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Archiv des Monats November 2014

OPEN GRAVE (Universum Film)

am 11. November 2014 unter Horror abgelegt

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Ein Mann wacht irgendwo im Niemandsland in einer Grube voller verwesender Leichen auf und kann sich nicht erinnern, wie er hierher gekommen ist. Als ihm eine unbekannte Dame aus der Patsche hilft, stößt er auf ein Haus, in dem noch andere Personen sind, die ebenfalls Probleme haben, sich an irgend etwas aus der Vergangenheit zu erinnern. Das Misstrauen innerhalb der Gruppe ist groß – trotzdem versucht man gemeinsam herauszufinden wer man ist und warum man sich an diesem Ort befindet. Doch manche Erinnerungen sollten besser für immer ausgelöscht bleiben…

Wer hier aufhorcht und denkt, das das ja eine durchaus interessante Grundidee ist, der liegt sicher richtig, auch wenn wir das so ähnlich schon aus UNKNOWN kannten.

Wie die Gruppe hinter das Geheimnis kommt, ist zudem recht spannend geschildert und für einen Film mit der Freigabe 16 ist das ganze auch ziemlich brutal in Szene gesetzt.

Mit zunehmender Spieldauer werden die Geschehnisse und Abfolgen allerdings immer abstruser und die Dialoge der Protagonisten teilweise lächerlich. Da jedoch ein Bekannter von mir den Film im Original gesehen hat und ihm das nicht auffiel, könnte das auch an der deutschen Synchronisation liegen.

So bleibt unter dem Strich eine gute Grundidee, deren Umsetzung jedoch nicht in allen Punkten gelungen ist. Das Bild mit der „Riesengrube“ bleibt einem allerdings lange in Erinnerung, das ist sensationell gemacht.

Keine Zeitverschwendung, aber da wäre mehr drin gewesen…

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WESTEN (Universum Film)

am 11. November 2014 unter Drama abgelegt

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Irgendwann Ende der 70er Jahre beschließt Nelly Senft, promovierte Chemikerin aus Ostberlin, der DDR den Rücken zu kehren. Mithilfe eines gefakten, angeblichen neuen Gatten, gelingt de Ausreise, doch im Notaufnahmelager erwarten sie Argwohn und Misstrauen bei den zuständigen Beamten, die behaupten, das ihr totgeglaubter Ex Mann, wohl doch noch am Leben ist. Ein CIA Mann deutet zudem an, das man sie beobachtet, da ihr angeblich verschiedener Gatte eventuell für die Stasi arbeiten könnte. So wittert Nelly an jeder Ecke einen Spion, was den Einstieg in das neue Leben nicht gerade erleichtert, zumal sie Probleme hat eine Arbeit zu finden und auch ihr 9-jähriger Sohn durch die Situation immer unglücklicher wird.

Atmosphärisch weiß der Streifen zu überzeugen. Die damalige Tristesse in den Notunterkünften, der schwere Einstieg ins neue Leben und die ständige Angst vor Beobachtung wurden hier gut eingefangen. Zudem wurde der Film in sehr blassen Farben gedreht um diesen Effekt noch zu unterstützen..

Allerdings ist der zweite Abschnitt, in dem das Drama eher zum Thriller mutiert, nicht so gelungen wie der erste. Zudem erschließt sich mir die kurze „Romanze“ und die damit verbundene Sympathie für den Agenten nicht. Auch die Sache mit den Blumen fand ich schon sehr weit hergeholt.

Schauspielerisch gibt’s nichts auszusetzen, alle Darsteller bringen ihre Figuren gut rüber, was besonders für den kleinen Mann sicher schwer gewesen sein dürfte, da er ja die damaligen Zustände nicht kennen kann.

Insgesamt ein solides Drama, das den Wechsel zum Thriller im zweiten Abschnitt aber besser hätte sein lassen sollen, da die beiden Genre in diesem Fall nicht so gut harmonieren. Zudem ist das Ende sehr abrupt – allerdings kann man da auch viel rein interpretieren…und das ist sicher so gewollt.

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THE RAID 2 (Koch Media)

am 11. November 2014 unter Action abgelegt

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Polizist Rama lässt sich von seinem Chef zu einer heiklen Undercover-Mission überreden, durch die er das Vertrauen des Sohnes eines Gangsterbosses gewinnen soll und lässt sich in einen üblen Knast einschleusen, in dem auch der Sprössling des feinen Herren sitzt. Das funktioniert auch bestens, denn nach seiner Entlassung bekommt er Zugang zum innersten Kreis der Organisation und hat nun die Möglichkeit, die kriminellen Machenschaften von dort aus zu bekämpfen, was sich allerdings schwierig gestaltet, da seine wahre Identität jede Minute auffliegen kann. Zudem ist der Sohn nicht zufrieden mit der Rolle des Geldeintreibers, fühlt sich zu höherem berufen und provoziert einen Krieg mit einer anderen Organisation.

THE RAID 2 ist ganz anders als sein Vorgänger, denn hier wird wenigstens eine einigermaßen gescheite Geschichte geboten, während in Teil 1 ja gar keine existierte, sondern einfach nur drauf losgeballert und gekloppt wurde.

Aber für Fans der Martial-Arts Einlagen wird hier dennoch genug geboten, denn Regisseur Gareth Evans weiß schon was die Leute sehen möchten, die solche Filme kaufen.

Die Qualität dieser Szenen kann ich nicht wirklich beurteilen, weil ich einfach in diesem Genre nicht zuhause bin. Die Szene auf dem Highway fand ich allerdings schon sehr beeindruckend.

Der Vorteil von THE RAID 2, im Gegensatz zu den üblichen Klopperfilmen dieser Art ist, dass Hauptdarsteller Iko Uwais, anders als vermeintliche Kollegen wie Tony Jaa, eine überraschend gute Performance als Schauspieler abliefert, die man voll solchen Kampfmaschinen nicht gewohnt ist (sieht man mal von Jet Lee ab).

Zudem hat der Regisseur einen ausgezeichneten Blick für Schönheit, denn hier gibt es schon einige optische Leckerbissen zu bestaunen. Überhaupt kann der Streifen in Sachen Look durchaus punkten.

So ist der Film nicht ausschließlich für Martial-Arts Fans geeignet, sondern auch für Menschen die Filme wie DEPARTED mochten und sich an den Fights nicht stören.

Was ich allerdings nie verstehen werde, das dreißig auf einen losstürmen und der die dann alle platt macht und das diese nie mal auf die Idee kommen ihn mit ner Kanone umzunieten und stattdessen immer im Nahkampf untergehen. Aber das muss bei diesen Filmen wohl so sein.

Auch Teil 2 wird sicherich ein Verkaufsschlager werden – außer in Alzey, da laufen Asiaten nicht (Insider)

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IN DER STUNDE DES LUCHSES (Studio Hamburg/ALIVE)

am 11. November 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Ein junger, verwirrter Mann namens Drengen erschlägt mitten im Nirgendwo ein älteres Ehepaar und landet daraufhin jahrelang in der Psychiatrie. Dort nimmt er an einem Experiment teil, das die Psychologin Lisbeth durchführt. Um die soziale Kompetenz der Insassen zu verbessern, bekommt jeder von ihnen ein Haustier. Zunächst hat dieses Experiment auch bei ihm Erfolg – doch dann tötet ein Mitinsasse seinen Kater und Drengen tickt vollkommen aus. Nach einem Suizidversuch bittet Lisbeth die Pastorin Helen mit dem Jungen zu sprechen. Zuerst blockt dieser ab, doch dann beginnt er sich zu öffnen und es kommen dunkle Geheimnisse ans Licht.

Als Pastorin agiert hier die lieb gewonnene Sofie Grabol, die uns als KOMMISSARIN LUND alle überzeugt hat, Wieso man ihr unbedingt den Job einer Pastorin geben musste, statt der einer Psychologin, erschließt sich einem erst kurz vor Schluss, denn da geht es um Glaubensfragen.

IN DER STUNDE DES LUCHSES ist ein sehr gut gespieltes und intensives Psychodrama, das uns auch ein Wiedersehen mit Soren Malling beschert, der als Chef der Zeitung in BORGEN schon eine gute Vorstellung ablieferte.

Jedoch begeht der Regisseur einen Anfängerfehler, den ich nicht nachvollziehen kann. Als sich das Geschehen dem Finale nähert, beginnt er plötzlich in Rückblenden die Hintergrundgeschichte des Jugendlichen zu erzählen. Das nimmt dem Film, der bis dahin behutsam Tempo aufgebaut hat, komplett die Dynamik.

Die Rückblenden sind notwendig, damit man die Geschichte auch nachvollziehen kann, doch setzt er sie zum völlig falschen Zeitpunkt ein, da das dem Film dann doch ein wenig die Spannung nimmt. Zudem sehen sich die beiden Darsteller (Drengen als Kind und als Teenager) unglaublich unähnlich.

Daher gibt es hier doch leichte Abzüge in der B-Note, die vermeidbar gewesen wären. Trotzdem gibt es eine gute Bewertung da der Film insbesondere auf atmosphärischer Ebene überzeugen kann. Leider gibt es das ganze zum Zeitpunkt der Review nur auf DVD zu erwerben.

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