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Archiv für den 28. Oktober 2014

ALL HALLOWS EVE (Mad Dimension/Alive)

am 28. Oktober 2014 unter Horror abgelegt

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Sarah hat an Halloween nichts besseres vor und babysittet zwei Kinder. Die haben vorher ordentlich Süßigkeiten eingesammelt. Als der kleinere seinen Beutel ausleert, befindet sich in diesem auch eine Videokassette. Auf nerviges Drängen der Blagen, schiebt man diese in den Rekorder. Darauf befinden sich drei blutige Kurzgeschichten, alle miteinander verbunden durch einen mysteriösen Clown, Nach der ersten schickt Sarah die beiden Kids ins Bett, ist aber dennoch neugierig und schaut das Tape weiter, was noch weitreichende Folgen haben wird.

Zuviel möchte ich nicht verraten, denn alle Menschen 35 +, die in den 80ern als Kiddies gebannt vor den Fernsehern hockten und sich (obwohl natürlich noch viel zu jung) die Jasons, Michaels und Freddys dieser Welt ansahen, werden hier wieder in ihre Jugend zurückversetzt.

ALL HALLOWS EVE ist eine wirklich liebevolle Hommage an eben diese Zeit, als man Teens und Twens noch schockieren konnte. Durch das Internet hat sich heute natürlich vieles relativiert.

In seiner Reminiszenz an diese Zeit hat der Drehbuchautor aber auch wirklich nichts vergessen. Angefangen vom Videorecorder (den heute kein Mensch mehr besitzt), über die damals sehr angesagten Kurzgeschichten, die fast immer in eine Rahmenhandlung eingebettet waren, Streifen im Bild wie bei schlechten Videotapes und viele viele andere Sachen bis hin zu einem analogen Soundtrack, der ganz bewusst im Stile der frühen Carpenter Werke gehalten ist, hat man hier wirklich an alles gedacht.

Hinzu kommen durchweg handgemachte, teilweise recht derbe Splatterszenen, die das Herz des Horrorfans erfreuen.

Natürlich ist das hier kein cineastisches Meisterwerk, aber das waren eben Freitag der 13., Halloween, Brennende Rache, Maniac usw usw nun auch nicht.

Fazit: Eine wirklich liebevolle und detailgetreue Hommage an unsere Jugend. Die heutigen Teenies werden mit diesem Streifen natürlich absolut nichts anfangen können.

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DIE SEHNSUCHT DER FALTER (EuroVideo)

am 28. Oktober 2014 unter Drama, Horror abgelegt

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Am Mädcheninternat in Brangwyn befinden such nur Damen, die in der Gesellschaft ein wenig höher gestellt sind. Mittendrin die 16-jährige Rebecca die den Tod ihres Vaters, einem bekannten Schriftsteller, verkraften muss und das Trauma, das sie auch noch diejenige war, die ihn nach seinem Suizid blutüberströmt fand. Glücklicherweise hat sie sich mit einigen Kolleginnen angefreundet, die ihr über diese Geschichte hinweghelfen. Insbesondere Lucie steht ihr sehr nahe. Dann taucht eines Tages die mysteriöse Ernessa auf, die eine geheimnisvolle Aura umgibt. Zudem häufen sich merkwürdige Vorkommnisse und Todesfälle an der Schule. Rebecca weiß, wer sich dahinter verbringt, doch niemand will ihr Glauben schenken. Bald darauf gerät sie selbst in Gefahr.

Mittlerweile fällt es wirklich schwer, sich nach Kritiken Filme zu besorgen, denn dieser Streifen hier bekommt im Internet eher maue Bewertungen, die ich nicht nachvollziehen kann, denn atmosphärisch ist DIE SEHNSUCHT DER FALTER (schöner Titel) durchaus gelungen.

Zudem sind die Jungdarsteller durchweg überzeugend und die Darstellerin der Ernessa strahlt durch ihre sehr merkwürdige Gesichts – und Mundform eine konstante Gefahr aus.

Das Ende gerät einen Tick zu konventionell und auch zu abrupt, doch insgesamt weiß der Streifen zu überzeugen, unterlegt zudem mit einem sehr gelungen Soundtrack.

Vielleicht trägt zur Enttäuschung vieler das schöne Cover bei, das einem hier einen Vampirfilm suggeriert und damit hat SEHNSSUCHT DER FALTER nicht mal im Ansatz etwas zu tun. Ich würde ihn eher als eine Horrorvariante von CRACKS sehen.

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HEATSTROKE (Koch Media)

am 28. Oktober 2014 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Tierforscher Paul ist einer der kompetentesten Hyänenexperten (!!!) dieses Planeten und unternimmt eine Expedition nach Südafrika um sich weiter mit den Tierchen zu beschäftigen. Mit dabei ist auch seine Freundin Tally und seine Tochter Jo, die sich in einem sehr aufmüpfigen Alter befindet. Zudem ist ihr die neue Lebensgefährtin des Dads natürlich ein Dorn im Auge, da sie hofft, das Ihre Eltern wieder zusammenkommen. Daher verläuft die Reise auch nicht unbedingt sehr harmonisch und Jo nervt so lange bis sie wieder abreisen darf, doch so weit kommt es nicht, denn auf dem Weg zum Flughafen sehen die beiden etwas, was sie besser nicht gesehen hätten……

Grundsätzlich ist die Idee durchaus in Ordnung, denn einen Streifen über einen Hyänenexperten habe ich auch noch nie gesehen. Stephen Dorff mag ich zudem auch, dazu kommen wunderschöne Landschaftsaufnahmen.

Ob ich unbedingt den Konflikt zwischen der Teenietochter und der neuen Freundin als Aufhänger genommen hätte, weiß ich nicht, denn irgendwie wirkt es doch etwas befremdlich wenn sie mit Ihrem Tablett in der Safari herumstolpert.

Als Bösewicht hat man Allzweckwaffe Peter Stormare verpflichtet, dessen Overacting in den letzten Jahre immer befremdlichere Züge angenommen hat, und der seine „Ich bin hier der böse Mann“-Attitüde doch arg überzieht.

Dennoch ist HEATSTROKE insgesamt ein durchaus annehmbarer Streifen dem eine fantastische Blu Ray Umsetzung zuteil wurde. Das Bild befindet sich fast im Referenzbereich und lässt größere Produktionen weit hinter sich, die auf meinem Beamer teilweise schon bös abkackten.

Fazit: Sympathischer Hauptdarsteller, tolle Location, aber vielleicht ein wenig zu konstruiert – dennoch unterhaltsam.

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NO TURNING BACK (Studio Canal)

am 28. Oktober 2014 unter Drama abgelegt

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Also in diesem Fall muss ich einfach mal wieder den Pressetext reinkopieren:

Ivan Locke, ein hingebungsvoller Ehemann, Vater und hart arbeitender Leiter einer Großbaustelle, steht kurz vor der größten Herausforderung seiner Karriere. Doch dann droht eine einzige, spontan getroffene Entscheidung alles zu zerstören: Ein kleiner, für den sonst pflichtbewussten Ivan völlig untypischer Fehltritt hat ungeahnte Folgen für seinen Job, seine Familie und sein gesamtes Selbstverständnis. Ivan setzt sich ins Auto, beginnt eine Wettfahrt gegen die Zeit und Tempolimits und versucht in einer Serie von Telefongesprächen, das Fundament seines Lebens vor dem Kollaps zu retten.

Dazu gibt es dann noch massig Lobhudeleien auf dem Cover und fertig ist der neue Kultfilm, der, dann auch noch mit dem ARTHOUSE Stempel versehen, natürlich in keiner Sammlung fehlen darf.

Meiner Meinung nach darf er das sehr wohl, denn der Streifen ist einfach nur vollkommen öde und bietet eine Geschichte die bestenfalls für 30 Filmminuten ausreicht. Danach sieht man einfach immer wieder das gleiche und das zu oft und auch die anfangs netten Kameraeinstellungen, die ein wenig an Mark Forsters STAY erinnern, sind in der zehnten Wiederholung dann nicht mehr sonderlich originell.

Viellicht hätte man den Grund von Tom Hardys Flucht länger geheim halten sollen oder ihn nicht ganz so banal gestalten sollen, wie die Geburt eines Kindes seiner Ex-Geliebten. Auch die angebliche schauspielerische Glanzleistung des Darstellers erschließt sich mir nicht.

Für mich ist dieser Streifen vollkommen überbewertet und nach 30 Minuten einfach nur noch langweilig, aber Geschmäcker sind ja verschieden.

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NORDSTRAND (Lighthouse)

am 28. Oktober 2014 unter Drama abgelegt

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Marten und sein Bruder Volker treffen sich im ehemaligen Elternhaus an der Nordsee nach Jahren wieder. Die Mutter der beiden soll bald aus der Haft entlassen werden, da sie den Vater der beiden umgebracht hat, da sie nicht mehr ertragen konnte, wie er die Kinder, insbesondere den jüngeren Volker, missbrauchte. Marten versucht Volker zu überreden, die Mutter gemeinsam abzuholen, doch der ist strikt dagegen und nur gekommen um das Haus gewinnbringend zu verkaufen. Nachdem man sich anfänglich gut versteht, kehren die Geister der Vergangenheit wieder zurück.

Oha, schwieriger Stoff, der mir hier vorliegt, was bei deutschem Autorenkino aber eigentlich normal ist.

Während es bei ähnlich gelagerten Streifen wie TORE TANZT allerdings eine stringente Handlung gibt, bekommt man hier eigentlich nur einzelne Szenen kredenzt und so hat der Film keine konventionelle Erzählstruktur, was es ziemlich schwierig macht, dem Geschehen zu folgen. Dazu kommen Rückblicke auf die Kindheit der beiden, die allerdings geschickt eingeflochten werden.

Der Film wurde so gedreht, das man als Zuschauer glaubt, sich mit den beiden zusammen im Haus zu befinden, also mit einer sehr subjektiven Kamera, was dem ganzen eine sehr intime Atmosphäre vermittelt.

Allerdings, und das muss man auch anmerken, verweigert der Regisseur seinem Film wirklich jegliches Tempo, was die Benotung sehr schwierig macht, zumal ich ja immer versuche eine Bewertung zu finden, die die Allgemeinheit auch so geben würde.

In diesem Fall ist das unmöglich. Von einem Chucky bis hin zu sieben ist hier alles möglich, daher lasse ich die Bewertung in diesem Fall offen. Hiervon muss sich jeder selbst ein Bild machen. Wer allerdings grundsätzlich mit deutschem Autorenkino ein Problem hat, sollte schleunigst die Finger davon lassen.