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Archiv für den 16. September 2014

THE QUIET ONES (Ascot Elite)

am 16. September 2014 unter Horror abgelegt

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Paranormale Phänomene sind das Resultat von negativer menschlicher Energie! Diese Theorie vertritt ein Professor und will dies auch mit einem gefährlichen Experiment beweisen, in dem er einen Geist aus dem Körper einer vermeintlich Irren locken will. Das junge Mädchen namens Jane lässt auch alles über sich ergehen, in der Hoffnung, das der Professor sie heilt. Doch die Dämonen und Geister sind nicht so leicht zu besiegen und neigen dazu, sich zu rächen.

Die eher unterdurchschnittlichen Kritiken für diesen Streifen im Internet vermag ich nicht nachzuvollziehen. Ich persönlich fand den Film extrem spannend.

Zudem besitzt er mit Olivia Cooke eine brillante Hauptdarstellerin, die eine grandiose Leistung abliefert. Teilweise kann man meinen, das sie wirklich von einem Dämon besessen ist, so intensiv ist ihr Spiel.

Der Film ist, ähnlich wie CONJURING, auch in den 70er Jahren angesiedelt – bei diesem hier fällt das allerdings nicht so stark ins Gewicht. Im Gegensatz zu den meisten, sehe ich die beiden Streifen auch fast gleichwertig.

Anscheinend muss man aber heutzutage die Zuschauer mit massenhaften CGIs vollballern, damit sie einen Horrorfilm mögen, denn die finden hier so gut wie gar nicht statt und wenn, dann kommen sie vollkommen überraschend.

In meinen Augen extrem unter Wert laufend, war es mir ein besonderes Bedürfnis einen Gegenpol zu setzen, denn ich finde den Film mehr als gelungen. Das Blut muss nicht immer in Fontänen spritzen.

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ZWEI LEBEN (Lighthouse)

am 16. September 2014 unter Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1990. Die politische Neuordnung Europas bringt nicht jedem Menschen Glück. Sie wirbelt Katrines Leben in Norwegen mächtig durcheinander. Denn Madame birgt ein düsteres Geheimnis. Sie ist eine ehemalige Stasi-Agentin, die eingeschleust wurde und sich da als Tochter einer Norwegerin ausgab. Seitdem liebt sie diese auch wie ihre eigene, doch jetzt droht herauszukommen, das sie gar nicht deren leibliches Kind ist. Als ein Anwalt Betroffene sucht, um Klage auf Wiedergutmachung vor Gericht einzureichen, soll sie als Zeugin aussagen. Ihr Lügenhaus droht endgültig einzubrechen.

Diese Geschichte klingt unfassbar abstrus, ist aber wirklich wahr. Als Deutschland im zweiten Weltkrieg Norwegen besetzte, gab es viele Beziehungen von deutschen Soldaten mit den einheimischen Damen. Daraus entstanden natürlich auch Kinder, die von den Nazis nach Deutschland verschleppt wurden. Die Stasi kam dann in den 60ern auf die perfide Idee Agenten als vermeintliche Kinder der Norwegerinnen zurückzuschicken.

Was an ZWEI LEBEN besonders gefällt, sind die Thriller-Elemente, die in dem Drama immer wieder eingebaut werden. In vielen Filmen geht das schief, aber hier ergänzen sich die beiden Genre sehr gut.

Darstellerisch gibt es hier auch nichts auszusetzen, insbesondere Juliane Köhler liefert eine famos Leistung als Kathrine ab. Auch das Wiedersehen mit Liv Ullman erfreut den Cineasten. Die Geschichte ist zudem durch die grobkörnigen Rückblenden visuell originell umgesetzt.

Es bleibt dabei: Wenn die Deutschen eins können, dann sind es Dramen.

Der Film existiert schon längere Zeit auf dem Markt, wurde von mir aber eher zufällig entdeckt, da es bei Firma Lighthouse in Sachen Promos etwas schwierig ist. Aber dennoch soll er einen Platz auf videotie finden.

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PHILOMENA (Universum Film)

am 16. September 2014 unter Biopic, Drama abgelegt

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Philomena Lee hat den größten Teil ihres Teenager-Lebens in den 50ern in einem Kloster verbracht. Dorthin schickten sie ihre Eltern, weil sie schwanger war – sie sollte dort ihr Kind bekommen. Doch als ihr Sohn 5 Jahre alt war, verkauften die Nonnen ihn an einen reichen Geschäftsmann aus den USA: Am 50. Geburtstag ihres Sohnes erzählt sie ihrer Tochter dieses lang gehütete Geheimnis. Auf einer Party bittet diese daraufhin einen bekannten aber auch leicht arroganten Fernsehjournalisten namens Martin Sixsmith, ihrer Mutter bei der Suche nach dem verlorenen Sohn zu helfen. Der ist zuerst gar nicht davon angetan, da ihm das ganze zu trivial erscheint, lässt sich aber dann doch auf die Sache ein und stellt Nachforschungen an. Gemeinsam reisen sie nach Amerika um Philomenas Sohn zu finden.

Mal wieder eine wahre Geschichte die uns hier kredenzt wird. Einiges davon wurde zwar geändert, aber im Kern ist dies alles so geschehen. Das erfährt man in den hervorragenden Extras, die diesem Film spendiert wurden.

Dort kommen sowohl Judi Dench als auch Steve Coogan so wie die echte Philomena zu Wort. Die Interviews und Hintergrundinfos sind wirklich gut und bilden nach Sichtung des Films einen guten Abschluss.

Über Denschs Darstellung der Philomena gibt es wie erwartet nichts auszusetzen. Mit Coogan muss man erst mal warm werden, doch die ausgezeichnete Chemie zwischen den beiden Darstellern führt dazu, das die ganze Geschichte stimmig wird. Dazu gesellt sich ein schöner, unauffälliger Soundtrack.

Aus dem beiden verschiedenen Gesellschaftsschichten aus denen die beiden Protagonisten stammen, hätte man eventuell noch etwas mehr herausholen können und der Film schlingert ein wenig zwischen Drama, Tragödie und Komödie hin und her.

Fazit: Ein wenig highly rated ist der Film trotzdem lohnenswert. Die Darsteller sind top und die Geschichte emotional., Die deutsche Synchro gerät allerdings etwas steif, aber das kann man ja dem Film nicht anlasten, der im Übrigen im englischen Original recht gut zu verstehen ist.

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DIVERGENT (Concorde Film)

am 16. September 2014 unter Action, Drama, SciFi abgelegt

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Nach dem großen Krieg, haben sich die Menschen in der Zukunft in Chicago hinter riesigen Mauern eine neue Welt erschaffen, in der sie glauben in Sicherheit und Frieden leben zu können. Die Gesellschaft ist in fünf verschiedene Fraktionen eingeteilt: Altruan, die Selbstlosen, Candor, die Freimütigen, Ken, die Wissenden, Amite, die Friedfertigen, und Ferox, die Furchtlosen. Jede Fraktion hat ihre Aufgabe für das Allgemeinwohl zu leisten. So obliegen den Altruan die Regierungsgeschäfte und die Ferox sind Polizisten und Soldaten. In letzter Zeit mehreren sich jedoch die Stimmen, die den Altruan Amtsmissbrauch vorwerfen, und vor allem die Ken streben selbst nach der Macht. Mitten in das Zentrum dieses Konflikts gerät die 16-jährige Tris, die sich wie alle Jugendlichen für eine der Fraktionen entscheiden muss. Zum Entsetzen ihrer Eltern, beide Altruan, wählt sie die Ferox. Dabei weiß sie insgeheim, dass sie eine Unbestimmte ist, die die Talente aller Fraktionen in sich tragen, aber als Gefahr für die Gesellschaft angesehen werden. Als sie gemeinsam mit ihrem Ausbilder, dem geheimnisvollen Four, einer Intrige der Ken auf die Spur kommt, die alle Unbestimmten und Altruan töten wollen, entschließt sich Tris zu handeln.

Die Handlung des Films habe ich bewusst dem Pressetext entnommen und nur leicht gekürzt, weil hier mal wieder die große Diskussion ausgebrochen ist, ob ein Buch hier gut oder schlecht verfilmt wurde. Daher wollte ich nichts verfälschen.

Nun soll es auch eine Kritik geben, aber die ist wirklich schwierig. Ich habe das Buch nicht gelesen und bewerte daher wirklich nur den Film.

Einerseits hätte man aus der tollen Geschichte deutlich mehr herausholen können, Die Grundidee ist wirklich außergewöhnlich gut – viele Dinge werden aber nur am Rande angesprochen und angeschnitten. Auf der anderen Seite soll es hiervon ja Fortsetzungen geben, so dass man dieses Manko noch beseitigen kann.

Dem entgegen steht ein Film dessen 140 Minuten wie im Flug vergingen, weil er einfach extrem gut unterhält und mit der mit bis dato völlig unbekannten Shailene Woodley, eine perfekte Hauptdarstellerin gecastet wurde, die alle Facetten ihres Charakters, sowohl den ängstlichen, den schwachen, den starken, als auch den späteren furchtlosen Part mit absoluter Bravour erledigt. Das Mädel hat mich schwer überzeugt.

Zudem sind die Bilder, die der Film aufführt grandios und so könnte man sich wirklich eine Stadt unter diesen Bedingungen in der Zukunft vorstellen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte weitererzählt wird. Ich persönlich gebe dem Film eine recht hohe Bewertung, was viele wohl als absoluten Affront gegen das Buch sehen werden, aber ich kenne dies eben nicht und so beziehe ich mich nur auf den Film – und der ist gut.

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