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Archiv für den 21. Juli 2014

ANKLAGE MORD (Koch Media)

am 21. Juli 2014 unter Drama abgelegt

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Die engagierte Anwältin Cate hat sehr viele private Probleme und einen Sorgerechtsstreit laufen, der die Alkoholikerin zudem mitnimmt. In dieser Phase bekommt sie einen aussichtslosen Fall zugeschustert. Lacie ist des Mordes angeklagt, beteuert aber ihre Unschuld. Als Cate gravierende Ermittlungsfehler entdeckt und auf potentielle Falschaussagen der Polizisten stößt, sieht sie eine gute Chance, ihre Klientin freizupauken doch zu welchem Preis?

Wieder einmal schwer für mich das schauspielerische Neutrum Beckinsale bewerten zu müssen. Immerhin bemüht sie sich ganz ordentlich in diesem Streifen und man kann ihr die Rolle auch durchaus abnehmen.

Die Wende ist zwar nicht so überraschend wie sie glaubt zu sein, doch die Geschichte ist recht straff erzählt und auch in den Nebenrollen ausgezeichnet besetzt. Die Gewissensbisse der so coolen Anwältin hingegen wirken ein wenig aufgesetzt.

Bei diesem Streifen handelt es sich auch keinesfalls um einen Thriller, wie man uns weismachen will, sondern um ein Drama mit seltenen Suspense-Elementen.

Wer diese Art Film mag kann nicht viel falsch machen, insbesondere die Gerichtsverhandlung ist gut in Szene gesetzt.

Und wie gesagt Frau Beckinsale ist zu ertragen, was eher eine Seltenheit ist, weil sie sonst von ihrem Underworld-Latex-Outfit an die Wand gespielt wird. Na zum Glück hat sie hier normale Klamotten an.

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SLITHER (KOCH MEDIA)

am 21. Juli 2014 unter Horror, Komödie abgelegt

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Wheelsy ist ein kleines Städtchen irgendwo im Nirgendwo, bis dort plötzlich ein Meteorit einschlägt, der unglücklicherweise einen ziemlich fiesen Parasiten mitführt. Bald ist die ganze Stadt von den schleimigen Bakterien befallen und das führt zu relativ viel Blutverlust. Aber wie immer gibt es toughe Amerikaner die sich todesmutig dagegen stemmen.

Natürlich ist das nicht wirklich etwas sonderlich originelles oder gar bahnbrechendes, aber Slither macht einfach Spaß. Michael Rooker, der ja gerne das Arschloch spielt, darf hier sogar das Oberarschloch mimen.

Regisseur James Gunn, hat ganz unten angefangen, denn tiefer als die (wenn auch kultige) Trash Firma Troma gehts nun wirklich nimmer. Für Slither bekam er aber ein ordentliches Budget, was man dem ganzen auch ansieht.

Da der Film ja noch relativ neu ist, ist das Bild natürlich auch in Ordnung, obwohl es im Schwarzwert ein wenig schwächelt. Einen direkten Vergleich habe ich nicht, da sich die DVD nicht mehr in meinem Besitz befindet.

Alles in allem eine schöne Wiederveröffentlichung die auch zeigt, das die Mitarbeiter von Koch Media, die solche Streifen aussuchen, durchaus Ahnung von Filmen und ein gutes Näschen haben. Das darf gerne so weiter gehen..Ich bräuchte noch K-Pax, Immer Ärger mit Bernie, Frl. Smilla…usw usw :o )

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SNOWPIERCER (Ascot Elite)

am 21. Juli 2014 unter Action, Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Nach einem missglückten Experiment steht die Erde vor dem Untergang – die Menschheit droht auszusterben. Lediglich ein Zug fährt quer durch die Welt und beherbergt die letzten humanoiden Wesen. Allerdings herrscht hier auch eine strenge 2-Klassengesellschaft. Die niederen Rassen befinden sich im hinteren Teil, die Elite vorne. Der Zugang ist streng bewacht. Als es zu einer Revolution kommt, gibt es viele Tote zu beklagen….

Snowpiecer ist ein ganz merkwürdiger Film geworden, denn ich habe selten so viele positive, wie auch negative Dinge in einem einzigen Streifen gesehen.

PRO: Die grundsätzliche Idee ist schon originell. Insbesondere die Außenaufnahmen haben eine erstklassige Optik und die (meisten) Darsteller machen ihren Job gut. Die verschiedenen Zugabschnitte sind sehr originell umgesetzt worden (wenn der Zug auch etwas kurz gerät)

KONTRA: Die Logiklöcher in diesem Streifen könnten problemlos den Krater des Vesuvs bedecken. Zudem gib es einen latenten Erklärungsnotstand, der zwar gegen Ende versucht wird partiell aufzuklären, was aber wiederum in vielen Dingen nicht logisch erscheint. Zudem geht mir die Rolle von Tilda Swinton tierisch auf den Zeiger.

Nun muss ich mich entscheiden welcher der Punkte stärker wiegt. Da der Film ja schon einen gewissen Anspruch stellt, sollte ich mehr meckern, denn wenn man mal genau nachdenkt ist das eigentlich ziemlicher Blödsinn was man da sieht.

Dagegen steht eben das er tricktechnisch sehr ausgefeilt ist und die wirklich originelle Grundidee.

Da das Ende nicht nachvollziehbar ist (will nicht spoilern), lasse ich den Film mal ohne Bewertung. Kann aber zumindest sagen dass hier zwischen 2 und 7 Chuckys alles drin sein kann – je nach Auge des Betrachters.

TAGEBUCH EINES SKANDALS (Fox) -WIEDERENTDECKT

am 21. Juli 2014 unter Drama, Suspense abgelegt

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Einsamkeit hinterlässt immer Spuren. Bei Barbara Covett erst recht. Griesgrämig wirkt die alleinstehende Lehrerin und so unnahbar, dass auf den ersten Blick deutlich wird: Diese Frau hat niemanden. Und so geht Barbara vollständig in ihrem Beruf auf und führt in ihrem Unterricht ein strenges Regiment. Die Neue im Lehrerkollegium weckt sofort ihr Interesse . Denn sie verkörpert all das, was Barbara nicht ist: jung, strahlend – scheinbar vom Glück verwöhnt. Als sie gemeinsam eine Prügelei zwischen zwei Schülern beenden, schweißt das die ältliche, einsame Barbara und Sheba, die verheiratete Mutter zweier Kinder, augenblicklich zusammen. Bald sind sie im Schulalltag unzertrennlich, auch privat sehen sich die beiden Frauen immer häufiger. Dann kommt jener Abend, an dem Barbara eine schockierende Entdeckung macht: Sheba hat eine Affäre mit einem ihrer minderjährigen Schüler. Barbara konfrontiert Sheba mit der Wahrheit und steigert sich in die Wahnvorstellung hinein, dass sie sich Sheba mit ihrem Schweigen als beste Freundin erkaufen kann.

Was Cate Blanchett und insbesondere Judy Dench hier abliefern, sind schauspielerische Glanzleistungen, wobei letztere den kompletten Film überragt. Ihre Stimme aus dem Off und insbesondere ihre garstigen bis verbitterten Tagebucheinträge, die sie uns den ganzen Film hindurch zitiert, ergeben in Verbindung mit ihrer Mimik eine wahrlich grandiose Vorstellung.

Obwohl der Film eine sehr gute Synchronisation bekam, sollte man sich zumindest einige Passagen auch einmal im Originalton ansehen. Auch Denchs Wandlung von der fürsorglichen Freundin zur nur auf ihren Vorteil bedachten Erpresserin glückt ihr tadellos.

Blieb nur noch ein passendes Ende zu finden . ich kann es ohne zu spoilern vorwegnehmen – auch das passt ideal zum Rest des Films.

Fazit: Ein exzellentes Drehbuch, eine souveräne Regiearbeit und schauspielerische Galavorstellungen ergeben in ihrem perfekten Zusammenspiel die Höchstnote, die ich nun wahrlich nicht sehr oft vergebe. Ein Film wie aus einem Guss. Wer gerne Psychodramen sieht (als Thriller würde ich den Film nicht unbedingt bezeichnen), der kann bei einem Kauf absolut nichts falsch machen.

AN DIE FIRMA FOX – WO BLEIBT DIE BLU RAY?

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