als Petter Nachforschungen anstellt, trifft er auf eine Mauer des Schweigens und schon bald wird ihm klar, das hier etwas sehr brisantes vertuscht werden soll.

Der Film lässt sich in zwei Abschnitte einteilen. Zuerst ist das ganze eher ein Drama um den Kampf des Menschen mit den Tiefen des Meeres und der Kompressionskrankheit, während er im zweiten Abschnitt nach dem Unfall zu einem Thriller wird, wobei beide Abschnitte gut miteinander harmonieren.

Einigen könnte allerdings der Retrolook des Streifens nicht gefallen, aber diese Ereignisse haben sich nun mal Anfang der 80er zugetragen, also kann man da schlecht mit Handys und modernen Frisuren rumlaufen.

Der bekannteste Darsteller ist hierbei wohl Wes Bentley, der einen der amerikanischen Taucher spielt. Regisseur ist Erik Skjoldbjaerg, der das Original zu Christopher Nolans INSOMNIA drehte, welcher diesem die Türen in Hollywood weit öffnete.

Die Unterwasseraufnahmen sind faszinierend und waren sehr aufwendig, wie das gute Making of uns näherbringt.

Wer Filme rund um diese Thematik mag und auch beiden Genre aufgeschlossen sollte einen Blick riskieren, denn viel auszusetzen gibt es an PIONEER eigentlich nicht.

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