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Archiv für den 18. Juni 2014

THE BODY (Ascot Elite)

am 18. Juni 2014 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Kommissar Jaime Peña hat schon bessere Tage gesehen. Bei einem Unfall kam seine Frau ums Leben und seine Tochter hat sich komplett von ihm entfremdet. Auch wenn die Tragödie schon 7 Jahre zurückliegt, kam er seitdem nicht mehr richtig auf die Beine. Seine Konzentration ist allerdings gefragt, als aus dem Leichenschauhaus die vermeintlich Verstorbene Mayka Villaverde verschwindet, die zuvor überraschend einem Herzinfarkt erlag. Es dauert nicht lang, da gerät ihr Gatte unter Verdacht, denn da es keinen Ehevertrag gab, ist er Begünstigter und das man an der Leiche keine Autopsie durchführen kann, um die Todesursache festzustellen, käme ihm da gerade recht. Im Laufe der Nacht verstärkt sich die Vermutung, doch es ist nichts so wie es scheint.

Die Spanier haben in den letzten Jahren sehr oft auf sich aufmerksam gemacht und jede Menge guter Regisseure am Start – auch international. Der völlig unbekannte Oriol Paulo ist ein weiteres Talent und beweist in seinem Spielfilmdebüt ein gutes Gespür für Geschichten, zumal er auch am Drehbuch mitgewerkelt hat – und das ist exzellent.

Wie der Zuschauer die komplette Spieldauer die Zusammenhänge erklärt bekommt und trotzdem bis kurz vor Schluss im Dunkeln tappt und auch nicht mehr weiß als der Protagonist, ist absolut sensationell geschrieben. Die Schlusspointe, die nochmal eine Geschichte für sich ist, setzt dem Ganzen dann die Krone auf. Es ist lange her, das ich so ein komplexes Drehbuch verfilmt gesehen habe – besonders in diesem Genre.

Auch die Schauspieler sind mir kein wirklicher Begriff, nur den Kommissar habe ich schon das ein oder andere Mal in einem Streifen gesehen.

Fazit: Ein hochspannender Thriller, mit vielen überraschenden Wendungen und sehr gelungenen Kameraeinstellungen. Das Drehbuch ist oscarreif.

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DISCONNECT (Studio Canal)

am 18. Juni 2014 unter Drama abgelegt

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Die Journalistin Nina Dunham hat die Schnauze voll, immer nur belanglose Geschichten für andere abzutippen, zumal sie eine interessante Story wittert, als sie in einem Pornochat den gutaussehenden Kyle kennenlernt, der für eine Organisation arbeitet, die Internetpornographie professionell betreibt. Mike Dixon war früher Cop und hat sich nun darauf spezialisiert Verbrechen rund ums Internet aufzuklären. Sein Sohn leidet unter seinem herrschsüchtigen Vater und beginnt einen Mitschüler über das Internet zu mobben. Es kommt zu einer Katastrophe. Seit Cindy ihr Baby verloren hat, steht auch die Ehe mit ihrem Mann Derek kurz vor dem Aus. Als dieser einen kleinen Betrag auf ein Online-Pokerkonto einzahlen will erkennt er, das die Karte voll ausgelastet ist. Sein Konto wurde von einem professionellen Hacker leergeräumt.

Es ist unschwer zu erkennen, das alle diese Geschichteten ein Thema haben – nämlich das Internet, wobei hier sowohl die interessanten Seiten, als auch die Gefahren beleuchtet werden und der Streifen dem Zuschauer keine einseitige Meinung aufzwingt.

Episodenfilme stehen bei den Filmkritikern ja immer hoch im Kurs, auch wenn sie teilweise zu Tode konstruiert sind (ich sage nur L.A. CRASH.). Was uns hier allerdings geboten wird, ist absolut sensationell.

Keiner der Geschichten vermittelt das Gefühl in irgend einer Form aufgesetzt zu sein – die Handlungsweisen der Protagonisten wirken nie gekünstelt oder unglaubwürdig und das Ensemble spielt groß auf.

Insbesondere Jason Bateman als Vater des gemobbten Jungen liefert eine grandiose Leistung ab, die ich ihm nicht zugetraut hätte, auch weil er sonst immer nur in dämlichen Komödien mitspielt. Aber auch Max Thierrot, Alexander Saarsgard oder Paula Patton sind perfekt besetzt und wussten wohl, was für tolles Geschichten hier zu Grunde lagen und gaben alles.

Ich habe sehr lange überlegt, weil ich mit der vollen Punktzahl extrem sparsam umgehe, aber selbst nach genauem Überlegen ist mir hier kein Schwachpunkt aufgefallen.

On Top ist auch noch der Soundtrack passend und das Lied von Jonsi von Sigur Ros, passt einfach so schön zur letzten Einstellung und dem Abspann, das ich hier über meinen Schatten springe und 8 Chuckys verteile.

Großes Kino – wenn auch kein großer Erfolg da. Leider bei der falschen Firma. Zitat des Außendienstes: “Wir brauchen keine Promos zu verteilen, unsere Filme sind so gut, die laufen auch so”.

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ALL IS LOST (Universum Film)

am 18. Juni 2014 unter Drama abgelegt

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Ein Kapitän schippert auf seinem Segelschiff über dem Ozean, als es plötzlich zu einem Zusammenstoß mit einem Turnschuh Container (!) kommt. Der Schaden wird behoben, doch nach kurzer Zeit wartet das nächste Übel in Form eines Wirbelsturms. Das Boot kentert, doch er schafft es den Kahn wieder aufzustellen. Auf Hilfe wartet er wohl vergebens. Und nachfolgenden Satz übernehme ich bewusst aus dem Pressetext „Obwohl er weiterhin alles richtig macht, sieht sich der Mann ohne Nahrung, Wasser oder Hilfe alsbald mit seiner Sterblichkeit konfrontiert „

Also ob er alles richtig macht vermag ich nicht zu sagen, denn ich habe noch nie längere Zeit auf einem Boot verbracht. Was man aber auf jeden Fall feststellen kann ist, dass Filme bei der man mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird, groß in Mode sind. Hatten wir das gerade im Weltall bei GRAVITY, gibt es das jetzt eine Nummer kleiner auf Mutter Erde im Wasser.

Während erstgenannter wenigstens noch mit ordentlichen Effekten etwas fürs Auge bot, bekommt man hier nur Herrn Redford zu sehen, wie er verzweifelt versucht sein Boot zu retten und noch verzweifelter versucht so zu tun, als wüsste er was er da macht.

Leider ist der Streifen so interessant wie die Hosenanzüge der Bundeskanzlerin, zumal der Film mit dieser Minimalhandlung satte 106 Minuten an Laufzeit mitbringt, die sich ziehen wie „di Woch zwischee Weihnachte und Neijohr“ (Zitat Heinz Becker).

Ich mag Redford und habe recht viele Filme von ihm in meiner Sammlung und auch Streifen die auf hoher See spielen, gefallen mir meistens sehr gut (THE REEF, OPEN WATER), aber das hier ist einfach nur absolut ermüdend und fast wäre es passiert, das ich zum ersten Mal in meinem Leben vor dem Beamer eingeschlafen wäre. Das konnte ich gerade noch verhindern. Nicht ALL IS LOST aber diese 106 Minuten warens dann wieder. Gäääähn.

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MEPHISTO-EFFECT (Ascot Elite)

am 18. Juni 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die Ausgangssituation ist denkbar einfach. Lea ist eine junge Studentin, die sich als Maklerin ein wenig Geld dazu verdient und eine Beziehung führt, die nach 4 Jahren ausgereizt scheint. Dann lernt sie den charmanten Ryan kennen und wenig später landen die beiden im Bett. Für beide soll es eine einmalige Sache bleiben. Doch dann taucht plötzlich ein Fremder auf und konfrontiert Lea mit der Geschichte. Als dieser nach einiger Zeit auch noch Ryan anschleppt, den er entführt und bei sich im Kofferraum eingesperrt hatte, steigert sich das perfide Verhör immer mehr.

Das ist mal wieder so ein Film, bei dem man als Rezensent hin und hergerissen ist. Die Story an sich ist relativ simpel und die Wende gegen Ende nicht so überraschend. Zudem spielt das ganze fast nur in einem Raum. Also kommt es hier sehr auf Schauspieler und Dialoge an und da weiß ich nicht recht wie ich diese bewerten soll.

Nora Huetz als Lea macht mir dabei die überzeugendste Figur und ihre Mimik passt durchaus zu dem was auf dem Bildschirm gezeigt wird. Die anderen beiden Herren wirken auf mich hingegen etwas unglaubwürdig, wobei das auch am Text liegt, nicht nur an ihren schauspielerischen Fähigkeiten. Viele Dialoge wirken aufgesagt und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man in dieser Situation so blumige Formulierungen findet, wie es Ryan ständig tut.

Als das ganze nach etwa 45 Minuten von einem Drama zu einem Thriller übergeht, steigert sich auch die Qualität des Films, denn ab da wird es spannender – das Ende ist zudem gelungen.

Wem DEVOT gefallen hat, der ebenfalls von dem Regisseur stammt, der sollte hier einen Blick riskieren, aber ich hatte auch bei dem schon das Gefühl, das vieles einfach zu aufgesagt klingt. Vielleicht fehlt mir aber auch nur die intellektuelle Vorstellungskraft, das Menschen in Stresssituationen solche Dialoge halten.

Die Bewertung ist genauso schwer. Aufgrund des besseren zweiten teils gibt es

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