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Archiv des Monats August 2014

LAST DAYS ON MARS (Universum Film)

am 08. August 2014 unter Horror, SciFi abgelegt

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Am letzten Tag der ersten bemannten Mission zum Mars, läuft alles nach Plan. In wenigen Stunden wird das Mutterschiff die Crew zurück zur Erde bringen. Doch einer der Astronauten hat etwas seltsames entdeckt und erkundet unter einem Vorwand noch einmal eine bestimmte Gegend, was er besser hätte lassen sollen, denn er infiziert sich mit einem merkwürdigen Virus. Der Vorteil ist, das er auch ohne Helm auf dem Mars überleben kann. Nicht so schön hingegen, das er dabei zu einem Monster mutiert, das ziemlich böse auf die restliche Crew ist und diese nach und nach dezimiert.

Originell geht definitiv anders, denn diese Geschichte wurde nun wahrlich schon sehr oft erzählt. Einzig alleine das das ganze auf dem Mars spielt, verleiht dem ganzen einen neuen Touch.

Was immens stört ist, das man in den Kampfszenen wieder mal nichts erkennt und gar nicht weiß, wer jetzt wem eine auf die Rübe gegeben hat. So etwas nervt immer kolossal.

Wahrscheinlich war dafür kein Geld mehr übrig, denn es handelt sich hierbei um einen Independent-Streifen, der, das muss man bei aller Kritik anmerken, mit einem tollen Look aufwartet.

Liev Schreiber und Elias Koteas sind nun auch nicht die schlechtesten Darsteller, wobei ersterer ein wenig gelangweilt wirkt. Wahrscheinlich hat er das Drehbuch zu oft gelesen.

So bleibt unter dem Strich ein leidlich spannender Film, dem, bei all meiner Leidenschaft für B-Movies, ein wenig mehr Budget an manchen Stellen nicht geschadet hätte.

Das Bild der Blu Ray hingegen ist fantastisch und die Marslandschaften sehen toll aus.

Eine kleine Rüge an die Firma Universum. Im Jahr 2014 sollte es schon Standard sein, das die Extras deutsch untertitelt sind.

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NON-STOP (Studio Canal)

am 08. August 2014 unter Action, Suspense abgelegt

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Seit dem Tod seiner Tochter ist Air Marshal Bill Marks dem Alkohol verfallen. Sein Job macht ihm zudem keinen Spaß mehr, also sieht es auch diesmal nach einem Routineflug aus, den er wieder einmal antritt. Doch schon nach kurzer Zeit bekommt Marks mysteriöse SMS in denen ein Erpresser eine hohe Geldforderung stellt – ansonsten stirbt im 10 Minuten Takt ein Passagier. Mit recht unorthodoxen Methoden versucht Marks den Erpresser zu finden, sieht sich jedoch selbst bald von Crew und Flugsicherung verdächtigt.

Hat man die Klischeeparade des altgedienten, alkoholsüchtigen Cops der seine Tochter verloren hat, erst einmal überwunden, entwickelt sich ein durchweg spannender Streifen, der definitiv gute Unterhaltung bietet, dafür aber auch jegliche Originalität vermissen lässt.

Neeson ist mit 62 Jahren nun schon seit mehreren Jahren in seiner zweiten Karriere als Action-Star unterwegs und liefert wie immer eine grundsolide Leistung ab. Julianne Moore mag ich eh (die beiden spielten auch schon im Thriller CHLOE) zusammen) und auch der Rest des Casts geht in Ordnung.

Die Auflösung des ganzen ist dann zwar reichlich hanebüchen, aber eigentlich hat man da auch nichts anderes erwartet.

So bleibt unter dem Strich wirklich nette Unterhaltung ohne bleibenden Eindruck. Aber das reicht ja auch mal oder?

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PARTY INVADERS (Universum Film)

am 08. August 2014 unter Drama, SciFi abgelegt

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David und Jill haben ziemlichen Streit, weil der Herr eine andere geküsst hat. Dieser sieht seinen Fehler zwar ein, doch Madame denkt gar nicht daran ihm zu verzeihen, zumal er sich bei der Entschuldigung ziemlich dusselig anstellt. Doch er wird auf der Party eines Freundes noch mehrmals die Gelegenheit bekommen, diese zu verbessern, denn durch einen Meteoritenabsturz, der die Stromleitungen befällt (!!!), befindet sich auf der Party von jedem der Gäste ein Doppelgänger und die Ereignisse wiederholen sich. Doch was wollen diese und sind sie sogar gefährlich und wollen den Körper des Originals einnehmen?

Wenn man diesen Schwachsinn erst einmal geschluckt hat (meiner Meinung nach ist die Sache mit dem Kometen unnötig und man hätte das auch anders lösen können) entwickelt sich überraschenderweise eine durchaus interessante Mischung aus dem bekannten Zeitreisethema, gekreuzt mit Elementen der Bodysnatcher Reihe.

Besonders gegen Ende wird es auch für den Zuschauer immer schwieriger den Überblick zu behalten und glaubt man am Anfang, es mit einer typischen Teenie-Komödie zu tun zu haben, wechselt das ganze später zu einer Parabel über die Konsequenz menschlicher Entscheidungen und die Möglichkeiten im Leben Fehler zu korrigieren und neue Dinge für sich zu entdecken und auch zuzulassen.

Das ist insgesamt dann schon starker Tobak, insbesondere für Menschen, die den Film einlegen und glauben es mit einem der üblichen Teenie-Komödien zu tun zu bekommen.

Zwar werden die Gelüste hier nach anfangs befriedigt, doch nach einer halben Stunde wechselt der Streifen dermaßen radikal das Genre, das man schon recht viel Flexibilität mitbringen muss um beide Abschnitte gut zu finden.

Meiner Meinung nach ein durchaus interessantes Experiment, das zwar die ein oder andere Schwäche und storybedingt natürlich auch unlogische Stellen aufweist, aber dennoch deutlich tiefgründiger ist, als zunächst erwartet. Das Ende hätte ein wenig spektakulärer ausfallen können.

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FLEMMING – GESAMTBESPRECHUNG (Ascot Elite)

am 08. August 2014 unter TV-SERIE abgelegt

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Wer schon einmal auf dieser Seite war wird feststellen, das TV Serien hier nicht allzu häufig besprochen werden, was einfach damit zusammenhängt, dass dies doch eher eine Plattform für Spielfilme sein soll. Bei besonders gelungenen Produkten jedoch fühle ich mich dann doch genötigt auf diese hinzuweisen, insbesondere bei denen die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen.

Vince Flemming ist Kriminalpsychologe beim Berliner LKA und in seinem Fach wirklich brillant. Sein eigenes Leben bekommt er jedoch nicht auf die Reihe, was sich in der Scheidung von seiner Frau Ann widerspiegelt. Die ist ganz nebenbei aber seine Kollegin und die beiden müssen sich für die Fälle zusammenraufen, denn im LKA wissen alle, das man auf Flemming nicht verzichten kann.

Diesen Konflikt gab es in Serien oder Filmen ja schon oft und meistens endete er in dümmlichen Dialogen der beiden Beteiligten. Hier sind die Wortspiele zwischen den beiden Herrschaften jedoch immer wieder ein Höhepunkt, zumal Claudia Michelsen eine Idealbesetzung darstellt.

Auch Samuel Finzi ist in seiner Rolle grandios und man nimmt ihm die Rolle des intelligenten, aber auch ein wenig selbstverliebten Psychologen in jeder Sekunde ab. Gewöhnen muss man sich aber an seine etwas ungewöhnliche Aussprache, was damit zusammenhängt, dass der Mann in Bulgarien geboren wurde.

Staffel 1 bietet ganz starke Fälle und sehr viele verbale Spitzen die sich die beiden Protagonisten immer wieder zuwerfen, was dafür sorgt, das auch immer mal eine witzige Note präsent ist, ohne das diese aber überhand nehmen würde.

Staffel 2 fällt ein wenig ab, auch weil die beiden da wieder ein Paar sind und eben diese Spitzfindigkeiten wegfallen. Dafür bekommen die Nebenfiguren wie Chefin Walli, Sekretärin Mette, Kollege Henner und die brillante Anna Thalbach als leicht morbide Leichenbeschauerin Alissa deutlich mehr Screentime, was der Serie hingegen wieder gut tut.

Staffel 3 ist dann die beste, denn hier stimmt alles. Die Fälle sind originell und extrem gut geschrieben. Zweimal liefert sich Flemming zum Beispiel ein Duell mit Psychologen-Kollegen. Zudem gibt es Unruhe im Privatleben der beiden Hauptdarsteller, da mit Photograph Robert ein neuer Darsteller Ann eindeutige Avancen macht und diese darauf auch eingeht, was Flemming mit teilweise extrem süffisanten Onelinern kommentiert.

Das an dieser Serie mehrere psychologische Berater mitwirken erkennt man die kompletten Staffeln hindurch, denn hier bekommt man sehr interessante Einblicke in das Seelenleben des Menschen und es wird auch erklärt welche Gesichtsausdrücke und Gesten auf was hindeuten. So etwas kann sich kein Drehbuchschreiber ausdenken.

Fazit: Interessante Fälle, geschliffene Dialoge und sehr gute Darsteller machen diese Serie zu einem Genuss, weit entfernt vom dem sonstigem Müll, der sonst im Fernsehen zu sehen ist. Zusammen mit den „Unbestechlichen“ die beste Krimiserie aus deutschen Landen ever.

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FÜR IMMER DEIN (Koch Media)

am 01. August 2014 unter Drama abgelegt

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Seit 60 Jahren sind Craig und Irene Morrison verheiratet und leben auf einer stattlichen Farm in Kanada. Doch Craig muss sich langsam damit abfinden, dass seine Frau unter Demenz leidet und die Bewirtschaftung des Anwesens zu schwierig wird. Also beschließt er ein neues Haus zu bauen, damit sie es einfacher hat, auch weil Irene die Treppe herunterfällt und sich nicht ohne Gehhilfe vorwärts bewegen kann. Doch obwohl den beiden das Land gehört, legen die Behörden dem alten Ehepaar so viele Steine in den Weg wie nur möglich, durch krampfhaftes Festhalten an Bauvorschriften. Doch Craig macht unbeirrt weiter – das bleibt nicht ohne rechtliche Folgen.

FÜR IMMER DEIN ist ein ganz stilles Drama, in dem James Cromwell, den eigentlich jeder kennt, aber nie zuordnen kann, weil er fast immer nur in Nebenrollen agiert eine großartige Leistung abliefert, genauso wie Genevieve Bujold, die man bewusst auf älter getrimmt hat und auch Cromwell sieht nicht wirklich aus wie ein Mann mit 87 Jahren, den er ja verkörpert.

Doch das spielt eigentlich keine wirkliche Rolle, denn die Chemie zwischen den beiden Stars stimmt. Man nimmt ihnen das Ehepaar wirklich in jeder Sekunde ab, was dem Film eine hohe Authentizität verleiht, was auch deshalb wichtig ist, weil es sich hier um eine wahre Geschichte handelt.

Zwar ist dieser Begriff mittlerweile etwas überstrapaziert, doch die Geschichte von Craig und Irene kann man problemlos googeln.

Das einzige was etwas übertrieben wirkt, sind die vielen Themen die hier angeschnitten werden (Liebe im Alter, Umgang mit dem Tod, Verlust von Freundschaften, Probleme mit den Kindern, fiese Behörden usw usw).

Doch das reißt das wirklich bezaubernde Rentner-Duo problemlos heraus. Normalerweise 5 Chuckys, aber einen gibt es zusätzlich für die beiden grandiosen Darsteller.

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SCENIC ROUTE (Capelight/Alive)

am 01. August 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mitchell und Carter, beide Anfang 30, sind eigentlich alte Kumpels, doch sie haben sich in eine unterschiedliche Richtung entwickelt. Der eine ist zum Spießer mutiert, während der andere immer noch glaubt ein Teenager zu sein und nicht mal eine Wohnung hat. Als die beiden mitten im Nirgendwo liegen bleiben, wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, denn bei sengender Hitze tagsüber und eisiger Kälte nachts, beginnt man sich Vorwürfe zu machen und das Leben des anderen mit Worten kaputt zu reden, bis es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kommt.

SCENIC ROUTE ist wieder mal ein Streifen, der für einen Rezensenten unheimlich schwer zu bewerten ist. Schaut man auf die Standards, nämlich schauspielerische Leistung, Kamera, Regie gibt es hier nix zu meckern.

Auch die Synchronisation und die Blu Ray sind sehr gut. Das Problem ist aber, dass die Grundidee einen kompletten Spielfilm einfach nicht trägt und die Handlung immer wieder durch Zufälle vorangetrieben wird, was nicht unbedingt realistisch erscheint.

Das Ende wiederum ist originell und gelungen und lässt den Zuschauer mit einem Fragezeichen zurück. Offene Enden gehören eh zu meinen besonderen Favoriten.

Jetzt stellt sich die Frage, was denn nun höher in die Bewertung einfließt, die negativen oder die positiven Punkte. Daher entscheide ich mich einfach für die Mitte und füge noch einen halben Chucky dazu.

Zeitverschwendung ist der Streifen aber auf keinen Fall, aber ob man den jetzt in die Sammlung aufnehmen muss, müsst ihr selbst wissen.

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WAKE UP AND DIE (Tiberius Film)

am 01. August 2014 unter Horror abgelegt

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Camilla wacht im Bett eines Typen namens Dario auf. Während des Geschlechtsverkehrs bringt Dario Madame um. Doch diese wacht erneut auf und das immer und immer wieder. Also versucht Sie bei jedem Aufwachen Ihren Tod zu verhindern. Doch das gestaltet sich etwas schwierig.

In etwa genauso schwierig wie diesen Film die komplette Laufzeit durchzuhalten ohne einzunicken.

Die Kolumbianer drehen jetzt auch Filme, sollten aber wohl lieber bei dem bleiben was sie können, nämlich Drogen verkaufen, (o.k. das ist sehr klischeebeladen, ich ändere in Fußball spielen) denn dieser Streifen ist so unfassbar langweilig und dusselig, das es mir schwerfällt einen dooferen als Referenzfilm zu finden.

Man dachte sich dabei wohl..ach die Amis konnten das doch super mit SOURCE CODE, RETROACTIVE oder dem MURMELTIER.

Ja nur hatten die auch noch ein gescheites Drehbuch und gute Schauspieler dabei. Beides fehlt hier völlig. Auch die beiden Protagonisten bekleckern sich nicht mit Ruhm und eigentlich ist einem das Schicksal der Dame egal – immer ein schlechtes Zeichen für einen Film.

Fazit: Langweilig und unlogisch. Wake up and sleep again.

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TORE TANZT (Rapid Eye Movies/Alive)

am 01. August 2014 unter Drama abgelegt

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Tore lebt bei seinem Kumpel Eule und gehört zu der Gruppe der Jesus-Freaks. Er ist fest von der Existenz einer höheren Macht überzeugt, was in seinen Augen wieder mal bestätigt wird, als er bei einer Autopanne, mit anscheinend göttlicher Hilfe, den Beteiligten das Weiterfahren ermöglicht. Benno, der Fahrer des Wagens lädt Tore daraufhin in seiner Gartenlaube ein. Dieser fühlt sich dort auch anfangs wohl und versteht sich gut mit dessen Stieftochter in spe, Sanny. Doch das beschauliche Familienleben trügt, denn Benno entpuppt sich immer mehr als Sadist und auch seine Freundin ist nicht ohne. Doch Tore lässt in seiner Nächstenliebe alles über sich ergehen, auch um Sanny zu helfen. Doch auch der Leidensweg von Jesus hatte irgendwann ein Ende.

Jetzt wird es kompliziert. Was sich nämlich nach einer Bibelstunde anhört ist in Wahrheit ein spannendes und vor allem intensives Drama, in dem das Thema Jesus und sein Leidensweg zwar immer im Vordergrund steht, welches jedoch nicht anfängt in irgend einer Form zu nerven.

Ich gehöre nämlich auch nicht zu den gläubigen Menschen. Irgendwie schafft es der Streifen, auch bedingt durch das hervorragende Drehbuch, nie zu sehr in diese Ecke abzudriften, auch wenn das Leben von Jesus, praktisch verkörpert von Tore in irgendeiner Form immer allgegenwärtig ist.

Ich sage es aber gleich…das Ende ist ziemlich heftig, regt zum Nachdenken an und könnte sanfte Gemüter ganz schön verschrecken. Allerdings kann das auch schon vorher der Fall sein, denn der Film zeigt zwar die Gewaltszenen nicht in Form von Splattereffekten, aber durchaus konsequent brutal, was hier aber einfach dazugehört.

Der Film lief im Vorjahr übrigens als einziger deutscher Beitrag in Cannes und das völlig zurecht. Ich denke von Hauptdarsteller Julius Feldmeier werden wir noch einiges hören.

Ausnahmsweise wirklich interessant sind die Interviews in den Extras, wo man mal nicht die übliche Lobhudelei zu hören bekommt, sondern einen äußerst interessanten Exkurs der Regisseurin über Sinn und Entstehung Ihres Streifens.

Fazit: Spannendes Drama unterstützt von einem bedrohlichen Soundtrack, der aber nichts für sanfte Gemüter sein dürfte. Die Geschichte ist originell und sehr gut durchdacht. Reinschauen !

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