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Archiv für den 14. Oktober 2014

HEADHUNT (Mad Dimension/ALIVE)

am 14. Oktober 2014 unter Horror, Thriller abgelegt

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Thomas Reddmann ein einfacher Abteilungsleiter in einem Büro, hat mehrere Menschen enthauptet, wird verurteilt und in einer psychiatrischen Klinik unmenschlichen Experimenten ausgesetzt. Doch er kann fliehen und entwickelt eine perfide Idee. Alle die daran beteiligt waren, das er verurteilt wurde, werden von ihm als neue Mitarbeiter rekrutiert – dies allerdings nicht ganz freiwillig. Angekettet in einem Raum, sollen sie Beweise für seine Unschuld herausfinden, was sich etwas schwierig gestaltet, da er ja eindeutig der Täter ist, was er auch damit belegt, das er mehrere Mitarbeiter „entlässt“. Denn hält man sich nicht an die „“Büroregeln“ bekommt man eine Abmahnung. Nach der fünften wird man als „nicht tragbar für die Firma“ eingestuft und muss sich vom Leben verabschieden. Als die „Angestellten“ die Morde untersuchen kommen ihnen aber tatsächlich Zweifel an der Schuld von Reddman.

Auf so etwas muss man erstmal kommen und ich denke, der Autor dieses Streifens könnte durchaus in der Klapse sitzen. Das belegen auch die teilweise extrem brutalen Szenen für die kein geringerer als Make-Up-Guru Tom Savini (Zombie, Maniac. Land of the dead) verantwortlich zeichnet. Daher gibt es hier auch keine CGIs sondern durchweg handgemachte Splatterszenen, die teilweise ganz schön heftig sind.

Man sollte sich nicht daran stören, das der Film ziemlich mau anfängt, denn nach den ersten 15 Minuten dachte ich ans Ausschalten. Es ist ein Novum, das sich ein Streifen, bei dem ich dieses Bedürfnis hatte, noch zu 6 Chuckys mausert.

Das liegt vor allem an dem charismatischen Hauptdarsteller Nicholas Hope, der Mister Reddmann ein furchterregendes Gesicht verleiht, an der sich stetig weiterentwickelnden Geschichte und an dem wirklich originellen Ende.

Wer mal wieder einen richtig kranken und brutalen, aber durchaus gut durchdachten Streifen sehen will ist mit REDD INC (Originaltitel) wirklich gut bedient.

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ZULU (Studio Hamburg/ALIVE)

am 14. Oktober 2014 unter Suspense, Thriller abgelegt

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In Kapstadt wird die Leiche einer 20jährigen Frau gefunden. Alles sieht zunächst wie ein Routine-Fall aus. Mordkommissionschef Ali Sokhela erkennt jedoch sehr schnell, das hier deutlich mehr dahinter steckt. Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Brian findet er heraus, dass neben den üblichen Dealern auch alte Regierungsmitglieder aus Zeiten der Apartheid in die Sache verwickelt sind und das sich hinter allem deutlich mehr verbirgt als nur eine weitere Drogentote. Dann geschehen weitere Morde und auch ein Kollege der beiden Cops muss dran glauben. Nun wird die Sache persönlich und die beiden begeben sich in höchste Gefahr.

Was zunächst wie ein 0815-Streifen aussieht, entwickelt sich im Laufe der extrem kurzweiligen 110 Minuten zu einem spannenden Thriller, in dem insbesondere Forest Whittaker eine absolut brillante Leistung abliefert, auch wenn man sich an seinen extremen Gewichtsverlust erst einmal gewöhnen muss.

Was sich hinter der ganzen Sache verbirgt, bekommt der Zuschauer auch erst im Laufe des Films mit, so das er praktisch immer auf den gleichen Stand wie die Cops ist, was dem ganzen zusätzliche Spannung verleiht.

Man muss ZULU allerdings 20 Minuten Zeit geben, bevor er richtig in Fahrt kommt, auch weil man sich, und das ist lobenswert, um Charakterzeichnung bemüht. Die Wende stellt hierbei die Szene am Strand dar.

Das Einbauen der Apartheid-Problematik und die Geschichte von Ali und seinem damit verbundenen „Problem“ (will jetzt nicht spoilern) erweisen sich zudem als Glücksfall, weil sich beide Dinge perfekt in die Rahmenhandlung einfügen.

So ist ZULU ein ungewöhnlicher Streifen, mit einer ungewöhnlichen Auflösung, in einer ungewöhnlichem Umgebung. Für mich ein absoluter Geheimtipp.

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JOE (Koch Media)

am 14. Oktober 2014 unter Drama abgelegt

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Joe Ranson hat längere Zeit im Knast verbracht und versucht nun ein einigermaßen geregeltes Leben in einer Kleinstadt zu führen und beaufsichtigt dort Arbeiter, die dafür sorgen das Bäume sterben, damit man sie fällen darf. Eines Tages spricht der erst 15jährigen Gary bei ihm vor, um einen Job zu bekommen. Joe gibt ihm diese Chance und der Nachwuchs bewährt sich auch schnell. Doch das Elternhaus ist nicht gerade das beste, denn sein Vater ist sowohl gestört als auch alkoholsüchtig und bereit für ein paar Dollar auch Menschen zu töten. Joe versucht dem Jungen zu helfen, begibt sich dabei jedoch selbst in große Gefahr.

Filmen mit Nicholas Cage steht man seit Jahren ja relativ kritisch gegenüber, da man sein berühmtes Overacting befürchtet. Doch ich bin einigermaßen überrascht von seiner sehr guten Darstellung des Joe.

Auch der Nachwuchsmime Tye Sheridan liefert eine Top-Leistung ab. Den Vater des Jungen spielt übrigens ein direkt von der Straße gecasteter (leider kürzlich verstorbener) Obdachloser – das nennt man mal eine ungewöhnliche Entscheidung des Regisseurs.

2 Dinge fallen auf: Alle Mitarbeiter von Joe sind schwarz und werden in dem Film als die integren und fleißigen Mitarbeiter dargestellt. Hier sind alle Weißen die Arschlöcher – sicher ungewöhnlich, Genauso wie die Tatsache, das man es hier mit einer Bevölkerungsschicht zu tun hat, über die normal höchst selten Filme gedreht werden, nämlich die niedere Arbeiterklasse Amerikas, die sonst niemanden interessiert (mal von WINTERS BONE abgesehen).

Zwar wirkt die Geschichte an manchen Stellen etwas unausgereift, doch die fast 2 Stunden vergehen wie im Flug und man identifiziert sich mit den Figuren.

Der Untertitel „Die Rache ist sein“ ist allerdings vollkommen schwachsinnig und irreführend. Wer sich so etwas einfallen lässt, gehört gefeuert.

Fazit: Sehr gut gespieltes Drama mit einer Geschichte, die auf den ersten Blick relativ simpel erscheint, aus der man aber sehr viel herausgeholt hat.

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THE MINE/BENEATH (Justbridge/Meteor-ALIVE)

am 14. Oktober 2014 unter Horror abgelegt

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Zweimal geht es hier um Filme, die sich in einer alten Miene abspielen, wobei die bei BENEATH noch in Betrieb ist.

Dort hat ein alter Bergarbeiter den letzten Arbeitstag. Seine Tochter, die mittlerweile in der Großstadt als Anwältin Karriere gemacht hat, kommt auf die Idee, Ihren Dad an seinem letzten Tag in die Mine zu begleiten und mal live zu erleben, was er die letzten 30 Jahre so mitgemacht hat. Doch es kommt wie es kommen muss. Ausgerechnet an diesem Tag stürzt ein Stollen ein und die Arbeiter können nicht nach draußen, doch das wird bald nicht ihr einziges Problem sein.

In THE MINE wollen Laurie , ihr Freund und drei andere ihr letztes Halloween zusammen feiern, bevor man sich in alle Winde zerstreut. Man hat sich dafür eine alte Mine in der Nähe der Stadt ausgesucht, um die sich mehrere Spukgeschichten ranken. Daher will man auch nur vor der Mine Party machen. Doch ein kräftiger Schauer treibt die Jugendlichen dann doch hinein um sich unterzustellen. Dann ist die Neugier plötzlich doch geweckt, doch die kann tödlich sein…

Beide Filme haben eines gemeinsam: Ein sehr gutes Ende, denn in beiden Fällen bliebt Raum zur Spekulation. Selbst mit den letzten Einstellungen ist des Rätsels Lösung nur bedingt geklärt.

THE MINE ist ein kleiner, mit wenig Budget gedrehter Horrorfilm, der ein wenig lange dauert um in Fahrt zu kommen. Die Darsteller sind allerdings ganz ordentlich und immerhin ist die Horrorfilmerbrobte A.J. Cook dabei (WER, FINAL DESTINATION 2) und auch der Rest des Castes geht in Ordnung. Wenn man beide Filme an einem Abend schaut, sollte man mit diesem anfangen, denn BENEATH ist insgesamt doch etwas spannender und vielschichtiger.

Das liegt auch an der klaustrophobischen Enge, die man als Zuschauer sehr gut vermittelt bekommt. Die Kamera ist immer ganz nah an den Protagonisten dran und lässt einen deren Angst spüren.

Ein Wiedersehen gibt es hier mit Jeff Fahey, dem, ähnlich wie Michael Madsen und Tom Sizemore mal eine Karriere in A-Movies bevorstand, der aber danach direkt in die C-Liga abstieg. Dies hier ist sein bester Film seit etlichen Jahren.

Fazit: 2 Filme die beide in einer Mine spielen, wobei die Ansätze komplett anders sind. THE MINE ist ein kleiner solider Horrorstreifen, während Beneath doch mehr Budget zur Verfügung stand und bei dem man in Sachen Enge teilweise an DESCENT erinnert wird und das ist immer ein gutes Zeichen.


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BENEATH:

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