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Archiv für den 20. Mai 2014

WHISPER (Concorde) – WIEDERENTDECKT

am 20. Mai 2014 unter Horror abgelegt

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Heute führe ich eine neue Kategorie ein, nämlich „WIEDERENTDECKT“. Viele Filme habe ich vor vielen Jahren gesehen und schaute sie jetzt aus welchem Grund auch immer nochmals und dachte, dass sie durchaus eine Erwähnung auf VIDEOTIE wert sind, ohne das sie jetzt nochmal explizit neu erschienen wären. Der erste Streifen ist hier der 2007 erschienene WHISPER.


Der vorbestrafte Max hatte eigentlich vor, sein komplettes Leben zu ändern und sich eine Existenz aufzubauen. Leider scheitert dieser Plan, da ihm keine Bank Geld gibt, um sein Vorhaben zu verwirklichen. Deshalb sieht er sich gezwungen die Kohle anderweitig besorgen und entführt zusammen mit seiner Verlobten Sarah und zwei anderen abgefuckten Typen den achtjährigen David. Dabei geht alles reibungslos über die Bühne. In einem abgelegenen Blockhaus wartet das ungleiche Quartett auf die Lösegeldübergabe und auf Anweisungen des eigentlichen Drahtziehers. Doch was die Entführer nicht ahnen – mit David haben sie sich nicht unbedingt das angenehmste Entführungsopfer ausgesucht, denn das so harmlos dreinblickende Kerlchen hat übernatürliche Fähigkeiten und genießt es, die Entführer zu quälen und gegeneinander aufzuhetzen.

Mehr will ich auf keinen Fall verraten, denn der Film hält im Laufe seiner durchweg unterhaltsamen 91 Minuten einiges an Überraschungen für den Zuschauer bereit. Natürlich erinnert das alles sehr oft an den Kultklassiker „Das Omen”, aber trotzdem gelingt es Stewart Hendler dem Genre einige neue Aspekte abzugewinnen. Außerdem hat der noch sehr junge Regisseur ein sehr gutes Gespür für Spannungsaufbau und Kameraführung. Insbesondere die immer wiederkehrenden eingestreuten Aufnahmen aus der Vogelperspektive sind äußerst gelungen und unterstreichen das mysteriöse Ambiente.

„Lost”-Star Josh Holloway, macht seine Sache ebenfalls gut und schafft es, dass der Zuschauer sogar Sympathie für seine Figur entwickelt. Michael Rooker ist als Arschloch eh immer gut, genauso wie Joel Edgerton. Heimlicher Star des Streifens ist jedoch der kleine Blake Woodruff, der hier eine Performance der Spitzenklasse hinlegt. Es ist unglaublich wie der Zwerg die perfekte Mischung aus unschuldigen und fiesen Blicken findet.

Fazit: Durchweg spannender und glänzend gespielter Horrorthriller der einiges an Schockeffekten bereithält und gegen Ende noch dazu mit einem (für mich) völlig überraschenden Schlusstwist aufwartet.

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DIE DREI TAGE DES CONDOR (Studio Canal)

am 20. Mai 2014 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Joseph Turner arbeitet für eine geheime CIA Niederlassung, die nach außen hin wie eine unauffällige Bibliothek erscheint. Als er aus der Mittagspause zurückkommt findet er alle seine Kollegen ermordet vor. Aus Verzweiflung entführt er eine Frau um Unterschlupf zu bekommen. Als er Nachforschungen anstellt gerät er in Lebensgefahr, zumal die CIA selbst hinter dem heimtückischen Anschlag zu stecken scheint. Wem kann er noch vertrauen?

Auch wenn der Film schon oft im Fernsehen lief, gehört er eigentlich in jede anständige Sammlung. Bis heute hat der Streifen nichts von einer Faszination verloren und es wundert mich eh, dass es bislang noch kein Remake davon gibt, denn anbieten würde es sich.

Der von mir durchaus geschätzte Redford spielt seine Rolle ausdrucksstark und Max von Sydow ist ein cooler Gegenpart.

Natürlich ist der Film für heutige Verhältnisse relativ langsam und nicht mit Stakkato Schnitten versehen, was aber mal ganz angenehm ist, denn dieses Stilmittel geht mir nicht selten auf den Wecker, weil es meist nur dazu dient, nicht vorhandene Story zu kaschieren.

Das Bild der Blu Ray hat natürlich keine Referenz-Quali, ist aber sehr ordentlich restauriert, der Ton erfüllt seinen Dienst. Zudem hat man noch einige durchaus erhellende Extras mit auf die Disk gepackt, was bei so alten Filmen nicht selbstverständlich ist und das alles zu einem fairen Preis.

HAUNTER (Koch Media)

am 20. Mai 2014 unter Horror abgelegt

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Die 16jährge Lisa ist gemeinsam mit ihrer Familie seit längerer Zeit dazu verdammt, den gleichen Tag immer wieder aufs Neue zu erleben. In der vierköpfigen Familie ist sie dabei die einzigste der das anscheinend auffällt und so verläuft ihr Leben ziemlich öde. Das Haus verlassen kann sie auch nicht, denn draußen wartet nur Nebel, der sie immer wieder zum Haus zurückführt. Doch wäre das noch nicht genug, kommt sie immer öfters mit merkwürdigen Geistererscheinungen und Geräuschen in Berührung. Als sie Nachforschungen anstellt, erlangt sie die bittere Erkenntnis, das sie und ihre Familie nicht mehr am Leben sind, doch ihr Dasein hat durchaus noch einen Sinn, sie kann nämlich noch andere vor dem sicheren Tod retten.

Hui, ist das eine schwierige Sache. Zuerst dachte ich, das da wieder mal eine Geschichte um ein Spukhaus wird und schrieb nebenbei noch etwas. Damit hörte ich aber schnell auf, denn die Komplexität von HAUNTER ist enorm.

Das man die Nummer mit den Zeitschleifen ja nun schon oft gesehen hat, stört dabei gar nicht, denn so gab es das noch nicht. Der Film erfordert eine sehr hohe Konzentration und trotzdem kann es sein, dass man am Ende nicht alles verstanden hat.

Vicenzo Natali, der bis heute noch keinen schlechten Film gedreht hat, dessen Erscheinungen auf Blu Ray aber fast alle auf sich warten lassen (Wo bleiben NOTHINIG und CUBE? CYPHER wurde kürzlich veröffentlicht) kreiert hier ein Szenario, bei dem man nie weiß, was als nächstes passieren wird. Vorhersehbarkeit kann man diesem Streifen nun wirklich nicht vorwerfen.

Abigail Breslin, die ich in THE CALL ziemlich furchtbar fand, was auch an ihrem Modepüppchen-Style lag, weiß hier deutlich besser zu gefallen, darf aber auch in einem Zimmer mit Bowie, Cure und Joy Division Postern und einem Sioxsie Shirt und Chucks rumlaufen, was mir natürlich grundsätzlich schon besser gefällt. Das passt viel besser zu ihrer Person.

Der von mir geschätzte Peter Outerbridge, der in einen der besten TV-Serien aller Zeiten mitspielte (REGENESIS, die es in Deutschland auch nur bis Staffel 2 gibt, obwohl 4 existieren) und der schaurig-gute Stephen MacHettie komplettieren den sehr guten Cast und natürlich auch Natalis Kumpel David Hewlett darf nicht fehlen.

Fazit: Ungewöhnlicher Streifen mit sehr komplizierten und komplexen Sprüngen und Wendungen, für die man höchste Konzentration mitbringen sollte.

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THE RETURNED (Ascot Elite)

am 20. Mai 2014 unter Drama, Horror abgelegt

Coverfront

Alex ist ein sogenannter Returned, ein Mensch der mit einem Zombievirus infiziert wurde, gegen den es jedoch mittlerweile ein Serum gibt. Trotzdem sind diese Menschen nicht gerade beliebt in der Gesellschaft, was auch daran liegt, dass sie jeden Tag ihr Medikament nehmen müssen, weil sie sonst wieder zu einem Zombie zurück mutieren würden. Seine Gattin Kate ist Ärztin und tritt für die Rechte und gegen die Diskriminierung der RETUREND ein und hat durch ihren Job auch keine Probleme an das Serum zu kommen, doch eines Tages beginnt dieses knapp zu werden und mit der synthetischen Herstellung hinkt man noch hinterher. Das treibt die Gegner der RETURNED auf die Spitze und Radikale Gegner ermorden viele von Ihnen. Auch Kate läuft die Zeit davon.

Interessant, dass in der Vergangenheit noch nie jemand auf die Idee kam, das zu verfilmen (sieht man von der französischen TV-Serie ab). War man in der Filmgeschichte erst einmal zum Zombie geworden, wars das.

Daher ist RETURNED auch nicht wirklich ein Horrorfilm, sondern eher ein Drama im Horror-Genre, mit dem viele Regisseure vorher nicht gut gefahren sind. Doch hier mach man (fast) alles richtig.

Auf dem meisten Seiten wird darüber gemeckert, dass man sich zu sehr auf das Schicksal der beiden Protagonisten konzentriert und auf das Drumherum zu wenig eingeht. Das ist bei solchen Streifen aber immer ein Problem, das war bei KRIEG DER WELTEN oder KNWOING genauso. Es lässt sich in der Kürze der Zeit eines Spielfilms einfach nicht mehr realisieren.

Die beiden Hauptdarsteller liefern dabei eine gute Performance ab und der Twist am Ende kam für mich unerwartet und ist auch ziemlich bitter. Auch die letzte Einstellung lässt viele Fragen offen, auch die einer Fortsetzung,

Fazit: Interessantes filmisches Experiment durch die ungewöhnliche Kreuzung zweier Genre, die eigentlich nicht zusammenpassen. Man sieht an diesem Beispiel, dass es doch geht. Wer hier viel Splatter erwartet wird allerdings sehr enttäuscht sein.

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