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Archiv für den 02. Dezember 2014

OCULUS (Universum Film)

am 02. Dezember 2014 unter Horror abgelegt

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Der junge Tim Russel hat die letzten 10 Jahre in der Psychiatrie verbracht, weil er seinen Vater erschoss. Die Geschichte. das dieser ihn umbringen wollte, weil er unter dem Einfluss eines mysteriösen Spiegels stand, glaubte ihm niemand. Als er entlassen wird, hat seine Schwester Kaylie dafür gesorgt das sich eben dieser Spiegel wieder in ihrem Besitz befindet – zumindest kurzfristig. Mit einem Experiment will sie beweisen, das in dem antiken Stück das Böse wohnt und hat sich dafür einiges ausgedacht – eigentlich sogar einen narrensicheren Plan entwickelt um mit Videoaufzeichnungen zu belegen, das der Spiegel verflucht ist. Doch das fiese Ding ist noch schlauer und stärker als gedacht.

OCULUS wird sicher die Geschmäcker spalten, denn größtenteils ist er im Stile eines FOUND FOOTAGE Films gedreht, jedoch ohne die nervige Handkamera. Das Geschehen spielt sich auch praktisch nur in dem Haus ab, in dem der Spiegel steht.

Allerdings baut der Film von Anfang an eine spooky Atmosphäre auf und spätestens als Kaylie beginnt die Geschichte des Spiegels in die Kamera zu erzählen, wird es schön unheimlich. Der 10-minütige Monolog ist grandios.

Danach hält der Film sein hohes Spannungsniveau, gerät gegen Ende vielleicht zehn Minuten zu lang, was sich aber verschmerzen lässt.

Die Wendungen sind komplett unvorhersehbar (vielleicht bis auf das Ende) und der Zuschauer weiß nicht, was ihm als nächste Überraschung blüht und was er glauben soll oder eben nicht.

So entstand ein subtiler Horrorthriller im Stile von SINISTER, der nahezu ohne spektakuläre Effekte auskommt, der aber trotzdem oder gerade deshalb extrem spannend ist. Für mich ein Geheimtipp.

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ALL CHEERLEADERS DIE (Koch Media)

am 02. Dezember 2014 unter Horror, Komödie abgelegt

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Maddy ist eigentlich eher ein rebellischer Außenseiter, denn eine der typischen Highschool-Tussen. Umso verwunderlicher ist es, das sie Interesse zeigt, ins Cheerleader-Team der Schule zu kommen. Doch sie hat durchaus ihre Gründe und versucht zwischen den Cheerleadern und den Footballern Zwietracht zu säen, was auch gelingt. Ein Autounfall jedoch ändert einiges an der Situation, denn nur mit Hilfe von Maddys Freundin Leena können sie und die anderen Mädels weiterleben. Doch dieses Rückkehr birgt doch das ein oder andere Problemchen…

Bevor man diesen Streifen anschaut, muss man wissen, das man hier vollkommenen Schwachsinn zu sehen bekommt. Zum Glück war mir das bekannt und so empfand ich den Streifen dann doch als sehr unterhaltend, zumal er sich in keiner Sekunde ernst nimmt und vor Selbstironie strotzt.

Witzig ist hier auch die musikalische Untermalung denn man wechselt (auch im Abspann) zwischen neuartigen Hiphopbeats und 80er Jahre Mucke, einer Zeit in dem Highschoolfilme ihre Hochzeit hatten. Eine recht liebenswerte Idee.

Die CGIs sind ziemlich schlecht – und das ist genau so gewollt, während die handgemachten Splatterszenen (die aber nur sehr begrenzt vorkommen) durchaus gelungen sind.

So ist CHEERLEDAERS MUST DIE ein sicherer Tipp für die nächste Trash-Party, obwohl er insgesamt für diese Bezeichnung zu professionell gedreht ist. Für gute Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt.

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DIE ZWEI GESICHTER DES JANUARS (Studio Canal)

am 02. Dezember 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der amerikanische „Geschäftsmann“ Chester Mac Farland , den seine ehemaligen Klienten wegen Betrugs suchen, ist mit seiner schönen Frau in Griechenland unterwegs. Dort wird er von einem Detektiv aufgespürt und beseitigt diesen – allerdings eher ungewollt. Doch jetzt wo er weiß, das man ihm auf der Spur ist, nimmer er jede Hilfe an, auch die des Fremdenführers Rydal, obwohl dieser spitz auf seine Gattin ist. Er hilft ihm die Leiche zu verstecken und versucht die beiden aus dem Land herauszuschmuggeln,

Wer die Bücher von Madame Highsmith kennt weiß, das sie doch meist nach einem ähnlichen Schema ablaufen. Das wäre ja gar nicht so schlimm, aber diese Verfilmung ist so unglaublich langatmig, das der Streifen als Thriller wahrlich nicht durchgeht. Und das soll er ja wohl sein.

Schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Mortensen ist gut wie immer, Dunst kann nix wie immer, stört aber auch nicht, und Oscar Isaac gefällt in der Rolle des Gauners. Dazu gesellen sich schicke Aufnahmen und ein tolles Blu ray Bild.

Doch das rettet im Endeffekt nur vor einer noch schlechteren Bewertung, als zu einer gewaltigen Verbesserung der Note zu führen, da der Film einfach nicht in die Gänge kommt. So bleiben unter dem Strich eher zwei Stunden der Langeweile, denn zwei Gesichter des Januars.

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STEREO (Eurovideo)

am 02. Dezember 2014 unter Thriller abgelegt

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Erik hat sein altes Leben hinter sich gelassen und ist aufs Land gezogen, hat eine Freundin und eine Motorradwerkstatt. Doch in diese friedliche Welt platzt Henry hinein und konfrontiert ihn mit seiner Vergangenheit. Das Problem hierbei ist: Nur Erik sieht Henry. Als dann auch noch Gangster auftauchen geht ihm langsam ein Licht auf. In seinem früheren Leben, muss er ein ziemliches Arschloch gewesen sein, doch wieso kann er sich an nichts mehr erinnern?

Diese Ausgangssituation ist doch ideal um einen Thriller zu basteln, noch dazu wenn man dazu Bleibtreu und Vogel als Hautdarsteller gewinnen kann.

Doch leider setzt der Regisseur seinen Streifen ziemlich in den Sand. Nicht das das hier absoluter Mist wäre, doch wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten hier bestanden hätten, ist der Streifen verschenkt.

Zudem hätte ich die Rollen anders herum besetzt. Vogel als netter Kerl das passt schon, aber Vogel als zum Arschloch mutierender Gangster – das wäre dann eher was für Bleibtreu gewesen.

Dazu gesellen sich noch vollkommen überzeichnete Bösewichter, bei denen der Obermacker immerhin mit ein paar coolen Onelinern glänzt („Deine Zukunft wird so aussehen, das Du in der Ukraine jeden Tag 50 Schwänze lutscht“).

Stereo hätte ein interessanter Film werden können, doch leider wurde er nur stereotyp – und das ist schade.

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LETZTER HALT: FRUITVALE STATION (Universum Film)

am 02. Dezember 2014 unter Biopic, Drama abgelegt

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Oscar Grant wird am Morgen der Neujahrsnacht von einem übereifrigen Polizisten erschossen. Vorher hat er schon diverse Male im Knast gesessen. Obwohl er sich vorgenommen hat sein Leben zu verändern, auch für seine Freundin Sophina und Tochter Tatiana, klappt es einfach nicht. Er verliert den Job und steht kurz davor wieder zu dealen. Doch dazu wird es eh nicht kommen…

Ich halte mich in der Geschichte kurz, denn eigentlich gibt diese auch nicht viel her, zumal der Regisseur das ganze auch nicht als Thriller verpackt, und iwas dazudichtet, sondern den Zuschauer einfach mit ins Leben des Oscar Grant nimmt. Diese authentische Herangehensweise sorgt ab und an für die ein oder andere Länge, die aber für mich völlig in Ordnung geht.

Ganz stark sind dann die letzten 30 Minuten, in denen der Zuschauer sehr detailliert erzählt bekommt, was dem 22 jährigen widerfahren ist. Dort mutiert das ganze dann doch noch zu einem Thriller, der aufgrund seiner wahren Geschichte zusätzlich an Dramatik gewinnt.

In den sehr guten Extras erklären Hauptdarsteller und Regisseur, sowie Produzent Forest Whittaker ihre Motivation diesen Film zu machen. Auch das lange Interview mit allen Beteiligten ist interessant geworden.

So bleibt unter dem Strich ein Einblick in den letzten Tag eines viel zu kurzen Lebens. Skandalös hingegen ist das Gerichtsurteil für den Polizisten, aber das solltet ihr dann selbst nachlesen, wenn ihr den Film geschaut habt.

Mich würde aber mal interessieren ob das Video, das man am Anfang des Films sieht, ein originales ist oder ein nachgestelltes, das wird nämlich auch in den Extras nicht erklärt. Weiß das jemand?

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