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Archiv des Monats September 2014

KOMASAUFEN (Pidax/Alive)

am 09. September 2014 unter Drama abgelegt

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Lucas ist 16 Jahre alt und hat Probleme, den neuen Freund seiner Mutter zu akzeptieren. Er würde lieber bei seinem Vater Jochen wohnen, der eine Autowerkstatt betreibt. Zudem ist er in die gleichaltrige Sylvia verknallt, die allerdings mit einem ziemlichen Arsch zusammen ist. Auch um ihr nahe zu sein, feiert er nun immer öfters mit ihrer Clique ab. Dort kippt man sich haufenweise Alkohol hinter die Binde, weniger weils so gut schmeckt, sondern um cool zu sein. Da Lucas dazugehören möchte, beginnt er, bei diesen Sauforgien mitzumachen. Als seine Mutter erkennt, was mit ihrem Sohn passiert, ist es fast schon zu spät.

Deutsche Dramen haben immer einen Platz auf videotie.de, weil dies meiner Meinung nach das stärkste Genre ist, was dieses Land zu bieten hat. Gerade die Filme, die sich um Jugendliche und ihre Probleme drehen (Ihr könnt Euch niemals sicher sein, Knallhart oder Homevideo) gehören zu den Highlights.

Auch KOMASAUFEN ist ein sehr guter Film geworden. Die Darsteller sind allesamt recht unbekannt, was der Authentizität des Streifens zu Gute kommt. Insbesondere Markus Quentin als Lucas liefert eine mehr als ansprechende Leistung ab.

Zudem wird hier auf das Happy-End verzichtet, das auch nicht wirklich zu dem Film passen würde genauso übrigens wie bei allen o.a. Streifen. In diesem Genre traut man sich in Deutschland also sogar noch was.

Enttäuschend hingegen ist, das es hier keinerlei Bonusmaterial gibt, denn zu diesem Thematik wären Meinungen der Jungdarsteller und eine Dokumentation über die Problematik durchaus wünschenswert gewesen.

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KRISTY (Tiberius Film)

am 09. September 2014 unter Horror, Suspense abgelegt

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Es ist Thanksgiving und auf dem Campus herrscht gähnende Leere, da alle zu ihren Familien gefahren sind. Lediglich Justine hat die weite Reise nicht auf sich genommen und ist praktisch mit Ausnahme der beiden Wachleute und des Hausmeisters alleine auf der riesigen Anlage. Als sie kurz zur Tankstelle fährt um ein paar Dinge zu besorgen, begegnet sie einer äußerst merkwürdigen Fremden. Das soll nicht ihre letzte Begegnung sein, denn schon kurze Zeit später, taucht diese mit ein paar Kumpels auf dem Campus auf, mit der Absicht die wenigen Anwesenden auch noch in den Urlaub zu schicken – allerdings für immer.

Natürlich ist das von Innovation so weit entfernt wie Berlin von New York. Zudem muss man, um diesen Film zu begreifen, im IQ nicht höher als eine Amöbe liegen. Trotzdem gibt es hier viel positives zu berichten

Denn das gesamte Ambiente, die teilweise superbe Kameraführung, die oft subjektiv eingesetzt wird und ein bedrohlicher Soundtrack, schaffen hier eine wirklich gruselige Atmosphäre.

Zudem hat man der überzeugenden Darstellerin, nicht die „ich haue nur ab und unternehme nichts gegen mein drohendes Schicksal“ Rolle auf den Leib geschrieben, sondern ihre Handlungsweisen sind durchaus so, wie man sie sich bei einem Menschen, der dem Tod ins Auge sieht, auch vorstellt, was in solchen Streifen meist nicht der Fall ist und extrem stört.

Fazit: Wenig originell, aber dennoch effektvoll und eher im Horror der 80er verwurzelt, ist KRISTY ein spannender, kleiner Horrorstreifen, der zwar nicht gerade die fürs Denken zuständigen Gehirnwindungen in Anspruch nimmt, dafür aber prächtig unterhält.

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COLDWATER (Ascot Elite)

am 09. September 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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COLDWATER ist ein sogenanntes Bootcamp, welche in Amerika ja Gang und Gebe sind. Eltern schicken ihre Kids dorthin, weil sie selbst nicht fähig sind, sie zu erziehen. Das sollen dann Profis übernehmen. In dem Fall Colonel Reichert ein ehemaliger Marine, der die Rekruten zu “nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft” ausbilden soll. Neuling Brad ist es nicht gewohnt klein bei zu geben, daher versucht er schon bald einen Ausbruchversuch, der aber schiefgeht. Als ein Junge durch die Schuld eines Aufsehers ein Bein verliert und die Behörden dagegen nichts unternehmen, droht die Situation zu eskalieren.

COLDWATER fängt relativ gemütlich an. Erst im Laufe des Films schlägt man sich auf die Seite der Jugendlichen und beginnt die Erzieher zu hassen.

Sensationell gefilmt sind die letzten 20 Minuten, in dem man die Ereignisse der letzten Stunden geschickt als Rückblende zusammenfasst und dadurch alle offenen Fragen aufklärt.

In seiner ersten größeren Rolle weiß P.J. Boudusque zu überzeugen, der aussieht wie der kleine Bruder von Ryan Gosling und sich auch von dessen Spiel einiges abgeschaut hat.

Obwohl COLDWATER ein Genre bedient, das nun nicht zu meinen Favoriten zählt, hat mich der Film, insbesondere in der zweiten Hälfte, überzeugt.

Der Regisseur sieht seinen Film auch nicht als reine Unterhaltung, sondern prangert in seinem Nachwort an, das  solche Camps überhaupt existiere und es keine genauen Angaben gibt, in wie vielen solche Vorgänge stattfinden wie in dem fiktiven COLDWATER.

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WAKING THE DEAD – STAFFEL 3 (Justbridge)

am 09. September 2014 unter TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Die fünfköpfige Londoner Spezialeinheit “Cold Case Unit” bezeichnet sich selbst an Anwälte der Toten. Denn hier werden Mörder auch noch überführt, nachdem die Verbrechen schon vor Jahren passiert sind. Superintendent Peter Boyd ist der Chef des Quintetts und wird dabei unterstützt von der Psychologin Grace, der schlagfertigen Forensikerin Frankie, sowie den Detectives Spencer und Mel. Möglich sind diese Fortschritte durch die neueren forensischen Verfahren und die psychologischen Methoden.

Diese Staffel beinhaltet die Folgen:

PAPA DOC: In dieser Folge will ein Mann Rache für seinen Bruder, der nach mehrfacher Vergewaltigung den Freitod wählte.

TIEF WIE DAS MEER: Nach 11 Jahren unschuldig hinter Gittern will Mark sein ihm zustehendes Erbe. Bei den Nachforschungen des Teams treten dunkle Geheimnisse der Familienchronik zu Tage.

DER AMOKLAUF VON WHITEWATER: Nach 7 Jahren strebt ein verurteilter Mörder eine Revision an. Und tatsächlich bestehen Zweifel, ob er damals wirklich 14 Menschen erschossen hat.

ES GESCHAH IN NOTTING HILL: In einem maroden Haus das saniert werden soll, werden mehrere Leichen gefunden. Anscheinend ist in die Vorgänge auch Spencers Vater verwickelt.

Die letzte Folge ist auch die schwächste, da sie ein wenig zu sehr konstruiert wirkt, auch weil der Zufall, das ausgerechnet die Familie des Detectives in der Sache drinhängt, schon weit hergeholt scheint. Trotz allem eine solide Folge.

Highlights dieser Staffel sind jedoch die ersten beiden Fälle, die extrem düster sind und bei denen die Freigabe ab 12 schon fast grenzwertig ist.

Grenzwertig ist auch, wie man mit der Veröffentlichung der gelungenen Serie umgeht. Die 3. Staffel kommt nun über justbridge, Staffel 2 hat EDEL unmotiviert auf den Markt geworfen, die erste Staffel gibt es gar nicht in Deutschland. Das muss man nicht verstehen.

Trotzdem fällt einem der Einstieg auch ohne die ersten Folgen leicht, da man hier ein gutes Team zusammen hat, in dem mir die spleenige Frankie am besten gefällt.

Fazit: Sehr gute Unterhaltung, wie man es aus dem Hause BBC gewohnt ist. Nun sollten vielleicht auch mal weitere Staffeln und auch die allererste erscheinen.

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